31. Mai 2016

Schanze, Schiffe, Schafe

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Meine Freundin Kristina und ich haben ein ein paar Tage in Hamburg und am Watt verbracht. Der Wind und die Frische haben meinen Kopf freigepustet, die Gediegenheit der Stadt hat mich geerdet, die Freundinnenzeit mich erfüllt. Perfekt.


26. Mai 2016

Onna

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(Onna ist bereits verkauft. Onna is already sold.)

Onna is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Onna ist ein 40 cm großes Puppenmächen mit aprikosenfarbener Haut, türkisen Augen und extralangem rotbraunen Haar.

Sie trägt ein geblümtes Schürzenkleid und ein passendes Kopftuch, Ringelsocken in Pink und Grau, türkise Schuhe, weite Hosen mit Streifen in Hellrot und Weiß, ein graues Langarmshirt mit einer pinken Schleife, einen gelben Rock mit Glitzerpunkten, eine pinke Mütze mit türkiser Bommel und einen kleinen Rucksack.

Onna ist für 200 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich. Die Anleitung für Onnas Schleife findet ihr hier.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


23. Mai 2016

DIY: Sonntagsschleife

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Eigentlich habe ich es nicht so mit Rüschen und Knöpfen, Bommeln und Litzen und all dem herrlichen Kleinkram, mit dem man Puppenkleidung verzieren kann. Ich mag es schlicht und einfach. Weil ich das am besten kann und weil es mehr meist gar nicht braucht.

Wenn aber doch einmal ein Farbkleks fehlt oder ein gewisses Etwas von meinen Kundinnen und Kunden nachgefragt wird, lasse ich mir gern etwas einfallen. So entstand letzte Woche die Sonntagsschleife, die aus einem einfachen Puppenkleid einen feinen Zwirn macht. Ohne die Bänder kann sie auch als Fliege getragen werden. Geht ganz leicht.

Ihr braucht

Einen klitzekleinen Rest Baumwollgarn (z. B. Catania von Schachenmayr)

Häkelnadel

Vernähnadel

Schere

Nähgarn und Nadel zum Annähen

Und so geht’s

8 Luftmaschen plus 1 Wendeluftmasche aufnehmen und 3 Reihen halbe Stäbchen oder feste Maschen häkeln, am Ende jeder Reihe eine Wendeluftmasche arbeiten. Den Faden abschneiden, durch die letzte Masche ziehen und vernähen, den Anfangsfaden ebenso. Für die Schleifenform das Rechteck fest abbinden, indem das Garn mehrfach um die Mitte gewickelt und fixiert wird. Für die Bänder einen ca. 8 cm langen Faden mit Hilfe einer Nähnadel auf der Rückseite so einfädeln und verknoten, dass die beiden Enden schön nach links und rechts fallen. Annähen und auf zum Picknick unterm blühenden Kirschbaum!

Weitere DIYs findet ihr hier.

Auf der Suche nach dem passenden Kleid? Hier gibt es meine E-Books mit Anleitungen und Schnittmustern für Puppenkleidung.


11. Mai 2016

Tanz durch den Mai

„Taco Punta Pie“ von Univerzen: Vor einigen Jahren habe ich die beiden am Kollwitzplatz spielen sehen und war so beeindruckt, dass ich zum ersten und bisher einzigen Mal in meinem Leben eine CD direkt vor Ort kaufte. Wie einen Schatz hüte ich sie.

„Gold“ von Chet Faker: Das Lied trägt ganz entspannt in den Sommer. Und das Video ist der Knaller, unbedingt reinschauen.

„An dich denken“ von Ebow: Entdeckt in einem Dokumentarfilm über Hip-Hop in Deutschland (bestimmt noch eine Weile hier zu finden). Ich mag ihre Stimme und dass sie mich an früher erinnert.

„Du bist so schön“ von Alin Coen: Wie immer herzzerreißend, zum Weinen und Wieder-gut-Sein schön.

„Spaghetti mit Spinat“ von Sophie Hunger. Hat mich beim ersten Hören gleich gepackt und lässt mich nicht mehr los. Bei der Zeile „Du hast in deinem ganzen Leben noch nie gestört“ bekomme ich immer einen dicken Kloß im Hals.

Alice Phoebe Lou: Noch eine Entdeckung von den Straßen Berlins. Ich habe sie ein paar Mal auf der Warschauer Straße gesehen und konnte stundenlang zuhören. From the heart, not from the big studio, wie sie selbst sagt.

„Granny“ von Avec: Wenn ich ein Lied für diesen Frühling auswählen müsste, wäre es dieses.

Mehr Lieblingsmusik findet ihr hier.


9. Mai 2016

Fundstücke im Mai

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1 Puppen und Lavendel, das passt ganz wunderbar zusammen. Hier gibt es ein Rezept für eine wohlduftende Mischung aus Kräutern und Gewürzen zum Schutz vor Motten.

2 Manchmal brauchen auch Erwachsene eine Puppe, z. B. wenn es um die Heilung des „Innere Kindes“ geht. Diesem lässt sich mit dem Notiz- und „Date-mit-deinem-kleinen-Ich“-Büchlein von Irmi Riedl liebevoll und spielerisch auf die Spur kommen. Hier findet ihr ein Interview mit der Gestalterin.

3 Meine Freundin Laura von 1000 Rehe hat mit ihrem 11-jähigen Sohn ein Videotutorial zur Herstellung von Puppenstrümpfen aus alten Socken aufgenommen. Herrlich sympathisch!

4 Puppen für Erwachsene, das können auch sogenannte Spirit Dolls sein. Diese werden in einem bewussten kreativen Prozess und mit der Absicht angefertigt, eine ganz bestimmte Qualität ins Leben zu bringen. Hier könnt ihr mehr darüber lesen.

5 Zeichnen und Puppennähen geht bei vielen Puppenmacherinnen Hand in Hand. Für Tipps für den Anfang hier entlang.

6 Neulich habe ich ein DIY wiederentdeckt, das vor 10 Jahren eines der ersten war, das ich für Puppekleidung im Internet gefunden habe: Ruby’s Dress. Zwar habe ich das Kleid nie genäht, aber die niedliche Puppe ist mir in bester Erinnerung geblieben.

7 Halb Deko, halb Spielzeug, von Kind an schlägt mein Herz für solche Figuren, vor allem wenn sie in buntgemischter Schar auftreten wie die Wooden Dolls von vitra.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für diese Reihe habt, schickt sie gern an hello@mariengold.net. Weitere Fundstücke findet ihr hier.


4. Mai 2016

DIY: Blütenhaarband

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Gibt es etwas Schöneres auf der Welt als Blumen? Na klar, Blumenkränze im Haar, dazu ein Himbeereis und barfuß durch den Tag spazieren. Davon ist dieses einfache Haarband inspiriert, das ich immer wieder gern für meine Puppen anfertige. Dabei kann man wunderbar in Farben schwelgen und ruckzuck einen romantischen, sommerfeinen Look zaubern.

Ihr braucht

Baumwollgarn in verschiedenene Farben (z. B. Catania von Schachenmayr)

Häkelnadel

Vernähnadel

Schere

Gummiband 15 bis 20 mm breit (z. B. elastisches Schrägband)

Nähmaschine und Nähmaschinengarn

Und so geht’s

Für das Haarband braucht ihr eine Handvoll Blüten, je nach Kopfumfang und Dichte etwa 15 bis 20 Stück:

4 Luftmaschen häkeln und mit einer Kettmasche zum Ring schließen. Zu Beginn der 1. Runde 2 Luftmaschen häkeln, dann 9 feste Maschen in den Ring arbeiten und mit einer Kettmasche in die 2. Luftmasche der Anfangsluftmaschen zur Runde schließen. In der 2. Runde die Blütenblätter anfertigen. Dafür die Folge in Klammern 5 Mal bis zum Ende der Runde häkeln (2 Luftmaschen, 1 Stäbchen und 1 halbes Stäbchen in die 1. Masche, 1 Kettmasche in die nächste Masche). Den Faden abschneiden, durch die letzte Masche ziehen und vernähen, den Anfangsfaden ebenso.

Das Gummiband in der passenden Länge zuschneiden. Damit es später gut hält, sollte es recht knapp auf dem Puppenkopf sitzen. Mit der Nähmaschine (oder auch von Hand) die Enden schließen und die Blüten fixieren. Ich verwende dabei Nähgarn in einer einzige Farbe, ihr könnt natürlich zwischendurch auch wechseln.

Viel Freude beim Werkeln und einen schönsten Mai für euch.

Weitere DIYs findet ihr hier. (Und das Rezept für besagtes Himbeereis kommt auch ganz bald.)


2. Mai 2016

Bücher: „Goldie, die Puppenmacherin“ von Marilyn B. Goffstein

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Dieses Buch ist ein wahrer kleiner Schatz, den ich vielleicht niemals kennengelernt hätte, wenn mir nicht eine Leserin ein Zitat für meine Sammlung daraus geschickt hätte:

„Und als sie erst einmal den Kopf und den Körper geschnitzt hatte, konnte sie die Puppe nicht einfach auf den Arbeitstisch legen und ins Bett gehen. Sie fühlte sich verantwortlich für das kleine hölzerne Geschöpf, das gar nicht existieren würde, wenn es sie nicht gäbe.“

Wir sind uns ein bisschen ähnlich, dachte ich, und wollte Goldie kennenlernen und bestellte das Buch. Es ist zuerst 1969 erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich. Was gut passt, denn es ist eine Geschichte wie aus einer anderen Zeit.

Sie handelt von Goldie, einer Puppenmacherin, die allein in ihrem Haus lebt und kleine Holzpuppen schnitzt, die sie mit freundlichen Gesichtern bemalt. Sie liebt ihre Arbeit sehr und die Menschen mögen ihre Puppen und bestellen mehr, als sie liefern kann, denn:

„Es war ein höchst befriedigendes Gefühl, eine kleine Puppe von Goldie Rosenzweig in der Hand zu halten und dabei zu wissen, dass sie bestimmt oft geküsst und überallhin mitgenommen werden, die schönsten Puppenkleider der Welt bekommen und sehr glücklich gemacht würde.“

Goldie führt ein ruhiges Leben. Sie isst Rosinenbrötchen und trinkt Tee, schnitzt ihre geliebten Puppen und besucht dann und wann Omus, ihren Freund, den Tischler, der die Holzkisten für ihre Puppen macht und sich wundert, warum sie das Holz für ihre Puppen im Wald sammelt und keine Stücke verwendet, die er sauber und gerade mit der Säge zurechtschneidet:

„Es kommt mir einfach nicht echt vor, deshalb ist es nicht so interessant zum Schnitzen. Und es kommt nichts so Gutes dabei heraus. Es sieht niemals lebendig aus.“

Eines Tages entdeckt sie bei Herrn Salomon, der (nicht nur ihre Puppen verkauft, sondern auch) wunderschöne Sachen aus der ganzen Welt importiert, eine kleine chinesische Lampe, an die sie sofort ihr Herz verschenkt und die sie unbedingt haben möchte. Für den Preis muss sie achtzehn Puppen schnitzen, das sind drei Monate Arbeit. Goldie kauft sie und obwohl sie das Geld noch nicht hat, darf sie die Lampe schon mit nach Hause nehmen und sich an ihr erfreuen.

Zunächst aber kommen ihr Zweifel. Die Lampe ist zwar wunderschön, aber teuer und klein, sie würde ihr nicht viel Licht spenden. Und sie würde viel dafür arbeiten müssen und monatelang kaum genug zu essen haben, bis sie sie bezahlt hätte. Wie Omus schon sagte, sie muss verrückt sein. Da möchte sie die Lampe lieber wieder zurück in den Laden bringen.

An diesem Abend schläft Goldie mit dem Gefühl größter Einsamkeit ein. Im Traum erscheint ihr der Mann, der die Lampe angefertigt hat. Die beiden erkennen einander als Seelenverwandte, so dass sie begreift, dass sie nicht allein ist und neuen Mut fasst und die Lampe schließlich von ganzem Herzen als ihre annimmt:

„Mein Haus“, dachte Goldie zum ersten Mal in ihrem Leben. „Mein eigenes kleines Haus mit meinem Schnitzmesser, meiner Lampe und meinem Tee, meinem Bett und meinem Arbeitstisch und meinem Holz, wo ich kleine Holzpuppen mache – für Freunde.“

„Goldie, die Puppenmacherin“ ist eine ganz leise Geschichte mit einer bescheidenen kleinen Heldin, die ein einfaches Leben führt und instinktiv weiß, was im Leben wirklich wichtig ist. Ihre Arbeit erfüllt sie mit Freude, die Menschen mögen sie und doch fühlt sie sich manchmal einsam. Als sie ein besonderes Ding entdeckt, das mit derselben Liebe hergestellt wurde wie ihre Puppen, erkennt vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben, welche Gefühle ihre eigene Arbeit bei anderen auszulösen vermag. Tiefe Zufriedenheit stellt sich ein und sie fühlt sich aufgehoben und mit den Menschen verbunden, die durch ihre Puppen zu Freunden werden.

Wir sind uns wirklich ein bisschen ähnlich, dachte ich, nachdem ich das Buch gelesen hatte. Ich war tief berührt, froh und etwas melancholisch zugleich, vor allem aber glücklich, in Goldie eine Freundin im Geiste gefunden zu haben.

Marilyn B. Goffstein: Goldie, die Puppenmacherei, Middelhauve, ISBN: 3787695540, nur noch antiquarisch erhältlich.

Gern dürft ihr mir weiterhin Zitate und Textstellen zu Puppen und Puppenmacherei an hello@mariengold.net schicken. Ich bin auch immer auf der Suche nach Büchern zum Thema.