27. April 2015

Frühlingsfrühstück mit viel Scharf

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Der Winter in Berlin kann ganz schön hart sein. Aber dafür ist der Frühling wahrscheinlich auch nirgends so herzlich willkommen und großartig wie in dieser Stadt. Und das lässt sich wunderbar mit den befreundeten Puppenmacherinnen feiern.

Letzten Donnerstag waren wir von 8Hände wieder um Lauras großen Tisch versammelt. Los ging’s mit einem Frühstück, für das jede etwas Feines mitgebracht hatte. Bei mir sind das meistens Splitterbrötchen aus der legendären Bäckerei Hacker in der Stargarder Straße 69, nur ein paar Häuser von Laura entfernt.

Wer wie ich ein Kind der DDR ist, hat bestimmt noch diesen typischen Geruch in der Nase. Den mag ich total gerne und fühle mich bei Hacki immer wohlig an das Schlange Stehen nach Sonntagsschrippen und Urlaubskuchen in den 80er Jahren erinnert. Die Bäckereien aus Lauras Kindheit in Westdeutschland riechen bestimmt ganz anders. Aber dennoch haben wir beide eine leidenschaftliche Schwäche für diesen Laden und mit keiner anderen macht es so viel Freude, die klebrigen, weichen Splitterbrötchen in Hagebuttenmarmelade zu tunken und glücklich dahinzuschmelzen.

Weitere Stars auf unserem Frühstückstisch waren ein Obstsalat und ein grüner Smoothie, die Laura mit Papayakernen gewürzt hatte. Dadurch waren sie ordentlich scharf und haben uns hellwach gemacht. Ach, die gemeinsamen Mahlzeiten sind immer herrlich! Zu viert sehen wir uns leider viel zu selten, so dass es jedes Mal eine Menge zu erzählen gibt, das Frühstück sich lange hinzieht und die Puppenmacherei erst mal warten muss.

Anita und Julia waren natürlich ganz neugierig auf die Filzkopfpuppe, an der Laura und ich in den letzten Monaten so intensiv für unser E-Book gearbeitet haben. Ich glaube, wir waren beide ein bisschen aufgeregt, als wir sie mit vorsichtig hervorholten und zum allerersten Mal jemandem zeigten. Unser Goldstück kam bei den beiden sehr gut an und wurde mit vielen Ohs und Ahs gefeiert.

Das Nadelfilzen selbst war auch ein Thema. Während Julias und mein Herz eher für die ganz einfach gestalteten Puppen schlägt, haben Laura und Anita diese Technik mittlerweile zu einem festen Bestandteil ihrer Puppenmacherei gemacht. Dafür brauchen sie natürlich auch gutes Werkzeug. Anita erzählte uns begeistert von spitzenmäßigen, unkaputtbaren Filznadeln, mit denen sie gerade experimentiert (vielleicht gibt es dazu bald einen Artikel auf ihrem Blog). Laura und ich haben gleich die Ohren gespitzt, denn für unsere Filzkopfkurse Juli und September sind wir noch auf der Suche nach echten Powernadeln für die Teilnehmerinnnen. Wir haben auch über die Geschichte des Nadelfilzens, speziell der gefilzten Puppenköpfe, gesprochen und von Anita erfahren, dass es die Filznadel erst seit den 80er Jahren gibt. Weiß jemand mehr darüber?

Wir haben dann noch ein Stündchen zusammen gewerkelt, Julia beim Knacken einer besonders harten Puppenkopfnuss geholfen und über die Zukunft von 8Hände gesprochen.

Gerade machen wir keine großen Pläne, weil wir unser Puppenmacherinnenleben so unkompliziert und leicht wie möglich halten wollen. Im Moment tut es uns einfach nur gut, uns regelmäßig gemütlich zu treffen, ein üppiges Frühstück zu genießen, uns auszutauschen, zu ermutigen und gegenseitig zu unterstützen, miteinander zu lachen und uns beim Abschied schon wie verrückt auf das nächste Mal zu freuen.

Bäckerei & Konditorei Hacker, Stargarder Straße 69, 10437 Berlin

Mehr über 8Hände findet ihr hier.

 


25. März 2015

Fundstücke #4

2015 März

1 Tree Change Dolls, das Label der australischen Künstlerin Sonia Singh, recycelt ausrangierte Puppen aus Kunststoff, indem sie die alte Farbe von ihren Gesichtern nimmt und diese neu aufmalt. Ihre Mutter näht und strickt den Puppen etwas zum Anziehen. So werden aus überschminkten und erwachsen gekleideten Modepüppchen schöne, natürliche Puppen zum Liebhaben und Spielen. Dieser Film zeigt Sonia in ihrem Atelier. Ich bin total begeistert!

2 Seit einiger Zeit stellt die Pflanzenfärberin auch Puppen her und bietet Anleitungen für ihre Herstellung an, z. B. für die Puppe Schnuckele, die ganz einfach zu nähen ist.

3 Letztes Jahr hat die Designerin Kate Davies hat auf ihrem Blog einen Artikel mit dem Titel “Goodbye, Dolly” wiederveröffentlicht, der schon einmal 2008 im Selvedge Magazine erschienen ist. In dem Artikel geht es um Puppen als Objekte zwischen Lebendigkeit und Leblosigkeit, sehr schön veranschaulicht durch Abbildungen von Werken der Künstlerin Tabitha Kyoko Moses.

4 Ich liebe, liebe, liebe Puppen des Labels Moyoh, die mir immer wieder in kleinen, feinen Läden hier in Berlin begegnen. So schön schlicht und einfach und unverwechselbar mit ihren simplen Kleidern und den typischen Filzmützen!

5 Bei Chamue gibt es ein Näh-Set für ein einfaches Puppenkleid, bei dem der Schnitt auf den Stoff gedruckt ist und nur noch ausgeschnitten und genäht werden muss. Neben dem Stoff und der Anleitung befinden sich in dem Set auch Stecknadeln, Futterstoff, Klettverschluss und Nähgarn.

6 Nasenlöcher können süße, kleine Details an Puppen sein. Ein Tutorial von Immertreu zeigt, wie’s geht.

7 2013 hat Caro von Naturkinder einen Puppen Make-Along veranstaltet, eine Aktion im Internet, bei der sich Frauen in einem bestimmten zeitlichen und thematischen Rahmen zum Puppennähen verabredet und auf ihren Blogs bzw. dem Naturkinder-Blog darüber berichtet haben. Dabei hat Caro mit meinem Mitzi E-Book die Puppe Ronja genäht. 2015 wird es wieder so einen Puppen Make-Along geben, mit Naturkinder und Mariengold als Gastgebern! Details dazu folgen bald.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für diese Reihe habt, schickt sie gern an hello@mariengold.net. Weitere Fundstücke findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


4. März 2015

Bücher: „Puppen und Kleider nähen“ von Heike Roland und Stefanie Thomas

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Das Buch, um das es heute geht, habe ich schon seit zwei Jahren in meinem Regal stehen. Genauso lange möchte ich auch eine Rezension dafür schreiben. Aber bisher habe ich mich nicht so richtig getraut. Weil ich dachte, dass das Buch nicht hierher passt. Denn eigentlich finde ich die Puppen nicht schön. Die meisten Kleider gefallen mir nicht. Und die Gestaltung des Buches spricht mich auch nicht an.

Und doch, als ich das Buch vor langer Zeit auf einem meiner Streifzüge durch die Bastelläden Berlins entdeckte, verliebte ich mich spontan. Etwas an den Puppen schlich sich sofort in mein Herz. Aber es war eine heimliche Liebe, für die ich mich sogar ein bischen schämte. Also versteckte ich das Buch verstohlen in meinem Atelier und holte es nur ab und zu hervor, um meine Lieblingsbilder anzuschauen.

Vor ein paar Wochen erwischte mein Mann mich damit. Erst schaute er etwas ungläubig. Dann erklärte ich ihm, so gut es ging, was mich an den Puppen so rührt und warum ich das Buch mag, obwohl ich es eigentlich nicht mag: Schau mal, der liebe Blick. Sie macht Yoga, süß, oder? Und wie selig sie da mit ihren Blümchen sitzt. Ich möchte auch mal wieder schaukeln! Er verstand sofort (und dafür liebe ich ihn). Zeit, das Buch jetzt endlich auf meinem Blog vorzustellen.

„Puppen und Kleider nähen“ von Heike Roland und Stefanie Thomas ist eines dieser typischen Bastelbücher, wie sie seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Es beinhaltet Schnitte und Anleitungen für eine einfache Stoffpuppe, die in drei Varianten hergestellt werden kann, und eine Menge Kleidungsstücke für Puppenmädchen und Puppenjungen wie Latzhose, Fellweste, Yoga-Outfit, Trachtenbluse, Schlaghose und Regenjacke. Die Anleitungen sind kurz und knapp gehalten, es gibt viele Bilder und die Grundtechniken werden am Anfang erklärt. Eine fachkundiges, verlässliches Buch, wie mir scheint, und gut für Anfänger geeignet.

Mit kritischem Blick ist es leicht, nur das Unperfekte, das nicht so Schöne an diesen Puppen zu sehen. Wie locker sie gestopft sind, die Knollennase, der viel zu große Mund, der unförmige Kopf, die zu langen und steifen Arme und Beine usw.

Aber mein Blick ist selten so nüchtern. Denn mein Herz schaut immer mit. Und das sieht einen verträumten Ausdruck, gutmütige Augen, ein freundliches Lächeln, eine entspannte Körperhaltung, das Einfache und Gute, die liebevolle Absicht, vielleicht auch die Hingabe und Freude der beiden Frauen, die diese Puppen entworfen und eingekleidet haben, Menschen, die viel Vergnügen mit den Anleitungen haben und natürlich Kinder, die die Puppen mit einem fröhlichen Jauchzer in ihre Arme schließen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, stimmt alles an diesem Buch.

Wenn ihr auch seht, was ich sehe, und Lust habt, in dem Buch zu schmökern, schreibt bis Donnerstag Nacht ein E-Mail an hello@mariengold.net. Ich verlose mein Exemplar (auch wenn ich es vielleicht ein bischen vermissen werde). Viel Glück!

Heike Roland und Stefanie Thomas: Puppen und Kleider nähen. Tolle Puppen und coole Outfits, Frechverlag, ISBN: 772469086, 9.99 Euro

(Die Gewinnerin des Buches ist Jeannine.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


24. Februar 2015

DIY: Seidentuchpüppchen

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Wenn sich in meiner Familie oder in meinem Freundeskreis ein neues Baby ankündigt, freue ich mich immer riesig. Bald werde ich wieder Tante eines kleinen Mädchens am anderen Ende der Welt. Zeit für einen Willkommensgruß aus Berlin!

Neben einer Kleinigkeit für die Eltern ist mein Standardgeschenk zur Geburt eines Kindes entweder die gute alte Teufelsmütze, die ich bestimmt schon 20, 30 mal gestrickt habe, oder ein ganz einfaches Püppchen aus pflanzengefärbter Seide, das sich wunderbar als allererstes Spielzeug fürs Baby eignet.

Es besteht nur aus etwas Schurwolle und einem Seidentuch, aus denen durch ein paar Handgriffe die einfachste Puppe der Welt entsteht. Solche Püppchen sind sehr schlicht in ihrem Ausdruck und haben nur das, was wirklich nötig ist. So können sie den Kindern alles sein. Sie können sie greifen, winden, drücken, erforschen, an ihnen riechen, sie in den Mund nehmen, an ihnen saugen, mit ihnen kuscheln. Und auch später, wenn die Kinder älter sind und ganz andere, viel detailreichere Puppen zum Spielen haben, bleiben ihre Seidentuchpüppchen ihnen vertraute und innig geliebte, kleine Freunde mit einem ganz besonderen Platz in ihrem Herzen.

Seidentücher sind ein ganz tolles Material für Erstlingspuppen. Sie sind weich und leicht und von leuchtender Farbkraft. Sie haben einen schimmernden Glanz, eine fließende Gestalt und einen feinen Griff. Seide, besonders wenn sie natürlich gefärbt ist, wirkt belebend auf die Sinne und hat eine ganze besonders Strahlkraft. Das macht diese einfachen Püppchen so schön und wertvoll.

Habt ihr Lust bekommen? Na dann los – heute zeige ich euch, wie ihr selbst so ein Seidentuchpüppchen herstellen könnt.

Ihr braucht

25 Gramm Schurwolle am Vlies

Nähgarn in der Farbe eures Seidentuches

1 Seidentuch ungefähr mit den Maßen 55 cm x 55 cm

sowie Filznadel und Schere

Und so geht’s

Aus langen Strähnen des Schurwollvlieses wickelt ihr eine feste Kugel mit einem Umfang von 20 cm. Mit der Filznadel könnt ihr das Ende der letzten Strähne fixieren und die Form der Kugel schön abrunden. Falls nötig, bügelt euer Seidentuch (was ich aus purer Faulheit nicht getan habe) und breitet es dann vor euch auf dem Tisch aus. Darauf legt ihr die Wollkugel – und zwar ein Stückchen höher als in die Mitte – und bindet sie mit einem Stück Nähgarn fest ab, so dass ein Kopf und vier Zipfel für die Arme und Beine entstehen. Die Zipfel für die Arme sind ein bischen kürzer als die für die Beine. Aus den Enden der Zipfel könnt ihr noch Hände und Füße knoten.

Seidentücher in wunderschönen, natürlichen Farben gibt es z. B. bei der Pflanzenfärberei Kroll und bei Frau Lichtig, die ihre Waren auch auf einigen Märkten hier in Berlin anbietet.

Ihr könnt eure Seidentücher natürlich auch selbst färben, z. B. mit Zwiebelschalen, Holunderbeeren oder Walnuss. Anleitungen dafür findet ihr im Internet oder in dem Buch „Mit Pflanzen färben – ganz natürlich. Neue Rezepte zum Färben von Wolle und Seide“ von Eva Jentschura aus dem Verlag Freies Geistesleben.

Viel Freude beim Herstellen dieser schönen, einfachen Püppchen!

Weitere DIYs findet ihr hier.


16. Februar 2015

Puppenquatsch mit Kuschelkissen

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Wirklich drei Monate?, zählten wir gleich nach der freudigen Begrüßung mit unseren Fingern nach. Ja, drei Monate war es schon her, dass wir bei Laura Torte gegessen und auf die Gründung von 8Hände angestoßen hatten. Wir, das sind Anita von Lilla Kirrivi, Julia von vonKowalke, Laura von 1000Rehe und ich, vier Puppenmacherinnen aus Berlin, die sich seit zwei Jahren regelmäßig zum Austausch und Werkeln treffen und 2014 ein Puppenkünstlerinnenkollektiv gegründet haben, um gemeinsam die Welt der Puppenmacherei zu erforschen, zu erleben und zu gestalten.

Die Resonanz auf 8Hände ist riesig und wir freuen uns wahnsinnig über eure Aufmerksamkeit und euer Mitfiebern. In kleinen Schritten (und leider viel zu seltenen Treffen) geht es Stück für Stück voran. Wir arbeiten an einem Manifest, scribbeln Ideen und Projekte, träumen, spinnen und lachen. Über allem schwebt immer auch die Frage, was wirklich machbar und vor allem schaffbar ist. Denn bei aller Leidenschaft für die Puppenmacherei und der unbändigen Freude am Miteinander, die unsere Gruppe in Schwung halten: Die Zeit für 8Hände müssen wir uns alle immer irgendwie in unserem mit Beruf, Familie und anderen Dingen vollgepackten Alltag freischaufeln.

Umso kostbar sind dann die gemeinsamen Stunden, die wir dieses Mal im Liv verbracht haben, einem Feinkostcafé im Prenzlauer Berg mit allerlei gesunden Leckereien und einem Interior mit farbenprächtiger Kissenlandschaft, in das wir uns sofort verliebten. Nach Kaffee, Birchermüsli und Käsebrot folgte wie immer der schönste Augenblick und die Puppen wurden herausgeholt.

Was für eine Freude, wer einen da plötzlich anschaut! Wie viel Liebe aus diesen Wesen strahlt. Wie sorgfältig sie verarbeitet sind. Und wie fest gestopft. Wie anrührend der Blick ist. Wie charmant das Lächeln. Wie allerliebst die Hose. Und wie groß der Stolz auf die Freundinnen ist, deren Puppen immer schöner und schöner werden. Da sind mir fast die Tränen gekommen vor Glück. Aber auch ein bischen, weil ich so traurig war, dass ich selbst mal wieder keine Puppe dabei hatte (alle schon verpackt und auf dem Weg zu ihren Kindern).

Dafür raschelte in meiner Mappe eine Menge Papier und als die Puppenschau vorbei war, berichtete ich von meiner Marktanalyse zum Thema DIY-Angebote für Puppengestaltung, bei der ich mir im Januar angeschaut hatte, welche Produkte rund um die Herstellung von Stoffpuppen und Puppenkleidung es gerade auf dem deutschen Markt gibt. Weiter ging es mit der neuen Regelung der Umsatzsteuer für den Verkauf digitaler Produkt innerhalb der EU und Möglichkeiten der Haftpflichtversicherung für Puppenmacherinnen. Stille. Nachdenkliche Blicke. Fragezeichen auf der Stirn. Gut, wenn man bei solchen Themen mit der Lieblingspuppe Händchen halten kann und weiß, dass man auf die Unterstützung der anderen zählen kann. Manchmal sind es gerade diese eher trockenen und schwierigen Themen, die unseren Austausch so wertvoll machen. Denn zu viert geht vieles leichter.

Und egal wie der Tag auch begonnen hatte (hektisch und mit einer viel zu langen Fahrt mit der BVG)  und wie der Rest der Woche so war (irre anstrengend und mit niemals enden wollendem Papierkram), nach unseren Treffen schwebe ich immer glücklich zurück nach Hause: Puppenfroh, wohlig satt im Bauch und im Herzen und voller Vorfreude auf das nächste Mal. Dann wieder zum gemeinsamen Werkeln an Lauras großem Tisch unter dem Motto „Puppennäh-Sprechstunde“.

LIV Feinkost & Wein, Choriner Straße 19, 10435 Berlin

Mehr über 8Hände findet ihr hier.