30. November 2017

Mein November in Dingen

Dieses Jahr halte ich jeden Monat ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Jedes Jahr kaufe ich eine einzige Ausgabe der BRIGITTE und zwar die im November mit den Plätzchenrezepten. Mein Favorit sind die Gefüllten Tropfen von Seite 11.

2 Passt perfekt in diese Jahreszeit: Mittagessen im Mitho Cha im Prenzlauer Berg mit authentischer nepalesischer und tibetischer Küche. Meiner Freundin Kristina und mir schenkte die Sonne Anfang November zum wunderbaren hausgemachten Sherpa Tee sogar ein paar wärmende und glücklichmachende Strahlen.

3 Endlich wieder Granatapfelzeit. Am liebsten streue ich mir ein paar Kerne über meinen warmen Frühstücksbrei oder genieße sie pur.

4 Alljährlich läutet der Martinsmarkt unserer Schule die Waldorfbasarzeit in Berlin ein. Hier decke ich mich immer mit duftenden Bienenwachskerzen aus der Werkstatt der LebensWerkGemeinschaft ein. Auf den Kaffee aus der Ape auf dem Schulhof freue ich mich auch das ganze Jahr.

5 Mein Lieblingsschultertuch, das ich mir vor über zehn Jahren gestrickt und seitdem jeden Herbst und Winter wie verrückt getragen habe, hat mittlerweile mehr Löcher als Maschen. Deshalb stricke ich mir jetzt ein neues, „Ashby“ von Brooklyn Tweed aus dem Originalgarn „Shelter“. Im Schneckentempo, weil im November alles nur ganz langsam geht. (Genau genommen habe ich es noch nicht einmal geschafft, die ersten Maschen anzuschlagen.)

6 Mein Konzert des Jahres habe ich letzte Woche in der Passionskirche in Kreuzberg erlebt. Als ich hörte, dass Anna Ternheim dieses Jahr wieder in Berlin spielen sollte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ihr neues Album „All The Way To Rio“ ist gerade erschienen, die Vorfreude groß. Meine große Anna-Liebe begann übrigens 2004 mit diesem Lied.

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


28. November 2017

Wieder ein Tag mit Okka

Zwischen unseren ersten beiden Treffen lagen vier Jahre, drei Monate, ein paar Tage, einige Brief und Überraschungspäckchen, unzählige E-Mails und viele guten Gedanken. Okka ist mein erster und einziger Internet-Crush, ihrem Blog Slomo bin ich treu wie keinem anderen. Wie es dazu kam, dass ich eines Tages im Juli 2013 mit meinem Handwerkszeug und vor Aufregung wild auf und ab hüpfendem Herzen vor ihrer Tür stand, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß noch, dass sie auch aufgeregt war und viel zu viel für uns gebacken hatte.

Okka war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte, und ich habe sie vom ersten Moment an wahnsinnig gemocht. Einen ganzen Tag verbrachten wir miteinander, um für ihre Tochter Fanny, damals drei Jahre alt, eine Puppe zu nähen. Dabei quatschten und lachten wir wie zwei Teenager und als am Nachmittag ihr Mann und die Kleine plötzlich in der Küche standen und Okka ihr sichtlich bewegt die Puppe in die Arme legte, wusste ich, dass dieser Tag für immer einer meiner liebsten sein würde.

Mit einer einzigen leibhaftigen Begegnung hatten wir unsere virtuelle Neugier aufeinander in eine Freundschaft mit echter Verbundenheit verwandelt. Dass wir uns erst Jahre später wiedersehen würden, machte uns nichts aus, denn wir hielten Kontakt und fühlten einander nahe. (Nahe sind sich übrigens auch Fanny und Lotte, die damals angefertigte Puppe, deren Kleidung, die ab und zu von Salut dem Bären getragen wird, es sogar in Okkas aktuelles Buch „Herdwärme“ schaffte). Als Okka wieder Mutter wurde, war klar, dass wir unseren Puppennähtag wiederholen würden. Auch Hedi sollte eine selbstgemachte Begleiterin bekommen.

Und so trafen wir uns im Oktober 2017 wieder in Okkas Küche. Wieder war es warm und gemütlich, wieder redeten wir, als ob es kein Morgen gäbe, wieder spürte ich bei ihr diese Dankbarkeit und Bewegtheit, die auch mich berührten und glücklich machten. Überhaupt hat mich an diesem Tag am meisten beeindruckt, wie unglaublich gerade heraus Okka ist. Sie traut sich, sich und ihre Gefühle zu zeigen, himmelhohe Freude, Begeisterung, Enttäuschung, Nachdenklichkeit, Tränen der Rührung. Vielleicht macht sie das verletzlich, aber es schafft auch Nähe und Vertrautheit und lässt einen sehr, sehr wohl fühlen in ihrer Gegenwart. Das ist auch in ihren Texten spürbar. Okka besitzt die wunderbare Gabe, dem Leben poetisch zu begegnen. Sie ist offen und wach und hat keine Angst, sich berühren zu lassen. Das ist, was ich am meisten an ihr schätze, bewundere und liebe. Deshalb habe ich sie so gern.

Bald sehen wir uns wieder.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


24. November 2017

Sunshine

(Sunshine ist bereits verkauft. Sunshine is already sold.)

Sunshine is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Sunshine ist ein 40 cm großes Puppenkind mit marzipanfarbener Haut, rotbraunem Haar und leuchtend blauen Augen. Sie trägt ein rosa Kleid mit Glitzerpunkten, ein zitronengelbes Langarmshirt, weite Hosen mit Ananasprint, graue Schuhe, ein lila Seidentüchlein und eine Mütze mit Farbverlauf in Grün, Pink, Lila und Grau.

Sunshine ist für 205 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


22. November 2017

Geschenkideen für Puppennähverliebte

1 Ende des Jahres brauchen fleißige Puppenmacherinnenhände eine riesengroße Portion Verwöhnung. Die Handschuhe von Magicstripes spenden Feuchtigkeit, regen die Hauterneuerung an und festigen, pflegen und glätten. Luxus pur für 12 Euro pro Paar, erhältlich in ausgewählten Kosmetikläden vor Ort und im Internet.

2 Kühles Kupfer außen, warmes Holz innen, mit einem eingebauten Magneten hält der Timeless Holder Büroklammern, Nähnadeln, Stecknadeln und was sich sonst an hübschen Kleinkram auf dem Werktisch findet. Erhältlich für ca. 43 Euro im Internet.

3 Schönes aus Wolle, dazu zählen auch Puppen und ihre Kleidung, braucht ab und zu eine pflegende und revitalisierende Wäsche, am besten mit Wollseife aus Rapsöl, Kokosnussöl und Citronella von HeyMamaWolf. Erhältlich für 9 Euro bei Etsy.

4 Menschen, die Stoffpuppen herstellen, fühlen sich oft auch verbunden mit der Waldorfpädagogik. Die erste Langzeitdokumentation über die ersten acht Schuljahre einer Waldorfschulklasse mit ihrer Lehrerin gibt es jetzt auf DVD. Erhältlich in der Triple-Edition für 29,95 Euro im Internet.

5 Im Selvedge Magazine dreht sich alles um textile Künste, mit großartigen Bildern, aufwendig recherchierten Geschichten und jedes Mal einem wahren Augenschmaus von Cover. Einzelausgaben für ca. 14 Euro oder ein Jahresabonnement für ca. 54 Euro, erhältlich direkt beim Verlag.

6 Wenn die ganze Welt es wissen soll: Puppennähverliebt-Anhänger als Schmuckstück, Talisman, Geschenkanhänger, Glückstaler oder Lesezeichen für Menschen, die Puppenmacherei lieben. Erhältlich zum Weihnachtssonderpreis für 18 statt 25 Euro in den Mariengold Shops bei Dawanda und Etsy.

7 Astrid forever! Der Lieblingsbildband „Astrid Lingren. Bilder ihres Lebens“ führt auf Entdeckungsreise durch das Leben der Ausnahmeschriftstellerin, einer „wunderbare(n) Frau, die sich gern und oft sichtlich amüsiert hat fotografieren lassen“, so Jacob Forsell aus dem Buch-Team, zu dem auch Margareta Strömstedt gehört, die bereits eine vielbeachtete Biografie über Astrid Lindgren geschrieben hat.

8 Kranich kann jeder, eine Einhorn-Stickschere dagegen sorgt für magic Regenbogenzauber im Fadenatelier. Erhältlich für ca. 9 Euro bei Etsy.

9 Raus aus dem Internet, rein ins echte Leben und auf zu einem Besuch im Puppentheater-Museum Berlin mit der liebsten virtuellen Puppennähbekanntschaft. Und danach ins herrlich altmodische Cafe Rix gleich ums Eck. Museumseintritt 5 Euro, Karten nur vor Ort erhältlich.

10 Das neue Jahr steht vor der Tür, Zeit für frischen Wind an den Wänden. Der „Now is better“-Kalender, designed in Berlin, kommt mit 600 verschiedenfarbigen Klebepunkten zum Planen von kleinen Freuden und Sammeln von großen Erinnerungen. Erhältlich für 19,90 Euro im Internet.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für die Reihe habt, schreibt gern an hello@mariengold.net. Die Geschenkideen der letzten Jahre findet ihr hier und hier, weitere Fundstücke hier.

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20. November 2017

Glücksliste: Frost und Flauschig

Wieder November.

Wieder diese besondere Zeit.

Zeit der Innenkehr.

Stille.

Ankommen in Wärme und Geborgenheit.

How can we hang on to a dream?

Versöhnen und verwöhnen.

Den ganzen Tag eine Kerze brennen lassen.

Sterne aus farbigem Transparentpapier falten.

Atmen.

Herzwärmender Milchreis mit Safran und Orange.

Der Duft von Holzasche beim Nachmittagsspaziergang.

Hier und da vergessene Äpfel an den kahlen Bäumen entdecken.

Sich selbst manchmal auch vergessen fühlen.

(Auch das ist der November.)

Chokola’j. Genau danach ist mir jetzt.

How To Make Yogi Tea.

Sich selbst etwas zu sagen haben.

Und es auch so meinen.

Jede Sonnenstunde genießen, als wäre sie ein ganzer Sommer.

Büchern und Bageln im Friedrichshain.

Die unendliche Geschichte in der Parkaue.

Die unendliche Leseliste: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon, „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ von Evita Greco, „Und es schmilzt“ von Lize Spit, „Das achte Leben (für Brillka)“ von Nino Haratischwili, „Nachtlichter“ von Amy Liptrop.

Maudie.

Einen großen Vorrat an Bienenwachskerzen anlegen.

Uromas sanftes Geheimnis.

Selbstgekochte Suppen erden.

Massagen auch.

Es gut sein lassen.

Milch & Moos.

Das Herz in den Advent führen.

Bester Wegweiser.

Auf die Venus am Nachthimmel warten.

Gut auf sich achten.

There is nothing wrong with being good to yourself.

Auch zu anderen gut sein.

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