3. Juli 2018

Mein Juni in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Nachdem ich lange Zeit kaum Röcke und Kleider getragen habe, hat mich vor ein einigen Wochen ein Traum aus rotem Leinen wieder wachgeküsst. Mit meinem neuen Wickelkleid fühle ich mich wieder wie mein gutes altes Ich.

2 Zwar habe ich erst seit kurzem mein lang ersehntes zweites Ohrloch, eine klitzekleine Sammlung von Ohrringen habe ich mir aber schon in den letzten Jahren zugelegt. Am meisten freue ich mich, endlich diese Mondsicheln tragen zu können. Sie sind perfekt für den Sommer.

3 Im Juni habe ich auf zwei Hochzeiten getanzt, die mir sehr am Herzen lagen. Anfang des Monats hat mein Bruder geheiratet, was mich unheimlich glücklich gemacht hat. Eine Woche später haben wir in Bad Schandau mit meinen lieben Schwiegereltern ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Hoch lebe die Liebe!

4 Passend dazu hat jemand, die meinen Mann und mich seit vielen Jahren sehr gut kennt, etwas über unsere Partnerschaft gesagt, das mich sehr berührt und gestärkt hat.

5 Auch wenn mir die erste Hitzewelle des Jahres zu schaffen gemacht hat, hatte sie auch etwas Gutes. Durch die permanente Wärme im Körper waren beim Yoga nämlich auf einmal Haltungen möglich, von denen ich sonst nur träumen kann. Mal sehen, was diesen Sommer sonst noch so geht.

6 Das beste Abendessen an heißen Tagen? Der Tomaten-Avocado-Salat von Okka!

7 Wenn Post von lieben Freundinnen im Briefkasten liegt, wird es garantiert ein guter Tag, vor allem wenn es eine Karte mit Ringelkatze wie von Julia ist. Ihr Timing ist jedes Mal perfekt. So ein handgeschriebener Gruß kann nämlich wahre Wunder bewirken.

8 Nicht mit im Bild, sondern auf unserem Küchentisch: Ein kleiner Blumenstrauß vom Abschiedsfest für die langjährigen Klassenlehrerin unserer Tochter. Als kurz vor Mitternacht über dem Wannsee ein wunderschöner Vollmond aufstieg, war das der perfekte Abschluss für die ersten acht Schuljahre, die auch für uns Eltern ein großes Geschenk waren.

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31. Mai 2018

Mein Mai in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Über ein Jahr habe ich gewartet, bis die schönen Salt-Water Sandals wieder in meiner Wunschfarbe Rose Gold erhältlich waren. Vor ein paar Tagen habe ich sie das erste Mal getragen und möchte in ihnen durch den ganzen Sommer tanzen.

2 Endlich habe ich mir wieder einmal etwas genäht und zwar einen weinroten Maxirock aus fließend leichtem Viskose-Jersey. Er trägt sich wunderbar und passt bestens zu meinem orangefarbenem Lieblingstop aus Leinen. Meine Tochter hat in drei Wochen Geburtstag, dann bekommt sie den gleichen Rock.

3 Erdbeeren sind der ultimative rote Glückstupfer in dieser Jahreszeit. Ich esse sie von Anfang bis Ende der Saison, am allerliebsten pur.

4 Am Pfingstsonntag waren wir mit Freunden für einen Tag am Meer. Bis Warnemünde sind es mit dem Zug von Berlin aus nur drei Stunden, die in lustiger Gesellschaft wie im Flug vergehen. Der Strand liegt fast direkt am Bahnhof und erstreckt sich breit und feinkörnig, solange einen die Barfüße tragen. Ich habe mir dort zwar meinen ersten Sonnenbrand geholt, aber das war es mir wert. (Von jetzt an nur noch mit Sonnenschutz.)

5 Eine Freundin schenkt mir gern Stoffe, die ihre Mutter im Laufe der Jahre von ihren vielen Reisen mitgebracht hat. Als ich eines Tages im Internet die Taschen von Maria Solovey entdeckte, schwebte mir gleich ein besonders schöner Stoff vor. Also fragte ich eine Wunschanfertigung an, was gar nicht so einfach war, denn Maria lebt in Russland und es gab auch eine sprachliche Hürde zu überwinden. So kommt es mir jetzt wie ein kleines Wunder vor, dass ich nach Monaten der etwas umständlichen Korrespondenz, des Daumendrückens wegen des Postversands und des vorfreudigen Wartens tatsächlich dieses Schmuckstück in den Händen halten darf.

6 Das Tolle an meiner Yogapraxis ist, dass ich diese Leidenschaft mit meiner Freundin (und Grafik-Designerin für Mariengold) Clara teile. Anlässlich ihres Geburtstages haben wir einen Ausflug zum Charlottenburger Standort unseres Studios gemacht und anschließend herrliche Pancakes in einem Café in der Bleibtreustraße gefrühstückt, das „A Never Ending Love Story“ heißt. Fanden wir beide passend.

7 Musikalisch habe ich Ibeyi wiederentdeckt, die mich gerade ganz entspannt und lässig durch die erste große Hitzewelle schaukeln.

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30. April 2018

Mein März und April in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Anfang März war es in Berlin noch richtig kalt. An dem Wochenende, an dem meine Oma gestorben ist, hat mich ein Spaziergang mit meiner Tochter über den zugefrorenen Schlachtensee getröstet. Der erste Frühlingstag war am 11. März – blühende Krokusse, Schneeglückchen und Winterlinge, sechs Wochen später war schon Sommer, fast noch bevor die Kastanienblüten richtig aufgegangen waren. Das macht unglaubliche drei Jahreszeiten in zwei Monaten.

2 An Gründonnerstag war ich für ein Interview in Hamburg. Getroffen und gesprochen haben wir uns im Café Sein in Altona, in dem es nicht nur gutes Brot, sondern auch frische Kunst und immer ein Lächeln gibt. Nachmittags schien die Sonne durch Fenster direkt auf unseren Tisch und der letzte Schnee tropfte von den Dächern.

3 An Feiertagen gibt es bei meinem Lieblingssender radioeins immer einen „Radioday“ zu einem bestimmten Thema, so auch an Ostermontag, an dem sich alles um die Musik der 90er Jahre gedreht hat. In den 90ern war ich ein Teenager und wie intensiv diese Zeit für mich war, konnte ich bei dieser Playlist noch einmal nachempfinden. Mit jedem einzelnen Titel verbinde ich ein Gefühl oder eine Geschichte (die Nummer 16!), was für eine Zeitreise.

4 Ende April hatten mein Mann und ich etwas Großartiges zu feiern. Dafür ging es nach Charlottenburg in die legendäre Paris Bar auf ein Glas besten Champagner und französisches Fingerfood vom Feinsten. Man kann dort auch herrlich miteinander schweigen, denn es gibt unheimlich viel zu gucken, an den Wänden hängen unzählige Originalkunstwerke und die Gästen machen auch immer etwas her.

5 Nach der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante fragte ich mich ernsthaft, was in diesem Lesejahr noch für mich kommen könnte. Bis mir „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky in die Hände fiel und mich ganz und gar mitnahm, ins Leben, in den Tod und wieder ins Leben. Hier kann man in die ersten Kapitel reinhören, sehr schön gelesen von einer weiterin Liebhaberin dieser wunderbaren Geschichte.

6 Nachdem ich in einem Nachrichtenmagazin schon einige Bilder von Pete Souza gesehen hatte, war klar, dass ich mir die Ausstellung „Obama: An Intimate Portrait“ im Museum THE KENNEDYS unbedingt ansehen wollte. Es ging darin um das Vermächtnis Barack Obamas, aber auch um die Macht der Bilder und wie sie ihn gekonnt changierend zwischen den Rollen eines US-Präsidenten, einer Pop-Ikone und eines Familienvaters zeigen. Ich bin ein großer Fan seines Charmes und seiner Eleganz, seiner Leichtigkeit, vor allem sein Menschlichkeit, weiß aber auch um den immensen Einfluss der Bilder für den Aufbau dieses Images.

7 Mehr als zwanzig Jahre, nachdem ich mir mein erstes und einziges Ohrloch hatte stechen lassen, folgte heute endlich das zweite. Dafür hat mir meine Freundin Julia schon vor langer, langer Zeit ein schönes Paar rote Stecker geschenkt, die ich in sechs Wochen feierlich anlegen werde.

8 I love Greta Gerwig. Ihren Film „Lady Bird“ konnte ich kaum erwarten und bin hin und weg. Meine Tochter auch, wir freuen uns jetzt schon auf die DVD und aufs Immer-wieder-Angucken.

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11. April 2018

Ein Jahr Yoga in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Ein Jahr Spirit Yoga. Als ich im März 2017 eine Mitgliedschaft abschloss, hatte ich bereits 15 Jahre Yoga hinter mir: Yoga beim Hochschulsport, Hatha-Yoga und Meridiandehnübungen an der Volkshochschule, Yoga für Schwangere, eine lange und intensive Phase Kundalini-Yoga, einige Retreats an der Ostsee mit meiner Freundin Julia, bei denen ich Vinyasa-Yoga kennenlernte, das auch bei Spirit Yoga unterrichtet wird. Immer wieder gab es kürzere oder längere Pausen, in denen mir Yoga fehlte. Wie gut es mir tut, weiß ich jetzt nach dreizehn Monaten regelmäßiger Praxis drei bis vier Mal die Woche. Ich möchte es nicht mehr missen und noch stärker im Körper und ruhiger im Geist werden.

2 Bisher hatten Orangen nur ein Mal in meinem Leben wirklich Sinn gemacht, nämlich im Urlaub auf Teneriffa, als uns die Früchte direkt vom Baum vor die Füße fielen und ihr Geschmack so perfekt zu dem Frühlingssommer passte, den wir dort erlebten. In Deutschland dagegen, vor allem im Winter, wenn sie gut zu haben sind, kühlen die Früchte mich eher aus, deshalb meide ich sie. Nach einer knackigen Yoga-Stunde allerdings, vor allem Samstag Nachmittag bei Gaelle im Level 2, sind sie köstlich und herrlich erfrischend. Sie liegen dann immer im Vorraum bereit und ich lange gern zu.

3 Neben Orangen gehört auch Gewürztee zum Runterkommen bei Spirit Yoga dazu. Er wärmt und nährt und gibt neue Kraft. Außerdem schmeckt er doppelt so gut, wenn ich mich noch verquatsche, denn mittlerweile habe ich einige Bekanntschaften dort geschlossen.

4 Zu Hause geht es dann erst einmal unter die Dusche und danach verwöhne ich meine Haut (und meine Nase) mit dem Moor Lavendel Pflegeöl von Dr. Hauschka.

5 Zeitgleich mit meiner neuen Yoga-Praxis habe ich auch Stefanie Reeb und ihr Ernährungskonzept „Wellcuisine“ kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Bissen und der ganzheitliche Ansatz passt perfekt zu mir und meinen Gewohnheiten. Seitdem koche ich fast ausschließlich ihre Rezepte. Meine liebsten? Alle, wirklich alle. Tatsächlich gab es noch nicht ein Gericht aus ihrer Küche, das ich nicht umwerfend köstlich fand.

6 Wenn ich gleich morgens beim Yoga bin, gehe ich danach gern ins Goodies am Schlachtensee auf einen MaKao und die Tageszeitung. Seit einigen Tagen ist der Frühling soweit, dass ich beides draußen in der Morgensonne genießen kann. Der beste Start in den Tag, die Arbeit erledigt sich dann wie von selbst.

7 Eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben ist „Nach Hause kommen zu sich selbst“ von Tara Brach, das mich seit 2014 begleitet und das ich seitdem ein Mal im Jahr lese. Aktuell bin ich auf Seite 266 und da steht ein Gedicht von Rumi, das nicht besser zu den Auswirkungen passen könnte, die das Buch und auch Yoga auf mich haben:

Sei Erde.
Brich auf, damit wilde Blumen blühen können, wo du bist.
Du bist zu viele Jahre lang steinig gewesen.
Versuche es einmal anders.
Blühe.

8 Wenn Yoga einen Duft hätte, dann den von Sandelholz, der auch in den Nag Champa Räucherstäbchen steckt, die ich so gerne mag und die für mich vor allem nach Zuhause riechen.

9 Zum Yoga gehört auch Musik. Das mag ich auch bei Spirit Yoga, wo immer leise Musik läuft, die mal sanft trägt oder Kraft gibt, mal beruhigt oder auch zu Tränen rührt (immer wieder bei diesem Lied, das ich zum ersten Mal in Jaquelines Stunde gehört habe). Meine liebste Mantra-Musik kommt von Joy Gabrielle, bei der ich jahrelang Yoga- und einige Zeit auch Gitarrenunterricht genommen habe und die mittlerweile in der Steiermark lebt. Ab und zu ist sie in Berlin und lädt zu Singkreisen ein, die für mich zum Besten gehören, was Yoga in mein Leben gebracht hat.

10 Manchmal, wenn alles passt und ich vor allem keine Termine habe und am Wochenende keinen Kurs gebe, gönne ich mir ein kleines Retreat. Dann gehe ich an drei aufeinanderfolgenden Tagen zum Yoga, manchmal auch zwei Mal am Tag. Dazwischen ruhe ich mich aus und tue und lasse, worauf immer ich Lust habe. Dazu gehören Spaziergänge, Zeit mit meinem Mann und meiner Tochter, Kochen und Essen, ein gutes Buch und noch früher zu Bett gehen als sonst. Für das nächste Retreat außerhalb Berlins brauche ich noch eine Yogamattentasche. Die, die es zu kaufen gibt, gefallen mir nicht, deshalb möchte ich selbst eine nähen. Der Stoff liegt schon bereit.

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28. Februar 2018

Mein Februar in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Eigentlich liebe ich Mützen, nur trage ich sie kaum noch. Das mag daran liegen, dass ich gegen Kälte nicht mehr so empfindlich bin, oder an dem superschönen Stirnband, das ich mir letztes Jahr gestrickt habe und das mich diesen Winter wunderbar wärmt und schmückt.

2 Der Kurzurlaub mit unseren Freunden war unglaublich herzwärmend. Nicht nur hat er uns noch näher zusammengebracht, auch verdanke ich ihm die Entdeckung eines köstlichen Gewürztees, der wie gemacht dafür ist, diese Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Beste Teebeutel-Weisheit bisher: „Bewusstes Atmen verleiht dir ein wunderbares Gefühl.“

3 Endlich habe ich wieder einmal die Akazienbuchhandlung in Schöneberg besucht. Zwar kaufe ich in der Regel nichts, aber ich lasse mich gern inspirieren. Diesen Monat habe ich natürlich das große Finale der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante verschlungen (und danach gleich wieder mit Band 1 begonnen).

4 Jedes Jahr begleitet mich die Aktion der evangelischen Kirche durch die Fastenzeit. Das Motto dieses Jahres lautet „Zeig dich! 7 Wochen ohne Kneifen“. Auf den ersten Blick hat mich das Thema nicht besonders angesprochen, aber jetzt bewegt es mich doch und ich frage mich, was Mut in meinem Leben bedeutet und wo ich mich vielleicht noch mehr zeigen darf.

5 Da ist sie hin, meine Granatapfel Handcreme von Weleda, das letzte Quäntchen aus der Tube gedrückt und noch einmal an dem belebenden Geruch erfreut. Die Creme war eine Geschenk von einer Leserin, deshalb sie mir besonders große Freude bereitet.

6 Ein Ausflug von Zehlendorf nach Neukölln ist wie eine kleine Weltreise für mich. Dort war ich letzte Woche in Katie’s Blue Cat zum Frühstück verabredet und habe den allerfeinsten und cremigsten Caffè Latte getrunken, dazu gabe eine fast noch warme, superfluffige Zimtschnecke und vor allem herzhüpfende Pläne für die kommende Landpartie, mehr dazu bald.

7 Frühstück schmeckt natürlich auch zu Hause gut, vor allem seit Okka vor einigen Tagen dieses Rezept auf ihrem Blog geteilt hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dieses Knuspermüsli ändert alles, was ich bisher über Granola wusste. Wahrscheinlich liegt es am Salz, daran sollte man sowieso nie im Leben sparen.

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31. Januar 2018

Mein Januar in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Am vorletzten Tag des Jahres habe ich noch einen Vorsatz für 2017 umgesetzt und eine Level-2-Klasse in meinem Yogastudio besucht. Dadurch konnte ich meine Praxis auf eine ganz neue Ebene heben und bin supermotiviert und inspiriert in das neue Jahr gestartet. Mein Motto für 2018: Starker Rücken, sanftes Herz.

2 Nach einer besonders herausfordernden Yogaklasse genieße ich es, mich mit dem Lavendel Sandelholz Körperbalsam von Dr. Hauschka zu verwöhnen. Was für ein angenehmer Duft!

3 Neues Jahr, neuer Kalender. Mein Lieblingsmodell von Leuchtturm gibt es jetzt auch in Gold. Klar, dass ich ihn haben musste.

4 Schnee in Berlin, viel war es bisher zwar nicht, aber die wenigen Flocken haben mich sehr, sehr glücklich gemacht. Für mich die schönsten und innigsten Momente des Monats.

5 Besonders gemütlich war es, dem Schneetreiben von einem neuentdeckten Café in meinem Kiez aus zuzuschauen, dem Coffee Cabana am Teltower Damm in Zehlendorf. Hier wird selbst geröstet, es gibt eine große Auswahl an Kaffeespezialitäten und nach ein paar Besuchen kennt man sich mit Namen.

6 Bücher leihe ich lieber, als dass ich sie kaufe. Nur was mir wirklich am Herzen liegt, schafft es auf Dauer in mein Regal. Dazu gehörte letztes Jahr „Mantra“ von Deva Premal & Miten, dessen Lektüre (und Hörgenuss) ich mir monatelang für einen besonderen Moment aufhob. An einem völlig unspektakulären Mittwochnachmittag im Januar war es endlich soweit und ich fragte mich, warum ich mir nicht schon früher erlaubt hatte, einmal Fünfe gerade sein zu lassen und einfach zu blättern und zu lauschen. Herrlich.

7 Dabei lese ich im Alltag eigentlich sehr viel. Dieses Jahr möchte ich unbedingt meine Englischkenntnisse vertiefen. Deshalb habe ich mich unheimlich gefreut, als mir eine ältere Ausgabe von The New Yorker in die Hände fiel. Das ZEITmagazin, das ich sehr gerne mag, schwärmt immer in den höchsten Tönen. Zu Recht, wie ich finde. Zum Glück ist The New Yorker jede Woche druckfrisch bei Do You Read Me?! in der Auguststraße erhältlich.

8 Bis auf ein wenig Schnee war der Januar ziemlich grau und regnerisch. Also war es wohl kein Zufall, dass ich mich beim alljährlichen Neujahrsausflug zu Dussmann weniger zu den Büchern als mehr zu den Glitzerstiften hingezogen fühlte. Die drei, die ich mitgenommen habe, haben jedenfalls ganz viel Glanz in meine Jahresplanung gebracht!

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18. Dezember 2017

Mein Advent in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Der Dezember duftet herrlich nach Bienenwachskerzen. Schade nur, dass sie so stark rußen, deshalb werden sie mittlerweile nicht mehr hier angezündet. Aber auch ohne Flamme strahlt ihr Licht mitten ins Herz.

2 Eigentlich brauche ich keine besondere Dekoration im Advent. Nur transparente Fenstersterne, die müssen unbedingt sein, je mehr, desto besser.

3 Drei Jahre lang war ich auf der Suche nach einen schönen neuen Wintermantel, bis er schließlich an Deborah aus dem November-Kurs in mein Leben spaziert kam. Farbe, Schnitt, Material: alles perfekt. Nur war er aus der letzten Saison und in Deutschland sowieso nicht erhältlich. Aber das Glück wollte es so, dass ich ihn kurz darauf für einen kleinen Teil des Originalpreises online ersteigern konnte. Ganz große Liebe!

4 Mit dem wunderbaren Buch „Den Advent neu erleben“ von Martina Kaiser wird der Dezember zu einer spirituellen Reise in die eigene Freiheit. Ich habe schon letztes Jahr damit gearbeitet und es hat mir ein völlig neues Weihnachten eröffnet. Jeden Abend lese ich einen Abschnitt, atme tief und verbinde mich mit den Impulsen. Mehr braucht es nicht.

5 „Tinsel and Lights“ von Tracy Thorn ist mein allerliebstes Weihnachtslieder-Album. Es klingt genauso, wie ich mich in dieser Zeit fühle, mit allen Höhen und Tiefen, Freudenjauchzern, Zwischentönen und Moll-Tagen. (Zum Reinhören „Joy“.)

6 Manchmal werden aus Kursteilnehmerinnen Freundinnen, so geschehen mit Rena. In unserer bald zweijährigen E-Mail- und Brieffreundschaft hat sie mir aufmerksam zugehört und ein ganz liebes Steinchen für mich bemalt. Was für ein berührendes Geschenk.

7 Meine kulinarische Entdeckung des Jahres ist die „Wellcuisine“ von Stefanie Reeb. Alles, wirklich alles, was ich von ihr zubereite, schmeckt unglaublich köstlich, so wie die Rumkugeln oder die Lebkuchen-Granola, die ich gerade gern verschenke.

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30. November 2017

Mein November in Dingen

Dieses Jahr halte ich jeden Monat ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Jedes Jahr kaufe ich eine einzige Ausgabe der BRIGITTE und zwar die im November mit den Plätzchenrezepten. Mein Favorit sind die Gefüllten Tropfen von Seite 11.

2 Passt perfekt in diese Jahreszeit: Mittagessen im Mitho Cha im Prenzlauer Berg mit authentischer nepalesischer und tibetischer Küche. Meiner Freundin Kristina und mir schenkte die Sonne Anfang November zum wunderbaren hausgemachten Sherpa Tee sogar ein paar wärmende und glücklichmachende Strahlen.

3 Endlich wieder Granatapfelzeit. Am liebsten streue ich mir ein paar Kerne über meinen warmen Frühstücksbrei oder genieße sie pur.

4 Alljährlich läutet der Martinsmarkt unserer Schule die Waldorfbasarzeit in Berlin ein. Hier decke ich mich immer mit duftenden Bienenwachskerzen aus der Werkstatt der LebensWerkGemeinschaft ein. Auf den Kaffee aus der Ape auf dem Schulhof freue ich mich auch das ganze Jahr.

5 Mein Lieblingsschultertuch, das ich mir vor über zehn Jahren gestrickt und seitdem jeden Herbst und Winter wie verrückt getragen habe, hat mittlerweile mehr Löcher als Maschen. Deshalb stricke ich mir jetzt ein neues, „Ashby“ von Brooklyn Tweed aus dem Originalgarn „Shelter“. Im Schneckentempo, weil im November alles nur ganz langsam geht. (Genau genommen habe ich es noch nicht einmal geschafft, die ersten Maschen anzuschlagen.)

6 Mein Konzert des Jahres habe ich letzte Woche in der Passionskirche in Kreuzberg erlebt. Als ich hörte, dass Anna Ternheim dieses Jahr wieder in Berlin spielen sollte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ihr neues Album „All The Way To Rio“ ist gerade erschienen, die Vorfreude groß. Meine große Anna-Liebe begann übrigens 2004 mit diesem Lied.

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19. Oktober 2017

Meine erste Oktoberhälfte in Dingen

Dieses Jahr halte ich jeden Monat ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Der perfekte Samstag in Kreuzberg: Frühstück im Kaffee A.Horn am Urbanhafen, paddeln in der Mittagssonne auf dem Landwehrkanal, ganz famose Pizza im Zola am Paul-Lincke-Ufer genießen und mit einem superguten Milchkaffee von Concierge Coffee dem Sonnenuntergang an der Admiralsbrücke entgegenspazieren. Bis jetzt bester Tag des Monats.

2 Bis zum Wochenende zeigen die Nordischen Botschaften die Ausstellung „Century of the Child“, in dem es um skandinavisches Design für Kinder geht. Den ganzen Sommer hatte ich mir vorgenommen hinzugehen, schaffte es aber erst an einem stürmischen Tag im Oktober. Zum Glück, denn die Ausstellung ist ganz toll, ein Muss für Menschen, die Kinder, Gestaltung und den Norden lieben.

3 Schon seit langer Zeit bewundere ich die belgische Textildesignerin Hermine Van Dijck. Ihre handgewebten Kollektionen sind jetzt endlich online erhältlich und ich habe gleich zugeschlagen.

4 Die Sängerin Mine, die ich sehr verehre, hat zusammen mit Fatoni ein Album herausgebracht. „Alle Liebe nachträglich“ ist wie immer frisch, originell und tiefsinnig. Nur für die Texte bin ich mit meinem Leben wohl zehn Jahre voraus. Ich mag es trotzdem sehr. (Zum Reinhören hier.)

5 Der Herbst ist da und voller Farben. Ich liebe es, wie die gelben Blätter im Nebelgrau leuchten, durch Weinrot, Orange und Dunkelgrün zu stiefeln und im goldenen Nachmittagslicht zu träumen.

6 Das beste Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, war „A Typical Girl“ von Viv Albertine, die in den späten 70er Jahren in der Punkband The Slits gespielt hat. Hat mich an „Just Kids“ von Patty Smith erinnert, das ich auch sehr mochte. Und immer wieder die Frage: Lebe ich so, wie ich es wirklich möchte (oder nach den Regeln anderer)? Ein großartiges Cover von den Splitzs hier.

7 Wenn ich am Ende einer Yogastunde auf der Matte liege, alle Viere von mir gestreckt, und aus dem großen Elefanten wieder eine kleine Mücke geworden ist, fühle ich mich genauso wie Andreas Bourani es in „Sein“ besingt.

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2. Oktober 2017

Mein September in Dingen

In 2017 möchte ich jeden Monat ein paar Dinge festhalten, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Jeden September erwarte ich ihn sehnsüchtig, den gedruckten Newsletter vom Writer’s Studio mit Neuigkeiten vom Schreiben, Events und Seminaren. Genau so eine Schreibschule wünsche ich mir in Berlin.

2 Wieder ein Aha-Moment beim Yoga: Mit Block sitzt es sich viel besser. Ich liebe Yoga, aber das lange Sitzen im Schneidersitz hat mir oft zu schaffen gemacht. Das geht jetzt wunderbar. Überhaupt stellen sich große Fortschritte ein. Drei Mal die Woche gehe ich in Studio, das tut mir gut, das tut meinem Rücken gut.

3 Einen der letzten warmen Sommerabende haben wir mit Freunden im Takumi Nine in der Chausseestraße verbracht, wo es die besten Ramen der Stadt gibt. Das Tolle, wenn man in großer Runde essen geht, ist, dass man gemeinsam die Karte rauf und runter essen kann. Sehr bald wieder.

4 Große Räucherstäbchenliebe. Jeden Tag lasse ich mindestens eins herunterbrennen. Das klärt die Energie im Raum und sorgt für einen herrlichen Duft. Am liebsten mag ich den Klassiker Nag Champa mit ganz viel Sandelholz.

5 In den letzten Wochen habe ich die Kunst des Pflaumenkompottkochens perfektioniert und genieße jeden Morgen ein paar Löffel zu meinem warmen Haferbrei, dazu ein Klecks Dattel-Caramel-Dip, wunderbar.

6 Diesen Monat ist das neue Buch „Herdwärme“ von meiner Freundin Okka von Slomo erschienen. Jeden Abend lese ich ein Kapitel und hoffe, dass dieses Glück nie zu Ende geht, von der Aussicht, all diese wunderbaren Rezepte kochen ganz zu schweigen. Habt ihr schon einmal bei der Lektüre eines Kochbuches vor Rührung geweint? Für mich war es auch das erste Mal. Ganz große Empfehlung!

7 Endlich ist raus, das zweite Album von Ibeyi. Es knüpft nahtlos an ihrem Debüt von 2015 an, was mir gefällt, denn was die beiden machen, klingt immer noch neu, frisch und einzigartig. Zum Reinhören hier, am 3. Dezember im Lido.

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