4. Oktober 2018

Samtweiche Kartoffelpfötchen

Jetzt im Herbst, wenn das Leben sich wieder nach innen zurückzieht und man sich selbst etwas Gutes tun möchte, ist die perfekte Zeit für eine intensive Handpflege. Am besten mit einer Zutaten aus der Küche, die fast immer vorrätig sind und ganz fix für einen wohligen Verwöhnmoment zusammengerührt werden können.

Die Kartoffel, Hauptbestandteil des heutigen Rezeptes, steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die sie zu einer vielseitigen und nützlichen Zutat für selbstgemachte, natürliche Kosmetik macht. Sie besteht fast zu 80 Prozent aus Wasser und beinhaltet Stärke, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb eignet sie sich ideal, um trockene und spröde Hände zu beruhigen, mit Feuchtigkeit zu versorgen und wieder in weiche und geschmeidige Samtpfötchen zu verwandeln.

Handpackung mit Kartoffeln und Ahornsirup

(Originalrezept von hier)

1 mittelgroße Kartoffel
10 g Sojamehl (jedes andere Mehl geht aber auch)
1,5 EL Ahornsirup

Die Kartoffel schälen, fein reiben und die Feuchtigkeit gut ausdrücken. Mit Mehl und Ahornsirup zu einer breiigen Masse verrühren. Je nach Bedarf mit Ahornsirup verdünnen oder mit Mehl verdicken.

Für die Anwendung die Maske direkt nach der Herstellung auf die gereinigten Hände auftragen (lassen). Mit Frischhaltefolie umwickeln und 10 Minuten einwirken lassen. Die Reste mit Küchenpapier abnehmen und die Haut mit warmem Wasser abspülen und abtrocknen.

Genießt es!

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.


4. September 2017

Balsam für Hände und Seele

Vorfreude ist die schönste Freude. So ging es auch Laura und mir, als wir im Frühling unsere Landpartie für Puppennähverliebte vorbereiteten. Und weil wir nicht nur ins Puppennähen, sondern auch in Naturkosmetik verliebt sind, war klar, dass wir etwas ganz Feines für unsere Teilnehmerinnen anrühren würden. Zehn kleine Dosen waren zu füllen plus fünf zum Verschenken an liebe Menschen, die ihre Wunderwerkzeuge auch gern schön haben.

Vier Tage (und Nächte) Puppennähen auf dem Land, das rief nach einer reichhaltigen Pflege aus Ölen und Butter. Avocadoöl bewahrt die Feuchtigkeit und unterstützt den Zellaufbau und die Regeneration. Kakaobutter und Mangobutter pflegen und machen die Haut zart und geschmeidig. Kokosöl wirkt feuchtigkeitsspendend und fettet gut nach. Sheabutter schützt und versorgt vor allem trockene Haut. Dazu die erhebende Wirkung von ätherischen Ölen und die Hände sind im Himmel.

Hand & Nail Balm

(Originalrezept von hier)

Zutaten für ca. 80 ml

2 EL Avocadoöl (ersatzweise auch Olivenöl oder jedes andere reichhaltige Basisöl)
15 g Kakaobutter
15 g Mangobutter
10 g Kokosöl
10 g Sheabutter
Ätherische Öle (7 Tropfen Mandarine, 3 Tropfen Rosmarin, 2 Tropfen Pfefferminze)

Kakaobutter und Mangobutter bei niedriger Hitze im Wasserbad erwärmen, bis sie flüssig sind. Vom Herd nehmen, gleich Sheabutter, Kokos- und Avocadoöl hinzufügen und unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Abkühlen lassen, erst dann die ätherischen Öle zugeben. Die noch flüssige Masse in einen Tiegel abfüllen und bei offenem Deckel aushärten lassen.

Enjoy!

Hochwertige Rohstoffe und Zutaten für Naturkosmetik sind hier erhältlich. Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


15. März 2017

Ein Bad für die Hände

Über 10 Jahre intensive Puppenmacherei sind eine ganz schöne Herausforderung für die Hände. Besonders meine Fingerspitzen haben sich mit der Zeit angepasst und ordentlich Hornhaut gebildet, wahrlich ein kleines Wunderwerk der Natur, um die stark beanspruchten Hautpartien zu schützen, und dafür liebe ich sie sehr. Umso mehr haben sie sich jetzt eine verwöhnende Frühjahrskur verdient.

Michaela vom Naturkosmetik-Blog tannenblau hat mir dafür ihr Rezept für eine pflegende und heilende Flüssigseife verraten, die sich auch wunderbar für Handbäder eignet. Warmes Wasser regt die Durchblutung an und weicht harte Stellen auf. Das Glycerin spendet Feuchtigkeit, das Öl pflegt, die Seife schmeichelt und duftet. (Und der Alkohol macht die Mischung ein paar Wochen haltbar.)

Kombiniert mit liebevollen Massagen, natürlichen Peelings und nährenden Cremes (z. B. hier und hier), auch als Packung über Nacht, werden die Fingerspitzen nach einigen Anwendungen wieder schön weich. Sich Zeit zu nehmen, ist der erste Schritt.

Streichelzart-Handbad

(Originalrezept von hier)

500 g Wasser
15 g Naturseife (ich mag die Rose Duce von Savon du Midi sehr gern)
15 g Glycerin (erhältlich in der Apotheke oder online hier)
25 g Öl (z. B. Oliven- oder Mandelöl)
10 g Wodka (oder eine andere hochprozentige Spiritouse)

Das Wasser zum Kochen bringen und vom Herd nehmen. Die Seife klein raspeln und vollständig im heißen Wasser schmelzen lassen. Je nach Größe dauert das ein bisschen. Glycerin und Öl hinzufügen und gut verrühren. Zuletzt den Wodka dazugeben. In einen Seifenspender oder einen anderen Behälter füllen und abkühlen lassen. Falls die Masse zu fest wird, etwas heißes Wasser hinzufügen.

Für die eigentliche Anwendung warmes Wasser und etwas Flüssigseife im Waschbecken oder in einer Schüssel vermischen. Die Hände darin baden, solange es angenehm ist. Anschließend sanft abtrocknen und jedem Finger einen Kuss auf die Spitze geben. Herrlich entspannend und energetisierend.

Viel Freude dabei!

Wie sich die Badezeit genießen lässt

Atmen. Tief atmen.

Ein Gedicht lernen.

Wolken zählen.

Eine Melodie summen.

Grimassen schneiden.

Schaumbläschen auf die Reise schicken.

Eimal in Ruhe über alles nachdenken.

Die Augen schließen und träumen.

Atmen.

Lächeln.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.

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21. September 2016

Grün und gut für die Hände

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Kosmektik aus der Küche ist mir die liebste. Sie ist ganz frisch, natürlich und lebendig und ich weiß genau, was drin ist. Etwas, das in meinem Kühlschrank immer vorrätig ist, sind Avocados. Die schmecken nicht nur hervorragend, sondern sie sind auch sehr gesund. Mit ihrem hohen Fettgehalt und lebenswichtigen Vitaminen sind sie ideal für die Naturkosmetik und lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten zu einer reichhaltigen Maske anrühren, die trockene und rauhe Hände mit Feuchtigkeit versorgt und sie herrlich weich macht.

Avocado-Handmaske

(auch für das Gesicht geeignet)

1 reife Avocado
1 Eigelb
1 TL frisch gepressten Zitronensaft
2 TL Olivenöl

Das Fruchtfleisch aus der Avocado lösen und mit einer Gabel zerdrücken oder mit dem Mixer pürieren. Das Eigelb, den Zitronensaft und das Olivenöl hinzufügen und zu einem glatten Brei vermischen. Auf die Hände auftragen, bei Bedarf mit Klarsichtfolie verpacken und 15 Minuten einwirken lassen. Mit lauwarmem Wasser abspülen, trocken tupfen und das gute Gefühl genießen.

Was meine Hände gerade sonst noch gern haben

Kastanien streicheln.

Der Olivenbalsam mit Lavendel, den meine Freundin Kristina mir von ihrem Yoga-Sommer mitgebracht hat.

Mir ins frisch geschnittene Haar fassen.

Origami. Je komplizierter, desto besser.

Kleine Auszeiten mit Salz und Zitrone.

Mit Wrist Worms aufs Fahrrad.

Äpfel schneiden.

Geschenke verpacken (viel lieber als auspacken).

Die Seiten meiner Herbstbücher umblättern.

Ihre kleinen Hände warm massieren.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.

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10. Februar 2016

Ein Fest für die Hände im Winter

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Hände sind wahre Wunder. Man kann mit ihnen alle möglichen Dinge tun und erschaffen, das Leben begreifen und erkunden, Wärme und Liebe schenken. Unsere Hände sind eng mit unserem Herzen verbunden. Mit ihnen bringen wir unser Werk in die Welt, das Werk unseres einzigartigen, kostbaren, wilden Lebens.

Deshalb verdienen sie nur das Allerbeste. In Sachen Pflege freuen sie sich über Naturkosmetik mit wertvollen und reinen Inhaltsstoffen wie dieses Zitrone-Sesam-Peeling.

Jetzt in der kalten Jahreszeit brauchen sie viel Fett, um geschmeidig und streichelzart zu bleiben. Das steckt in fast allen Zutaten, die diese selbstgemachte Handcreme kommen. Dazu noch ein paar Tropfen feinen ätherischen Öls. Die tun der Seele gut. Gerade mag ich Rosmarin sehr, weil es stärkt und belebt und vom Hochsommer auf der gegenüberliegenden Seite des Jahreskreises erzählt.

Creme für winterweiche Hände

(Originalrezept von hier)

150 g Kokosöl
100 g Bio-Vaseline (im Gegensatz zu herkömmlicher Vaseline enthält diese kein Erdöl, erhältlich z. B. hier)
20 g Sheabutter
50 ml Mandelöl
2 EL Speisestärke
Ätherisches Öl für den Duft (z. B. Rose, Ylang Ylang, Rosmarin, Lavendel)

Am besten nur Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden. Eine große Auswahl an Naturprodukten zum Selbermachen von Kosmetik findet ihr hier.

Das Kokosöl, die Bio-Vaseline, die Sheabutter und das Mandelöl bei geringer Hitze in einem kleinen Topf sanft schmelzen lassen. Wenn alles flüssig ist, den Topf vom Herd nehmen.

Die Speisestärke und auf Wunsch einige Tropfen ätherisches Öl hinzugeben und mit dem Mixer auf langsamer Stufe verrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Abkühlen lassen und dabei immer wieder kurz mit dem Mixer aufschlagen. Es dauert ungefähr ein bis zwei Stunden, bis die Creme eine schöne, feste Konsistenz hat. Schneller geht es, wenn ihr den Topf in ein kaltes Wasserbad und später in den Kühlschrank stellt.

Wenn es soweit ist, die Creme in ein heiß ausgespültes Gefäß geben und gut verschließen. Sie ist ungefähr drei Monate haltbar, sollte jedoch nicht zu warm gelagert werden.

Gutes Verwöhnen für eure Hände voller Wunder!

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.