27. Juli 2015

Bücher: „Lulu & Pip“ von Nina Gruener

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Eigentlich hatte ich für die letzten beiden Juliwochen hier auf meinem Blog ganz andere Pläne. Es sollte noch ein DIY für eure Puppen geben, einen Artikel über die inspirierende Kraft meiner Heimatstadt Berlin und endlich, endlich den seit Jahren geplanten Beitrag über Corporate Design.

Aber die Luft ist raus. Ich mag gerade keine Puppen mehr nähen und auch keine Blogartikel schreiben zu Themen, die ich mir schon vor Wochen überlegt habe. Ich brauche eine Pause. Das Schöne an dieser Jahreszeit ist ja, dass wir irgendwann alle in das Sommerloch fallen. Für mich ist es jetzt soweit. Ich möchte nur noch tun und lassen, worauf ich Lust habe, und immer tiefer hineinsinken in meine Auszeit, die kommendes Wochenende beginnt (zumindest offiziell, denn eigentlich bin ich schon seit Tagen im Urlaubsgroove).

Also habe ich alle Pläne für diese letzte Arbeitswoche über Bord geworfen und widme mich stattdessen nur noch Dingen, die mein Herz wirklich zum Hüpfen bringen.

Bei der Frage, worüber ich gern noch bloggen würde, fiel mein Blick sofort auf dieses wunderbare Buch, das ich schon vor längerer Zeit als Rezensionsexemplar aus dem Briefkasten gefischt habe und das ich – gerade weil es so wunderbar ist – stets für später aufheben wollte, wann immer das sein sollte.

Die Zeit ist jetzt, genau jetzt. Denn „Lulu & Pip“, so der Titel, macht nicht nur wahnsinnige Lust auf Sommerurlaub, sondern erinnert mich auf eine ganz liebevolle und berührende Art und Weise an die Essenz meiner Arbeit als Puppengestalterin und das kann ich gerade gut gebrauchen.

In dem Buch geht es um Freundschaft, Freiheit und das gute, einfache Leben. Mittendrin eine Puppe, eine ganz simple Stoffpuppe. Nicht besonders schön, aber geliebt. Das sieht man, das spürt man.

Und da ist er, der Herzhüpfer in meiner Brust. Auf einmal weiß ich wieder ganz genau, warum ich Puppen nähe (zugegebenermaßen war ich diesbezüglich in letzter Zeit etwas verunsichert).

Meine Puppen sollen Lebensbegleiter/innen für Kinder sein. Je schlichter und einfacher, desto besser. Ja, so sehe ich das, auch wenn die Entwicklungen und Trends in der Puppenmacherei gerade in eine ganz andere Richtung zu gehen scheinen. Das kann manchmal ganz schön verwirrend sein. Lulu und Pip haben mir noch einmal gezeigt, was mir wirklich wichtig ist und dass der Weg, den ich mir in nächster Zeit für Mariengold vorstelle, genau richtig ist. Und dafür bin ich von Herzen dankbar.

Jetzt seid ihr bestimmt ganz neugierig auf das Buch.

Die Geschichte von Stadtkind Louisa, genannt Lulu, ist eigentlich schnell erzählt und berührt doch in der Tiefe. Mit ihrer besten Freundin, der Puppe Pip, geht es im Sommer raus aufs Land: Fische fangen, am Lagerfeuer sitzen, Sterne zählen, im Zelt in der Wildnis übernachten, in der Morgensonne Kakao schlürfen, Tiere entdecken, im Fluss baden, auf Bäume klettern, Langohr-Freund Pedro hinter den Ohren kraulen, auf den nächsten Tag freuen. Eine Geschichte, die das ganze Glück des Sommers erzählt, vor allem wenn man es mit der Herzensfreundin oder dem Herzensfreund erlebt!

Das Buch ist eine hinreißende Fotogeschichte mit grandiosen Bildern von Stephanie Rausser, liebevoll erzählt von Nina Gruener und mit einer herzergreifenden Puppe von Jess Brown.

Von dem gleichen Team gibt es auch noch „Kiki und Coco in Paris“ (ganz oben auf meiner Wunschliste). Und wie ihre Puppen hergestellt werden, zeigt Jess Brown in dem Buch „The Making of a Rag Doll“ (das ich ebenfalls bald hier vorstellen werde). Beide Bücher sind bisher nur auf English erschienen.

Wie immer verlose ich mein Rezensionsexemplar, das der Bohem Verlag mir freundlicherweise zugeschickt hat. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Dienstag Nacht ein E-Mail an hello@mariengold.net. Ich wünsche euch ganz viel Glück!

Nina Gruener: Lulu & Pip, Bohem, ISBN: 9783855815593, 14,95 Euro.

(Das Buch gewonnen hat Larissa.)

in: Bücher