23. Dezember 2021

Guter Dinge in die Weihnachtspause

Mein Shop öffnet wieder am 27. Dezember.

Bestellungen und Mails, die an Feiertagen oder am Wochenende eingehen, werden am folgenden Werktag bearbeitet.

Hier auf dem Blog geht es nach Dreikönig weiter.

Bis dahin gibt es wieder einmal eine Ausgabe meiner Glückslisten mit Fundstücken aus dem Internet, die – wie ich hörte – einigen von euch gefehlt haben in den letzten besonders schwierigen und fordernden Wochen. Mir ehrlich gesagt auch. Umso mehr freue ich mich über diese (sehr) kleine, feine Aufzählung guter Dinge, mit der ich euch von Herzen alles Liebe für die Feiertage wünsche:

Paul Wellers großartige, opulente Version von „On Sunset“ bei seinem Konzert mit dem BBC Symphony Orchestra bei 19:43. (Das ganze Konzert ist absolut hörenswert.)

Das Lied ist auch neu auf meiner Wintersongs Playlist bei Spotify, die ich wieder um einige schöne Neuzugänge für diese besondere Zeit des Jahres erweitert habe.

12 Rauhnächte, 12 Fragen.

Der Buchhändlerknick.

„Was gibt dem Leben Sinn?“, letztes Jahr schon auf der Liste, kann man ruhig zwei Mal hören.

„Little Women“ war vor fast zwei Jahren der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe. Ab dem 29. Dezember läuft er auf Netflix.

Father recreates child’s drawings using photoshop.

Kein Festessen, aber eine super Geschenkidee (z. B. für Teenager, die dieses Zeug lieben).

Das einzige Buch, das ihr jetzt braucht.

Ein Lied von Charifatou über das vielleicht schönste Geschenk, das wir uns jetzt zu den Feiertagen machen können – hört es euch unbedingt auch hier an:

Es gibt nichts zu tun.
Absolut nichts zu tun.
Außer im Moment zu sein,
denn das ist alles, was wir haben.

Es gibt nichts zu tun.
Absolut nichts zu tun.
Außer ein- und auszuatmen.
Lass dein Herz sprechen.
Worte, was sind Worte,
Schwingungen, die uns alle erreichen.
Die Magie des Lebens,
Jetzt das Hier und Jetzt,
Das Alpha und das Omega in dir.

Es gibt nichts zu tun.
Absolut nichts zu tun.
Außer im Moment zu leben,
denn das ist alles, was wir haben.
Es gibt nichts zu tun.
Absolut nichts zu tun.
Außer ein- und auszuatmen
und einfach nur zu sein.

Mehr Glückslisten findet ihr hier.


21. Dezember 2021

Herzmomente und Freudebegegnungen 2021

Das Letzte, das ich vor Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 kaufte, war eine hellrosa Isolierkanne für meine Kurse. Da war ich voller Vorfreude und guter Dinge, dass es trotz allem ein gutes neues Kursjahr werden würde.

Dass die überaus freundliche Mitarbeiterin meiner DHL-Postfiliale und ich eine gemeinsame Stammkundin haben: Das Puppenbastelmaterial, das diese Kundin regelmäßig bei mir bestellt, versende ich in dieser Filiale, dann macht es sich auf den Weg und kommt genau dort wieder an, falls die Kundin bei Zustellung nicht zu Hause ist.

So viele Teilnehmerinnen bei meiner Dankeschön-Verlosung Ende 2020.

Als ich mir am Ende des verrückten Corona-Jahres 2020 endlich die Handtasche selber schenkte, um die ich seit Jahren herumgeschlichen war. (Da ahnte ich noch nicht, was 2021 auf mich zukommen würde. Aber die Tasche mag ich trotzdem.)

Manchmal werden aus Kursbekanntschaften Freundinnen wie mit Julia: „Ich werde das nie vergessen, dass du mir das Puppenmachen beigebracht hast und wohlwollend meine Puppenmacherei begleitest. Das finde ich immer wieder bemerkenswert und nicht selbstverständlich. Danke!“

Dass ich schon Anfang Februar meine 100. Rechnung geschrieben habe.

Und Anfang März die 200.

Ich liebe es, euren Bestellungen kleine Give-Aways beizulegen. Dazu Nadine: „Vielen lieben Dank auch für die Zugaben. Ich habe mich sehr über die zusätzliche Handbutter und die Karten gefreut. Die sind so schön, dass ich sie mir gleich an die Pinnwand in meiner Nähecke geheftet habe.“

So viele positive Rückmeldungen auf meine Glückslisten zum Freitag während der Lockdown-Zeit, sogar hangeschriebene Briefe!

Zum Beispiel von Juliane: „Deine Rubrik Guter Dinge ins Wochenende begleitet mich, seit es sie gibt. Das war in letzter Zeit wie ein kleines Ritual, auf das ich mich die ganze Woche freuen konnte, um dann am Freitag ein wenig Frohsinn zu tanken mit mutmachenden und inspirierenden Links. Herzlichen Dank dafür!“

Am 18. Februar um 11.50 Uhr knackte ich die 6000-Verkäufe-Marke in meinem Etsy-Shop. Zusammen mit den Verkäufen bei Dawanda bis zum Sommer 2018 dürfte ich jetzt bei über 10.000 sein.

Dass während des langen Lockdowns im Frühjahr nicht nur mir meine Kurse fehlten, sondern auch Teilnehmerinnen wie Tanja: „Ich möchte dir sagen, dass ich dich und das Händewerk mit dir vermisse – also alles, was du an Kreativität trägst und freisetzen kannst – und wie sehr mir die Gruppenseele fehlt, die doch so gut tut und trägt.“

Mitten in diesem Lockdown war es fast unmöglich, Sendungen in die USA zu verschicken. Als es dann wieder (zu einem halbwegs moderaten Preis) ging, bestellten gleich drei Kundinnen, die allerdings sehr lange auf ihre Puppen und Kleidung warten mussten. Drei Monate später gaben sie mir alle am selben Tag – obwohl sie über das gesamte Land verstreut wohnen – Bescheid, dass ihre Pakete angekommen waren. Da fiel mir ein großer Stein vom Herzen.

Dass „Herzfaden“ so gut bei euch angekommen ist. Ich habe wahnsinnig viele Rückmeldungen erhalten, dass ihr das Buch gekauft und gern gelesen habt. Es ist immer ein großes, weil seltenes Glück, wenn Romane mit Puppenbezug auf den Markt kommen.

Nachrichten wie diese von Susanne, die mir direkt ins Herz gehen: „Durch deinen Blog bist du auf eine ganz besondere, stille und liebevolle Art über die Jahre eine treue Wegbegleiterin für mich geworden. Vieles, was ich an Gedanken bei dir mal aufgenommen habe, ist jetzt seit fast zwei Jahren durch meine persönliche Krise am Reifen und trägt auch erste Früchte. Das ist schön und tut der Seele so gut!“

Dass die ehemalige Kindergärtnerin meiner Tochter eine ganz liebe Stammkundin ist und immer noch jedes Jahr mindestens eine Puppe kauft. (Meine Tochter ist mittlerweile in der 12. Klasse.)

Ich bin immer wieder dankbar für Fundstücke zum Thema Puppen/machen wie von meiner ehemaligen Kursteilnehmerin, treuen Blogleserin und E-Mail-Schreiberin Birgit, die mich auf ein Radio-Feature über die Puppenmacherin Hermine Moos hinwies, das ich später hier mit aufnahm.

Als Laura Ja sagte! Nämlich als ich sie fragte, ob sie Lust hätte, mit mir einen Podcast zu machen. Es war ein bisschen wie bei einem Heiratsantrag, zumindest hatte ich riesiges Herzklopfen und fürchtete aus unerfindlichen Gründen eine Abfuhr. (Dabei kam ihr Ja wie aus der Pistole geschossen.)

Erstes tolles Feedback dazu von meiner Grafik-Designerin Clara, das mir einmal mehr Mut machte: „Ich kann mir das wirklich gut vorstellen mit eurem Podcast. Ich glaube, das könnte genau dein Ding werden.“ (Ein paar Monate später haben wir tatsächlich gelauncht, mehr dazu weiter unten.)

Nachdem sie diesen Beitrag über die Erhöhung meiner Preise gelesen hatte, bot eine ehemalige Wien-Kursteilnehmerin und passionierte Puppenmacherin mir an, den Kurs in ihrer Heimatstadt, den ich coronabedingt absagen musste, zu übernehmen und mir das Honorar komplett zu überlassen. Das rührte mich unfassbar, aber ich sagte Nein.

Jedes Jahr veranstalte ich zwei große Puppenkleidermärkte. Dass sie immer so gut laufen, habe ich euch zu verdanken und ist eine große Freude für mich, erst recht wenn dann noch Rückmeldungen wie diese von Amélie kommen: „Vielen Dank für die absolut bezaubernden Puppenoutfits! Der Osterhase wird sie für alle drei Mariengold-Puppen verstecken. Die Puppen werden hier seit Jahren sehr geliebt und geben gerade in dieser verrückten Zeit viel Halt.“

Was mir Nadine zu meinem Bloggen während des Lockdowns schrieb: „Ich habe die ganze Zeit über sehr gespannt deine Beiträge verfolgt. So warst und bist du doch irgendwie ganz nah. An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei dir bedanken, dass du in dieser sehr schwierigen Zeit so viel Freude und Trost in die Welt aussendest. So fühlt man sich nie alleine.“

Als ich im Mai endlich wieder Kurse geben durfte.

Wenn dann schon zu Beginn Fotos vom Arbeitsplatz gemacht werden, „weil alles so schön hergerichtet ist“.

Eine Frau sagte einmal bei der abschließenden Fotosession: „Wie liebevoll du die Puppen anfasst.“ (Ich kann gar nicht anders.)

Oder wenn die Teilnehmerinnen sinngemäß sagen – und das in fast jedem Kurs: „Diese Puppe bleibt bei mir, die kann ich nicht hergeben.“

Ein Kompliment auf Englisch von Barbara: „It’s a combination of skill and creativity that makes your dolls so wonderful!“

Es war ein langer, jahrelanger Weg, bis dieses Porträt über mich und meine Arbeit das Licht der Öffentlichkeit erblickte – letztlich auf meinem Blog. Die Autorin Rena, mit der ich auch schon lange (brief-)freundschaftlich verbunden bin, schrieb dazu: „Ich danke dir für den schönen Austausch der vergangenen Jahre, der mir gut getan, mich inspiriert und beflügelt hat!“

Als mein Shop-Update im Mai nicht so grandios anlief war wie erhofft, tröstete mich meine Freundin Ursula: „Ich kann gut verstehen, wie traurig du über den zögerlichen Start Deiner neuen Produkte bist. Zugleich bin ich mir sicher, dass dieser kleine Dämpfer im Endeffekt in Sachen Produktmarketing zu einer guten und wichtigen Weiterentwicklung deines Business führen wird. Ich habe mir deinen Shop gerade angesehen und finde es total beeindruckend, wie du dein Produktsortiment erweitert hast. Du bist eine Pionierin in deinem Feld und entwickelst tolle neue Formate und wirst damit deine Followerschaft weiter auszubauen und deinen Kundenstamm erweitern.“ (Sie hatte wirklich dieses ganze verflixte Jahr ein offenes Ohr und stets die richtigen Worte für mich.)

Im Sommer besuchte ich mit meiner Freundin Julia (auch so ein Sonnenmensch an meiner Seite) die Ausstellung Kosmos Weben mit Werken der Künstlerin Hella Jongerius im Gropius-Bau hier in Berlin. Da ging es um Fragen von Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung und Spiritualität anhand der Kulturtechnik des Webens. Das war Nahrung für unsere Puppenmacherinnenseelen.

Dass die erste (und bisher einzige, haha!) Käuferin meiner Puppenliebe-Labels Maria hieß, so wie ich.

Bei dieser Gelegenheit schrieb sie mir noch: „Ich möchte mich auch für all die wundervollen Inspirationen bedanken, die du immer so offenherzig teilst. Bei uns zu Hause bist du ‚meine Mariengold‘ – das sagt doch schon alles, oder!?“

Wenige Monate später war Maria auch bei einem der beiden Kurse bei Wollknoll dabei. Und das war die schönste Arbeitswoche des Jahres für mich!

Sie endete nach vier wunderbaren, langen Kurstagen mit Tränen bei mir. Es waren Tränen der Rührung, des Dankes und der Erleichterung, aber auch der Traurigkeit über das, was wir als Gesellschaft gerade durchmachen und weil Anfang September bereits absehbar war, dass solche Räume des kreativen Miteinanders bald wieder schwierig bis unmöglich sein würden.

Wenige Tage nach dem Puppennähfest bei Wollknoll folgte sogleich das nächste Highlight: Die Premiere unseres Podcasts „Echte Puppen“.

Meine Tochter war die erste, die den Teaser hören durfte, und sie hatte Tränen in den Augen danach. Ich hatte keine Ahnung, dass meine Arbeit sie so berühren würde.

Ihrer engagierten Werbung ist es auch zu verdanken, dass unsere ersten Podcast-Abonnentinnen ein Handvoll 17-jährige Teenagerinnen waren. (Und wie mir zugetragen wurde, hören sie uns bis heute.)

Erst zuckte ich ein wenig zusammen und dann freute ich mich, als mich die Verkäuferin im Kunstgewerbehaus Zehlendorf ansprach: „Du bist doch die Puppenmacherin.“ Sie hätte schon mehrere Puppen nach meiner Anleitung genäht und wolle sich jetzt an einem Filzkopf versuchen.

Ende September lief mein Vater den Berlin-Marathon mit und ich folgte ihm fünf Stunden mit der U-Bahn durch die ganze Stadt. Als ich am Wittenbergplatz auf ihn wartete, erkannte ich in der laufenden Menge Heidi, eine ehemalige Kursteilnehmerin, und jubelte ihr laut zu. Den Zieleinlauf meines Vaters am Brandenburger Tor verpasste ich leider (weil ich nicht geahnt hatte, dass er am Ende noch einmal richtig an Tempo zulegen würde), dafür sah ich Heidi noch einmal auf ihren letzten drei Metern. Am nächsten Tag erzählte sie mir lustigerweise, dass ihre Kinder wiederum ihren Zieleinlauf verpasst hätten.

Immer wieder Nachrichten wie diese: „Jahrelang dachte ich darüber nach, mir eine Puppe von dir anfertigen zu lassen. Aber immer wieder sagte ich mir, dass man mit über 50 keine Puppe braucht und man für das Geld eher etwas Vernünftiges kaufen sollte. Dann sah ich letztens auf deinem Blog die Puppe Twig und wusste: Die ist es, die soll zu mir gehören. Heute kam dein Päckchen an und ich muss sagen, die Puppe ist noch schöner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Was Handarbeit angeht, habe ich zwei linke Hände – du dagegen hast diese Puppe mit Herz und Seele gefertigt, das spürt man und kann man sehen. Ganz lieben Dank dafür!“

Als mir eine Kundin aus den USA schrieb, dass sie währen der ganzen PuppenMITmacherei gehofft hatte, dass ich auch ein paar Massekopfpüppchen zum Verkauf anbieten würde. (Ich war nämlich lange am Zweifeln, ob diese Püppchen überhaupt etwas für euch sind – und dann war der Großteil innerhalb weniger Tage verkauft.)

Dieses Jahr war auch das Jahr der Reparaturen. Als mich im November nach dem Entfernen des Haarschopfes auf der Rückseite eines Puppenkopfes ein einzelnes Auge anblickte, das sicher zur Probe gestickt worden war, musste ich schmunzeln. Denn das machen meine Kursteilnehmerinnen manchmal auch, bevor sie es sich vorne trauen.

(Reparaturen berühren mich immer sehr, auch weil dabei so viel Wertschätzung und Lebendigkeit mitschwingt und die Puppen ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen haben. Das Thema wird sicher noch einmal an anderer Stelle eine Rolle spielen.)

Dass die Freude so groß war, dass Laura und ich nach zwei Jahren Pause in 2022 wieder eine Landpartie für Puppennähverliebte machen wollen und der Workshop innerhalb weniger Tage ausgebucht war und die Hälfte der Anmeldungen Wiederholerinnen sind.

Diese Nachricht von Regine nach einem Puppenkauf, gefühlt kurz vor einem neuerlichen Lockdown: „Welch eine Freude, vielen Dank! Ich werde am Wochenende von meinem Sohn abgeholt, damit ich noch mal mein Enkelkind sehen kann. Dann will ich die Puppe schon schenken, denn wir wissen alle nicht, wie es Weihnachten sein wird.“

Dass Joanna von Yayapan mir erlaubte, im November an ihrem Online-Puppenkurs teilzunehmen. Schon Wochen vorher hatte ich sie voller Vorfreude und Neugier angeschrieben, ob ich dabei sein könnte, nicht nur um mitzumachen (denn darauf hatte ich tatsächlich auch Lust), sondern vor allem um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie das gehen könnte, Puppenmachen online zu vermitteln und Puppen online zu machen. Dass Joanna – eine super freundliche, kompetente und geduldige Kursleiterin – sich darauf einließ und mir auch all meine Fragen beantwortete, dafür bin ich ihr sehr dankbar.

Der Kurs selbst war eine tolle Erfahrung, die mir viele Bedenken genommen und Mut gemacht hat, dieses Format für Mariengold in Erwägung zu ziehen und vielleicht einmal auszuprobieren, nicht als Ersatz für meine Präsenzkurse (denn diese Gemeinsam-Kreativ-Erlebnisse lassen sich nicht ins Internet übertragen), sondern als Ergänzung mit eigenem Wert. Für diese Idee erhielt ich auch ganz viel Zuspruch auf Instagram, was mir einmal mehr Mut macht.

So viel schönes Feedback auf unsere Vasalisa-Episode!

Und eure Themenwünsche für 2022.

Überhaupt Instagram: Mittlerweile habe ich bei dort über 3100 Follower und staune immer noch über die Möglichkeiten (und Geheimnisse) dieser Plattform.

Dass einer der letzten Puppenverkäufe mit diesen Worten kommentiert wurde: „Melini soll ein Geschenk für meine Tochter Milani zu Weihnachten sein.“

Ende November traute ich meinen Augen kaum, als eine Bestellung von Annika reinkam, der Freundin, mit der ich vor genau 16 Jahren meine allererste Puppe gemacht habe. Nachdem sie aus Berlin weggezogen war – da waren unsere Mädchen zwei oder drei Jahre alt -, verloren wir uns schnell aus den Augen und hörten über zehn Jahre nichts voneinander. War das eine Freude, sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen, Bilder auszutauschen – und zu spüren, dass uns das Puppenmachen noch immer verbindet.

Es waren genau diese Momente der Verbindung, die mich durch dieses Jahr getragen haben, an dem es nichts zu beschönigen gibt und hinter das jetzt einen Punkt zu setzen ich sehr froh bin.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Menschen, die in den letzten zwölf Monaten auf die ein oder andere Weise ihr Herz für Puppen/machen geöffnet und liebevolle Begegnung ermöglicht und zugelassen haben.

Lasst uns weiterhin einander berühren und verwandeln!

Die gesammelten Herzmomente und Freudebegegnungen der letzten Jahre finden sich hier den Glückslisten.


10. Juli 2021

Guter Dinge in die Sommerpause

Mein Shop öffnet wieder am Montag, den 2. August.

Zwei Tage später geht es auch hier auf dem Blog mit dem dritten Treffen der PuppenMITmacherei weiter.

Bis dahin gibt es wie immer eine kleine, feine Glücksliste mit Fundstücken aus dem Internet, mit der ich euch einen wunderschönen Sommer wünsche:

Dieses Bild bringt mich immer, immer zum Lachen. (Ich kann nicht sagen, welchen Blick ich am komischsten finde.)

Wie jedes Jahr laufen bei radioeins jetzt wieder die Sommersonntage mit den 100 besten Liedern immer zu einem bestimmten Thema, diese Woche „Tiere“.

Instant Summer-in-the-City-Feeling.

Drei Bücher, die ich mit in den Urlaub nehme: „An das Wilde glauben“ von Nastassja Martin, „Der Salzpfad“ von Raynor Winn“ und „Wirklich nett“ von Marcy Dermanksy.

Endlich auf Deutsch: „Alles über Liebe“ von belle hooks.

Toast Hawaii schmeckt nicht nur gut, sondern lässt sich auch gut hören.

The only five salad dressings you need.

How to clean Birkenstock.

Würde ich am liebsten auch alles einpacken. (Auch wenn wir dieses Jahr das erste Mal ohne Kind, das längst keins mehr ist, unterwegs sind.)

Sommerzeit, Mohnfeenzeit.

Pretty Girls.

Unfassbar kluge Frau. (Die erste halbe Stunde über Pferde und die letzte halbe Stunde über unsere Demokratie sind das Beste, was ich seit langem gehört habe.)

„Es geht nicht darum, Widersprüche aufzulösen, sondern sie auszuhalten.“

– Juli Zeh in „Unter Menschen“

Mehr Glückslisten findet ihr hier.


12. Mai 2021

Guter Dinge ins lange Himmelfahrtswochenende

Sechs lange Lockdown-Monate lang habe ich hier jeden Freitag ein paar Fundstücke aus dem Internet veröffentlicht, um ein wenig Freude und Leichtigkeit in den Ausnahmezustand zu bringen. Die Coronakrise ist zwar immer noch real, dennoch verabschiede ich mich aber wie letztes Jahr um diese Zeit erst einmal von diesem kleinen Ritual, das mir so viel Freude bereitet hat.

In den letzten Wochen habe ich mich immer wieder gefragt, wann ein guter Zeitpunkt für einen solchen Cut wäre, sprich wann dieser Ausnahmezustand eigentlich für beendet erklärt sein wird, woran wir das festmachen würden. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber ich gehe gerade etwas leichteren Herzens in den Sommer, habe trotz alledem eine Riesenfreude an meiner Arbeit und stecke mitten in einem aufregenden neuen Projekt, auf das ich mich jetzt – neben dem laufenden Geschäft – voll und ganz konzentriere.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für euer stetiges Feedback zu dieser freitäglichen Glücksliste. Ich staune immer noch und bin berührt, dass sie tatsächlich einen Unterschied machen konnte, für euch und auch für mich selbst. Heute also (wieder einmal) zum vorerst letzten Mal:

Für solche Aktionen liebe ich meinen Lieblingsradiosender radioeins aus Berlin. (Ich lese natürlich mit.)

Wenn ihr Perlen und Farben, Geschmeide und Werkeln mögt, wäre das vielleicht etwas für euch. Und wenn ihr schon mal da seid, schaut auch mal in Julias Shop, sie kreiert unfassbar schöne Schmuckstücke.

Was für eine Geschichte von einem Kuchen! Ich habe dieses Rezept ausprobiert, den Zucker nochmals reduziert und kann alles bestätigen.

What memory looks like. (Nehmt euch die Zeit.)

Weil Atmen immer hilft.

Meanwhile in Moria.

Vier Zukunftsszenarien, wie es weitergehen könnte.

Dieses Video wollte ich schon die ganze Zeit mit euch teilen. Die beiden sind sehr hörens- und speziell hier auch sehenswert.

Falls ihr euch an diesem langen Wochenende auch viel Zeit zum Kochen nehmen und etwas ganz Besonderes kreieren möchtet.

Diese gesündere Variante der Sauce Hollandaise interessiert mich ebenfalls.

Dass in diesem Lied ein Schlüssel zum Glück steckt, verstand ich schon als kleines Mädchen, als ich es in den 80er Jahren zum ersten Mal hörte.

Meine Yoga-Entdeckung in dieser zweiten, mittlerweile sehr langen yogastudiofreien Zeit.

Drei Bücher, die uns in den Sommer mitnehmen: „Der große Sommer“ von Ewald Arenz, „Sommergeschichten“ von Anton Cechov und „Drei Sommer“ von Margarita Liberaki.

Und jetzt wünsche ich euch einen wunderschönen restlichen Mai, wie hier von Manfred Krug besungen:

Wenn’s draußen bunt wird, dann wird mir so gut zumut‘
Und auch jeder Blume, jedem Getier
Dann steigt der Saft in Bäume und auch uns ins Blut
Dann muss ich zu dir und du musst zu mir

Mehr Glückslisten findet ihr hier.


30. April 2021

Guter Dinge ins Wochenende #31

In Zeiten wie diesen braucht es Lichtblicke, die das Herz leichter und weiter werden lassen. Deshalb gibt es hier jeden Freitag eine kleine Glücksliste für euch mit Fundstücken aus dem Internet, Büchern, Rezepten, Musik, DIYs und was mir sonst noch einfällt:

Lust auf Sommersprossen für eine Woche?

Gut angezogen bei Videokonferenzen. (Wenn schon, denn schon.)

Ein superleckerer Superfood Salad für den Frühling.

Meanwhile in Krakau.

Was Nähe und Distanz zu uns selbst in Zeiten wie diesen bedeutet. (In den Kommentaren heißt es auch einmal „Urlaub vom eigenen Ich“, was ich treffend finde.)

Jetzt schon an die Tischdecken-Saison im Garten denken.

Die Spotify-Playlist vom ZEITmagazin Newsletter hat mir gestern den Tag gerettet, als es nach drei schönen Frühlingstagen auf einmal wieder grau war. Vor allem gefällt mir die Mischung aus Jung und Alt und Topaktuell, besonders eindrucksvoll zu hören bei Track 3 und 4.

Mehr Glückslisten findet ihr hier.