14. November 2012

Novemberlicht ~ November Light

Two days ago I returned from Ruegen Island where I visited a long weekend yoga retreat with my dear friend Julia. We spent four wonderful days in an old restored granary full of yoga, lovely people, yummy foood, sleep and walks. It was pure rest, refreshment and bliss. I feel balanced and strong and prepared for the next busy and exciting weeks here in my Mariengold studio. Enjoy the pictures of my little trip.

Vor zwei Tagen bin ich von der Insel Rügen zurückgekehrt, wo ich mit meiner Freundin Julia ein wunderbares, langes Wochenende in einem alten, auf’s Schönste renovierten Kornspeicher inmitten weiter Natur und ganz nah am Meer verbracht habe. Yoga, liebe Menschen, leckeres Essen, viel Schlaf und Spaziergänge, damit waren die Tage ausgefüllt. Es war die pure Erholung, Stärkung und Segnung.

Vier Tage intensive Yogapraxis, Erholung und Anregung haben meinen Körper gestärkt und mir Vertrauen in meine Selbstheilungskraft geschenkt. Für diese Momente inniger Verbundenheit mit meiner Kraft und meinem Herzen bin ich  Julia und Ruth vom Flyingyoga Team sehr dankbar.

Bei der Abschlussmeditation am Sonntag war mein Körper ganz weich, das Herz geöffnet und die Sonne schien mir ins Gesicht. Das war das Novemberlicht mit seiner Botschaft, dass ich mit der Sonne in meinem Herzen jedem Winter begegnen kann.

Auf geht’s, ausgeglichen, gestärkt und gut gerüstet, in die kommenden arbeitsreichen und aufregenden Wochen bei Mariengold!


15. Oktober 2012

Segel auf Sonne ~ Sailing to the Sun

I am back from my vacation on the Isle of Hiddensee in the Baltic Sea. I enjoyed the crisp and clear air, the stormy sea, the beautiful nature and the still warming sun. In the meantime autumn arrived in Berlin, the golden October is in full swing. And so is the business here in the Mariengold studio as well. I am happy to be back.

Herrlich ist es, im Herbst ans Meer zu reisen! Die Luft ist frisch und klar, die See zuweilen stürmisch und rauh, die Natur wie gemalt, die Sonne, wenn sie sich denn zeigt, noch immer schön wärmend und alles steht auf Anfang. Nichts weiter zählt als der regelmäßige Ein- und Ausatem des Meeres, der gleiche Rhymthmus auch in mir auf unzähligen langen Spaziergängen, ein gutes Buch für Regenwetter und abends etwas Warmes für Leib und Seele.

Die Tage mit meiner Familie auf Hiddensee waren wunderschön. In der Zwischenzeit ist in Berlin endgültig der Herbst eingezogen mir allem Drum und Dran. Der goldene Oktober ist in vollem Gange. Und auch bei Mariengold rattert wieder die Nähmaschine, klappert die Tastatur und sind die Hände flink und fleißig. Ich freue mich, wieder hier zu sein.


9. August 2012

Helle Tage ~ Light Days

Back from Doro, back from the summer break. Back in my balance. I happy to be here again. A few days ago I opened my studio again, but I will take things easy and take the time to find my new working and blogging rhythm. Tomorrow the first Mariengold Friday doll will be available after my summer break. Thank you for being here, my friends!

Zurück aus Doro, zurück aus der Sommerpause. Zurück in meinem Gleichgewicht. Ich freue mich, wieder hier zu sein.

Seit ein paar Tagen bin ich zurück in meiner Werkstatt, jedoch werde ich es langsam angehen lassen, auch hier auf meinem Blog, und mir Zeit nehmen, einen neuen Rhythmus für Mariengold zu finden. Morgen gibt es die erste Freitagspuppe nach meiner Sommerpause. Und alles weitere nach und nach. Der Sommer ist noch jung. Himbeereis, Sandalen und Badeseenachmittage warten.

Unseren Urlaub haben wir wieder in dem winzigen Bergdorf im Tessin verbracht. Wer zurückblättern und weitere Bilder von Doro genießen möchte, findet meinen Eintrag vom letzten Jahr hier.


20. Juni 2012

Puppennähen in der Schauspielschule ~ Doll Making at the Drama School

Last weekend I participated in my second Fröken Skicklig doll making class. My first time was in Sweden where I stayed with Juliane in her little red cottage at the strawberry field. This time the class took place in the drama school in Berlin where Juliane studied the art of puppetry some years ago. It was an insensive and busy weekend full of doll making joy, new techniques and ideas, interesting conversations, yummy food, impulses for my own doll class teaching and a not so surprising insight: On the one hand being together with Juliane was good for my soul and the class blew a fresh breeze in my own work, but on the other hand I realized my limits and especially a deep need for rest and distance from doll making. With regard to my volume of work and the resulting sanitary and mental condition, it is definitely time for a summer break. And it is coming very soon!

Gut zwei Jahre sind vergangen, seit ich im Sommer 2010 in Südschweden war, um Juliane kennenzulernen und an ihrem Puppennähkurs in Höör teilzunehmen. Juliane hatte mich in ihr kleines rotes Häuschen auf dem Erdbeerfeld eingeladen, deshalb habe ich diese kreativ-genießerische Auszeit in meinem Blogartikel damals mit Puppennähen im Erdbeerfeld überschrieben. Als Juliane im Frühjahr ihren Berliner Kurs ankündigte, zögerte ich nicht lange mich anzumelden, vor allem weil der Kurs in ihrer alten Studienstätte, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, stattfinden sollte. Neben der Wiederholung der schönen gemeinschaftlichen Erfahrungen des Puppenkurses in Schweden und meiner Neugier auf neue Impulse für meinen eigenen Unterricht hat mich vor allem das Ambiente der Schaupsielschule gereizt. Zum einen weil ich eine große Liebhaberin von Figurentheater und Puppen für die Bühne bin, wie ich hier schon oft erzählt habe. Zum anderen weil ich gerade Julianes akademischen und künstlerischen Hintergrund als Puppenspielerin schon immer spannend und anregend für meine eigene Arbeit fand. Der berufliche Austausch mit Juliane ist der intensivste und fruchtbarste, den ich mit einer Berufskollegin habe, und er hat meiner Puppenmacherei in den letzten beiden Jahren wertvolle Anregungen gegeben.

Ich hatte also große Lust auf das Puppennähen in der Schauspielschule und freute mich schon seit Wochen auf den Kurs. In der Woche davor wurde ich krank und bangte um meine Teilnahme, die ich so sehr wollte. Ich ahnte eigentlich schon im Krankenbett, dass es möglicherweise etwas zu bedeuten hat, dass ich so kurz vor dem lang ersehnten Puppenkurs krank wurde, bin aber nicht weiter auf diesen Gedanken eingegangen, weil ich ja so gern dabei sein wollte. Tatsächlich wurde ich rechtzeitig gesund, machte mich aber noch etwas geschwächt auf den Weg nach Friedrichshain in der Hoffnung, dass mir der Kurs einen Energiekick geben würde.

Das Wiedersehen mit Juliane und der Kursauftakt mit den anderen Teilnehmerinnen war sehr schön. Juliane hatte wieder alles ganz liebevoll vorbereitet und ein Umfeld geschaffen, das Lust auf kreatives Arbeiten machte. In unserem Kursraum hatte Juliane damals in ihrem Studium das Fach “Geschichte des Puppenspiels”. Es gab eine Schultafel, Lamellenvorhänge und klassische Bänke und Stühle. Ab und zu erzählte Juliane von den Erfahrungen ihres Studiums und manchmal spürte ich bei ihr ein bischen von der leisen Wehmut, die auch ich kenne, wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke. Ich habe später noch allein einen Streifzug durch das Haus gemacht und ein paar interessante Winkel entdeckt, die erahnen ließen, welche Talente und Geschichten das Studium der Puppenspielkunst hervorbringt. Und Juliane ist eine davon. In Bezug auf die Puppenmacherei hat sie zwei Leitsätze aus ihrem Studium mit uns geteilt: “Achte darauf, was das Material dir sagt” und “Arbeite niemals gegen das Material”. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich mit diesen Impulsen in der nächsten Zeit machen werde. Was ich noch an Anregungen aus dem Ambiente mitnehme, ist, dass ich in Zukunft noch häufiger ins Puppentheater gehen möchte. Hier in Berlin gibt es so viele Möglichkeiten, Figurentheater für klein und groß, jung und alt zu erleben, die möchte ich gern noch mehr nutzen. Außerdem habe ich mich an meinen Schnitzkurs auf Hof Lebherz vor drei Jahren erinnert und mir vorgenommen, bald wieder etwas in der Richtung zu machen, vielleicht ein Seminar zur Herstellung von Klappmaul- oder Latexfiguren.

Einer weiterer Grund für meine erneute Teilnahme an einem Puppennähkurs war der Wunsch, wieder einmal die Seiten zu wechseln. Ich unterrichte ja selbst seit vier Jahren Puppenmacherei und gebe jährlich sechs bis acht Gruppen- und viele Einzelkurse. Als Kursleiterin fühle ich mich wohl und sicher, jedoch habe ich ab und zu das Bedürfnis, selbst Schülerin zu sein, um die Herstellung einer Puppe, was ja ein langwieriger, komplexer und anstrengender Vorgang ist, auch mal aus dieser Perspektive wahrzunehmen. So eine Kursteilnahme ist auch anregend für meinen eigenen Unterricht. Ich bekomme neue Ideen und Impulse, nehme Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahr, werde aufmerksam auf Dinge, die ich besser machen könnte, lerne etwas über meinen persönlichen Unterrichtsstil, finde Bestätigung für mein eigenes Kurskonzept, bekomme Lust auf Veränderungen usw. Was ich von Juliane lernen kann, ist die Gestaltung des Kursraumes. Frische Blumen, farbenfrohe Tischläufer, handgemachte kleine Abfallbehälter, mit Lavendel gefüllte Erdbeerchen als Give-Away für die Kursteilnehmer, im Hintergrund ein reichhaltiges Buffet für die Pausen, all das muss nicht unbedingt sein, macht aber gute Laune und schafft einen schönen Raum für ein besonderes Nähwochenende.

Die Stimmung im Kurs war sehr gut, das Arbeiten angenehm ruhig und sehr konzentriert. Die gemeinsamen Stunden waren lern- und erfahrungsintensiv. Juliane hat uns in kurzer Zeit sehr viel Technik und Wissen vermittelt. Sie hat sehr genau und detailliert mit uns gearbeitet, jede Teilnehmerin aufmerksam und individuell begleitet und, wenn es passte, auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert und uns von ihrer Wahlheimat Schweden, ihrem Studium und ihrer Arbeit erzählt. Es gab Gespräche zum Beispiel zu den Themen Urheberrecht, Hypes und Moden in der Puppenmacherei, Kursgebührenerstattung im Krankheitsfall, Preisgestaltung und Erfahrungen mit internationaler Kundschaft. Vor allem aber gab es viel zu tun und zum Ende des Kurses hin wurde es noch einmal sehr intensiv, um die Arbeiten an den Puppen soweit zum Abschluss zu bringen, dass Juliane sie vor einem hübschen rosa Hintergrund mit einer süßen kleinen Wimpelkette und Accessoires zum Thema Erdbeeren fotografieren konnte, was ein schöner Abschluss war.

Leider habe ich schon in den ersten Stunden des Kurses gespürt, dass ich doch nicht so gesund bin, wie ich dachte. Im Laufe der Zeit wuchs sich meine körperliche Schwäche zu einer Erkältung aus, die ich eigentlich schon in der Woche vor dem Kurs habe kommen sehen, aber nicht wahrhaben wollte. Und so habe ich erfahren, wie es ist, in einem relativ angeschlagenen Zustand so ein großes Vorhaben zu meistern. Ich habe mich dabei erstaunlicherweise wirklich wohl und vor allem sehr bei mir selbst wahrgenommen. Ich war weniger im Außen, habe konzentriert gearbeitet und mich bei weitem nicht so zerstreut und aufgeregt gefühlt, wie ich mich sonst in größeren Runden oft erlebe. Dennoch denke ich jetzt mit ein paar Tagen Abstand, dass es unter den gegebenen Umständen mit meiner Krankheit und Erschöpfung besser gewesen wäre, nicht teilzunehmen. Ein Kurs in etwas, das ich beruflich fünf Tage die Woche je acht Stunden lang mache und dem ich einen Großteil meiner Energie widme, besonders jetzt im Wandlungsprozess für Mariengold, ist keine Erholung, sondern eher eine Weiterbildung und die fällt, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, mehr in den Bereich Arbeitszeit als Freizeit. Und so hatte das Wochenende, wie so vieles im Leben, zwei Seiten: Einerseits hat das Zusammensein mit Juliane meiner Seele gut getan und der Kurs hat frischen Wind in meine eigenen Arbeit geweht. Andererseits habe ich meine Grenzen und vor allem ein tiefes Bedürfnis nach Ruhe und Abstand von der Puppenmacherei erkannt.

Noch ein paar Worte zu meiner Kurspuppe, die ich spontan Tinka genannt habe. Interessanterweise habe ich in den letzten Tagen ein paar E-Mails mit der Frage bekommen, was ich mit der Puppe mache. Ehrlich gesagt habe ich mir darüber weder vor, noch im Kurs Gedanken gemacht. Im Gegensatz zu meinem ersten Fröken Skicklig Puppennähkurs war ich dieses Mal viel mehr prozess- als ergebnisorientiert, was auch eine gute Erfahrung war. Während die noch immer namenlose Puppe aus meinem ersten Kurs bei Juliane mir schon bei ihrer Erschaffung sehr ans Herz wuchs und sie mir in den letzten beiden Jahren eine liebe Wegbegleiterin war, habe ich zu der Puppe aus diesem Kurs keine so spezielle Beziehung. Was wohl auch gut so ist, denn sie soll die Puppe eines anderen Mädchens werden. Ich werde sie meiner kleinen Nichte Lexi in Australien schenken, die im Juli mit ihrer Mami, meiner Schwester, zu Besuch nach Berlin kommen wird.

 


4. April 2012

Freitagspuppe Shanti und Auszeit ~ Friday Doll Shanti

Due to the Easter holidays, my Friday doll of this week is exceptionally a Wednesday doll. Shanti is a ginger beauty with a sunny nature who sings sweet songs to your heart. She will be available today sometime between 6 and 7 pm central european time / 11 and 12 am central standard time in my Etsy shop. More pictures and information can be found in my Flickr. Let me say goodbye until mid April with sunny regards and wish you a wonderful Easter celebration.

Die Feiertage nahen und ich möchte mich mit meiner Freitagspuppe, die genau genommen eine Mittwochspuppe ist, in die Osterferien verabschieden. In der Nacht meiner Rückkehr vom Auszeit-Wochenende im Fläming erhielt ich Shanti als Antwort auf die Frage, wie meine Freitagspuppe dieser Woche heißen möchte. Obwohl ich mich schon fast im Land der Träume befand, konnte ich mir ein heiteres Kichern nicht verkneifen. Ist nicht dein Ernst, oder?! Na gut, dann Shanti. Hier ist sie für euch.

Shanti ist heute gegen 18 Uhr in meinem Mariengold Laden bei Etsy erhätlich. Weitere Informationen und Bilder findet ihr in meinem Flickr.

Ich möchte mich noch bei euch für die gute Wünsche für meine Auszeit bedanken! Es berührt mich immer sehr, wenn ich spüre, wie nah ihr mir doch seid. Ein Wochenende Auszeit vom Alltag mit Yoga und Meditation, Singen und Tanzen, Schweigen und Alleinsein in der Natur, Gemeinschaft, Lachen und Weinen mit anderen Frauen – das hat es in sich. Ich bin mit mehr Fragen als Antworten zurückgekehrt, mit vielen Gedanken und Stimmen wie Spaghetti in meinem Kopf. Und mit einem wahnsinnigen Muskelkater.

Eine wichtige Erkenntnis habe ich mit nach Hause genommen: Bewegung tut meinem Rücken gut. Ich habe mich in den letzten 15 Monaten selten so leicht und schmerzfrei und auch weiblich und sinnlich gefühlt wie bei den Yoga- und Tanz-Sessions. Um auf meine Frage vom letzten Freitag zurückzukommen, meine Gesundheit ist mir jetzt wirklich wichtig, das habe ich ganz deutlich wahrgenommen, als ich mich in einer Meditation ganz innig mit meinem Herzen verbunden habe. Ich werde mich also in den nächsten Wochen auf die Stärkung und Heilung meines Rückens ausrichten. Und tanzen möchte ich, Samstagnacht mit meinem Mann, mit Freunden, in der Küche, vielleicht bald im Swing-Tanzkurs, auf leichten Füßen durch das Leben und durch diese traumhaft schöne Welt!

Mit sonnigen Grüßen verabschiede ich mich bis Mitte April und wünsche euch fröhliche Ostertage.