25. Januar 2016

Kids Kurs #1: Puppen nähen und Flöhe hüten

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Tafel

Was ist noch schöner, als Puppen für Kinder zu nähen?
Gemeinsam mit Kindern Puppen zu nähen!

Gleich zu Beginn des neuen Jahres ging es für mich mitten hinein ins fette, pralle Leben und ich startete eine Puppennäh-AG für furchtlose Sechstklässler an der Schule meiner Tochter. Acht Kinder, sechs Mädchen und zwei Jungs zwischen 11 und 12 Jahren, hatten sich angemeldet, um mit mir an zehn Freitagnachmittagen Puppen herzustellen.

Zugegeben, vor keinem Puppenähkurs mit Erwachsenen in der Vergangenheit hatte ich je so großes Herzklopfen. (Ganz zu schweigen von den schlaflosen Nächten vorher.) Zwar war ich gut vorbereitet, hatte ausführliche Gespräche mit der Klassenlehrerin, der Handarbeitslehrerin und meiner Tochter geführt, aber im Grunde hatte ich überhaupt keine Ahnung, was auf mich zukommen würde. Also hinein ins kalte Wasser!

Nach dem ersten Termin wusste ich: Puppen mit Kindern zu nähen, ist, wie einen Sack Flöhe zu hüten und dabei Puppen zu nähen. Aber es ist auch ganz, ganz wunderbar und berührend, lustig und erstaunlich, beglückend und erquicklich.

In den nächsten Wochen werde ich euch ein bisschen von meinen Erfahrungen erzählen, Tipps und Tricks teilen und zwei, drei Profis in Sachen Handarbeit und Kreativ-Sein mit Kindern zu Wort kommen lassen. Beginnen möchte ich heute mit einigen Erkenntnissen, Beobachtungen und Lektionen der letzten drei Wochen.

Keep it simple. Von Beginn des Projektes an sagte mir mein Gefühl, ich solle es den Kindern und mir so leicht wie möglich machen. Also entwarf ich eine besonders schlichte und einfache Puppe, die sich mit einer überschaubaren Anzahl von Arbeitsschritten herstellen lässt und einen Workflow ermöglicht, der sich gut auf zehn anderthalbstündige Termine verteilen lässt. Mehr dazu beim nächsten Mal.

Es ist bemerkenswert, welche Fähigkeiten die Kinder aus fünfeinhalb Jahren Handarbeitsunterricht mitbringen. Sie können stricken, häkeln, nähen und sticken. Sie wissen, woher die Stopfwolle kommt, haben keine Angst vor Nadel und Schere und sprudeln über vor kreativen Ideen für ihre Puppen.

Mein neues Mantra. Mit Kindern Puppen zu nähen, lässt sich zwar gut auf dem Reißbrett planen, in der Praxis aber kommt es oft ganz anders. Darauf hatte ich mich schon lange vorher eingeschwungen und mir immer wieder gesagt: Sei offen – so wie es kommt, ist es genau richtig. Tatsächlich ist dieser Aspekt für mich die größte Herausforderung. Routine gibt mir schon immer ganz viel Sicherheit. Jetzt mit den Kindern lerne ich, Halt in der Flexibilität zu finden. Und das gelingt mir sogar ziemlich gut.

Eine neue Zeitrechnung beginnt. Kinder arbeiten in einem anderen Tempo. Sie sind furchtlos und flink, aber nicht besonders ausdauernd. Die Zeiteinteilung, wie sie sich in meinen Puppennähkursen für Erwachsene bewährt hat, funktioniert hier nicht. Stattdessen plane ich stets großzügig, immer nur von Termin zu Termin und stelle mich jedes Mal darauf ein, dass es ganz auch ganz anders kommen kann.

Es sind die kleinen Dinge. Ich bin immer ganz gerührt, wenn ich sehe, wie die Kinder meine Visitenkarte mit der handgeschriebenen Telefonnummer wie einen Schatz hüten, mit welcher Freude sie sich auf einen Stapel Mariengold-Herzchen-Aufkleber stürzen oder wie ihre Augen leuchten, wenn ich meine Kamera auf das Werk ihrer Hände richte.

Studentenfutter geht immer. Essen beruhigt die Nerven. Das ist bei Erwachsenen so. Und bei Kindern auch. Schokolade dagegen macht zwar glücklich, hinterlässt aber Spuren auf dem Puppentrikot.

Die Kinder sind sich einig, dass ich anders bin als ihre Lehrerinnen und Lehrer. Was auch immer das heißen mag, ich fühle mich wohl und habe das Gefühl, die Kinder tun es auch und sind glücklich mit den Puppen.

Ganz große Liebe. Von Anfang an hatten die Puppen, die zur Zeit nicht mehr sind als ein Kopf und zwei gestopfte Beine, einen festen Platz im Herzen ihrer Kinder. Sie überhäufen sie mit Küssen, schauen sie verliebt an und schwören, sie niemals wegzugeben. Ich habe schon mehrmals gehört, wie T. zu seinem Werk sagte: „Meine Puppe ist schön.“

Die Freude der Kinder ist ansteckend. Nach jedem Puppennähnachmittag bin ich rundum glücklich und zufrieden und gehe ein bisschen erschöpft zwar, aber vor allem erfüllt ins Wochenende.

Mehr über das Puppennähen mit Kindern sammle ich ab jetzt hier. Schreibt mir gern an hello@mariengold.net, wenn ihr Wünsche und Ideen für diese Reihe habt.


19. Januar 2016

Fundstücke #8

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1 Ob für kultisch-religiöse oder dekorative Zwecke, für die Bühne oder als Spielzeug für Kinder, schon immer haben Menschen Puppen hergestellt. Bei Kukalka gibt es einen ausführlichen Artikel über die historische Entwicklung der Puppenmacherei.

2 Was für eine schöne Idee! Bei Mer Mag findet ihr ein DIY für Papierpuppen zum Einkleiden mit Materialien aus der Natur inklusive Druckvorlagen zum gleich Loslegen.

3 Yfat Forsher, eine befreundete Puppenmacherin aus Israel, hat mit ihrer Puppe oLie einen einzigartigen Charakter geschaffen und erzählt mit bezaubernden Puppenkleidern und stimmungsvollen Bildern Geschichten für eine Kindheit voller Phantasie und Träume. Ich folge ihr auf Instagram.

4 Eine Krone für die Puppen. Couricoura zeigt, wie es geht.

5 Anders als das blühende Geschäft mit handgemachten Puppen, befindet sich die industrielle Puppenmacherei seit Jahren in der Krise. In vielen Kinderzimmern fehlt dieses wertvolle Spielzeug heute. Wie es dazu kam und was das für die Entwicklung der Kinder bedeutet, erzählt dieser Artikel der Zeitung DIE WELT.

6 Wenn ihr Lust auf ein kreatives Werkelwochenende habt, findet ihr hier das Kursprogramm von Hof Lebherz, einer freien Bildungsstätte für Figurentheater in Warmsen. Ich habe dort schon einmal einen Holzkopf geschnitzt, was zu meinen besten Kurserlebnissen gehört.

7 Immer wieder entdecke ich neue Spielarten der Puppenmacherei. Wie dieses Video-Tutorial aus Japan, das zeigt, wie kleine Püppchen aus Nylonstrümpfen hergestellt werden.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für diese Reihe habt, schickt sie gern an hello@mariengold.net. Weitere Fundstücke findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


11. Januar 2016

Willkommen im neuen Jahr (und ein Rezept für Neujahrsschokolade)

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Weihnachten, die Zeit zwischen den Jahren, Silvester, Neujahr, – leise, viel leiser als sonst vollzogen sich diese großen Anlässe in meiner Welt. Zum ersten Mal seit Jahren ohne ausgiebigen Rückblick, ohne große Pläne für die Sechzehn. Für mich ist es dieses Mal weniger ein Neubeginn, eher ein Weitergehen. Auch gut. Fühlt sich sogar sehr gut an.

Am Dreikönigstag Wintereinbruch in Berlin. Wie hatte ich es vermisst: das Knirschen erster Schritte durch den Schnee, die klare Luft und der frische Duft, die friedliche Stille, die angehaltene Zeit. Wie eine sanfte Landung im neuen Jahr, wenn auch mit Verspätung.

Klein anfangen.

In diesem Jahr möchte ich weiterhin meine Arbeit gut machen und meine Fähigkeiten und Talente, meine Leidenschaft und Liebe in die Dinge stecken, die mir Freude bereiten. Auf dass Mariengold auch zur Freude für andere wird.

Was tut mir gut?
Was ist gut für das Gemeinwohl?

Zwei einfache Fragen, in der einen oder anderen Reihenfolge. Dieses Jahr will ich ihnen wach, furchtlos und von ganzem Herzen folgen.

Mit meiner Puppenmacherei möchte ich noch mehr ins Leben gehen, dorthin, wo der Puls schneller geht und das Herz wilder schlägt, meine Komfortzone verlassen. Ich möchte mein Netz weiter knüpfen, in Gemeinschaft arbeiten, mit anderen kreativ sein. Das Ich im Wir spüren. Das scheint mir auch vor dem Hintergrund der globalen Geschehnisse ein guter Weg zu mehr Mitgefühl und Frieden zu sein.

Es ruhig angehen lassen, langsam beginnen, die nächsten Schritte sanft herbeispüren – das ist das Beste im Januar. Heiße Schokolade ist jetzt immer eine gute Idee. Sie stärkt, tröstet und macht glücklich. Diese hier hat es ganz schön in sich. Aber zur Feier des Jahres kann man schon mal in die Vollen gehen.

Neujahrsschokolade

(Original-Rezept von hier)

250 ml Milch (ich nehme Mandelmilch oder die leichtere Reismilch, andere Milch geht natürlich auch)
1 Beutel Kamillentee
1 gehäufter EL reiner Kakao (am besten in Bio-Qualität, z. B. von Naturata)
1/2 TL Maca-Pulver (z. B. von Veganz, auch in ausgewählten dm Filialen erhältlich)
Eine kräftige Prise Zimt
Etwas Meersalz
Honig zum Süßen

Die Milch mit dem Kamillenteebeutel in einen kleinen Topf geben und langsam erwärmen. Vom Herd nehmen und ein paar Minuten ziehen lassen. Den Teebeutel entfernen. Kakao, Maca, Zimt und Salz hinzugeben und gut verrühren. Etwas abkühlen lassen. Nach Belieben mit Honig süßen. In die Lieblingstasse füllen und genießen.

Habt einen besten Anfang – jeden Tag!
Ich wünsche euch alles Liebe und Gute für 2016.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


18. Dezember 2015

Lika

Lika ist ein 40 cm großes Puppenmädchen mit marzipanfarbener Haut, leuchtend blauen Augen und strohblondem Haar. Sie ist teilweise mit Granulat gefüllt und hat ein Gesamtgewicht von ca. 640 Gramm ohne Kleidung.

Die Puppe trägt dunkelblaue Hosen mit weißen Libellen, ein rosa Langarmshirt, einen hellblauen Rock mit weißen Streifen und ein passendes Haarband, pinke Schuhe, eine Jerseymütze mit Streifen in Pink und Grau, ein pinkes Mohairtuch und ein hellblaues Blütenhaarband.

Lika ist für 190 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


17. Dezember 2015

Herzmomente und Freudebegegnungen in diesem Jahr

Das original Baby Twink in einer kleinen Nebenrolle in Brechts Kaukasischem Kreidekreis zu sehen, aufgeführt von der 8. Klasse unserer Waldorfschule.

Die Zusammenarbeit mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe.

Dass unsere beiden Filzkopfkurse in diesem Jahr in Windeseile ausgebucht waren.

Und dass sich auch für 2016 schon so viele Frauen angemeldet haben.

Ineke Gray in meinem Puppennähkurs im März zu haben und wie sie am Sonntag Morgen ein ganz zauberhaftes, kleines Stück mit ihren Puppen und Requisiten für uns gespielt hat.

Der blühende Kirschbaum im Garten des Waldorfkindergartens Prenzlauer Berg, der mich jedes Jahr aufs Neue im Frühling ergreift.

Der Kurstag im April, der mit dem Haus- und Gartentag des Kindergartens zusammenfiel und an dem ich so viele bekannte Gesichter und ehemalige Teilnehmerinnen traf, sogar eine Frau, die bei meinem allerersten Kurs vor 7 Jahren dabei war!

Als am Ende meines Kurses im Mai die Tochter einer Teilnehmerin die soeben vollendete Puppe überglücklich in die Arme schloss und in breitem Wienerischen Dialekt schwärmte: „Mama, die Puppe ist einfach ganz wunderbar!“

Überhaupt, dass Frauen aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Frankreich kommen, um mit mir eine Puppe zu nähen. Unglaublich, immer noch und immer wieder.

Oder dass die Frauen in meinen Kursen oft ihre allerersten freien Tage seit der Geburt ihrer Kinder mit mir und den Puppen verbringen. Was für eine Ehre und welch ein Glück!

Langjährige DIY-Stammkundinnen in meinen Kursen zu begrüßen.

Oder wenn Puppenkäuferinnen zu Kursteilnehmerinnnen werden.

Eine Frau, die nach dem Kurs noch ein paar Tage in Berlin verbrachte und währenddessen im Alleingang eine weitere Puppe nähte und mir dazu schrieb: „Es tut gut zu wissen, dass du ganz in der Nähe bist.“

Eine Kursteilnehmerin, die bereits zum vierten Mal dabei war und in diesem Jahr einen Charakter aus einem alten brasilianischen Kinderbuch nähte.

Und ihre Tochter, die ich von klein auf kenne, weil sie nach jedem Kurs mit ihrem Papa die Mama abholt, immer mit großer Freude und herzigen Liebesbekundungen für die neue Puppe.

Wenn ich von Kursteilnehmerinnen lernen kann, z. B. wie man anständige Pobacken macht oder einen nach innen gestülpten Bauchnabel oder wie man Perückenkäppchen ordentlich annäht.

Mein Morgenkaffee bei Impala Coffee, bevor der Kurs beginnt.

Und manchmal auch danach.

Wenn Frauen spüren, wie erschöpft ich am Ende eines Kurswochenendes bin und beherzt beim Aufräumen mit anpacken. Dann geht es doppelt so schnell.

Mehrmalige Kursteilnehmerinnen, die sagen, mit jeder neuen Puppe werden sie besser.

Und doch am innigsten ihre allererste lieben (genau wie ich).

Wenn ich beobachte, wie Kursteilnehmerinnen sich anfreunden, z. B. durch eine zärtliche Berührung auf dem Weg zum Lunch oder wenn sie Telefonnummern tauschen.

Wie eine junge Erzieherin aus Brasilien im Kindergarten einer anderen Kursteilnehmerin Arbeit fand, nachdem die beiden sich bei mir kennengelernt hatten.

Die Rückansicht einer Teilnehmerin aus meinem November-Kurs auf dem Weg nach Hause und wie die gerade genähte Puppe fröhlich aus dem Rucksack schaute.

„Alles von Zackarina und dem Sandwolf“ von Asa Lind: Einmal auf dem Weg zum Kurs hörte ich morgens in der U-Bahn einer Spanierin und einem Spanier zu, wie sie sich gegenseitig aus diesem Buch vorlasen. Trotz dass ich nichts verstand, war ich ganz verzaubert.

So viel Weihnachtspost von befreundeten Bloggerinnnen und Freundinnen und Freunden von Mariengold!

Eine Blogleserin, die mich per Anruf auf den Käthe Kruse Film im Ersten im April aufmerksam machte (verpasst habe ich ihn leider trotzdem).

Und dass meine Freundin Julia von VonKowalke mir den Film später schenkte.

Wie wir von 8Hände zusammenhalten und uns gegenseitig aushelfen, wenn z. B. das Material knapp wird, auch 16 Stunden vor dem nächsten Puppennähkurs.

Wie die anderen drei Puppenmacherinnen unseres Kollektivs ihre Puppen immer so schön in Tücher hüllen, wenn sie sie zu unseren Treffen mitbringen.

Anitas Abschied von Berlin. Traurig und schön zugleich und eines der besten Frühstücke in diesem Jahr.

Große Vorfreude und Pläneschmiederei für unser 8Hände-Wochenende auf dem Land nächsten Sommer.

Die Coffee-Dates mit meiner Freundin und Grafik-Designerin Clara und dass sie Mariengold seit fünf, sechs Jahren so schön macht.

Die Nachricht von einer lieben Kundin und Kursteilnehmerin, dass sie sich nach einer langen Erschöpfungsphase in einer Klinik erholt und dabei selig Puppen näht.

Eine Kundin aus Österreich, die mir schrieb, dass sie für ihre schwerkranke Mutter eine Puppe nach meiner Anleitung genäht hatte, die Mutter später in ihren Armen starb, mit der Puppe in den Händen.

Ein Foto, das meine Glücksliste vom Herbst, sorgfältig ausgedruckt, im Haus einer langjährigen Blogleserin aus der Schweiz zeigt.

Mein Mann, wie er ab und zu eine meiner Puppen in die Hände nimmt, und ich weiß, dass er diese eine ganz besonders schön findet.

Frische Blumen auf meinem Arbeitstisch.

Dass sich unerwartet viele Kinder für meine Puppennäh-AG in der Klasse meiner Tochter angemeldet haben. Im Januar geht’s los – große Aufregung!

E-Mails von Männern von puppennähverliebten Frauen, die Anleitungen, Materialpackungen und Gutscheine für Puppennähkurse bei mir bestellen.

Die PuppenMITmacherei, die Caro von Naturkinder und ich für und mit euch veranstaltet haben.

Wiedersehen mit einer alten Mariengold Puppe: Ebba hatte zwar viele Löcher und war ganz grau und speckig, aber sie sah auch wunderbar zerliebt aus. Und es ist mir gelungen, sie wieder schön herzustellen.

So viele Bestellungen aus meiner alten Heimatstadt Dresden in diesem Jahr!

Und so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an meiner Umfage. Ihr seid ganz großartig!

Die Erkenntnis am Ende eines verrückten Jahres mit mehr Tiefs als Hochs: Was immer geschieht, es geschieht für und nicht gegen mich. Die guten wie die doofen Dinge. Alles ist immer genau richtig.

Herzmomente und Freudebegegnungen aus dem letzten Jahr findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)