31. Mai 2016

Schanze, Schiffe, Schafe

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Meine Freundin Kristina und ich haben ein ein paar Tage in Hamburg und am Watt verbracht. Der Wind und die Frische haben meinen Kopf freigepustet, die Gediegenheit der Stadt hat mich geerdet, die Freundinnenzeit mich erfüllt. Perfekt.


4. April 2016

Zu Fuß und zu Fiets

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Unsere erste Städtereise zu dritt. Das Ziel ausgewählt nach dem Thema der Jahresarbeit unserer Sechsklässlerin, mit Entdeckungslust im Herzen und Okkas Tipps an der Hand ging es auf nach Amsterdam.

Vier Tage Frühstück mit Tostis, Kunst und Kultur, Grachten und Häuser gucken, bummeln und Rad fahren, Krokusse zählen, einer fremden Sprache lauschen, gemeinsam lesen, Spätabendspaziergängen, uns treiben lassen, auf den Frühling warten.

Den besten Apfelkuchen gibt es im Winkel 43 (Merci, Okka, für diese Empfehlung). Die Wartezeit am Anne Frank Haus an einem gewöhnlichen Dienstag Mittag beträgt 3 Stunden und 2 Minuten. Und die Amsterdamer fahren so verrückt wie friedlich und sicher Fahrrad, wie es hier in Berlin noch Utopie ist.

Raus aus der Stadt und rein die Stadt. Manchmal genau richtig.


8. Februar 2016

Im Winterhafen

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Wieder auf Rügen, wieder am Meer. Was für eine Wohltat nach Wochen und Monaten in der Stadt. Ich mag seine Ruhe und seine Kraft. Die große Freiheit und die wellenrauschende Stille.

Und dass, ganz gleich, in welcher Lebensphase oder mit welchen Themen, in welcher Stimmung oder mit welchen Fragen man vor ihm steht, das Meer ganz einfach nur ist. Und mich sein lässt.

Zurück in Berlin liegt schon der Frühling in der Luft. Der Februar hat begonnen und für mich gefühlt einmal mehr das neue Jahr.


31. August 2015

Hoch in den Bergen, draußen am Meer

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Ein weiterer Sommer in den Bergen. Die Bilder ähneln sich. Dieses Jahr gab es jedoch eine erfrischende Wendung Richtung Norden. Denn nach den Bergen ging es ans Meer.

Herrlich, im Sommerloch zu kreiseln! Hoch in den Bergen sind wir im Schildkrötentempo gewandert (Hallo Hitze!), haben uns den Kopf von der würzigen Luft freipusten und die Seele vom kristallklaren Türkis der Seen umglitzern lassen. Draußen am Meer sind wir mit den Wellen gerauscht, haben unseren Strandkorb vom Morgen bis zum Abend mit der Sonne gedreht und die Zeit ganz einfach vergessen, während wir feinen Sand durch unsere Hände rieseln ließen.

Es fällt mir ehrlich gesagt nicht leicht, jetzt in den Alltag zurückzukehren. Aber da bin ich wieder. Und ich freue mich, hier zu sein und diesen Ort nach meiner langen Sommerpause endlich wiederzubeleben. Auf einen schönen Spätsommer mit viel Sonnenschein, der möglichst lange Gesicht und Herz zu wärmen vermag!


10. Februar 2015

Im Sommerloch

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Mitten im Winter auf in den Sommer, nach Teneriffa, wie im letzten Jahr!

Den Weg zur Finca leuchtet uns ein viel versprechender, perfekter Regenbogen. Ein Bogen in die Wolken, wie sich herausstellte. 9 Tage auf der Insel des ewigen Frühlings und gefühlt nur eine halbe Stunde Sonne. Da half meinem Löwinnenherz, das sich so sehr nach Wärme und Licht sehnte, nur ein Mantra, das schon im Alltag Herausforderung genug ist: Die Zeit ist jetzt, der Ort ist hier.

Zugegeben, einfach war es nicht. Und die Löwin in mir hat sicher viel mehr gebrüllt, als wohlig geschnurrt.

Aber auch unter einer dicken Wolkendecke blühen die Mandelbäume, hängen die Orangen schwer und tief an den Zweigen, wärmt das Familienglück, locken die Tapas-Bars und leuchtet das Meer im schönsten Türkis. Und da geht selbst der lautesten Löwin irgendwann die Sonne im Herzen auf.

Die Zeit ist jetzt. Der Ort ist hier.

 


3. Dezember 2014

Ein Schal aus Wolle und Licht

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An einem Wochenende im November habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und endlich, endlich einen Webkurs besucht. Das Weben wollte ich schon seit einigen Jahren lernen, der Besuch von 8Hände auf der Textile Art im Juni gab den letzten Anstoß. Allein, es fehlte ein Kurs hier in Berlin. Aber wie immer fügte sich alles gut zusammen und ich wurde eines Tages auf dem Blog We Like Mondays fündig und vereinbarte gleich ein Date mit dem schönen Handwerk.

Mit Herzklopfen und riesengroßer Vorfreude machte ich mich dann vorletzten Freitag auf den Weg zu der Textildesignerin Christina Klessmann nach Charlottenburg. Dort befindet sich in einem alten Gewerbegebäude ihre Textilmanufaktur, ein lichtdurchflutetes Atelier mit ein paar Webstühlen, einer farbenprächtigen Auswahl an verschiedenen Garnen und vielen wunderschönen, handgewebten Stücken, die so richtig Lust aufs Selberweben machen. Von mir aus konnte es also gleich losgehen.

Und so begannen wir mit der Einrichtung der Webstühle, der Planung der Textilien und der Auswahl der Garne, was an diesem ersten Kurstag mein Lieblingsteil war. Einen Schal wollte ich mir weben. In meiner Vorstellung sah ich ihn schon ganz genau vor mir – ein Traum in Creme, Pink, Senfgelb und Altrosa. Das passende Garn suchte ich mir ruckzuck zusammen, wickelte es von den Konen auf Spulen und begann mein Webabenteuer unter Christinas fachkundiger und herzlicher Anleitung.

Als ich da so an meinem Webstuhl saß mit Blick in die Novembersonne und dem vertrauten Geräusch der Berliner S-Bahn im Ohr, war es, als hätte ich nie etwas anderes getan. So leicht ging mir die Arbeit von der Hand. So viel Freude machte mir das Spiel mit den Farben, Texturen und Mustern. Mein Schal wuchs und streifte sich im Nu und als ich am Sonntag die letzte Franse zwirbelte, war ich überglücklich und wusste, hier bin ich richtig, mit all den Garnen, Farben und Mustern, mit dieser relativ gleichförmigen Arbeit, bei der die Gedanken so herrlich zur Ruhe kommen und die Seele durch Augen- und Handschmaus genährt wird. Ich wusste und besprach sogleich aufgeregt mit Christina, ich würde weitermachen, wiederkommen und das Weben irgendwie in meine Arbeit als Puppengestalterin integrieren.

Jetzt überlege ich, wie ich einen Tischwebrahmen hier in meinem Atelier unterbringen kann (eigentlich gar nicht), wie ich das Weben weiter lernen kann (als wir die Webstühle einrichteten, scannte ich insgeheim schon die Garnauswahl) und wie ich eine ganz bestimmte Idee umsetzen kann, die mir schon seit einiger Zeit für Mariengold vorschwebt (nein, keine Puppenschals).

Aber das Allerbeste nach diesem Kurs ist das Tragen meines selbst gewebten, großartigen Schals, jetzt wo es so richtig kalt geworden ist in Berlin. Ich bin stolz, irre glücklich und habe das Gefühl, eine neue Liebe gefunden zu haben. Wie schön, Winterzeit, dass du jetzt da bist!

Am 6. und 7. Dezember öffnet Christina ihr Atelier zu einer Adventsausstellung, in der sie ihre handgewebten Textilien aus hochwertigen Materialien für Bekleidung und Inneneinrichtung zum Verkauf anbietet. Weitere Informationen hier.


11. November 2014

Meeresberauscht und glücklich

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Nach der Zwölf und der Dreizehn haben meine Freudin Julia und ich uns im dritten Jahr gemeinsam aufgemacht ans Meer zu einem langen Novemberwochenende mit ganz viel Yoga (und unendlich vielen herabschauenden Hunden), Sonnenspaziergängen und einer frischen Brise um die Nase, Verwöhnmahlzeiten und durchwärmendem Yogitee, Herzenslektüre in der Stille, einem Abenteuer mit Schafen aus der Ferne, Nachmittagsschlaf und roten Wangen, Meditation am Morgen und ganz vielen stärkenden und inspirierenden Asanas und Weisheiten von Julia und Ruth von Flying Yoga, die uns in diesen Tagen so behutsam und kraftvoll von außen nach innen geführt haben.

Genau das ist ist für mich das Geschenk von Herbst und Winter – die wunderbare, herzspiralförmige Reise von mir zu mir, eine innige Zeit in Stille und Verbundenheit. Bin endlich angekommen und wohlig eingenistet in der dunklen Jahreszeit.

 

 


6. Oktober 2014

In die Birnen

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Wie schon im letzten Jahr haben wir das lange Wochenende genutzt, um mit unseren Freunden eine Radtour aufs Brandenburger Land zu machen. Dieses Mal ging es nach Ribbeck – mit meinem Nachnamen ein längst überfälliger Ausflug. Ribbeck ist ein wunderschönes, malerisches Dorf, perfekt für einen Besuch im goldenen Herbst!

Wir haben unsere Nasenspitzen von den Oktobersonnenstrahlen kitzeln lassen, sind ein Stück mit den Zugvögel geradelt, haben nach Birnbäumen Ausschau gehalten, waren auf Kaffee und Kuchen im Café der Alten Schule, haben gelacht und gesungen und konnten uns nicht sattsehen am warmen Licht der Abendsonne.

 

 


27. August 2014

Kopf in den Wolken, Herz im Himmel

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Zwei Wochen liegen zwischen diesen Bildern und heute – eine gefühlte Ewigkeit. Wie ein anderes Leben kommt mir unsere Zeit in den Bergen jetzt vor. Romantische Bilder sind brüchig, ging es mir oft durch den Kopf, wenn ich das Leben in Doro durch meine Kamera betrachtete. Bin ich doch dort oben auf dem Berg auf einer anderen Ebene immer irgendwie auch auf der Suche nach stimmigen inneren Bildern für mein Leben.

Da kam mir eine Kolumne in einem Magazin gerade recht, in der Alain de Bottons Idee von einer Reisetherapie weitergesponnen wurde. Reisen sei wie eine Pilgerfahrt zu einem besseren Selbst, hieß es darin, wichtig sei natürlich die Wahl des Wallfahrtsortes. Soso, dachte ich bei mir, richtete meinen Blick auf die Bergspitzen und streichelte gedankenverloren das struppige Wesen neben mir auf der Bank.

Meine Pilgerwege führten mich geradewegs in die Heidelbeeren. In der Nacht vor meinem Geburtstag gab es einen irren Regen (wie so oft in diesem Urlaub). Als am späten Mittag die letzten Tropfen versiegt waren, schlüpfte ich in Regenmantel und Gummistiefel und machte mich auf in den Wald, wo mich die Beeren überall blau und prall anstrahlten. Beim Pflücken vergaß ich immer vollkommen die Zeit. Wenn ich dann nach Stunden wieder auftauchte, fühlte ich mich erfrischt und munter.

Und angenehm frei von den all den offenen Fragen, die ich eigentlich lieber in Berlin in meiner Werkstatt zurückgelassen hätte. Aber so einfach ließen die sich leider nicht abschütteln und so gab es in diesem Urlaub neben all den wunderschönen Erlebnissen und lustigen Momenten und heitersinnigen Gesprächen für mich auch Zeiten auf Augenhöhe mit dicken Wolken, aus denen ich meinen Kopf manchmal nur schwer herausbekam. Mein Rezept gegen das wildgewordene Gedankenkarussel: Blaubeeren pflücken, die Katze streicheln, Abendspaziergänge unternehmen und Berglück pur mit Familie, Freunden und 114 Ziegen genießen. Herrlich. Jetzt dürfen sie gern kommen, die Changes – Turn and Face the Strain.

Wie es in den letzten drei Sommern in Doro war, könnt ihr hier, hier und hier nachlesen.

 

 

 


7. Juli 2014

Rückblick: Schnitzen auf Hof Lebherz 2009

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Vor fünf Jahren, im Sommer 2009, habe ich einen Kreativ-Urlaub auf Hof Lebherz in Warmsen verbracht. Dort habe ich mit dem Kursleiter Jürgen Maaßen, einem renommierten Holzbildhauer und Ausstatter für das Figurentheater, und neun leidenschaftlichen Puppenbauern und -spielern aus ganz Deutschland drei Tage lang Figurenköpfe geschnitzt. Ausgehend von grob vorbereiteten Rohlingen aus Lindenholz haben wir geschnitzt, geschnitzt und geschnitzt. Jürgen und seine Assistentin Maarit Kreutzinger, eine junge Holzbildhauerin, die mittlerweile selbst unterrichtet, standen uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. So entstanden zehn Figurenköpfe, allesamt anders und einzigartig und doch unverkennbar mit Jürgens – und in meinem Falle eher Maarits – Handschrift versehen.

Meinen Wunsch einen Kopf für eine Stoffpuppe à la Mariengold zu schnitzen, habe ich in dem Kurs nicht verwirklichen können, denn dieser war als Weiterbildung für Puppenspieler konzipiert, welche die Figuren für ihre Stücke selbst herstellen. So lag der Schwerpunkt auf der Anfertigung von bühnenwirksamen Figurenköpfen mit ihren ganz speziellen Anforderungen. Unter den vielen Puppenspielern bin ich diesen Weg mitgegangen und hatte so das Glück, einmal für ein paar Tage in eine völlig andere Welt einzutauchen, Gespräche über Puppenspiel und Bühnen zu belauschen, beeindruckende mitgebrachte Figuren zu bestaunen und das ein oder andere improvisierte Spiel zu sehen.

Und natürlich mich an einem Holzklotz abzuarbeiten, der nach vielen, vielen Stunden des Schnitzens und mit ermunternder Motivierung und tatkräftiger Unterstützung von Jürgen und Maarit schließlich die Form des Kopfes einer jungen Frau annahm. Wie es mit der hölzernen Schönen weitergehen sollte – keine Ahnung, keine Idee. Mein Holzköpfchen, wie ich es liebevoll nannte, wenn ich in den folgenden fünf Jahren in den Untiefen meines Materialschrankes auf es stieß, sollte noch einige Zeit bis zu seiner Weiterverarbeitung ruhen.

Das Wichtigste, was ich in meinen Warmsener Tagen gelernt habe: In jeder Kunst steckt ein großes Können. Und in jedem Können steckt viel Arbeit, Übung und Beschäftigung mit Material, Technik und Ausdruck. Während meines Ausflugs in die Welt des Schnitzens habe ich meine eigene Arbeit mit anderen Augen sehen gelernt. Auf neue Weise schätzen gelernt. Auf einmal wurde ich ganz neugierig auf all die Möglichkeiten, die in meinem ganz eigenen Schaffen mit Nadel und Faden liegen. Diese Abenteuerlust macht bis heute einen großen Teil meiner Motivation aus.

Die Arbeit mit dem lebendigen Material Holz und den scharfen Eisen hat mir damals viel Spaß gemacht. Hatte ich doch vor mittlerweile sieben Jahren auch das Schnitzen einer Kinderharfe für meine Tochter sehr genossen. Aber ich bekam auch große Achtung vor dem Werk von Holzbildhauern, so dass ich meinen Plan, in Zukunft auch Holzköpfe für meine Puppen zu schnitzen, demütig wieder losließ.

Eine Riesenfreude in diesem Sommer 2009 war das Kennenlernen von Maarit im Workshop und dass sie auch in Berlin lebt. Unser Kontakt ist in den letzten fünf Jahren nie abgerissen. Einmal haben wir zusammen mit unserer gemeinsamen Freundin Laura von 1000 Rehe (die Welt ist klein!) einen Stand auf dem Öko-Weihnachtsmarkt am Kollwitzplatz gemacht, zwischenzeitlich bestand unser Kontakt auch nur aus vereinzelten E-Mails. Vor einigen Wochen gab es dann ein großes Wiedersehen bei Mohnbrötchen und selbstgemachter Erdbeermarmelade. Wir haben stundenlang geplaudert, Maarit hat mir ihre Werkstatt gezeigt, geduldig alle meine Fragen zu ihrem Handwerk beantwortet und – ihr ahnt es vielleicht schon – die Geschichte des Holzköpfchens nimmt wieder Fahrt auf!