23. November 2015

Was gerade so lost ist #6

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Mondfinsternis

Anfang November habe ich mir endlich Zeit genommen, meine Umfrage zu Mariengold ausführlich auszuwerten. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeit von der ersten Idee bis zum Design des Fragebogens und schließlich zur Veröffentlichung vergangen ist! Jetzt bin ich unglaublich froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Deshalb noch einmal ein riesiges Dankeschön an alle, die mitgemacht haben!

Die Ergebnisse sind von großem Wert für mich und zeigen auf, wie es in den nächsten Monaten hier und mit Mariengold im Allgemeinen weitergehen könnte. Es ist spannend wahrzunehmen, dass wir diesen Weg auch ein Stück gemeinsam gehen und dabei immer wieder neue Themen in den Vordergrund rücken. Was meinen Blog angeht, sind eure Favoriten momentan Inspiration und praktische Anregungen zur Puppengestaltung, persönliche Geschichten aus meiner Werkstatt und meinem Leben sowie Puppen und Puppenmacherei im Kontext von Heilung und Entwicklung. Das kann ich mir für 2016 auch gut vorstellen.

Über den Fragebogen hinaus habe ich auch viele herzliche E-Mails von Freund/innen und Wegbegleiter/innen von Mariengold bekommen, die mich sehr gefreut, zum Nachdenken angeregt und sogar ein bisschen zum Weinen gebracht haben. Auch dafür möchte ich Danke sagen! Eine Leserin, Birgit, hat mich besonders berührt. Sie schrieb:

„Bleiben Sie bitte so authentisch, naturverbunden und voller Empathie. Veränderungen und Weiterentwicklungen sind gut und wichtig, manchmal ergeht es einem aber auch wie Tiger und Bär in der Geschichte von Janosch, die feststellten, dass sie bereits alles hatten, um glücklich zu sein.“

Birgits Worte beschreiben sehr gut die Entwicklung, die ich in den letzten Wochen in mir wahrgenommen habe. Ich habe hier ja oft von Achterbahnfahrten geschrieben, von einer inneren Unruhe und der Suche nach – was auch immer. Die vergangenen 18 Monate waren eine wahnsinnig intensive Zeit und eine riesengroße Herausforderung. Ich habe Entscheidungen getroffen und Wege eingeschlagen, von denen ich nicht wusste, wohin sie führen würden. Manche waren richtig und gut, andere nicht. Mariengold wurde ein Mal kräftig durchgeschüttelt, stand im Sommer kurz vor dem Aus und wurde doch die ganze Zeit liebevoll von mir gehalten. Hier und da klang das sicher in meinen Texten durch.

Und jetzt? Langsam kehrt Ruhe ein. Ich habe viel über mich und meine Arbeit gelernt, wurde von lieben Menschen unterstützt, habe mir stets das Herz von meinen Puppen wärmen lassen und einfach immer weitergemacht. Meine Perspektive auf die Achterbahnfahrt, auf dieses Auf und Ab, hat sich geändert. So ist das Leben, mein Leben. Zum ersten Mal seit langer Zeit spüre ich: Ich habe alles, um glücklich zu sein.

Was mich gerade noch glücklich macht

Die PuppenMITmacherei mit Caro von Naturkinder und vielen Frauen, die teilweise zum allerersten Mal eine Puppe nähen. Das erinnert mich an meine eigenen Anfänge und den Zauber des Beginns von Mariengold.

Meine Tochter, die jetzt regelmäßig kleine Aufgaben in meiner Werkstatt übernimmt, so dass mir ein bisschen mehr Zeit für anderes bleibt.

Das Filzkopfpuppenprojekt mit Laura von 1000 Rehe. Im nächsten Jahr geht es weiter mit unseren Kursen. Und ein neues aufregendes Projekt kündigt sich auch schon.

Die Freiheit, zu bloggen, wie ich es möchte. Es geht gerade in Richtung ein bis zwei Artikel pro Woche plus die Puppe am Freitag.

Meine Kurse. Mehr Puppennähglück geht nicht!

Schlicht und einfach. So sind meine Puppen. Dafür liebe ich sie von Herzen. Und so sollen sie bleiben.

8Hände. Zwar geht es gerade sehr ruhig in unserer Gruppe zu, aber es tut gut zu wissen, dass wir uns haben.

Meine Heimatstadt Berlin. Die Stadt ändert sich mit jedem Tag und steckt voller Möglichkeiten. Es ist immer wieder eine Freude, um die nächste Ecke zu biegen.

Die Zusammarbeit mit meiner Grafik-Designerin Clara. Es braucht nicht viele Worte, uns über die Gestaltung des Mariengold Designs zu verständigen.

Gute Aussichten. Am Ende meiner Schulzeit wollte ich eigentlich Kunsttherapeutin werden. Es kam anders und ich bin schließlich bei den Puppen gelandet, was gar nicht so weit davon entfernt ist, wie ich immer wieder feststelle. In diesem Jahr hat sich deutlich der Wunsch gezeigt, dass ich weiter lernen und wachsen möchte. Es ist nie zu spät.

Erste Pläne für 2016. Einen neuen Kalender habe ich schon und sammle jetzt Vorfreudetermine für das neue Jahr.

in: Einblicke und Ausblicke