19. Februar 2019

22 Dinge über Mariengold

Auf meiner Liste mit Puppennamen befinden sich derzeit 278 Stück – zweihundertachtundsiebzig schönste Namen.

Es kommt allerdings nur selten vor, dass ich darauf zurückgreife, weil mir die Namen für meine Puppen in der Regel einfach so zufliegen.

Manchmal wünschte ich, ich bräuchte für meine Arbeit nicht so viel Material. Das ständige Bestellen, Verräumen und Im-Auge-Behalten meiner Vorräte kostet nämlich ganz schön viel Zeit (und braucht auch eine Menge Platz).

Kurz bevor ich mich mit den Puppen selbständig gemacht habe, hatte ich einen Platz am Seminar für Waldorfpädagogik hier in Berlin. Eigentlich wollte ich Handarbeitslehrerin, wurde im Aufnahmegespräch aber ganz schnell in Richtung Klassenlehrerin gelenkt, was ich nachvollziehen konnte und was mich auch durchaus gebauchpinselt hat. Ein paar Wochen später jedoch wachte ich eines Morgens auf und wußte ganz sicher, dass das nicht mein Weg ist, und sagte das Studium ab. Danach war ich frei für die Puppen, begann bereits als frischgebackene Puppenmacherin mit meinen Kursen für Erwachsene und entdeckte im Unterrichten eine große Leidenschaft und großes Können.

Seit meiner Premiere 2007 habe ich 115 Kurse gegeben, inklusive zwei Landpartien und sieben Filzkopfkursen mit Laura sowie einem Kids Kurs.

Im Dezember 2010 gab es zum ersten Mal mehr Interessinnen als Plätze, so dass ich eine Warteliste begann.

Aktuell befinden sich 19 Namen darauf.

Auf der für den Kurs nächste Woche in Wien sind es 37.

Vor jedem einzelnen Kurs habe ich Lampenfieber.

Meine allererste Puppe, Tilda, die ich 2004 nach einer Anleitung von Karin Neuschütz für meine Tochter nähte, hatte rotbraunes Haar. Bis heute ist das meine Lieblingsfarbe.

Obwohl Laura und ich uns schon seit 14 Jahren kennen, wir einmal Kieznachbarinnen waren und schon unzählige Briefe hin und her geschickt haben, kann ich mir ihre Postleitzahl nicht merken und habe ganz oft einen Zahlendreher drin.

Ganze acht Jahre dauerte es, um das Holzköpfchen, das ich 2008 bei einem Schnitzkurs auf Hof Lebherz anfertigte, im Rahmen der PuppenMITmacherei zu einer kompletten Puppe zu vervollständigen.

Und nur wenige Minuten, um das Ganze wieder rückgängig zu machen. Ja, genau, die Puppe ist jetzt wieder nur ein Köpfchen. Pur gefällt es mir einfach am besten.

Eine Zeitlang nannte ich mich „Puppengestalterin“, das stand sogar auf meiner Karte. Heute kann ich darüber lachen bzw. möchte ich mich eigentlich lieber selbst in den Arm nehmen, weil ich den dahinterliegenden Wunsch so deutlich sehe, meine Arbeit auf diese Weise aufzuwerten. Mittlerweile bin ich wieder bei „Puppenmacherin“ und fein damit.

Bei der letzten Aufräumaktion auf meinem Blog habe ich 215 Artikel gelöscht.

Ungefähr 50 davon habe ich in den zwei Wochen darauf wieder reaktiviert und die restlichen 265 nach wiederum zwei Wochen endgültig gelöscht.

Letzten Oktober gab es ein denkwürdiges Ereignis, als ich nämlich zum ersten Mal zehn Puppen für den Sofortkauf in meinem Shop vorrätig hatte, das gab es vorher noch nie. Ein Grund zum Feiern war das zwar nicht, bedeutete es ja vor allem, dass die Puppen zu diesem Zeitpunkt nicht gut liefen (was ich auch auf das Aus von Dawanda schob). Andererseits war es auch toll, meinen Kundinnen und Kunden eine so große Auswahl an bieten zu können. (Bis Weihnachten waren sie alle verkauft.)

Erst vor kurzem habe ich die Illusion aufgegeben, dass ich noch ein Studium oder eine Ausbildung in Kunsttherapie brauche. Obwohl ich jahrelang daran festgehalten hatte und dieses Ziel ein wichtiger Motivator für mich war, ging das Loslassen erstaunlich leicht.

Letztes Jahr kam es zum allerersten Mal vor, dass mir eine Nähnadel abgebrochen ist.

Ich habe eigentlich immer Wollflusen an meinen Schuhen.

Seit Jahren sammle ich Material für einen Blogartikel mit dem Arbeitstitel „Puppenmachen heute“, der in dieser Form wahrscheinlich nie erscheinen wird. Trotzdem mache ich weiter, einfach weil’s Spaß macht und spannend ist und vielleicht irgendwann etwas anderes daraus entstehen wird.

Im November 2018 verschickte ich 76 Pakete mit Puppen und Material, im Januar 2019 genau die Hälfte.

Noch mehr Dinge über Mariengold findet ihr hier, hier, hier und hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)

 


15. Februar 2019

Fenja für den Sofortkauf

Fenja ist 30 cm groß und hat aprikosenfarbene Haut, goldblondes stoppelkurzes Haar, graugrüne Augen und ein paar Sommersprossen im Gesicht.

Sie trägt hellgraune Strampellatzhosen, ein hellrosa Langarmshirt, dunkelrosa Schuhe, ein dunkelrosa Häubchen mit Blümchenbindeband und einfache Mullwindeln.

Fenja ist für 185 Euro in meinem Etsy-Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade vorrätig, findet ihr hier, mein Portfolio hier und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinem Etsy-Shop erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


11. Februar 2019

Eine Woche voller Sonntage

Nach sieben Tage zwischen Wellen und Deich, unter blaugrauem Himmel, mal mit Regen und mal mit Sonnenschein, aber immer herrlich weit und erfrischend, kann das neue Jahr endlich richtig losgehen! Ich freue mich, wieder hier zu sein, ich freue mich auf euch.


1. Februar 2019

Willem für den Sofortkauf

Willem ist 40 cm groß und hat aprikosenfarbene Haut, dunkelbraune Augen und hellbraunes Strubbelhaar.

Er trägt hellbraune Cordlatzhosen mit zwei großen Taschen, ein hellblaues Langarmshirt, dunkelblaue Schuhe, ein dunkelblaues Seidentüchlein und eine Denim-Schirmmütze.

Willem ist für 205 Euro in meinem Etsy-Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade vorrätig, findet ihr hier, mein Portfolio hier und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinem Etsy-Shop erhältlich. Eine kostenfreie Nähanleitung für die Latzhose findet ihr hier.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


31. Januar 2019

Mein Dezember und Januar in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Im Dezember strickte ich wie eine Weltmeisterin an einem Pullover für meinen Mann, den ich schon im Januar begonnen hatte und der ein Weihnachtsgeschenk werden sollte. Natürlich wurde die Zeit trotz monatelangem Puffer knapp, der Pullover dafür umso schöner (und auch pünktlich zum Fest fertig). Es handelte sich dabei um den Cobblestone Sweater von Brooklyn Tweed, gestrickt aus dem hauseigenem Garn Shelter in einem wunderschönen, warmen Weinrot (Long Johns).

2 Für mich gab es auch ein Geschenk, von mir für mich, und zwar Gypsy Water von Byredo, ein wildromantischer Duft, wie ich ihn mir jahrelang gewünscht habe: erdig, fruchtig und sehnsuchtsvoll. Ich erfreue mich jeden Tag daran.

3 Das große Durchatmen nach einem wilden Ritt durch den Dezember begann für mich ein paar Tage vor Weihnachten im Kino in „Astrid“ über den Kampf Astrid Lindgrens um ihr uneheliches Kind, ein berührender Film mit einer großartigen Hauptdarstellerin. Hier geht’s zum Trailer und hier zu einem sehr guten, ergänzenden Beitrag auf ZEIT-Online.

4 Richtig geheult habe ich am Ende beim Abspann bei „Springa“, das erst von Kindern und dann von Ane Brun, einer meiner Lieblingssängerinnen, gesungen wurde. In dem Lied geht es darum, dass man einfach in das Leben hinein springen soll, egal wie verdammt viel Angst man hat. Astrid Lindgren hat es vorgemacht und auch in ihren Geschichten immer wieder thematisiert, was sicher mit ein Grund für ihren riesigen Erfolg und die zeitlose Frische ihrer Bücher ist.

5 Musiklisch geht es auch weiter, mit Cat Power, deren neues Album „Wanderer“ mich seit einigen Wochen begleitet. Ich verehre und liebe Cat Power seit vielen Jahren, denn obwohl ihre Musik oft traurig klingt, geht bei mir dabei immer die Sonne auf. Leider nicht auf dem Album, aber mein erstes Lied des Jahres: What The World Needs Now.

6 Diesen Monat ist es mir zum ersten Mal in zehn Jahren passiert, dass ich am ersten Tag eines Kurses krank wurde – ein Albtraum für mich als Kursleiterin. Den zweiten Tag hätte ich eigentlich im Bett bleiben sollen, ging aber trotzdem hin und brachte zum Glück alles gut über die Bühne. Dafür gönnte ich mir die ganze Woche den Luxus des Nichtstuns, hüllte mich in meine Bettdecke ein, zählte Sonnenstrahlen und dachte noch einmal in Ruhe über 2019 nach und was mir eigentlich wirklich wichtig ist – und kam zu Erkenntnissen, die ich ohne diese erzwungene Auszeit sicher nicht gehabt hätte. Dafür war ich sehr, sehr dankbar.

7 Meine Sonne und mein Elixier im oft grauen und eiskalten Januar in Berlin: Passionsfrüchte. Sie duften und schmecken herrlich fruchtig und haben innen die Farben des Sommers, nach dem ich mich in dieser Jahreszeit so oft sehne.

8 Gutes Essen hilft immer gegen den Winterblues, vor allem die israelische Küche, die sich sehr schätze. Mein Mann und ich verbrachten einen Abend im Shishi in Kreuzberg und genossen es sehr.

9 „How to talkt with the birds, trees, fish, shells, snakes, bulls and lions“ ist der Name einer Ausstellung im Hamburger Bahnhof, in der es um die künstlerische Auseinandersetzung mit der wechselseitigen Beziehung zwischen Menschen und anderen Lebewesen geht. Anfang Januar war ich da und gebe zu: Ohne das ausführliche Begleitheft hätte sicher nicht so viel verstanden. Aber es war ein großartiger, erfrischender Nachmittag im Museum, wovon ich unbedingt mehr haben möchte in diesem Jahr. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. Mai.

10 Jeden Sonntag drehe ich eine Runde um den Schlachtensee, das ist meine Meditation. Dabei bleibe ich immer vor einer Holztafel stehen, auf dem das Gedicht „The Robin And The Sparrow“ von Elizabeth Cheney verewigt ist und das mich jedes Mal berührt, tröstet und ermutigt (und das ich mittlerweile auswendig kann):

Said the robin to the sparrow,
“I should really like to know,
Why these anxious human beings
Rush about and worry so.”
Said the sparrow to the robin,
“Friend I think that it must be,
That they have no Heavenly Father,
Such as cares for you and me.”

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)