15. März 2017

Ein Bad für die Hände

Über 10 Jahre intensive Puppenmacherei sind eine ganz schöne Herausforderung für die Hände. Besonders meine Fingerspitzen haben sich mit der Zeit angepasst und ordentlich Hornhaut gebildet, wahrlich ein kleines Wunderwerk der Natur, um die stark beanspruchten Hautpartien zu schützen, und dafür liebe ich sie sehr. Umso mehr haben sie sich jetzt eine verwöhnende Frühjahrskur verdient.

Michaela vom Naturkosmetik-Blog tannenblau hat mir dafür ihr Rezept für eine pflegende und heilende Flüssigseife verraten, die sich auch wunderbar für Handbäder eignet. Warmes Wasser regt die Durchblutung an und weicht harte Stellen auf. Das Glycerin spendet Feuchtigkeit, das Öl pflegt, die Seife schmeichelt und duftet. (Und der Alkohol macht die Mischung ein paar Wochen haltbar.)

Kombiniert mit liebevollen Massagen, natürlichen Peelings und nährenden Cremes (z. B. hier und hier), auch als Packung über Nacht, werden die Fingerspitzen nach einigen Anwendungen wieder schön weich. Sich Zeit zu nehmen, ist der erste Schritt.

Streichelzart-Handbad

(Originalrezept von hier)

500 g Wasser
15 g Naturseife (ich mag die Rose Duce von Savon du Midi sehr gern)
15 g Glycerin (erhältlich in der Apotheke oder online hier)
25 g Öl (z. B. Oliven- oder Mandelöl)
10 g Wodka (oder eine andere hochprozentige Spiritouse)

Das Wasser zum Kochen bringen und vom Herd nehmen. Die Seife klein raspeln und vollständig im heißen Wasser schmelzen lassen. Je nach Größe dauert das ein bisschen. Glycerin und Öl hinzufügen und gut verrühren. Zuletzt den Wodka dazugeben. In einen Seifenspender oder einen anderen Behälter füllen und abkühlen lassen. Falls die Masse zu fest wird, etwas heißes Wasser hinzufügen.

Für die eigentliche Anwendung warmes Wasser und etwas Flüssigseife im Waschbecken oder in einer Schüssel vermischen. Die Hände darin baden, solange es angenehm ist. Anschließend sanft abtrocknen und jedem Finger einen Kuss auf die Spitze geben. Herrlich entspannend und energetisierend.

Viel Freude dabei!

Wie sich die Badezeit genießen lässt

Atmen. Tief atmen.

Ein Gedicht lernen.

Wolken zählen.

Eine Melodie summen.

Grimassen schneiden.

Schaumbläschen auf die Reise schicken.

Eimal in Ruhe über alles nachdenken.

Die Augen schließen und träumen.

Atmen.

Lächeln.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.


3. Oktober 2016

DIY: Puppenwaschmittel aus Kastanien

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Puppen aus natürlichen Materialien wollen auch natürlich gewaschen werden. Das geht ganz traditionell mit Kernseife, Natron und Waschsoda, aber es gibt auch eine grüne Möglichkeit mit Kastanien. Diesen Tipp gab mir eine liebe Leserin, die auf ihrem Blog Tannenblau über Naturkosmetik und Kräuterwissen schreibt. Michaela brachte mich also auf die Kastanie.

Kastanien sind supergut zum Waschen geeignet. Unsere heimische Rosskastanie gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse, d.h. ihre Früchte enthalten Saponine, das sind waschaktive, pflanzliche Seifenstoffe. Die stecken auch in Waschnüssen aus Indien, allerdings müssen diese um die halbe Welt zu uns reisen, was der Umwelt und dem Klima gar nicht gut tut. Zudem ist durch die große Nachfrage in Europa der Preis für Waschnüsse in Indien so stark angestiegen, dass die Menschen dort sich diese längst nicht mehr leisten können und auf chemisches Waschmittel zurückgreifen müssen.

Waschmittel aus Kastanien hat also viele Vorteile: Es ist natürlich, gratis, verpackungsfrei und ethisch einwandfrei. Und die Herstellung ist ganz einfach und macht große Freude, nicht nur das Sammeln der Früchte bei einem schönen Herbstspaziergang, sondern auch das Ansetzen der Lauge (it’s magic!) und das Waschen selbst mit einer so wertvollen, pflanzlichen Substanz. Eure Kinder machen bestimmt auch gern mit.

Auch wenn es hier nur um die Reinigung von Puppen geht, bekommt ihr mit Waschmittel aus Kastanien natürlich auch andere Wäsche sauber. Im Internet findet ihr viel Wissenswertes und tolle Anleitungen dazu, z. B. hier und hier.

Gerade gibt es Kastanien in Hülle und Fülle, also packen wir es an!

Ihr braucht

Kastanien (für ein Puppenwäsche reichen 3 bis 4 Stück)

Ein großes, scharfes Messer

Eine stabile Schneideunterlage

Ein Schraubverschlussglas mit einem Fassungsvermögen von ca. 500 ml

Wasser

Ätherisches Öl für den Duft (z. B. Rose, Zitrone, Mandelblüte, Lavendel)

Und so geht’s

Die Kastanien je nach Größe vierteln oder achteln, in dem Glas mit Wasser übergießen und ein paar Stunden ziehen lassen. Das Wasser wird mit der Zeit milchig-trüb und wenn man es schüttelt, schäumt es. Die Kastanien abseihen und die Lauge zum Waschen verwenden. Wer mag, gibt vorher noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu.

Für das Puppenbad lauwarmes Wasser ins Waschbecken oder in eine große Schüssel geben und die Kastanienlauge hinzufügen. Darin die Puppen waschen. Anschließend gut mit klarem Wasser ausspülen und das Wasser ausdrücken. Die Puppen in ein Handtuch wickeln, das Wasser nochmals ausdrücken und an einem warmen Ort trocknen lassen. Grundsätzlich könenn die Puppen auch im Wollwaschgang bei niedriger Temperatur und geringer Schleuderzahl in der Waschmaschine gewaschen werden. Dazu die Puppen in einen Kissenbezug oder Waschsack stecken, um Fusselbildung zu vermeiden, und die Kastanienlauge in das Waschmittelfach geben. Nach dem Trocknen das Wangenrot auffrischen und die Puppen sehen wieder ganz lebendig aus.

Viel Spaß beim Puppenplanschen!

Weitere DIYs findet ihr hier, Rezepte für grüne Kosmetik hier.


21. September 2016

Grün und gut für die Hände

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Kosmektik aus der Küche ist mir die liebste. Sie ist ganz frisch, natürlich und lebendig und ich weiß genau, was drin ist. Etwas, das in meinem Kühlschrank immer vorrätig ist, sind Avocados. Die schmecken nicht nur hervorragend, sondern sie sind auch sehr gesund. Mit ihrem hohen Fettgehalt und lebenswichtigen Vitaminen sind sie ideal für die Naturkosmetik und lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten zu einer reichhaltigen Maske anrühren, die trockene und rauhe Hände mit Feuchtigkeit versorgt und sie herrlich weich macht.

Avocado-Handmaske

(auch für das Gesicht geeignet)

1 reife Avocado
1 Eigelb
1 TL frisch gepressten Zitronensaft
2 TL Olivenöl

Das Fruchtfleisch aus der Avocado lösen und mit einer Gabel zerdrücken oder mit dem Mixer pürieren. Das Eigelb, den Zitronensaft und das Olivenöl hinzufügen und zu einem glatten Brei vermischen. Auf die Hände auftragen, bei Bedarf mit Klarsichtfolie verpacken und 15 Minuten einwirken lassen. Mit lauwarmem Wasser abspülen, trocken tupfen und das gute Gefühl genießen.

Was meine Hände gerade sonst noch gern haben

Kastanien streicheln.

Der Olivenbalsam mit Lavendel, den meine Freundin Kristina mir von ihrem Yoga-Sommer mitgebracht hat.

Mir ins frisch geschnittene Haar fassen.

Origami. Je komplizierter, desto besser.

Kleine Auszeiten mit Salz und Zitrone.

Mit Wrist Worms aufs Fahrrad.

Äpfel schneiden.

Geschenke verpacken (viel lieber als auspacken).

Die Seiten meiner Herbstbücher umblättern.

Ihre kleinen Hände warm massieren.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.


31. August 2016

Was gerade so los ist #8 (und ein Rezept für den Sommer)

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Im Dezember 2012, in meinem fünften Jahr mit Mariengold, gab es zum ersten Mal einen Relaunch, also ein neues Erscheinungsbild für mein Label. Meine Grafik-Designerin Clara, mit der ich zu diesem Zeitpunkt schon länger zusammenarbeitete, entwickelte damals ein neues Logo und Gestaltungsrichtlinien, die seitdem auf alle Kommunikationsmittel und Produkte von Mariengold angewendet werden. Der Höhepunkt war meine neue Internetseite, die ich nach all der Mühe mit Pauken und Trompeten feierte. Der Prozess zur Entwicklung eines Corporate Designs geht tief, macht unheimlich Freude, aber auch ganz viel Arbeit. (Mehr dazu habe ich schon einmal hier geschrieben.) Vier Jahre ist das jetzt her. Für mich war das auch eine Art Neubeginn. Schließlich spiegelt die äußere Erscheinung immer die Identität, die Seele eines Unternehmens wider. Bei Mariengold ging es damals vor allem darum, die Kernwerte Herzverbundenheit, Offenheit und Humor in ein leichteres, frisches Design zu übersetzen. Das ist Clara so gut gelungen, dass ich nach wie vor superglücklich mit der Gestaltung bin.

Jetzt ist es aber so, dass sich in letzter Zeit viel bei Mariengold verändert hat. Anfang 2015 trennte ich mich von meiner langjährigen Mitarbeiterin und fasste den Entschluss, anders weiter zu machen (in Wirklichkeit war die Reihenfolge natürlich andersherum). Ich wollte viel weniger Puppen nähen, weg der Puppenmacherei wie am Fließband, worin ich keine Zukunft für meine Ambitionen sah, und mich dafür stärker im Bereich DIY und Kurse engagieren. Das umzusetzen war und ist eine ziemliche Achterbahn, ein gutes Stück Kopf- und vor allem Herzarbeit, verbunden mit einer neuen finanziellen Situation, Unsicherheit und manchmal auch Verzagtheit. Mittlerweile ist das Ruder rumgerissen. Zwar gibt es weiterhin offene Fragen (die wird es immer geben), und mehr Mut hätte ich auch manchmal gern, aber ich folge jetzt einfach stoisch meinem inneren Kompass, auch wenn es gefühlt oft nur klitzekleine Schritte sind.

Das Neue fühlt sich also langsam vertraut an und so kam in den letzten Wochen der Wunsch auf, das neue Selbstverständnis von Mariengold mehr nach außen zu tragen. An der Optik wollte ich nichts ändern. Das war auch eine Frage der Zeit und des Geldes. Und es gibt ja auch andere Möglichkeiten. Also habe ich meine Internetseite gründlich aufgeräumt und umstrukturiert, sämtliche Texte überarbeitet, viele Altes gelöscht, den Menüpunkt „Über mich“ wiederbelebt, eine Puppenbilder-Galerie und einen Bereich für Downloads und Give-Aways eingerichtet und einen neuen Seitenleistenbanner für meine DIY-Angebote gestaltet. Für Außenstehende mögen das nur kleine, kaum wahrnehmbare Veränderungen sein. Für mich aber waren sie wichtig, um den neuen Fokus von Mariengold nach außen sichtbar zu machen, auch als Erinnerung an mich selbst, an meinen Zielen dran zu bleiben.

Konkret bedeutet das in den nächsten Monaten vor allem, weiter an meinem neuen E-Book zu arbeiten, das ich in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt habe, das Puppenmacherei-Retreat mit Laura auf die Beine zu stellen, auf das ich mich in 2017 ganz besonders freue, die Kurse für das kommende Jahr zu planen und meinen Blog weiterhin mit dem prallen Leben zu füttern, was manchmal gar nicht so leicht ist, wenn anderswo bezahlte Arbeit ruft. Und dann gibt es noch das Thema „Puppen und Heilung“, das von Anfang an über allem schwebt und endlich auf die Erde geholt werden möchte. Puppen wird es natürlich auch weiterhin geben, mindestens eine pro Woche für euch.

Herzverbunde Puppenmacherei, diese Formulierung kam mir in den Sinn, als ich in letzter Zeit über Mariengold nachdachte. Das trifft es gut. So war es immer und so ist auch jetzt. Auch wenn die Umstände sich ändern, wenn ich mich verändere oder das, was ich in meinem Leben und mit meiner Arbeit vorhabe. Das Herz führt.

Schoko-Beere-Eis am Stil

Für 8 Stück, je nach Eisform (meine ist von Rosenstein & Söhne, erhältlich über verschiedene Anbieter im Internet)

1 Superreife Banane
1 Tasse tiefgekühlte oder frische gemischte Beeren
1 EL Tahin
1 Tasse ungesüßte Reis- oder andere Milch
2 EL Kakao (ich nehme am liebsten MaKao in Rohkostqualität)

Alles in den Mixer geben, glatt pürieren und in die Eis-am-Stiel-Form füllen. Die Stiele nicht vergessen. Für 4 bis 6 Stunden in den Tiefkühler stellen. Zum Lösen des Eises aus der Form diese vorher ein paar Sekunden unter heißes Wasser halten. Frohes Schlecken!


18. April 2016

Kids Kurs #3: Rote Wangen überall (und ein Rezept für meinen Lieblingskuchen)

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Von Januar bis März habe ich an einer Berliner Schule zusammen mit acht Mädchen und Jungen einer 6. Klasse eine Puppennäh-AG veranstaltet. An sechs Freitagnachmittagen drehte sich alles um die Herstellung der Puppen, an zwei weiteren Terminen nähten wir die Kleidung. Kurz vor den Osterferien war es geschafft, die Kinder hielten ihre fertigen Puppen in den Händen und strahlten mit ihren rotgewangten Goldstücken vor Glück um die Wette.

Der Weg dahin war eine ganz schön anstrengende Riesenfreude. Woche für Woche lachte mein Herz auf dem Weg zur Schule und war ich danach so erfüllt und gleichzeitig erledigt, dass ich mehr oder weniger den Rest des Tages wohlig auf dem Sofa verbrachte, mit meiner Tochter (die auch bei dem Kurs dabei war), selbstgemachtem Soulfood und einem Film oder Büchern. Schöner konnte das Wochenende nicht beginnen.

Über die spezielle Puppe, die ich mit den Kindern nähte, habe ich bereits hier geschrieben. Schlicht und einfach war sie, aber nackt sollte sie nicht bleiben, so von Anfang an der Wunsch der Kinder. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, auch die Puppenkleidung mit ihnen anzufertigen, denn dafür fehlte mir die Erfahrung in Kursen, noch dazu mit Kindern. Aber irgendwann hatten sie mich so mit ihrer Vorfreude (wie sie nur Kinder haben) angesteckt, dass ich hin und her überlegte, wie es gehen könnte – mit supersimplen Schnittmustern, ohne Nähmaschine, aber dafür mit besonders tollen Stoffen.

Chaotisch war es trotzdem: Die vielen Stoffe lösten Begeisterung, aber auch Unruhe aus. An das Kopieren der Schnittmuster hatte ich gedacht, aber nicht an ausreichend Stifte zum Aufzeichnen. Teile wurden falschherum zugeschnitten. Das Nähen von Hand fanden die meisten Kinder mühsam. Auch weil das Garn ziemlich dünn war und doppelt genommen ständig Schlaufen bildete. Und Quatschen fanden die Kids sowieso viel toller als Säume zu nähen. Alles dauerte viel länger als gedacht. Nichtsdestotrotz war es ein großer Spaß und je weiter wir voranschritten, desto aufgeregter wurden die Kinder und konnten es kaum erwarten, die Kleider anzuziehen und endlich ihre Puppen in Vollendung zu sehen. Das waren richtig, richtig schöne Momente.

Dann kamen die Osterferien, in denen die letzten Fäden vernäht und teilweise weitere Kleider nach eigenen Entwürfen angefertigt wurden, die Puppen stolz den Eltern gezeigt und von Herzen bestaunt, lieb gehabt und geküsst wurden.

Anfang April trafen wir uns ein allerletztes Mal, um richtig Abschluss zu feiern. Es gab eine aufregende Fotosession, in der noch einmal jedes Kind mit seiner Puppe gewürdigt wurde. Wir schwelgten ein bisschen in Erinnerungen, futterten meinen liebsten Zitronenkuchen und lauschten „Vasalisa“, dem alten russischen Märchen von der Puppe in der Schürzentasche, das ich vor ein paar Jahren als Hörgeschichte für meinen Blog aufgenommen habe (mittlerweile hier zu finden).

Zum Abschied nahm ich noch einmal alle Puppen in die Arme und hätte am liebsten dasselbe mit den Kindern getan, so sehr waren sie mir in den letzten Wochen ans Herz gewachsen (aber das verkniff ich mir). An diesem Nachmittag war ich unendlich dankbar für diese wunderbare, bereichernde und beglückende Erfahrung.

Ein paar Beobachtungen und Bemerkenswertigkeiten:

Vier einfache Schnittmuster hatte ich vorbereitet – Hemd, Hose, Rock und Kleid. Manchen Kindern war das zu schlicht, sie hatten eigene Vorstellungen. Ganz kreativ und ohne groß darüber nachzudenken, wandelten sie meine Vorlagen ab, interpretierten sie neu oder machten etwas ganz Eigenes. Das beeindruckte mich unheimlich.

Bei den Stoffen kamen besonders gut Streifen und kleine Muster mit wenig Farbe an. Blümchen waren nicht so angesagt.

Einmal bekamen wir Besuch von der Handarbeitslehrerin. Es stellte ich heraus, dass die Kinder echt gute Tricks und Kniffe draufhaben, wenn sie nur jemand (die Handarbeitslehrerin) daran erinnerte, was sie bereits gelernt hatten. So konnte ich mir z. B. bei ihnen abgucken, wie man einen anständigen Knoten ins Fadenende macht.

Manchmal besuchten uns auch andere Kinder aus der Klasse. Mein Eindruck war, dass sie neugierig auf die AG waren und den Freundinnen und Freunden nur allzu gern bei der Puppenmacherei zur Hand gingen.

Überhaupt staunte ich immer wieder, wie gern die Kinder Handarbeiten machten. Nie hörte ich ein abwertendes Wort oder lustloses Stöhnen.

Obwohl ich den Kinder zu Beginn des Kurses mehrmals anbot, mich zu duzen, blieb A. als Einzige bis zum Ende beim „Sie“. Was irgendwann nur noch ein klitzekleines bisschen komisch für mich klang.

Als Bonus hatte ich zum letzten Termin für die besonders Schnellen ein Schnittmuster für supereinfache Ringelstrümpfe mitgebracht. Die Strümpfe waren der Hit und wurden sofort zum Lieblingsprojekt. Manche Puppen bekamen gleich mehrere Paare in verschiedenen Farben.

E. hatte die größte Freude an der Puppenkleiderschneiderei. Trotz Gipsarm vom Reitunfall brachte sie nach den Osterferien eine hübsche kleine Garderobe inklusive Regenmantel für ihre Puppe mit. Andere Kinder hatten vor den Ferien zwar meine Stoffvorräte geplündert – aber nichts damit angestellt. (Wie gut ich das von mir selbst kenne.)

Die Kinder waren untereinander immer freundlich, aufmerksam und hilfsbereit, egal was sich in der Pause vorher abgespielt hatte. Und das waren teilweise echte Dramen.

Die Puppen der Jungen bekamen zuerst ihre Namen, Karsten und Paolo. Eine andere Puppe heißt Lexi und eine Harry Potter.

Manche Kinder sind totale Abchecker. Sie registrierten jede kleine Veränderung an mir: die kurzen Haare Ende Januar, den großen Kummer, nachdem mir etwas richtig Doofes passiert war, und die neuen weinroten Nike Airs zum Frühlingsbeginn.

Wiederum nahm ich bei den Kindern auch ganz viel wahr: Stimmungen von Rosarot bis Tiefschwarz, Tuscheleien und Neckereien, Experimente mit Klamotten und Schminke, Tränen auf dem Mädchenklo, Eis zum Nachtisch in der Mittagspause, kleine Flirts und große Aufregung.

Was mich besonders freut, ist, dass die meisten Kinder weitere Puppen nähen möchten. (Harry Potter braucht schließlich noch eine Hermine.)

So einen Kurs möchte ich unbedingt noch einmal geben!

Frühlingsfrischer Zitronenkuchen

250 g sehr weiche Butter
200 g Rohrohrzucker
4 Eier
Geriebene Schale und Saft von 2 Zitronen
250 g Weizenmehl Typ 1050
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Vanille
100 g Puderzucker

Butter, Zucker und Eier mit dem Schneebesen gut verrühren. Zitronenschale, Mehl, Backpulver, Salz und Vanille dazugeben und von Hand oder mit dem Mixer mischen, so dass ein glatter, fluffiger Teig entsteht. In eine gefettete Kuchenform füllen und bei 180 Grad Celsius circa 60 Minuten backen und abkühlen lassen.

Für den Guss Puderzucker und Zitronensaft verrühren. Den Kuchen rundherum mit einer Gabel einstechen und mehrmals mit dem Guss tränken, bis nichts mehr davon übrig ist. Das macht ihn so richtig schön schmackofatzig. Ihr wisst sicher, was ich meine. Enjoy!

Mehr über das Puppennähen mit Kindern findet ihr hier, mehr Rezepte hier.


10. Februar 2016

Ein Fest für die Hände im Winter

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Hände sind wahre Wunder. Man kann mit ihnen alle möglichen Dinge tun und erschaffen, das Leben begreifen und erkunden, Wärme und Liebe schenken. Unsere Hände sind eng mit unserem Herzen verbunden. Mit ihnen bringen wir unser Werk in die Welt, das Werk unseres einzigartigen, kostbaren, wilden Lebens.

Deshalb verdienen sie nur das Allerbeste. In Sachen Pflege freuen sie sich über Naturkosmetik mit wertvollen und reinen Inhaltsstoffen wie dieses Zitrone-Sesam-Peeling.

Jetzt in der kalten Jahreszeit brauchen sie viel Fett, um geschmeidig und streichelzart zu bleiben. Das steckt in fast allen Zutaten, die diese selbstgemachte Handcreme kommen. Dazu noch ein paar Tropfen feinen ätherischen Öls. Die tun der Seele gut. Gerade mag ich Rosmarin sehr, weil es stärkt und belebt und vom Hochsommer auf der gegenüberliegenden Seite des Jahreskreises erzählt.

Creme für winterweiche Hände

(Originalrezept von hier)

150 g Kokosöl
100 g Bio-Vaseline (im Gegensatz zu herkömmlicher Vaseline enthält diese kein Erdöl, erhältlich z. B. hier)
20 g Sheabutter
50 ml Mandelöl
2 EL Speisestärke
Ätherisches Öl für den Duft (z. B. Rose, Ylang Ylang, Rosmarin, Lavendel)

Am besten nur Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden. Eine große Auswahl an Naturprodukten zum Selbermachen von Kosmetik findet ihr hier.

Das Kokosöl, die Bio-Vaseline, die Sheabutter und das Mandelöl bei geringer Hitze in einem kleinen Topf sanft schmelzen lassen. Wenn alles flüssig ist, den Topf vom Herd nehmen.

Die Speisestärke und auf Wunsch einige Tropfen ätherisches Öl hinzugeben und mit dem Mixer auf langsamer Stufe verrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Abkühlen lassen und dabei immer wieder kurz mit dem Mixer aufschlagen. Es dauert ungefähr ein bis zwei Stunden, bis die Creme eine schöne, feste Konsistenz hat. Schneller geht es, wenn ihr den Topf in ein kaltes Wasserbad und später in den Kühlschrank stellt.

Wenn es soweit ist, die Creme in ein heiß ausgespültes Gefäß geben und gut verschließen. Sie ist ungefähr drei Monate haltbar, sollte jedoch nicht zu warm gelagert werden.

Gutes Verwöhnen für eure Hände voller Wunder!

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.


11. Januar 2016

Willkommen im neuen Jahr

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Weihnachten, die Zeit zwischen den Jahren, Silvester, Neujahr, – leise, viel leiser als sonst vollzogen sich diese großen Anlässe in meiner Welt. Zum ersten Mal seit Jahren ohne ausgiebigen Rückblick, ohne große Pläne für die Sechzehn. Für mich ist es dieses Mal weniger ein Neubeginn, eher ein Weitergehen. Auch gut. Fühlt sich sogar sehr gut an.

Am Dreikönigstag Wintereinbruch in Berlin. Wie hatte ich es vermisst: das Knirschen erster Schritte durch den Schnee, die klare Luft und der frische Duft, die friedliche Stille, die angehaltene Zeit. Wie eine sanfte Landung im neuen Jahr, wenn auch mit Verspätung.

Klein anfangen.

In diesem Jahr möchte ich weiterhin meine Arbeit gut machen und meine Fähigkeiten und Talente, meine Leidenschaft und Liebe in die Dinge stecken, die mir Freude bereiten. Auf dass Mariengold auch zur Freude für andere wird.

Was tut mir gut?
Was ist gut für das Gemeinwohl?

Zwei einfache Fragen, in der einen oder anderen Reihenfolge. Dieses Jahr will ich ihnen wach, furchtlos und von ganzem Herzen folgen.

Mit meiner Puppenmacherei möchte ich noch mehr ins Leben gehen, dorthin, wo der Puls schneller geht und das Herz wilder schlägt, meine Komfortzone verlassen. Ich möchte mein Netz weiter knüpfen, in Gemeinschaft arbeiten, mit anderen kreativ sein. Das Ich im Wir spüren. Das scheint mir auch vor dem Hintergrund der globalen Geschehnisse ein guter Weg zu mehr Mitgefühl und Frieden zu sein.

Es ruhig angehen lassen, langsam beginnen, die nächsten Schritte sanft herbeispüren – das ist das Beste im Januar. Heiße Schokolade ist jetzt immer eine gute Idee. Sie stärkt, tröstet und macht glücklich. Diese hier hat es ganz schön in sich. Aber zur Feier des Jahres kann man schon mal in die Vollen gehen.

Neujahrsschokolade

(Original-Rezept von hier)

250 ml Milch (ich nehme Mandelmilch oder die leichtere Reismilch, andere Milch geht natürlich auch)
1 Beutel Kamillentee
1 gehäufter EL reiner Kakao (am besten in Bio-Qualität, z. B. von Naturata)
1/2 TL Maca-Pulver (z. B. von Veganz, auch in ausgewählten dm Filialen erhältlich)
Eine kräftige Prise Zimt
Etwas Meersalz
Honig zum Süßen

Die Milch mit dem Kamillenteebeutel in einen kleinen Topf geben und langsam erwärmen. Vom Herd nehmen und ein paar Minuten ziehen lassen. Den Teebeutel entfernen. Kakao, Maca, Zimt und Salz hinzugeben und gut verrühren. Etwas abkühlen lassen. Nach Belieben mit Honig süßen. In die Lieblingstasse füllen und genießen.

Habt einen besten Anfang – jeden Tag!
Ich wünsche euch alles Liebe und Gute für 2016.


28. Oktober 2015

Sonnenblumensalz

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Nach drei eher bescheidenen Wetterwochen im Oktober zeigt sich der Berliner Herbst jetzt endlich wieder von seiner goldenen Seite. Zeit, noch mal richtig Sonne, gute Laune und Kraft zu tanken und auf langen Spaziergängen die erdige Frische dieser Jahreszeit zu atmen.

Sonne steckt auch in Sonnenblumenkernen. Für Tage, an denen es draußen nicht so hell und freundlich ist und ihr eine Extraportion Energie braucht, habe ich heute einen Snack für euch. Es handelt sich dabei um einen meiner Lieblinge, denn ich mag es lieber herzhaft als süß. Und ich mag es, kleine, gesunde Leckereien für Zwischendurch vorrätig zu haben.

Sonnenblumenkerne sind ein supergesunder Snack. Sie liefern lebenswichtige Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin E, Linolsäure, Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Eiweiß. Auch Sojasauce und Hefeflocken, die Würze in meinem Rezept, stecken voller B-Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Eiweiß.

Salzige Sonnenblumenkerne

(Original-Rezept von hier)

Sonnenblumenkerne (am besten in Bio-Qualität, z. B. von Davert)
Sojasauce (eher mild, z. B. Shoyu, salzreduziert von Arche)
Hefeflocken nach Geschmack (z. B. von Rapunzel)

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Zugabe von Fett vorsichtig rösten. Die Menge kann von einer Handvoll bis zu einem Wochenvorrat von 250 Gramm variieren. Mit Sojasauce ablöschen, aber nur so viel zugeben, dass die Kerne mit der Sauce überzogen werden, sonst wird es schnell zu salzig. Gut rühren, damit nichts anbrennt. Nach einigen Minuten haben sich die Aromen verbunden. Wer es noch würziger mag, kann noch Hefeflocken hinzufügen, sie geben eine leicht käsige Note. Die Pfanne vom Herd nehmen, abkühlen lassen und lossnacken.

Lasst es euch schmecken!


8. Juli 2015

FKK bei 40°

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Eigentlich hätten wir es wissen müssen: wenn wir unser Projekt FKK nennen, was in einem anderen Zusammenhang kurz für Freikörperkultur steht, bekommen wir für unseren allerersten Filzkopfkurs auch allerfeinstes Sommerwetter mit Sonnenschein von morgens bis abends und das seit Tagen, gleißendem Licht und höchstsommerlichen Temperaturen. Eine echte Herausforderung für Laura und mich und unsere neun Kursteilnehmerinnen!

Wir waren gut gewappnet. Unser Veranstaltungsort, die kleine Off-Bühne Theater am Schlachthof im Friedrichshain lag ebenerdig und im Schatten und konnte gut gelüftet werden, es gab literweise Wasser, mittags erfrischende, asiatische Kost im Viet Bowl für die Teilnehmerinnen und ein entspanntes Picknick auf dem Gehweg vor dem Theater für Laura und mich, alle waren leicht und luftig (und sommerlich schön) gekleidet und zur Not konnte man sich im Hinterzimmer, der eigentlichen Bühne, ein bisschen runterkühlen. Aber das Wichtigste: die monatelange Vorfreude auf den Kurs, das Kribbeln in den Händen beim Filzen und Entdecken neuer Techniken und Möglichkeiten und die Lust am Austausch mit den anderen Frauen übertrafen jedes Hitzegefühl!

Und so war unser Filzkopfkurs genauso wunderbar, schöpferisch, produktiv, lebendig, herzerfrischend, erfüllend, spritzig und lustig, wie von uns beiden seit letztem Oktober erdacht, geplant und gewünscht.

Unsere Teilnehmerinnen waren unheimlich toll! Bis auf zwei Frauen aus Berlin kamen sie von weither (sogar aus Frankreich und der Schweiz!), sie waren superneugierig und offen und haben trotz der enormen Hitze engagiert mitgearbeitet, gefilzt, genäht, gestickt, gestöhnt und gelacht und schließlich pünktlich um 19 Uhr alle ihren Filzkopf fertig gestellt. Das gab eine herrliche kleine Ausstellung am Ende! (Zu diesem Zeitpunkt konnte ich allerdings keinen geraden Satz mehr rausbringen, geschweige denn meine Kamera halten.)

Am Ende des Tages, nachdem wir mit letzter Kraft das Theater wieder tiptop aufgeräumt hatten und uns mit unserem Wahnsinnsgepäck (man glaubt es kaum) auf dem flirrenden Asphalt gegenüberstanden, fielen Laura und ich uns glücklich in die Arme, vergaßen für einen Moment die drückende Abendschwüle und genossen den Abschluss unseres herrlichen Filzkopftags, auf den wir so lange gemeinsam hingearbeitet hatten (mit einem kleinen Schlenker über unser Charlie Bo E-Book wohlgemerkt).

Auch wenn es wahrscheinlich mein anstrengendster Arbeitstag des Jahres war, so war es auch einer der schönsten – und das verdanke ich dir, liebe Laura, meine Freundin mit Augen wie 1000 Rehe, und euch, ihr neun unerschrockenen Frauen, die ihr uns euer Vertrauen geschenkt habt und uns mutig in das Filzkopfabenteuer gefolgt seid!

Großstadtpicknick für heiße Tage

3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark
1/2 TL Kreuzkümmel
2 EL Zitronensaft
Salz nach Belieben
1 Tasse Bulgur
3 Frühlingszwiebeln
2 große Tomaten
1/2 Gurke
1 Bund Petersilie

In einem Topf mit 1 EL Sonnenblumenöl Tomatenmark und Paprikamark leicht anrösten und mit 1 Tasse Wasser ablöschen. Kreuzkümmel, Zitronensaft und Salz dazugeben und kurz aufkochen lassen. Bulgur hinzufügen, so dass er komplett mit Flüssigkeit bedeckt ist (sonst noch mit etwas Wasser auffüllen). Den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und eine Stunde quellen lassen.

In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, Tomate und Gurke klein würfeln und Petersilie grob hacken.

Bulgur mit einer Gabel auflockern, 2 EL Sonnenblumenöl und das Gemüse dazugeben, gut vermischen und abkühlen lassen.

Dazu passen bestens kühlender Joghurt und milchsaure Rote Bete (einfach fix und fertig aus dem Glas). Guten Appetit und gute Erfrischung!

Am 26. September findet unser nächster Filzkopfkurs statt. Details hier, Anmeldung für die Warteliste an hello@mariengold.net.

Mehr zu unserem Filzkopfpuppenprojekt findet ihr hier, das Charlie Bo E-Book zur Herstellung unserer Filzkopfpuppe hier, mehr Rezepte hier.


6. Mai 2015

Gutes für die Hände

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Meine Hände sind mein schönstes, bestes und wichtigstes Werkzeug, um die Welt zu begreifen, das Leben im Griff zu haben und den Alltag zu händeln. Ich mag an ihnen, dass sie eher klein, aber stark sind, die Haut auf ihrem Rücken immer streichelzart ist, sie sich über die Jahre genau an den richtigen Stellen für meine Arbeit gewappnet haben und ich mit ihnen all meine Ideen aus dem Kopf in die Welt zu bringen sowie fühlen und liebkosen kann.

Ab und zu tue ich ihnen etwas richtig Gutes und schenke ihnen eine wohlverdiente, kleine Auszeit. Alles, was ich dafür brauche, finde ich in meiner Küche. Eigentlich verstehe ich nicht viel von Beautykram, aber ich liebe Küchenkosmetik. Denn die ist immer ganz natürlich, taufrisch und blitzschnell angerührt.

Für meine Handverwöhnung brauche ich nur drei Zutaten, die es allesamt in sich haben: Zucker entfernt abgestorbene Hautschuppen und regt die Durchblutung an. Zitronensaft wirkt antibakteriell, erfrischt und glättet. Sesamöl spendet Feuchtigkeit und macht die Haut zart und geschmeidig. Aus diesen drei lässt sich ein einfaches, wirksames Peeling voller Antioxidantien und Vitaminen herstellen, das die Hände pflegt und samtweich macht.

Handpeeling mit Sesam und Zitrone

1 EL grobkörniger Rohrzucker
Saft einer halben Zitrone
Ein Schuss Sesamöl

Die Zutaten vermischen, so dass eine dickflüssige Paste entsteht. Auf die Hände geben und ein paar Minuten einmassieren (das ist auch ein guter Zeitpunkt, um ihnen für alles zu danken, was sie in letzter Zeit getan haben). Mit lauwarmem Wasser abspülen und trocken tupfen.

Danach fühlen sich die Hände einfach wunderbar an!

Was ich sonst noch für die Hände mag

Die Regenerationshandcreme von Weleda mit Granatapfel.

Finger-Yoga, besonders das Trommel-Mudra.

Farbe für die Nägel, eigentlich am liebsten klar, ab und zu aber in Richtung Aubergine oder Altrosa.

Streicheln.

Der Resurrection Aromatic Handbalm von Aesop (der allerbeste Duft!).

Im Sommer Himbeeren auf den Fingerspitzen.

Ganz leicht die Wasseroberfläche berühren, z. B. hier.

Ringe, zart und puristisch.

Diesen mag ich auch sehr gern (obwohl ich ihn sicher nicht tragen würde).

Wenn die Hände beim Massieren nicht vergessen werden.

Mit den Fingern essen.

Noch mehr Handpeelings zum Selbermachen.

Weitere Rezepte für Naturkosmetik, z. B. in „The Glow“ von Anita Bechloch und „Grüne Kosmetik“ von Gabriela Nodema.

Die Hände in Dinge tauchen, die sich toll anfühlen, z. B. in eine Schale Hülsenfrüchte.

Mein Hand in seiner.

Ihre Hand in meiner.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.