13. Dezember 2017

Wieder viele Herzmomente und Freudebegegnungen in 2017

Eine Leserin bezeichnete neulich diese alljährliche Glücksliste als Jahresrückblick, den sie immer freudig erwartet. Recht hat sie, denn auch wenn ich diese Aufzählung bisher nicht als solchen gesehen habe, freue ich mich Jahr für Jahr wieder darauf, all das Schöne und Gute aufzuschreiben, das mir mit Mariengold widerfahren ist.

In der Vorweihnachtszeit bekomme ich immer besonders viele Anfragen von Partnern, Freunden und Brüdern, die für ihre Herzensfrauen Kursteilnahmen, Material und Anleitungen bestellen. Männer kommunizieren da ganz anders als Frauen, ich mag das.

Die vielen Fragen nach meinem Wohlergehen am 20. Dezember 2016 nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidtplatz, von nah und fern.

Am Tag darauf ein Puppenkauf mit den Worten: „In Zeiten wie diesen braucht es Puppen ganz besonders“. Der Name der Käuferin war Friedensmarmelade2. Wie passend, wie wahr.

Auf meinen Kontoauszügen immer wieder persönliche Worte wie „Danke für die liebevolle Beratung“ zu lesen.

Im Januar die erste Puppe nach Südafrika zu schicken. Mit feuerroten Haaren und graublauen Augen, Reisezeit fast 3 Monate, ihr Name: Ginger Maria.

Das war nicht die erste Puppe, die nach mir benannt wurde. Besonders häufig höre ich von Kurspuppen mit dem Namen Maria.

Zum ersten Mal mehr Wiederholerinnen als Neulinge in einem Kurs. (Das war genau genommen schon 2016, aber ich möchte es trotzdem hier festhalten.)

Eine Schwarz-Weiß-Kopie von „Ziegenmaserrötelpeter“ in meinem Briefkasten, einem der lustigsten Bücher mit Puppe, das ich je gelesen habe. Noch einmal tausend Dank unbekannterweise! (Hier die Besprechung.)

So viele Dankeschön-E-Mails für das DIY für die einfachste Latzhose zu Weihnachten 2016.

Anfragen, meist von ganz weit weg, z. B. aus Brasilien oder der Türkei, ob ich auch für Einzelkurse zu haben bin. Es ist immer wieder ein bisschen unglaublich zu lesen, dass meine Arbeit auf der ganzen Welt geschätzt wird.

Wie Katja im Januar-Kurs ein Stück aus dem Buch „Die große Wörterfabrik“ vorgelesen und die passende Puppe Marie in unserer Runde genäht hat.

Im selben Kurs Ellen: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas Schönes anfertigen kann“, das höre ich oft und es rührt mich immer wieder zu Tränen (bei diesem Mal sind sie tatsächlich auch geflossen). Es ist wunderbar mitzuerleben, wie Frauen die Erfahrung machen, das sie alles schaffen können. Manchmal gehen sie dann wirklich 5 cm größer nach Hause.

Und Dagmar in der Vorstellungsrunde, als sie von ihrer Kurs-Puppe von November 2015 erzählte, die zwar nicht so eifrig bespielt wird wie erhofft, aber: „Sie wird aus der Ferne geliebt.“

Als ich am Ende dieses Kurses nach Hause ging, sah ich aus heiterem Himmel eine riesige Sternschnuppe quer über den Senefelder Platz rauschen. Ich konnte nur mit offenem Mund stehenbleiben, während der Verkehr um mich herum weiterging. Was das für eine Erscheinung war, habe ich im Nachhinein versucht herauszufinden. Aber wie das bei Wundern so ist, gab es keine Daten und Fakten.

Dass der Poncho mit Pompoms direkt bestellt wurde. Ich habe tatsächlich nur dieses eine Exemplar angefertigt. Und gerne weitergegeben.

Lustiges, zufälliges Zusammentreffen mit Katrin am Hafen in Gager, einer meiner ersten Kursteilnehmerinnen von vor circa acht Jahren. Noch immer ist begeistert von den Puppen die Rede. Auch ihren beiden Töchtern stellt sie mich als die Puppenmacherin von damals vor. Sie nicken nur ehrfürchtig.

An meinem ersten Arbeitstag nach den Winterferien die 100. Rechnung für das Jahr 2017 geknackt zu haben.

Drei Tage ohne Internet im Februar. Privat ist mir das Internet egal, aber beruflich brauche ich es unbedingt. Erstaunlich, wie gut ich mich in dieser Zeit organisiert habe. Eine Stunde täglich habe ich in meinem Lieblingskaffee mit W-Lan verbracht und es ging ganz wunderbar.

Irgendwie war mir mein liebstes rotes Haarband abhanden gekommen. Ich wusste noch, dass meine ehemalige Mitarbeiterin Karoline das gleiche besitzt, fragte mutig an und sie schenkte es mir gleich. Diese kleinen Berührungspunkte ab und zu sind schön.

Dass Elke aus dem März-Kurs extra aus Portugal angereist war.

Im selben Kurs war Anja schon zum vierten Mal dabei, dieses Mal für ihr Patenkind.

Noch einmal März-Kurs: Maja hatte die Teilnahme von ihrer Oma geschenkt bekommen, die leider nicht mehr lebt. Die entstandene Puppe für ihre kleine Tochter, also die Urenkelin, benannte sie nach ihrer Oma und erklärte, dass diese so in der Puppe fortleben würde.

Immer wieder Kursteilnehmerinnen aus Dresden. Obwohl ich bald länger in Berlin als in meiner Geburtsstadt lebe, fühle ich mich immer noch verbunden und freue mich jedes Mal, wenn eine Dresdnerin dabei ist. (Ich mag auch den Dialekt.)

Unser Filzkopfkurs im März bei Laura. Alle haben sich wie zu Hause gefühlt.

Ganz spontan, so ziemlich gegen Ende des Prozesses, kam mir die Idee, Puppenmacherinnen aus ganz Deutschland um einen kleinen Beitrag für mein neues E-Book „Von Kopf bis Fuß“ zu bitten. Dass es am Ende ganze 15 tolle Tipps und Tricks wurden, hat mich selbst überrascht und wahnsinnig dankbar und glücklich gemacht.

Endlich zu Besuch Julias Atelier in Karlshorst.

Dass unsere Landpartie so schnell ausgebucht war und es sogar eine Warteliste gab.

Wo ist Eva? Was für ein Puppenkrimi. Die Eltern hielten mich wochenlang auf dem Laufenden, aber leider ist die Sache nicht gut ausgegangen, so dass ich schließlich eine Ersatz-Eva angefertigt habe.

Mit Clara zum Yoga zu gehen. Wir waren schon vorher Freundinnen, aber diese regelmäßige Stunde am Dienstag Morgen stärkt unser Miteinander – als Freundinnen und als Puppenmacherin-Grafik-Designerin-Gespann.

Vier schwangere Frauen im April-Kurs. So viele waren es noch nie.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine Puppe an eine Berliner Adresse schicke. Eigentlich macht es keinen Unterschied, wohin die Puppen kommen, ob in meine Nachbarschaft oder ans andere Ende der Welt, aber Berlin ist eben meine Herzensstadt.

2017 habe ich besonders viele Geschwisterpuppen genäht, sowohl Puppen im Doppelpack, als auch Puppen für Familien, die schon ein Mariengoldstück in der Familie haben.

Im Mai-Kurs eine der größten Herausforderungen des Jahres: Eine an Schizophrenie erkrankte Frau und ihre Betreuerin waren dabei. Was habe mir im Vorfeld Gedanken gemacht und wie hat mein Herz heftig gepocht, als ich die beiden begrüßte. Und dann wurde es einer der besten Kurse. Auch Dank der anderen Teilnehmerinnen, die mit ihrer Selbstverständlichkeit, Einfühlung und Leichtigkeit diese Erfahrung für alle Beteiligten ermöglicht haben.

In diesem Kurs entstand auch die erste Elfenpuppe mit spitzen Ohren. So eine gab es noch nie.

Ich lerne immer ganz vial von meinen Teilnehmerinnen, dieses Jahr unter anderem: Wie man zu Beginn einer Naht mit dem ersten Stich den Faden mit einem Knoten befestigt, was genau eigentlich Interlock-Strick ist und wie man Bauchnabel und Po in einem Arbeitsgang macht.

In der Kalenderwoche 20 hatte ich sage und schreibe vier Puppen, eine zerliebter als die andere, zur Reparatur und Erneuerung in meiner Werkstatt. Was da wohl in der Luft lag?

Auch Heilungspuppen habe ich genäht. Eine ging sogar direkt in eine Klinik, um gleich Gutes zu tun.

Dass mir kurz vor der Landpartie so viele Menschen alles Liebe gewünscht haben, Familie, Freundinnen und Freunde, Bekannte, Leserinnen.

Überhaupt unsere Landpartie, ein Lieblingshöhepunkt des Jahres.

Bei einem Blick in die Zimmer der Frauen auf fast jedem Bett eine mitgebrachte Puppe sitzen zu sehen. Was für ein Herzschmelzmoment.

Ein langer Abendspaziergang mit Laura durch die Wildnis des Hohen Fläming.

(Und dass sie mir später ihre Landpartie-Puppe, in die ich mich so verliebt hatte, zum Geburtstag schenkte.)

Die ausführlichen Feedbackzettel unserer Teilnehmerinnen, hand- und herzgeschrieben.

Die ehemalige Kindergärtnerin meiner Tochter, die seit Jahren Stammkundin ist und immer wieder Puppen für ihre Verwandt- und Bekanntschaft in der Schweiz bestellt.

Sie ist auch eine der wenigen, die mich konsequent als Künstlerin bezeichnet, was ich selber nicht tue. Wenn es von ihr kommt, mag ich es aber.

Christina im Mai-Kurs, die eine Puppe für die Bühne genäht hat. Über ihr zartes Projekt zu sprechen, kostete sie viel Mut, aber das Wochenende war schließlich die Initialzündung, ihren Traum vom eigenen Stück in die Wirklichkeit umzusetzen.

Immer wieder Partner, die für ihre Frauen einen Kurs als Geschenk buchen.

Im Juni brachten gleich zwei Männer ihre Frauen persönlich zum Veranstaltungsort. So viele Männer waren noch nie gleichzeitig im Raum.

Celys Mann hatte ihr sogar ein Kreativ-Tagebuch für die Puppenreise nach Berlin gebastelt.

Immer wieder Begegnungen im Prenzlauer Berg mit Menschen, die mich von Mariengold kennen, von den Puppen oder den Kursen. Und immer wieder dieses Leuchten in den Augen.

In den Sommermonaten mein Kaffee in der Morgensonne im Impala am Senefelder Platz. Kurz vor Neun begegnen einem hier Fünffach-Espresso-Shots, übernächtigtes Partyvolk, Zeitungsleser, Sonnenblinzler, zuckerkrümelpickende Spatzen und viele müde Papas mit ihren Kindern.

Meine Bekannten hier in Berlin wissen zwar in der Regel, dass ich Puppenmacherin bin, kennen aber meist meine Internetseite nicht. Manchmal bekomme ich aus heiterem Himmel Nachrichten wie diese von Marlis: „Jetzt habe ich durch den Link auf deiner Mail zum ersten Mal auf deine Website geklickt. Was einem da entgegen strömt ist ja ganz zauberhaft! So kongruent und so, dass einem echt das Herz aufgeht!“

Dass die Christkind-Puppe für die ehemalige Kindergartengruppe meiner Tochter zu Johanni fertig geworden ist, dem Fest, das genau auf der anderen Hälfte des Jahreskreises liegt.

Das Flamingo-Armband-Geschenk von Jean aus dem Juni-Kurs.

Im Juli das kleine handgeschnitzte Herz aus Holz von Traudel, das mich seitdem in meiner Geldbörse begleitet.

Immer wieder Doro, der Ort unseres Herzens, der vor acht Jahren Dank dieses Blogs in unser Leben gekommen ist.

Dass man mich dort oben auf dem Berg als „Puppenmarie aus Berlin“ kennt (eine Bezeichnung, die ich hier unten doof fände).

Sie sind selten, wenn man hauptsächlich allein vor sich hin werkelt, aber es gibt sie, die Sternstunden im Leben einer Puppenmacherin, die mit allem Pimp und Pomp gefeiert werden. 2017 waren das bei mir die Premiere der Landpartie für Puppennähverliebte, die Veröffentlichung meines neues E-Books und das zehnjährige Jubiläum von Mariengold.

Mich im Sommer beherzt von all den Puppen- und Puppenkleider-Samples zu trennen, die ich für meine E-Books hergestellt habe und zu wissen, dass sie in gute Hände gekommen sind.

Es war ein superschöner Zufall, dass das neue Buch meiner Freundin Okka am selben Tag erschien wie mein Details-E-Book. (Und es ist grandios, Okkas Buch!)

Unser zweiter Puppennähtag im Oktober.

Beim Eurythmie-Fest an der Schule meiner Tochter: Zwei kleine Mädchen im Publikum haben ihr zerliebten Puppen dabei, die mich sehr an meine erinnern. Ich traue mich nicht zu fragen, schicke nur ein zaghafte Lächeln zu der Familie hinüber.

In den ersten fünf Tagen nach Verkaufsbeginn die Kosten für die Produktion des neuen E-Books fast vollständig wieder hereingespielt zu haben.

Euer umwerfendes Feedback zur Blumenwiese aus Händen. (Es war nämlich alles andere als leicht, diesen Artikel zu schreiben und auch noch zu veröffentlichen.)

Die Musik-Tipps von Lena von Wurzelfein.

Kaum zu glauben, aber in meinem Kurs im August waren drei Hebammen dabei, die ingesamt neun Kinder hatten.

Eines machte sogar mit: Lina-Sophie, 12 Jahre.

Dass es auch mit Rollstuhl geht, weil der Waldorfkindergarten Prenzlauer Berg, wo meine Kurse stattfinden, barrierefrei ist.

Im September eine Bestellung von Mario mit dem Wunsch: „Dann hat der Kleine (sein Neffe) ’nen Buddy.“

Als eine Stammkundin die dritte Ausführung der immer wieder zerliebten (und leider unbespielbar gewordenen) Lotti für ihre Tochter bestellte, erklärte ich ihr mit einem großen Lächeln im Herzen, dass ich diese Puppe auch ein viertes oder fünftes Mal für sie nähen würde.

Was manchmal vorkommt: Dass ich am Donnerstag vor einem zweitägigen Wochenendkurs das Gefühl habe, krank zu werden. Ist zum Glück noch nie passiert, weil ich weiß, wie ich mir Gutes tun kann.

Die erste Wiederholungstäterin in unserem Filzkopfkurs. Und sie möchte auch ein drittes Mal kommen.

Die Resonanz auf meinen puppennähverliebt-Anhänger. Der Verkauf läuft zwar nicht so gut wie gedacht, aber dafür haben mir ganz viele Menschen erzählt, warum sie puppennähverliebt sind.

Und was das Mariengold zu tun hat.

Dass die erste Christkind-Puckbabypuppe ausgerechnet nach Finnland verkauft wurde, in die Heimat des Weihnachtsmannes.

Wenn E-Mails an mich mit „Liebe Frau Gold, …“ beginnen.

Ich freue mich immer sehr über ferne Ländernamen auf meinen Rechnungen. Dieses Jahr war zum ersten Mal Mexiko dabei.

Eine Kursteilnehmerin von vor längerer Zeit schrieb mir, dass die Puppen jeden Tag Teil ihres Leben seien und sie deshalb oft an mich denke.

Der Puppenmacherinnenplausch mit Julia von Julchen-Puppen, die einen Stand auf dem Martinsmarkt unserer Schule hatte.

Dass unsere Landpartie nächstes Jahr seit Wochen ausgebucht ist und es sogar schon Interessentinnen für 2019 gibt.

Zum ersten Mal eine Anfrage mit dem Puppenauftragszettel.

Astrid, die in meiner Postfiliale am Schlachtensee arbeitet. Sie ist superfreundlich, kompetent und schnell und weiß mich auch zu nehmen, wenn ich an manchen Tagen vor lauter Spaghetti im Kopf nichts weiter als ein „Hallo“ heraus bekomme.

Sonja Fritz von Wollknoll, die meine Riesenbestellungen immer ganz schnell bearbeitet und in letzter Zeit geduldig vermittelt hat, wenn es Schwierigkeiten mit der Auslieferung durch DHL gab.

Es war mir auch eine große Freude, meine neue Blogreihe „Gute Frage“ mit ihr zu beginnen. Denn seit über zehn Jahren ist Wollknoll der Puppenmachereibedarf-Lieferant meines Vertrauens.

Als mein Kameraobjektiv kaputt war und ich eine ganz tolle Beratung und fast neuen, gebrauchten Ersatz zum Supersonderpreis bekommen habe.

Auf Tuchfühlung mit der Puppenmacherei-Szene in der Türkei (mehr dazu im Januar).

3073 Verkäufe in meinem Etsy-Shop.

Mehr als doppelt so viele bei Dawanda.

Drei Mal die Woche Yoga. Nichts hilft besser gegen einen krumm gearbeiteten Rücken oder den Einsame-Werkstattarbeit-Blues.

Caro von NATURKINDER, mit der ich drei Jahre lang die PuppenMITmacherei veranstaltet habe. Obwohl wir uns nicht in natura kennen, lief unsere Zusammenarbeit wie am Schnürchen und haben wir uns trotz unserer jeweiligen Projektdichte immer auch Zeit für persönliche E-Mails genommen. Sie ist eine wahnsinnig tolle Frau.

Völlig unerwartet so viel bewegtes Feedback zu dem Gedicht zu bekommen, das ich in meinem November-Beitrag veröffentlicht habe. Es ist allerdings nicht von mir, sondern aus dem ersten Gedichtband „Milk and Honey“ von Rupi Kaur. Aber ich freue mich sehr, dass ich eure Herzen damit berühren konnte.

Mein Holzköpfchen und seine ganze über achtjährige Geschichte.

Letztes Wochenende das Wiedersehen mit Paula aus einem meiner ersten Kurse in 2008. Als wäre es erst gestern gewesen.

Meine „neue“ Internetseite ist jetzt genau fünf Jahre alt. Der große Relaunch damals war der Startschuss für viele Projekte und Neuerungen bei Mariengold, die bis heute dazu beitragen, dass ich von meiner Arbeit wirklich leben kann. Die nächste Veränderung kündigt sich schon leise an, kommt aber nicht vor 2019.

Vorfreude auf meinen ersten Puppennähkurs außerhalb Berlins im Januar in Wien. Mit all den sympathischen Interessentinnen hätte ich gut und gerne auch fünf oder sechs Kurse füllen können.

Dass diese Liste von Jahr zu Jahr länger zu werden scheint.

Glücklich und dankbar.

Mehr Herzmomente und Freudebegegnungen findet ihr hier, hier und hier.


20. November 2017

Glücksliste: Frost und Flauschig

Wieder November.

Wieder diese besondere Zeit.

Zeit der Innenkehr.

Stille.

Ankommen in Wärme und Geborgenheit.

How can we hang on to a dream?

Versöhnen und verwöhnen.

Den ganzen Tag eine Kerze brennen lassen.

Sterne aus farbigem Transparentpapier falten.

Atmen.

Herzwärmender Milchreis mit Safran und Orange.

Der Duft von Holzasche beim Nachmittagsspaziergang.

Hier und da vergessene Äpfel an den kahlen Bäumen entdecken.

Sich selbst manchmal auch vergessen fühlen.

(Auch das ist der November.)

Chokola’j. Genau danach ist mir jetzt.

How To Make Yogi Tea.

Sich selbst etwas zu sagen haben.

Und es auch so meinen.

Jede Sonnenstunde genießen, als wäre sie ein ganzer Sommer.

Büchern und Bageln im Friedrichshain.

Die unendliche Geschichte in der Parkaue.

Die unendliche Leseliste: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon, „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ von Evita Greco, „Und es schmilzt“ von Lize Spit, „Das achte Leben (für Brillka)“ von Nino Haratischwili, „Nachtlichter“ von Amy Liptrop.

Maudie.

Einen großen Vorrat an Bienenwachskerzen anlegen.

Uromas sanftes Geheimnis.

Selbstgekochte Suppen erden.

Massagen auch.

Es gut sein lassen.

Milch & Moos.

Das Herz in den Advent führen.

Bester Wegweiser.

Auf die Venus am Nachthimmel warten.

Gut auf sich achten.

There is nothing wrong with being good to yourself.

Auch zu anderen gut sein.


27. April 2017

Pflanzen und Farben

Lichtfunkeln in der Morgensonne.

Aquarelle am Abendhimmel.

Sonnenkraft.

Farbenspiel.

Eine Meisterin ihres Fachs.

Sanftmut.

Ein Teppich aus hellvioletten Krokussen.

Werkstatt Pflanzenfarben.

Farbenpracht aus Wurzeln, Blättern und Blüten.

Weichheit.

Pflanzenfarbstifte.

Aquarellfarben, die guten von Stockmar.

Mit allen Sinnen gestalten.

Pigmente voller Leben.

Kunst aus Pflanzen.

Auch hier und hier und hier.

Pflanzenfärben zum Selbermachen.

Noch einmal Sanftmut.

Weil er so wichtig ist.

Das Färbergarten-Netzwerk für eine bessere Welt.

(Und das gleichnamige Buch.)

Konfettiregen aus rosa Kirschblüten.

Gelbe Tupfen auf grünem Grund.

Tuchschönheiten von der Pflanzenfärberei Lichtig.

Zum Beispiel dafür.

Ostern mit Pflanzen.

Make and Decorate Your Own Nature Paper Dolls.

Hallo Schmetterlinge.

Hallo Frühling.


15. Dezember 2016

Viele Herzmomente und Freudebegegnungen in 2016

Die Frage einer Kursteilnehmerin, was ich eigentlich hauptberuflich mache, wenn ich nicht gerade anderen Menschen das Puppennähen beibringe. Ich bin dann immer wieder stolz und glücklich, sagen zu können, dass ich Puppenmacherin in Vollzeit bin.

Charlie Bo goes Simbabwe. Im Januar hatte ich meine erste Kundin aus Afrika. Aufregend! Und im Juni eine aus Indonesien.

Verspätete Weihnachtspost aus Japan mit zwei Puppenbastelbüchern von einer ehemaligen Kursteilnehmerin. Ich verstehe zwar kein Wort, aber die Bilder sind toll.

Anfang des Jahres 2000 Verkäufe bei Etsy geknackt. Es war ein Oh Boy! E-Book. Bei Dawanda geht es auf die 6000 zu.

Regelmäßig den Namen eines bekannten deutschen Autors auf meinen Kontoauszügen zu lesen, weil seine Frau so gern Puppen näht.

Dass meine Kurse für die erste Jahreshälfte bereits im Januar ausgebucht waren.

Immer wieder Frühstück mit Splitterbrötchen mit Laura, ein Ritual aus alten Charlie-Bo-Zeiten, jetzt mit Kurs auf unsere Landpartie für Puppennähverliebte im Mai.

Ein kleiner Schokoladennikolaus an jedem Platz am 6. Dezember, heimlich hingestellt von einer Kursteilnehmerin (das war allerdings schon in 2015).

Begrüßung mit Sekt. Eine Kundin und ihr Mann stießen am Vorabend des 2. Geburtstags ihrer Tochter mit einem Gläschen auf das Puppengeschenk an: „Liebe Maria, Danke für deine gute und liebevolle Arbeit!“

Als mir eine Kursteilnehmerin lachend gestand, sie habe sich vor allem deshalb für die Hautfarbe mit der Bezeichung Marzipan entschieden, weil sie dieses so gern esse. (Geht mir genauso.)

Mein Kids Kurs im Frühjahr. Er hat mir unheimlich viele Glücksmomente geschenkt:

Zum Beispiel als M. einmal ihre halbfertige Puppe mit nach Hause nahm, um sie ihrer Familie zu zeigen, sie zum nächsten Treffen wieder mitbrachte und die Puppe, die noch nicht einmal Gesicht und Haare hatte, bereits kleine Strümpfe trug.

Oder der Mariengold-Herzchen-Aufkleber auf der Rückseite von F.’s Smartphone (Foto hier).

Wie A. beim Hören von Vasalisa zum Abschluss unseres Kurses fragte: „Ist das Ihre Stimme?“ (Sie war immer so besonders aufmerksam und scheinbar die einzige, die bemerkte, dass das Märchen tatsächlich von mir selbst gesprochen wurde. Und sie redete mich während der gesamten Zeit als einzige mit Sie an.)

Oder die E-Mails von den Eltern, die erzählten, wie selig die Kinder ihre Freude über die Puppenmacherei Freitag für Freitag nach Hause trugen.

Das Abschlussgeschenk von Eltern und Kindern und überhaupt die Wertschätzung, die mir von allen Seiten für dieses Projekt entgegengebracht wurde.

Auch die Mutmachworte der Klassenlehrerin und ihres Mannes, die mich letztlich dazu bewegten, den Kids Kurs doch anzubieten, nachdem ein Gespräch mit der Handarbeitslehrerin mich zunächst verunsichert hatte.

Eine kleiner Gruß von Christa, einer treuen Leserin und Kundin: „Heute Morgen sagte meine Tochter (9) beim Zähneputzen zu mir: „Lieselotte ist meine liebste und schönste Puppe der Welt.“ Das sollst du gerne wissen! Die Puppe wird seit einigen Tagen wieder allerliebst bespielt und ihr (neuerdachter) Geburtstag ist schon im Familienkalender vermerkt, am 23. April.“

Wie Janet aus dem Februar-Kurs vor ihrer Abfahrt nach München noch einmal laut hupte und mit der kleinen Puppenhand winkte. Alle jubelten begeistert. (In solchen Momenten bin ich immer den Tränen nahe.)

Janet war es auch, die mir zum Valentinstag, der dieses Jahr auf ein Kurswochenende fiel, eine köstliche italienische Praline von der Mittagspause mitbrachte. Ich war so gerührt.

Krank-Woche meiner Tochter im Winter. Alle paar Stunden kam sie in mein Atelier und bestaunte Puppen und Kleider. Mir war gar nicht klar, wie sehr ihr Herz noch für meine Arbeit schlägt.

Große Mitfreude für Julia und ihr lang erträumtes großes Puppennähatelier.

Euer Feedback auf meine Zitatsuche. Es war klein, aber fein und ich habe viel Neues entdeckt.

Dank Instagram den kreativen Reisen ehemaliger Kursteilnehmerinnen folgen zu können, z. B. elfenkindberlin, zauberflink, kleinewoelkchen, frau_apfelkern ,puppenherz_ und diekleineamsel.

Mit Sandra von Junikate und ihrem Mann einen Kaffee im Silo Coffee zu trinken und zu staunen und mich zu freuen, dass er sie genauso toll unterstützt, wie es mein Liebster seit Jahren für Mariengold tut.

Wie Barbara sich genüsslich das kleine Schokoladenherz aus dem Materialpäckchen für meine Kurse auf der Zunge zergehen ließ und meinte, es sei so gut – und das sage sie als Frau vom Fach, die selbst hauptberuflich Pralinen herstellt.

Sorgfältig und liebevoll ausgearbeitete Bestellungen, wie die von Tina für die Puppe „Nisse Pfau“ für ihren Sohn Hans mit einer schönen Collage mit Fotos, Skizzen und kurz und knapp und klar formulierten Wünschen.

Als eine gute Schulfreundin ganz unverhofft eine Puppe zum 2. Geburtstag für ihre Tochter in meinem Dawanda-Shop kaufte.

Wie unkompliziert immer Interessentinnen von der Warteliste für meine Kurse nachrücken, wenn eine Frau kurzfristig ihre Teilnahme absagt.

Wenn Puppen für ganz besondere Anlässe wie Taufe, Geburtstag oder Schuleinführung bestellt werden. Dann strotzen die Puppen nur so vor eingenähten guten Wünschen, besonders für eine lebenslange Freundschaft zwischen Kind und Puppe.

Die alte (sehr alte) Frau, die sich von Herzen an den Handpuppen erfreute, die es neben unserem Bioladen zu kaufen gab. Ihre Augen haben so geleuchtet, dass ich einen dicken Kloß im Hals bekam.

(Wenn ich mir nur vorstelle, dass meine Puppen vielleicht auch manchmal so angeschaut werden.)

Im selbstgenähten Glitzerpullover zu unterrichten. So viel Gold muss sein.

Im Mai die Anfrage von einer Abiturientin, ob ich sie bei der Vorbereitung ihrer mündlichen Prüfung unterstützen könne, Thema: „Puppen in einer technologisierten Welt“ im Fach Kunst. Und unser Hin-und-her-Schreiben über Wochen. (Die Prüfung hat sie natürlich bestanden.)

Als Julia nach dem Launch meiner neuen Reihe Mit Mariengold gemacht meinen Blog als die „Vogue unter den Puppenmacherei-Blogs“ bezeichnete.

Dass ich zwei Mal erfolgreich Spezialanfragen an Evi von daskleinekra vermitteln konnte, die nichts für Mariengold waren.

Meine Tochter, die mich immer wieder mit ihren Näh-Skills überrascht. Von mir hat sie das nicht.

Als ich auf dem übervollen Kurstisch das kleine rote Herz aus Staniolpapier entdeckte, dass Rena aus dem Überbleibsel ihres Schokoladenherzens geformt hatte.

Im selben Kurs Luise und Joe als Paar zu erleben, die gemeinsam zwei Puppen für ihre beiden Kinder nähten. (Joe war der zweite Mann in meinen Kursen in neun Jahren.)

Am Wochenende vor der Veröffentlichung von Puppen und Schmetterlinge in dem Kindergarten, in dem meine Kurse immer stattfinden, eine kleine Schmetterlingszucht zu entdecken und die wundersame Metamorphose, von der ich da schrieb, noch einmal mit eigenen Augen bestaunen zu können.

Die vielen Rückmeldungen zu eben jenem Blogartikel. Yoga für die Seele – das ist Origami scheinbar auch für euch. Und das freut mich.

Das ausführliche (und mutige) Feedback von Ariete mit guten Impulsen, wie ich in meine Kurse in Zukunft noch besser machen kann.

Die unzähligen Nachmittage, die ich schreibend im Goodies saß oder einfach nur mit einem Milchkaffee und meinen Gedanken.

Oder mit Clara, meiner wunderbaren Grafik-Designerin, die Mariengold seit Jahren so schön macht.

Handgeschriebene Dankeschön-Post von lieben Kundinnen und Kunden, manchmal sogar mehrseitig.

Der Austausch mit meiner Leserin Maja-Friederike zu den Wurfpuppen von Alma Siedhoff-Buscher und zur Puppenmacherinnnen-Künstlerinnen-Seele.

Jasmin, die mir auf den letzten Metern zur Vollendung der Puppen für ihre beiden Kinder eine Audiodatei mit von ihr gespieltem Klavier und dazu improvisiertem Gesang ihres Zweijährigen schickte.

Jedes Jahr in Doro nach meiner Arbeit als Puppenmacherin gefragt zu werden. Und das Leuchten in den Augen der Bergbauern zu sehen, die trotz ihrer eher groben Arbeit ein feines Gesprür für das Schöne haben. (Sonst rede ich im Urlaub nicht so gern über Berufliches.)

Post von Ramona im September. Eine Karte mit einer Puppe von Elisabeth Pongratz in warmen Herbstfarben, ein lieber kleiner Ich-denke-an-dich-Gruß aus Bayern von einer tollen Frau, die ich seit über zehn Jahren aus dem Internet kenne. (Die Karte hängt immer noch an meiner Pinnwand.)

Elefanten sind gleich nach Katzen meine Lieblingstiere. Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass die Puppe Elli mit der Elefantenhose so gut ankam, dass sie vom Fleck weg verkauft und mehrfach nachbestellt wurde.

Als Waltraut mir auf mein Stöhnen über die Fummelei mit den kleinen Ärmchen meiner PuppenMITmacherei-Rag-Doll hin eine professionell selbstgezeichnete Anleitung zum Wenden von schmalen Teilen schickte.

Sonst gab es in der PuppenMITmacherei aber nichts weiter zu stöhnen, nur vor Glück zu jauchzen. Denn es war wieder einmal ganz fabelhaft. Ich freue mich auf 2017.

Wiedersehen nach acht Jahren. Im Herbst kam Andrea aus einem meiner ersten Kurse noch einmal zum Puppennähen. Mitgebracht hatte sie auch Benz, ihr zerzaustes und zerliebtes Erstlingswerk. Es war schön, sich nach so langer Zeit wiederzusehen und zu erleben, wie sich meine Puppenmacherei verändert hat.

Überhaupt kommen jetzt einige Jahre (zehn um genau zu sein) Erfahrung mit Mariengold zusammen. Einige Leserinnen, Kundinnen und Kursteilnehmerinnen kenne ich bereits seit vielen Jahren. Da gehen E-Mails und Bilder hin und her, Briefe und Karten landen in meiner Post und manchmal trifft man sich sogar zufällig in der Stadt (wie zuletzt in der Meierei). Ich finde es auch immer wieder toll zu sehen, wie die Puppen über die Jahre mitleben und immer zerliebter werden.

Meine erste Praktikumsanfrage. Leider kann ich so etwas (noch) nicht ermöglichen.

Die Caput Medusae, die Laura mir zum Geburtstag geschenkt hat mit den Worten: „Wenn das Leben mal wieder allzu schwer wird, schau dir die Luftpflanze an.“

Manchmal passieren auch doofe Dinge im Kurs, also nicht direkt währenddessen, eher drumherum. Umso schöner ist es, wenn die Gruppe es mitträgt und tröstet und Mut zuspricht.

Im Oktober gab es ein Treffen der Kursleiterinnen und Kursleiter des Familienzentrums Honigpumpe, in dem auch meine Veranstaltungen zu Hause sind. Es ist unglaublich bereichernd, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein, die sich der Unterstützung von Eltern und Familien im Kiez widmet. Auch wenn meine Teilnehmerinnen oft gar nicht aus dem Prenzlauer Berg, ja nicht einmal aus Berlin kommen, spüre ich doch, wie gut die Puppenmacherei allen tut.

Stecknadelpost von Ute. Im Kurs hatte ich gesagt, dass ich gern einmal Nadeln mit altrosa Kopf zum Markieren des Mundes hätte. Ein paar Wochen später kamen sie mit der Post.

Einmal schrieb mir Margit, eine ältere ehemalige Kursteilnehmerin, die immer noch regelmäßig Puppenbastelmaterial bei mir bestellt: „Solange meine Augen es zulassen, möchte ich noch so viele Puppen wie möglich nähen.“

Solveig hatte gerade die Puppe Amali für ihre Enkelin gekauft. Am gleichen Tag schrieb ich (und las sie) auf meinem Blog von den drei Glückshauben, die ich in den Herbstferien gestrickt hatte. Glückshauben, das sind vollkommen intakte Fruchtblasen, mit denen Babys manchmal auf die Welt kommen. So war es auch bei Solveigs Enkelin. Daraufhin schickte ich ihr gleich die Anleitung zum Selbermachen. (Ich glaube ja nicht an Zufälle.)

Amali war übrigens meine liebste Lieblingspuppe in diesem Jahr. Aber eigentlich mag ich sie natürlich alle gern. Auch und gerade nach all den Jahren mit der Puppenmacherei.

Im November habe ich meine erste Puppe nach Russland verkauft. (Bemerkenswert, weil meine Oma von dort kommt.)

Und Puppennähanleitungen in die Türkei. (Bemerkenswert, weil das erst im dritten Anlauf funktionierte, als die Käuferin eine Übersetzerin zur Hilfe nahm, die zwischen uns vermitteln konnte.)

Im November nähte Caroline in ihrem zweiten Kurs ihre dritte Puppe für ihr drittes Kind, das zu diesem Zeitpunkt noch in ihrem Bauch war, und sagte am Ende: „Das war mein Geburtsvorbereitungskurs.“ (Wieder so ein Seligkeitstränenmoment.)

Das neue riesige Regal in meinem Atelier, frische weiße Wände und ein gemütliches Eckchen für den Feierabend, weil ich in beschlossen habe, diesen schönen Raum nicht mehr nur zum Arbeiten zu nutzen.

Dass die Puppe, die ich seit Jahren in meinen Kursen dabei habe (und die schon einen großen Kaffeefleck auf dem rechten Bein hat), immer wieder von Teilnehmerinnen gekauft werden möchte.

Das Interview mit der Puppendesignerin Jess Brown. Es brauchte einen langen Atem, aber es hat geklappt.

Die 8Hände-Treffen sind zwar selten geworden, aber unser Wochenende unter Puppenmacherinnen war ein Highlight des Sommers.

Manche Kursteilnehmerinnen schickt mir der Himmel. Dieses Jahr waren es besonders zwei Kunsttherapeutinnen, die mir geholfen haben, klarer zu sehen, was meine nächsten Schritte als Puppenmacherin sind.

Immer wieder: Alles ist gut, alles ist gold.

Mehr Herzmomente und Freudebegegnungen findet ihr hier und hier.


16. November 2016

Schokoladenwetter

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Vogelzügen am eisblauen Himmel nachschauen.

Immer wieder Kraniche.

Kälteatem.

Spüren, dass fast Schnee liegt. Noch nicht ganz, aber bald.

Ruhe kehrt ein.

Lichterketten aufhängen.

Ein Deckenlager bauen. Oder eine ganze Burg.

Dazu dieses Lied.

Jeden Tag auf die blaue Stunde warten.

Spazieren gehen. Einmal um den Schlachtensee oder kreuz und quer durch mein Viertel. Am liebsten abends, nach getanem Tageswerk.

Und mit dem Geruch von Holzasche in der Luft.

Danach die Hände an einem Becher mit heißem Tee wärmen.

Auch das Herz warm halten.

Love yourself.

Das schönste Licht leuchtet in der größten Dunkelheit. (Vor kurzem gehört und gleich notiert.)

Winternovellen.

Mützenstricklust.

Suppenglück.

About Being Human (zum Weinen wahrhaftig).

Wer wie ich den Dezember nicht so gern mag, findet vielleicht in bisschen Trost in Erika.

Oder in Tomte.

Sich selbst ein Licht sein.

(Oder sich eines basteln.)

„The Greatest“ von Cat Power. Life is beautiful. Sometimes beautifully sad. Eines meiner Lieblingslieder aller Zeit.

Diesen Film möchte ich sehen.

Das schönste Kochbuch für diese Jahreszeit. (Ich könnte auch nur die Bilder anschauen.)

Neue Musik von Agnes Obel.

Zimtschnecken backen. (Clara macht die besten.)

Dazu diese heiße Schokolade schlürfen.

Und dieses Buch lesen.

Denn jetzt ist Zeit fürs Schreiben. Dichten. Innehalten.

Die Dunkelheit umarmen. (Auch in sich selbst.)

Zu den Sternen blicken.

Halleluja.

Bei Kerzenschein einschlafen und wissen, dass er das Licht löscht.

Gut sein zu sich und zu anderen.


27. Januar 2016

Kakaonächte

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Sanft behütende Dunkelheit.

Alles zu seiner Zeit.

Lieber zu Hause sein als draußen.

Ronja Räubertochter lesen.

Und/Oder schauen.

Sonnenfeuer für den Winter.

Das neue Leben in der Natur rumoren spüren.

Und Ideenknospen in sich selbst.

Du bist so schön.

Sich von Lichterketten umglitzern lassen.

Hier und da weiterhin Sterne von Weihnachten in den Fenstern entdecken.

Immer noch Zeit für gute Vorsätze.

Orakeln mit diesen schönsten Karten.

Kissen beduften.

Gut zu sich selbst sein.

Lesen. (Dieses und dieses in letzter Zeit sehr gemocht.)

Roads.

Endlich ein neues Album von Anna Ternheim. (Und im April live in Berlin.)

Von Karten träumen für hier.

Neujahrsscholade geht immer.

Einatmen.

Ausatmen.

Bald.


21. Dezember 2015

Wenn Weihnachten kommt

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Safran.

Herzenssinn.

Waffeln mit heißen Kirschen.

Meisen vor dem Fenster.

Der Geruf von verbranntem Holz und Äpfeln.

Und Bienenwachskerzen.

Zimtschnecken und Gewürztee.

Rauhreif.

Immergrün.

Kalte Nasen und warme Herzen.

Sonnenlicht aus Einweckgläsern löffeln.

Eine Schokoladen-Babka backen.

Zeit für Märchen (z. B. dieses Hörspiel, das ich 2011 für euch aufgenommen habe)

Es sich schön machen.

Sich umglitzern lassen.

Ein Buch für die Zeit zwischen den Jahren.

Das Pinguin-Prinzip.

Die blaue Stunde.

Lange Spaziergänge machen. Klare Luft, klare Gedanken.

Warten auf den Schnee.

Genießen, wie die Zeit vergeht.

Leise Melodien.

„Gran Torino“ von Jamie Cullum.

„Into My Arms“ von Nick Cave & the Bad Seeds.

„Silhouette“ von Julia Holter.

„Metropolis“ von Belle Brigade.

„Joy“ von Tracy Thorn.

Ausatmen.

Pause.

Den Sternen ganz nah sein.

Gold überall.


17. Dezember 2015

Herzmomente und Freudebegegnungen in diesem Jahr

Das original Baby Twink in einer kleinen Nebenrolle in Brechts Kaukasischem Kreidekreis zu sehen, aufgeführt von der 8. Klasse unserer Waldorfschule.

Die Zusammenarbeit mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe.

Dass unsere beiden Filzkopfkurse in diesem Jahr in Windeseile ausgebucht waren.

Und dass sich auch für 2016 schon so viele Frauen angemeldet haben.

Ineke Gray in meinem Puppennähkurs im März zu haben und wie sie am Sonntag Morgen ein ganz zauberhaftes, kleines Stück mit ihren Puppen und Requisiten für uns gespielt hat.

Der blühende Kirschbaum im Garten des Waldorfkindergartens Prenzlauer Berg, der mich jedes Jahr aufs Neue im Frühling ergreift.

Der Kurstag im April, der mit dem Haus- und Gartentag des Kindergartens zusammenfiel und an dem ich so viele bekannte Gesichter und ehemalige Teilnehmerinnen traf, sogar eine Frau, die bei meinem allerersten Kurs vor 7 Jahren dabei war!

Als am Ende meines Kurses im Mai die Tochter einer Teilnehmerin die soeben vollendete Puppe überglücklich in die Arme schloss und in breitem Wienerischen Dialekt schwärmte: „Mama, die Puppe ist einfach ganz wunderbar!“

Überhaupt, dass Frauen aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Frankreich kommen, um mit mir eine Puppe zu nähen. Unglaublich, immer noch und immer wieder.

Oder dass die Frauen in meinen Kursen oft ihre allerersten freien Tage seit der Geburt ihrer Kinder mit mir und den Puppen verbringen. Was für eine Ehre und welch ein Glück!

Langjährige DIY-Stammkundinnen in meinen Kursen zu begrüßen.

Oder wenn Puppenkäuferinnen zu Kursteilnehmerinnnen werden.

Eine Frau, die nach dem Kurs noch ein paar Tage in Berlin verbrachte und währenddessen im Alleingang eine weitere Puppe nähte und mir dazu schrieb: „Es tut gut zu wissen, dass du ganz in der Nähe bist.“

Eine Kursteilnehmerin, die bereits zum vierten Mal dabei war und in diesem Jahr einen Charakter aus einem alten brasilianischen Kinderbuch nähte.

Und ihre Tochter, die ich von klein auf kenne, weil sie nach jedem Kurs mit ihrem Papa die Mama abholt, immer mit großer Freude und herzigen Liebesbekundungen für die neue Puppe.

Wenn ich von Kursteilnehmerinnen lernen kann, z. B. wie man anständige Pobacken macht oder einen nach innen gestülpten Bauchnabel oder wie man Perückenkäppchen ordentlich annäht.

Mein Morgenkaffee bei Impala Coffee, bevor der Kurs beginnt.

Und manchmal auch danach.

Wenn Frauen spüren, wie erschöpft ich am Ende eines Kurswochenendes bin und beherzt beim Aufräumen mit anpacken. Dann geht es doppelt so schnell.

Mehrmalige Kursteilnehmerinnen, die sagen, mit jeder neuen Puppe werden sie besser.

Und doch am innigsten ihre allererste lieben (genau wie ich).

Wenn ich beobachte, wie Kursteilnehmerinnen sich anfreunden, z. B. durch eine zärtliche Berührung auf dem Weg zum Lunch oder wenn sie Telefonnummern tauschen.

Wie eine junge Erzieherin aus Brasilien im Kindergarten einer anderen Kursteilnehmerin Arbeit fand, nachdem die beiden sich bei mir kennengelernt hatten.

Die Rückansicht einer Teilnehmerin aus meinem November-Kurs auf dem Weg nach Hause und wie die gerade genähte Puppe fröhlich aus dem Rucksack schaute.

„Alles von Zackarina und dem Sandwolf“ von Asa Lind: Einmal auf dem Weg zum Kurs hörte ich morgens in der U-Bahn einer Spanierin und einem Spanier zu, wie sie sich gegenseitig aus diesem Buch vorlasen. Trotz dass ich nichts verstand, war ich ganz verzaubert.

So viel Weihnachtspost von befreundeten Bloggerinnnen und Freundinnen und Freunden von Mariengold!

Eine Blogleserin, die mich per Anruf auf den Käthe Kruse Film im Ersten im April aufmerksam machte (verpasst habe ich ihn leider trotzdem).

Und dass meine Freundin Julia von VonKowalke mir den Film später schenkte.

Wie wir von 8Hände zusammenhalten und uns gegenseitig aushelfen, wenn z. B. das Material knapp wird, auch 16 Stunden vor dem nächsten Puppennähkurs.

Wie die anderen drei Puppenmacherinnen unseres Kollektivs ihre Puppen immer so schön in Tücher hüllen, wenn sie sie zu unseren Treffen mitbringen.

Anitas Abschied von Berlin. Traurig und schön zugleich und eines der besten Frühstücke in diesem Jahr.

Große Vorfreude und Pläneschmiederei für unser 8Hände-Wochenende auf dem Land nächsten Sommer.

Die Coffee-Dates mit meiner Freundin und Grafik-Designerin Clara und dass sie Mariengold seit fünf, sechs Jahren so schön macht.

Die Nachricht von einer lieben Kundin und Kursteilnehmerin, dass sie sich nach einer langen Erschöpfungsphase in einer Klinik erholt und dabei selig Puppen näht.

Eine Kundin aus Österreich, die mir schrieb, dass sie für ihre schwerkranke Mutter eine Puppe nach meiner Anleitung genäht hatte, die Mutter später in ihren Armen starb, mit der Puppe in den Händen.

Ein Foto, das meine Glücksliste vom Herbst, sorgfältig ausgedruckt, im Haus einer langjährigen Blogleserin aus der Schweiz zeigt.

Mein Mann, wie er ab und zu eine meiner Puppen in die Hände nimmt, und ich weiß, dass er diese eine ganz besonders schön findet.

Frische Blumen auf meinem Arbeitstisch.

Dass sich unerwartet viele Kinder für meine Puppennäh-AG in der Klasse meiner Tochter angemeldet haben. Im Januar geht’s los – große Aufregung!

E-Mails von Männern von puppennähverliebten Frauen, die Anleitungen, Materialpackungen und Gutscheine für Puppennähkurse bei mir bestellen.

Die PuppenMITmacherei, die Caro von Naturkinder und ich für und mit euch veranstaltet haben.

Wiedersehen mit einer alten Mariengold Puppe: Ebba hatte zwar viele Löcher und war ganz grau und speckig, aber sie sah auch wunderbar zerliebt aus. Und es ist mir gelungen, sie wieder schön herzustellen.

So viele Bestellungen aus meiner alten Heimatstadt Dresden in diesem Jahr!

Und so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an meiner Umfage. Ihr seid ganz großartig!

Die Erkenntnis am Ende eines verrückten Jahres mit mehr Tiefs als Hochs: Was immer geschieht, es geschieht für und nicht gegen mich. Die guten wie die doofen Dinge. Alles ist immer genau richtig.

Herzmomente und Freudebegegnungen aus dem letzten Jahr findet ihr hier.


26. Oktober 2015

Heiter bis glücklich

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Zeit für die Zwischentöne.

Mußestunden.

Vorfreude.

Ruhe kehrt ein.

Zwischen Tag und Nacht pendeln.

Das Licht im Inneren finden.

Kurze Tage, lange Abende.

Stundenlang in Buchläden stöbern.

Lesen, lesen, lesen.

Und dieses Hörbuch.

Das Gesicht dankbar in die Sonne halten.

Oder die Kälte bis in die Knochen spüren.

Und dann ein heißes Bad nehmen.

Wohlbehagen.

Zeit, die fortschreitet und doch stillsteht.

Alles ist anders und doch gleich und vertraut.

Langer Ausatem. Ruhiger Geist. Friedliches Herz.

Apfelkompott kochen.

Getrost alle Termine sausen lassen.

Der Duft von Holzasche.

Hagebuttenzweige.

Durch die Blätter rascheln.

Über goldene Laubteppiche radeln.

Staunen, wie die neue Jahreszeit sich eingeschlichen hat.

Das Geschenk des Annehmens.

Liebe annehmen.

Genießen, wie langsam die Zeit manchmal vergeht.

Auch mal wunderbar ratlos sein.

Kochend heiße Becher Kakao zum Sofa balancieren.

Regenschwere Wolken.

Krähen überall.

Kraniche.

Leise Herbstmelancholie.

There is a crack in everything that’s how the light gets in.

Laubrosen basteln.

Oder Regentropfen-Gute-Laune-Macher.

Warmes Frühstück.

Ziegenkäse, Walnüsse und Zwetschgenmus aufs Brot.

Heißer Orange-Ingwer-Saft.

Goldene Milch zum gesund, schön und glücklich Schlürfen.

Im neuen Kochbuch blättern und bei den Schmorgerichten und Wintersalaten hängenbleiben.

Vorfreude.

Auf ihr Konzert im November und ihres drei Wochen später.

Auf neue Musik von ihr und ihm.

Die alten Sachen von Elliott Smith hören.

Und mal wieder den Film dazu schauen.

Herz und Körper warm halten.

Lieben, was ist.

Innigkeit.

In die blaue Stunde hineinspazieren.

Warten auf den ersten Schnee.


22. Juli 2015

Hakuna Matata

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Sommerfrische.

Mit diesem Lied im Ohr.

Und einem tropfenden Eis am Stiel in der Hand.

Im Hopserschritt durch den Tag tanzen.

Rad schlagen.

Barfuß gehen.

Oder die Sonne schöne Muster von Sandalen auf die Füße bräunen lassen.

Beste Musik für den Juli: Jack Johnson (am allerbesten „Sitting, Waiting, Wishing“).

Wassermelone zum Frühstück.

Und mittags.

Und abends.

Schmuck wie aus dem Bonbonladen von Sophia Zarindast zu weißen Shirts und ihrem waschblauen Rock (Danke, du Liebe!).

Riesige, rosa Kaugummiblasen machen.

Geburtstag feiern.

Himbeeren.

Kirschohrringe.

„Sunshine“ von Patrice.

Früh zu Bett gehen und mit der Nachtdämmerung einschlafen.

Oder in die Sterne schauen.

Glühwürmchen entdecken.

„Night Swimming“ von R.E.M.

Dieser Duft von Sonnencreme, frischgemähtem Gras und Freibadchlor.

Zeichensprache unter Wasser.

Den nassen Badeanzug auf der Haut trocknen lassen.

Die Wärme genießen. Auch die Hitze (hier gibt’s super Tipps, wenn es zu heiß wird).

Einen Tag am Meer verbringen. Mindestens.

Verlässlich guter Glasnudelsalat.

Die Zeit dehnt sich endlos aus.

Tage und Nächte hindurch lesen.

Mein Buch für diesen Sommer: „Die Schatten von Race Point“ von Patry Francis.

Ihr Buch für den Sommer (ungefähr 2018): „Mädchenmeute“ von Kirsten Fuchs.

Dem neuen Album von Boy entgegenfiebern (und dem Konzert im November in Berlin).

Pläne für den August in Berlin schmieden (diese Ausstellung, diese Performance, dieser Film, dieses Festival, diese Sommerrollen).

Alle Fenster gehen weit auf.