22. Februar 2021

Update Kurse

Auch wenn in Berlin derzeit keine Präsenzveranstaltungen in der Erwachsenenbildung erlaubt sind, nehme ich gern eure Anmeldungen für meine Puppennähkurse entgegen. Ich bin guter Dinge, dass es im März oder April weitergehen kann und informiere euch natürlich an dieser Stelle, sobald es Neuigkeiten gibt.

Hier die Termine für die nächsten drei Veranstaltungen in Berlin, zu denen ich euch herzlich einlade, auch wenn noch nicht klar ist, ob sie tatsächlich stattfinden dürfen:

20./21. März – noch 1 freier Platz

17./18. April

8./9. Mai

Alle Details findet ihr hier, Anmeldung an hello@mariengold.net.

Mit eurer Anmeldung geht ihr kein finanzielles Risiko ein, da die Abrechnung immer erst im Kurs erfolgt und bis auf Weiteres auch bei kurzfristiger Absage keine Stornierungsgebühr fällig wird. Dafür muss ich mir unter diesen besonderen Umständen vorbehalten, Veranstaltungen abzusagen, wenn es die Infektionsschutzmaßnahmen erfordern.

Ich freue mich sehr darauf, bald wieder – vielleicht schon im März? – mit euch Puppen zu machen!


19. Januar 2021

Mit Mariengold gemacht #24

1 Genau vor einem Jahr, in einem meiner letzten regulären Kurse vor der Coronazeit, fertigte Carla ihre allererste Puppe an und gab ihr den Namen Marianne, nach ihrer Großmutter, die ihr die Liebe zur Handarbeit vererbt hat, wie sie auf Instagram schreibt.

2 Wie toll ist bitte diese gefilzte Schiebermütze auf dem Kopf eines genauso tollen Puppenbuben, hergestellt mit meinem Baby Twink eBook?!

3 Im Oktober durfte ich Sybille zum dritten Mal in meinem Puppennähkurs begrüßen. Dieses Mal war sie mit ihrer Tochter Annika da, mit Anfang Zwanzig eine meiner jüngsten Teilnehmerinnen. Annika nähte auch diesen wunderschönen roten Cordmantel aus meinem Oh Girl! eBook für ihre Puppe. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich eure Interpretationen meiner Schnittmuster sehe.

4 Es kommt immer wieder vor, dass Kursteilnehmerinnen anschließend in ein regelrechtes Puppennähfieber kommen, so wie Yeliz, die die heilsame Superpower des Puppenmachens „gerade in diesen komischen und schwierigen Zeiten“, wie sie sagt, für sich entdeckt hat.

5 „Mein Herz hüpft!“, schreibt Anne über diese Geburstagspuppe, die mit meinem Baby Twink eBook angefertig wurde. Und mein Herz hüpft natürlich auch, wenn ich solch anrühende Bilder sehe.

6 Heilungspuppen werden ein immer wichtigeres Thema in meiner Arbeit. Diese Puppe zum Beispiel fertigte eine Kundin sich mit Anleitung und Material aus meinem Shop zur Begleitung eines Klinikaufenthaltes an, damit sie sich dort nicht so allein fühlt.

7 Dass mich ein handgeschriebener Brief als Dankeschön für einen Kurs erreicht, ist eine Seltenheit und schenkt mir in Zeiten wie diesen ganz viel Kraft und Mut zum Weitermachen.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinem Etsy-Shop, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.


8. Dezember 2020

Goodbye Honigpumpe (Hello Popcorner)

Vergangenes Wochenende fand mein letzter Puppennähkurs für dieses Jahr statt. Um ihn hatte ich am meisten gebangt und gehofft, dass er auch unter den derzeitigen Umständen stattfinden könnte, denn es war gleichzeitig mein letzter Kurs im Familienzentrum Honigpumpe im Waldorfkindergarten Prenzlauer Berg. Hier hatte vor zwölf Jahren alles begonnen, nur wenige Monate nachdem das neugebaute Haus in der Choriner Straße in Betrieb genommen worden war. Damals besuchte meine Tochter diesen Kindergarten, was mir als frischgebackene Puppenmacherin viele Möglichkeiten für meine berufliche Selbständigkeit eröffnete.

So konnte ich Kontakte in die Berliner Waldorf-Community knüpfen, meine ersten Puppen verkaufen, erhielt viel Zuspruch, Unterstützung und wertvolles Feedback sowie frühzeitig das Angebot, im angegliederten Familienzentrum Kurse durchzuführen. Bis dahin hatte ich nicht mehr als zwei Handvoll Puppen genäht, aber eine liebe Freundin (Hallo Uli, falls du hier noch mitliest!) glaubte ganz fest an mich und sah, was ich noch nicht sehen konnte, und organisierte meine erste Veranstaltung quasi im Alleingang, wofür ich bis heute dankbar bin, denn ich weiß nicht, ob ich es mir sonst zugetraut hätte. An meinen ersten Kurs habe ich kaum Erinnerungen, aber ich weiß noch, dass er mit zehn Leuten aus dem Stand ausgebucht war. Und so ging es immer weiter, der Zulauf war enorm und ließ mir Brust und Herz schwellen. Bis heute habe ich grob über den Daumen gepeilt an die 80 Kurse gegeben, an denen um die 400 Frauen (und genau zwei Männer) teilnahmen und ebenso viele Puppen entstanden.

In dieser Zeit wuchs ich als Mensch und Puppenmacherin, entwickelten sich meine Puppen stetig weiter und wandelten sich Konzept und Stil meiner Kurse. Was jedoch immer blieb, war das Haus, der Waldorfkindergarten Prenzlauer Berg, der mir ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes und lebens- und menschenfreundliches Zuhause für meine Kurse bot, in dem ich mich immer wohl und sicher fühlte. Warum dann der Abschied?

Der Hauptgrund ist, dass ich schon lange nicht mehr in der Nachbarschaft, sondern bereits seit einigen Jahren in Zehlendorf lebe, was am anderen Ende von Berlin ist. Diese Distanz erfordert pro Kurswochenende sechs Stunden Fahrtzeit und das einmal im Monat, mit U- und S-Bahn und einem großen roten Koffer quer durch die Stadt gurken – das wollte ich irgendwann nicht mehr. Außerdem wünschte ich mir eine Veränderung. Meine Tochter war schon lange kein Kindergartenkind mehr und auch ich entwuchs mehr und mehr dem alten Kindergarten, so sehr ich ihn mochte, und sehnte mich nach einem neuen Umfeld, einer neuen Gemeinschaft, neuen Möglichkeiten.

Und so spielte mir das Leben Anfang diesen Jahres ganz unverhofft den Projektraum Popcorner in Friedenau zu. Ich konnte mein Glück kaum fassen: Ein ehemaliges Ladengeschäft, Berliner Altbau, wunderschön gelegen, mit einer freundlichen und gut gemischten Nachbarschaft. Ein großer, heller Raum mit hohen Schaufenstern, Parkett und einer lichten, leichten und kreativen Atmosphäre. Drei Betreiberinnen, die diesen Raum mit viel Herzblut, Engagement und Lebendigkeit gestalten und ein ansprechendes, vielseitiges Angebot für Klein und Groß aufbauen. Ein Samstags-Wochenmarkt und ein Café mit Lieblings-Potenzial in Laufweite. Und das Ganze nur 20 Minuten mit dem Auto von meinem Zuhause entfernt. Jackpot!

Bei aller Freude über diesen wahnsinnig tollen neuen Raum, verabschiede ich mich aber auch mit einem weinenden Auge vom Kindergarten, denn es sind viele Erinnerungen und Begegnungen, Kleinigkeiten und große Gefühle damit verbunden, die mein Leben geprägt und reicher gemacht haben.

Der Morgenkaffee bei Impala am Senefelder Platz, dem Coffeeshop mit den freundlichsten Baristi der Stadt.

Das Geräusch meines Rollkoffers auf dem Asphalt der Schwedter Straße.

Der große Kirschbaum im Garten des Kindergartens und wie er sich mit den Jahreszeiten veränderte (Lieblingszeit Hochblüte im April).

Das Magazin a tempo, das lange zum Mitnehmen im Foyer auslag und das ich gern auf der Heimfahrt las (bis mir die Augen zufielen).

Die Hintergrundrauschen der Eltern, die an den Wochenenden Putzdienst hatten. Ich mochte es, wenn etwas los war in dem großen Haus.

Der Kochkurs der Ayurveda-Ausbildung des Gesundheitszentrums Sonne und Mond, der ein, zwei Mal im Jahr zeitgleich stattfand und stets die köstlichsten Düfte zu uns ins Obergeschoss aufsteigen ließ.

Der alljährliche große Adventskranz mit den dicken, roten Kerzen.

Die herrlichen, kunstvollen Faltsterne aus farbigem Transparentpapier an den Fenstern.

Überhaupt die wunderschöne Dekoration, die liebevoll hergerichteten Jahreszeitentische, Blumen und Sträuße im ganzen Haus, die den Jahreslauf immer wieder sichtbar und spürbar für mich machten.

Meine heilige, stets allein verbrachte Mittagspause bei Si An in der Kastanienallee, wo jahrelang ein- und dieselbe Playlist lief, die ich am Ende auswendig kannte. (Und wo ich wiederum jahrein jahraus dengleichen Lunch bestellte, was die Bedienung irgendwann auch abgespeichert hatte und kaum noch nachfragte.)

Die tolle Choriner Straße, Heimatstraße des Kindergartens und eine meiner Lieblingsstraßen in Berlin, weil dort immer bunte Wimpelketten zwischen den Häuserreihen flattern.

Das Geräusch der Kindersicherung am Tor.

Dieser spezielle, heimelige Geruch.

Die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, die ab und zu vorbeischauten und sich mit leuchtenden Augen nach den Puppen erkundigten. Sie sind allesamt die gute Seele das Hauses.

Die Bunzlauer Keramik, die so typisch für Waldorfkindergärten ist und aus der der Kräutertee, den ich immer servierte, einmal mehr schmeckte.

Nach Feierabend auf einen Sprung in den großen LPG Biosupermarkt, um Proviant für die Rückfahrt zu besorgen (am liebsten Dinkelhappen).

Wie der Garten über die Jahre wuchs und gedieh und sich zu einer prächtigen grünen Stadtoase entwickelte. (Ich sehe immer noch meine Tochter dort auf der Schaukel.)

Die wunderbaren, zerliebten Puppen, die ich auf meinen Rundgängen durch die Gruppenräume immer entdeckte und von denen ich einige aufarbeiten und reparieren durfte.

Das Schaufenster von The Lovers ein paar Häuser weiter, vor dem ich stets Halt machte und ein bisschen davon träumte, irgendwann einmal in einem ebenso schönen Space einen Kurs zu geben. (Dieser Traum ist mit dem Popcorner in Erfüllung gegangen.)

Der Buchladen Mundo Azul, an dem ich mir auch oft die Nase platt drückte, um zu schauen, was es Neues gibt.

Die vielen vertrauten, aber namenlosen Gesichter, die ich regelmäßig wiedersah, wenn ich im Kiez rund um den Kindergarten unterwegs war.

Die neueste Ausgabe der Kindergartenzeitung vorzufinden und darin zu schmökern. (Ich frage mich bis heute, ob es so ein tolles Blatt auch in anderen Einrichtungen gibt.)

Das regelmäßige Stöhnen über den Staubsauger. Auch das, ja.

Das Abschließen und Dichtmachen des Hauses mit Sack und Pack links und rechts in der Hand, schief sitzender Mütze auf dem Kopf, fix und foxy, aber mit ganz vielen Puppenschmetterlingen im Bauch.

Das unendliche gute Gefühl, das ich mit meinen Kursen hier immer Willkommen und richtig war.

Und ich schwöre, dass ich jedes, wirklich jedes Jahr im Dezember beim Hinaustreten auf die Straße in die Dunkelheit des Spätnachmittags den Weihnachtsstern am Himmel leuchten sah!

Rückblickend würde ich sagen, dass es in den letzten zwölf Jahren an diesem Ort vor allem darum ging, meine Kursarbeit aufzubauen, einen Umgang mit meinen Ängsten und Unsicherheiten mit Menschen zu finden, mich zu öffnen, in die Begegnung  zu gehen und in Verbindung zu kommen und mehr und mehr ich selbst zu werden. Dafür gab mir der Kindergarten genau den richtigen Raum, in dem ich mich wohl, sicher und geborgen fühlte. Der neue Veranstaltungsort ist anders, hat eine andere Energie und Qualität und wird sicher etwas ganz Neues aus mir hervorbringen, auf das ich sehr gespannt bin. Mit der Erfahrung der ersten Kurse, die ich dieses Jahr dort schon gegeben habe, würde ich sagen, dass die anstehenden Themen Sichtbarkeit, Reife und meine volle Kraft und Größe sind. Aber dazu zu gegebener Zeit mehr.

Jetzt heißt es erst einmal Abschied nehmen vom Waldorfkindergarten Prenzlauer Berg, dem ich das beste erste Zuhause verdanke, das ich mir für meine Kurse vorstellen kann, viele schöne Begegnungen, wunderbare Erinnerungen, sogar Freundschaften, die bis heute anhalten.

Die Puppe, die mich jahrelang als Modell begleitete, ließ ich am Sonntag einer spontanen Eingebung folgend im Kindergarten zurück. Namenlos, aber heißgeliebt wie sie war, ist sie durch unzählige Hände gegangen, hat viel Lachen und Plaudern gehört, auch die ein oder andere Träne gesehen (auch von mir) und ist angefüllt mit hunderten von Stunden Puppennähglück. Möge sie dieses Glück weiter in den Kindergarten tragen und den Kindern Freude bringen!

Ab Januar 2021 finden alle meine Kurse im Projektraum Popcorner in der Hedwigstraße 12 in Berlin-Friedenau statt. Alle Details und die Termine findet ihr hier. Anmeldung an hello@mariengold.net.

Ich freue mich sehr darauf, an meinem neuen Veranstaltungsort Puppen mit euch zu nähen und neue Erinnerungen und Glücksmomente zu schaffen.


9. November 2020

Puppennähkurse 2021 – Mit Achtsamkeit, guter Laune und viel frischer Luft durch die Coronazeit

Immer wenn ich mein Kursprogramm für das neue Jahr veröffentliche, ist das ist ein echtes Highlight, begleitet von Bauchkribbeln, Aufregung und riesiger Vorfreude. Denn ich liebe meine Kurse. Ich liebe es, mit anderen Puppennähverliebten um einen großen wild-chaotischen, blumengeschmückten und materialbedeckten Tisch herum zu sitzen, zu werkeln und zu plaudern, zu lachen und sich auszutauschen und dabei wunderschöne Puppen entstehen zu lassen.

So geht es schon seit zwölf Jahren und jedes Mal freue ich mich aufs Neue, euch wieder in diesen besonderen Raum einzuladen, in dem wir miteinander kreativ werden und Freude, Heilung und Entwicklung erleben. Ich teile gern meine Freude am Puppenmachen – und am Hinsehen und Hinfühlen dabei. Das ist das Herz meiner Arbeit und mein größtes Glück als Puppenmacherin.

Dieses Jahr war für meine Kursarbeit eine besondere Herausforderung und wie es 2021 wird, ist derzeit kaum absehbar. Auch wenn unklar ist, was in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommt, habe ich ein neues Programm für meine Puppennähkurse zusammengestellt. Denn auch in diesen Zeiten gibt es einen Bedarf an liebevollem und kreativem Miteinander, inspirierenden Begegnungen und der eigenhändigen Herstellung von schönen und berührenden Herzensdingen. So eine Auszeit vom Alltag bringt Abwechslung und Leichtigkeit, tut der Seele gut und stärkt letztlich auch das Immunsystem.

Geplant ist wieder ein Wochenendkurs pro Monat in Berlin plus Veranstaltungen in Wien und bei Wollknoll in Oberrot. Die Landpartie für Puppennähverliebte wird es wahrscheinlich erst 2022 wieder geben.

Bevor es mit den Terminen weitergeht, noch ein Einschub zu dem großen Elefanten im Raum namens Corona:

Meine Kurse finden natürlich unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Hygieneregeln laut Corona-Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Landes Berlin statt. Mehr dazu hier in meinem Hygienekonzept.

Mit eurer Anmeldung geht ihr kein finanzielles Risiko ein, da die Abrechnung immer erst vor Ort erfolgt und ich auch bei kurzfristiger Absage keine Stornierungsgebühren in Rechnung stelle. Dafür muss ich mir unter diesen besonderen Umständen vorbehalten, Kurse abzusagen, wenn es die Infektionsschutzmaßnahmen erfordern.

Puppennähkurse in Berlin

An einem Wochenende entsteht unter meiner Anleitung unter euren Händen eine komplette Puppe. Die Frauen kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz (und manchmal auch von weiter her). Es sind immer sehr herzliche Runden, es wird viel gelacht und geschnackt und natürlich sich von Herzen über die Puppen/macherei gefreut.

23./24. Januar

20./21. Februar

20./21. März

17./18. April

8./9. Mai

5./6. Juni

3./4. Juli

21./22. August

18./19. September

2./3. Oktober

6./7. November

4./5. Dezember

Alle Details findet ihr hier, Anmeldung an hello@mariengold.net.

Puppennähkurse in Wien und Oberrot

Seit einiger Zeit biete ich auch Kurse außerhalb Berlins an. Diese laufen im Großen und Ganzen genauso wie in meiner Heimatstadt ab. Nur die Teilnahmegebühr ist wegen der Kosten für meine Anreise und Unterkunft höher. Genaue Angaben zu Preis und Ort erfahrt ihr per Mail.

29./30. Mai in Wien – ausgebucht, Warteliste

6./7. September bei Wollknoll in Oberrot – Anmeldung und Details direkt bei Wollknoll

8./9. September bei Wollknoll in Oberrot – Anmeldung und Details direkt bei Wollknoll

Anmeldung an hello@mariengold.net bzw. für den Kurs in Oberrot direkt bei Wollknoll.

Neuer Veranstaltungsort in Berlin

Im Dezember verabschiede ich mich nach über zwölf Jahren vom Waldorfkindergarten Prenzlauer Berg und ziehe mit meinem Handwerkszeug, den großen Leinentischtüchern und heißgeliebten Modellpuppen in einen anderen Stadtteil um.

Dazu folgt sicher noch ein ausführlicher Beitrag hier, nur so viel sei schon einmal verraten: Mein neuer Veranstaltungsort ist das Popcorner in der Hedwigstraße 12 in Friedenau, ein Projektraum für Kinder und Erwachsene mit einem vielfältigen Angebot an Kursen, Atelierprojekten und Veranstaltungen mitten im Kiez. Dort habe ich dieses Jahr schon einige Kurse gegeben und bin begeistert von dem großen, hellen Raum, der kreativen Atmosphäre und freundlichen Nachbarschaft.

Seid ihr dabei?

Puppenmachen tut der Seele gut, auch und gerade jetzt und vor allem wenn man es in Verbundenheit mit anderen Menschen tut. Das durfte ich in diesem Jahr besonders in den Kursen nach dem Lockdown im Frühjahr erfahren. Mit Tränen in den Augen saßen wir teilweise da, in Stille, weil es keine Worte brauchte, ergriffen von dem erhebenden und beglückenden Miteinander in einer Zeit, die uns alle so sehr fordert und zu schaffen macht. Für diese Erfahrung bin ich zutiefst dankbar und das ist es auch, was mich ermutigt, im nächsten Jahr in die Vollen zu gehen.

Ich freue mich also auf euch und die Puppen und nehme eure Anmeldungen gern an hello@mariengold.net entgegen.

Und vielleicht erinnert ihr euch, dass ich vor einem Jahr an dieser Stelle nach einem Veranstaltungsort in Meeresnähe suchte. Nun, ich habe etwas Schönes an der Ostsee gefunden und Laura hat etwas Schönes in den Bergen gefunden. Sobald es wieder möglich ist, wollen wir also mit euch Puppennähverliebten in neue Gefilde aufbrechen. Das sind doch gute Aussichten, oder?!


20. Oktober 2020

Mit Mariengold gemacht #23

1 Dass Puppen auch mitwachsen können, seht ihr hier bei Ramona. Als ihre Tochter zwei Jahre alt war, schenkte sie ihr eine Babypuppe, die sie mit meinem Baby Twink eBook angefertigt hatte. Ein paar Jahre später war diese auch bei der Schuleinführung dabei. Lange Haare und neue Kleidung hatten aus der Puppe ein älteres Kind gemacht (und eine kleine Zuckertüte hatte sie auch).

2 „Eigentlich ein Geburtstagsgeschenk, doch die Puppe wurde schon (halb fertig) gesichtet und eingefordert“, so schreibt es Kathi, die mit meinem Mitzi eBook und der passenden Materialpackung einen wunderschönen, frechen Begleiter für ihren Sohn gemacht hat.

3 Manche Teilnehmerinnen meiner Kurse bleiben mir ganz besonders in Erinnerung. So wie Eva, deren Freude an dem neuen Handwerk schon währenddessen spürbar war und die sich danach sogar mit ihrem eigenen Label selbständig machte, wie sie mir ein Jahr später berichtete. Da hatte ich ihre wunderschönen Puppen und die liebevolle Inszenierung längst bei Instagram entdeckt. Eine solche Entwicklung zu sehen und zu wissen, dass ich vielleicht einen kleinen Anteil daran habe, macht mich unfassbar stolz und glüklich.

4 Herbstzeit ist Sockenzeit. Mit meiner Anleitung für Ringelstrümpfe können auch Anfängerinnen ganz leicht viele, viele Puppenfüßchen warm stricken.

5 Immer wenn ich Anfragen für Nasenreparaturen bekomme, bin ich froh, dass ich auf mein Heile-heile-Näschen-DIY verweisen kann. Auch Sandra ist die „Operation“ damit bestens gelungen.

6 Dieses Bild von Ruth, das ihre Puppe vor dem fast menschenleeren Brandenburger Tor zeigt, bedeutet mir sehr viel. Denn Ruth war im Sommer eine der ersten Nicht-Berlinerinnen, die nach dem Lockdown wieder zu mir in den Kurs kamen. Das war für mich ein Zeichen, dass es nach dem Ausnahmezustand auch wieder ein Stück Normalität gibt.

7 Dass Laura und ich unsere diesjährige Landpartie absagen mussten, tat uns im Herzen weh. Auch weil es bedeutete, dass wir liebgewonnene Frauen, die schon seit Jahren dabei sind, nicht sehen würden. Umso mehr freute es mich, dass Marina – die aktuell den Teilnahmerekord hält – trotzdem Puppen nähte und ihre Tochter zum Geburtstag mit diesem kupferrotgelockten Sonnenschein überraschte.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinem Etsy-Shop, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.