26. März 2014

Yoga

SONY DSC

Am Wochenende habe ich ein schönes Jubiläum gefeiert, nämlich drei Monate tägliche Yoga-Praxis zu Hause. Zur Wintersonnenwende im Dezember habe ich damit begonnen und bin bis heute dabei. Glücklich, gesund und munter!

Meine Geschichte mit Yoga ist aber schon mindestens 10 Jahre alt. Ich habe Yoga mit Anfang 20 kennengelernt, als ich meinen ersten Kurs an der Volkshochschule im Prenzlauer Berg machte. Wenig später habe ich während und nach der Schwangerschaft mit meiner Tochter im Geburtshaus praktiziert und in den folgenden Jahren immer wieder Kurse gemacht und verschiedene Stile und Schulen ausprobiert. Vor vier Jahren fand ich schließlich hier in Zehlendorf meine wunderbare Kundalini-Yogalehrerin, bei der ich seitdem alles Wichtige über Yoga, meinen Körper und mich selbst lerne. Nicht zu vergessen die Yoga-Retreats am Meer, die ich seit zwei Jahren mit meiner Freundin Julia besuche (wenn ihr mal schauen möchtet, hier und hier)!

Bei aller Liebe zum Yoga ist es mir in den letzten 10 Jahren jedoch nicht gelungen, Yoga in meinen Alltag zu Hause zu integrieren, geschweige denn eine regelmäßige Meditationspraxis aufzubauen. Bis letzten Dezember.

Der Grund für diesen plötzlichen Umschwung war ganz einfach: Schmerzen, die mich fast zur Verzweiflung brachten. Ich habe einen sehr sensiblen Rücken, der mir seit drei Jahren ziemlich deutlich meine Grenzen aufzeigt. Nach vielen Arztbesuchen, Behandlungen und Therapien, guten Ratschlägen, beruflichen Veränderungen und mehr oder weniger beherzten Versuchen in Selbstfürsorge (und Tränen natürlich!) war mir Ende 2013 auf einmal klar, dass nur die Stärkung meines Körpers und Geistes – und zwar täglich – mir dauerhaft helfen würde.

Und so begleitete meine Lehrerin mich 40 Tage lang in die tägliche Yoga-Praxis. Ihre wichtigsten Worte in dieser Zeit an mich waren, dass es nicht darum geht, die Schmerzen einfach loszuwerden, sondern gut mit ihnen zu leben. Diesen Satz wirklich zu verstehen und damit die Situation endlich so anzunehmen, wie sie ist (anstatt die ganze Zeit zu kämpfen), war ein echter Durchbruch für mich. Seitdem geht es nur noch bergauf.

Mein Körper wird jeden Tag kräftiger und weicher, mein Geist allmählich ruhiger und mein Herz friedlicher. Und wie ich diese tägliche Stunde ganz für mich allein genieße und mich jeden Tag darauf freue! Niemals hätte ich mir träumen lassen, was alles möglich ist, wenn ich Yoga mehr Raum in meinem Leben gebe und wirklich jeden Tag übe.

Neben all den positiven Effekten auf meine Gesundheit ist die eindrucksvollste Erfahrung dieser Praxis ein Gefühl von Weite, die sich immer mehr in meinem Leben ausdehnt.

In Bezug auf meine Arbeit nehme ich eine starke Öffnung wahr. So zieht es mich mehr und mehr hinaus aus meiner kleinen Werkstatt, hinein in die Welt. Neue Kooperationen entstehen. Verabredungen und Telefonate mit puppenmachenden Freundinnen nehmen zu. Den lang gehegten Traum eines Ateliers außerhalb meiner Wohnung setze ich mit viel Glück bei der Suche vielleicht schon in der zweiten Jahreshälfte um. Außerdem verlagert sich der Schwerpunkt meiner Arbeit immer mehr in Richtung konzeptionelles Arbeiten und Schreiben. Auch weil ich die körperliche Haltung beim Nähen allmählich als viel zu eng empfinde. Weitere Auswirkungen der Yogapraxis auf meinen Arbeitsalltag sind regelmäßige Pausen und pünktliche Feierabende. Und seit einiger Zeit bleibt mein Laptop am Wochenende aus. Um mehr Raum für die neu entdeckten Dinge in meinem Leben zu schaffen.

Es geht mir also sehr gut. Was besonders gut tut: Zu wissen, dass ich diesen neuen Schwung selbst bewirke. Und drei Monate sind erst der Anfang!

Meine liebsten Bücher zum Thema:

„Yoga für Frauen“ von Shakta Kaur Khalsa

„Die Kunst der Aufmerksamkeit“ von Elena Brower und Erica Jong

„Gesund durch Meditation“ von Jon Kabat-Zinn

„Die Yoga-Kriegerin“ von Ana T. Forrest

„Die Yoga-Box“ von Anna Trökes

„Leichter Leben“ von Sylvia Wetzel

„Alle sind erleuchtend“ von Kristin Rübesam

Schöne Musik dazu:

„Yoga“ von Putumayo World Music

 


24. März 2014

Anleitung: Erdbeerkind von Rosenrot

_MG_7169_web

Kopie von IMG_5120

rosenrots erdbeerkind_seite_6

Unter den deutschen Puppenmacherinnen ist Iris von Rosenrot wohl am bekanntesten für das ganz kleine Format. In ihrer Werkstatt in Süddeutschland stellt sie wunderschöne, herzerfrischende und perfekt gearbeitete Püppchen her.

Blumenkinder, Märchenfiguren, Wichtelwaldkinder, Engelchen und Jahreszeitenfiguren – all ihre Werke werden sorgfältig und liebevoll aus natürlichen Materialien und fröhlichen Stoffen von Hand hergestellt und haben liebevolle, verspielte Details wie geflochtene Zöpfe und Blumenkränze im Haar.

Ihr Nähwisschen und ihre Kunst teilt Iris seit einigen Jahren in ihren Kursen für Kinder und Erwachsene. Und seit neuestem – endlich! – auch in Anleitungen zum Selbermachen!

Mit dem Engelchen hat Iris letzten November eine Reihe von Anleitungen zur Herstellung von Püppchen nach ihren Entwürfen begonnen. Pünktlich zum Frühlingsbeginn folgt nun das Erdbeerkind.

So leicht und frisch wie ihre Püppchen kommt auch diese Anleitung daher, bei deren Gestaltung Iris von ihren beiden talentierten Töchtern unterstützt wurde. Alle Arbeitsschritte werden ausführlich mit leicht verständlichen Texten und vielen schönen Bildern erklärt. Hübsche Illustrationen, gut handhabbare Schnittmuster sowie farbenfrohe und lebendige Gestaltungselemente machen das Arbeiten mit dieser Anleitung zu einem großen Genuss. Und das Ergebnis? – Zum Anbeißen süß!

Iris und ich verlosen ein Exemplar. Wenn ihr in Erdbeernählaune seid, schreibt bis Dienstag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Mittwoch auslosen und benachrichten. Viel Glück!

Die Anleitung für das Erdbeerkind ist für 14 Euro bei Rosenrot erhältlich. Sie wird euch kostenfrei als PDF per E-Mail zugesendet. Bestellung an irisflora@rosenrot-blumenkinder.de. Iris bietet übrigens auch eine passende Materialpackung für dieses Projekt an.

(Die Gewinnerin der Anleitung ist Loredana.)


21. März 2014

Freitagspuppe Oda

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC
(Oda ist bereits verkauft. Oda is already sold.)

Oda, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Oda ist ein 30 cm großes Puppenbaby. Sie hat marzipanfarbene Haut, braune Augen, strohblondes flauschiges Haar mit einigen Haarsträhnen, ein kleines Näschen, einen Bauchnabel und ein paar Sommersprossen in ihrem Gesicht. Die Puppe hat auch einen Po und kann sitzen.

Oda trägt violette Latzhosen, ein langärmeliges Shirt mit Streifen in Grau und Mandarine, fliederfarbene Häkelschuhe mit Bindebändern, ein lila Halstuch mit bunten Blumen und eine malvenfarbige Strickmütze mit Blüte.

Ihr zweites Outfit besteht aus einem lila Kleid mit bunten Blumen, hellrosa Leggins, auberginefarbenen Häkelschuhen mit Bindebändern und einem auberginefarbenen Haarband mit Blüte.

Die Puppe kommt mit geblümten Stoffwindeln (nicht abgebildet).

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Oda ist für 250 Euro in meinem Etsy Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.


18. März 2014

Bücher: „Das große Puppenspiel“ von Käthe Kruse

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

Von den Künstlerinnen, die in den Aufbruchsjahren der Reformzeit Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Puppen die Idee vom künstlerischen und dem spielenden Kind angemessenen Gebrauchsgegenstand umsetzten, ist Käthe Kruse eine der bekanntesten und bedeutendsten. Bis heute wird ihr Lebenswerk mit der Traditionsmanufaktur Käthe Kruse GmbH in Donauwörth fortgeführt.

In ihrer Autobiographie „Das große Puppenspiel“ erzählt die Künstlerin aus ihrem Leben, das mit Beginn ihres Mutter-Seins vor allem den Puppen gewidmet war.

Das Buch kann ich nur allen ans Herz legen, die Puppen und Puppenmacherei lieben. Es ist informativ, unterhaltsam und begeisternd. Viele Stellen und Zitate begleiten mich seit vielen Jahren und haben meinen Weg als Puppenmacherin nachhaltig inspiriert. Einige davon möchte ich gern mit euch teilen.

Da ist zum Beispiel Käthe Kruses Ehemann, der Bildhauer Max Kruse, der sich weigerte, seinen Töchtern die gewünschten Puppen zu kaufen: „Nee, ick koof Euch kenne Pauppen. Ick find’se scheißlich. Wie kann man mit einem harten, kalten und steifen Dings mütterliche Gefühle erfüllen. Macht Euch selber welche! – Eine bessere Gelegenheit, Dich künstlerisch zu entwickeln, kannst Du Dir gar nicht wünschen!“.

Damit begann Käthe Kruses Weg mit den Puppen. Zunächst nur für ihre eigenen Kinder, die „die Puppen, die ich ihnen machte, so zärtlich (liebten), als wären sie wirkliche, lebende Kinder“.

Als „ziemlich schauderhaft“ beschreibt sie ihre ersten Puppen, aber mit Potenzial, denn „ansehen aber konnte man ihnen, dass sie der Beginn der Verwirklichung eines neuen Gedankens waren. Die Vereinigung von Primitivität und Natürlichkeit ist das Geheimnis meiner Puppen.“.

Bald sprach sich herum, dass Käthe Kruse besondere Puppen zum Spielen für Kinder herstellte. Sie wurde zu Ausstellungen eingeladen, erhielt Auszeichnungen, Anerkennung und Aufträge aus der ganzen Welt und baute eine eigene Werkstatt auf, in der sie Puppen nach ihrem Konzept und gegen den herrschenden Markt herstellte: „Handarbeit! Ich bin von diesem Prinzip nie abgegangen und werde auch nie davon abgehen. Die Hand geht dem Herzen nach. Nur die Hand kann erzeugen, was durch die Hand wieder zum Herzen geht. Dafür gibt es wohl kein überzeugenderes Beispiel als die Puppe.“.

Und weiter: „Denn was ist eine Puppe, auf die einfachste Formel gebracht? Die Puppe muss etwas zum Liebhaben sein. Das ist ihr Sinn und Zweck. Und was hat man lieb? Was ist es, was Liebe erweckt, was Liebe ist? Da sind wir auf einmal von der Puppe zum allertiefsten Problem gelangt. Es gibt eben keine kleinen Dinge im Leben, überall ist’s tief. Man muss nur hinsehen wollen. Liebe ist umarmen wollen, zärtlich sein dürfen, streicheln, anschmiegen, sorgen, pflegen dürfen. Alle Liebe beginnt und endet damit. Man liebt nicht etwas, ohne den Wunsch, es umarmen, wenigstens anfühlen zu dürfen. (…) Anfassen wollen wir, was uns zarte, liebevolle Empfindungen erweckt. Und daraus folgt, dass Fühlen und Anfühlen dasselbe sind.“.

Dabei spart die Künstlerin auch nicht mit Kritik an der etablierten industriell hergestellten Puppe: „Naturalismus hat nichts mit Natürlichkeit zu tun, gar nichts. Realistik ist Panoptikum, Wachsfigurenkabinett, Schreckenskammer – abstoßend und furchterregend. Natürlichkeit dagegen wird von der Seele des Kindes aufgenommen, ohne dass es seine natürlichen Gefühle zu verbiegen braucht, – um lieben zu können.“.

Liebe und Gefühle, immer wieder tauchen sie in Käthe Kruses künstlerischer Konzeption auf: „Es gibt keine plastische Form (und auch die Puppe, in jeder Art, ist Form), die nicht Gefühle erweckt.“. Ihre kleine Tochter Mimerle führt ihr die Bedeutung und den Sinne des Spielzeugs vor Augen: In „die geborene, schützende, kleine Mutter verwandelt die Puppe das fünjährige Kind beim Spiel.“.

Damit passen ihre Puppen perfekt zu den Gedanken der Reformpädagogik, die sich in jenen Jahren entwickelte und deren wichtigstes Erziehungsziel die Entwicklung der naturangelegten Kräfte wie die der Phantasie, Neugier und Nachahmung bei den Kindern war.

Stets war es die Natur des Kindes, die im Mittelpunkt von Käthe Kruses künstlerischer Gestaltung stand. Puppen zum Liebhaben wollte sie herstellen. Puppen, die natürlich aussehen und sich gut anfühlen.

Was damals eine große Innovation in der Spielzeugherstellung war, inspiriert auch heute noch Frauen auf der ganzen Welt zu handgemachten Puppen für ihre Kinder. Denn nach wie vor gilt: Die Hand geht dem Herzen nach …

„Das große Puppenspiel“ von Käthe Kruse ist 1961 im Verlag Puppen & Spielzeug erschienen, wird aber nicht mehr aufgelegt und ist noch nur antiquarisch erhältlich. Ich verlose ein Exemplar. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Donnerstag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Freitag auslosen und benachrichten. Viel Glück!

(Die Gewinnerin des Buches ist Véronique.)


17. März 2014

Zeit

Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit hier auf meinem Blog viel um das Thema Zeit geht. Zuletzt vor einer Woche, als ich im Zusammenhang mit meinem Feedreader von „zeitsparenden Maßnahmen“ schrieb. Klar! Zeit ist ja, wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind, das wichtigste Gut im Leben.

Wieviel Zeit möchte ich in Mariengold stecken? Wie kann ich mehr freie Zeit im Sinne von Freizeit finden? Wieviel Zeit brauche ich ganz für mich allein? Mit wem und womit möchte ich meine Zeit am liebsten verbringen? Was ist Zeit eigentlich? Und lässt sie sich überhaupt haben, finden, nehmen, planen oder gar sparen?

Eines meiner Ziele für 2014 ist „reich an Zeit zu sein“. So habe ich das Anfang des Jahres aufgeschrieben. In Bezug auf Mariengold heißt das, dass ich weniger arbeiten, den Gewinn meines Labels aber dennoch steigern möchte. Klingt erst einmal gegensätzlich, oder?

Mein Kopf ist voller Pläne für Mariengold. Projekte kommen und gehen. Ich habe tausend Ideen für die Zukunft. Dazu das laufende Geschäft mit den Puppen, DIY-E-Books und Puppennähkursen. Und nicht zuletzt dieser Blog. Klar, dass ich dafür Zeit brauche, viel Zeit. Wirklich?

Nö. Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass ich seit langem nicht mehr so angenehm ausgewogen gearbeitet habe wie in diesem Jahr. Ich fühle mich wohl, bin gesund und munter und seit einiger Zeit gut in meiner Mitte. Nachmittags lasse ich mich oft bei einem kleinen Schläfchen von der Sonne kitzeln. Ich mache jeden Tag eine Stunde Yoga, bin für jedes Experiment in der Küche zu haben und gehe am liebsten früh ins Bett. Wie das mit der vielen Arbeit für Mariengold zusammengeht?

Eine wichtige Erfahrung meiner Selbständigkeit ist das Parkinsonsche Gesetz, das besagt, dass Arbeit sich genau in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Ich habe das jahrelang an mir selbst beobachtet: Aufgaben, die sich in 30 Minuten erledigen lassen, können gern auch 3 Stunden dauern. Und umgekehrt. Daraus habe ich ein paar Schlüsse gezogen.

Erinnert ihr euch an den Timer? Anfang des Jahres habe ich ausprobiert, mir Zeitlimits im Arbeitsalltag zu setzen. Das ging mit einfachen Fleißaufgaben wie Recherchen, Materialeinkäufen und Aufräumen los. Dann kamen anspruchsvollere Dinge wie die Erstellung von Kreativ-Briefings, Entwurfsarbeiten und das Schreiben von Blog-Artikeln dazu. Als ich schließlich im Februar neben dem ohnehin schon aufwendigen laufenden Geschäft ein neues großes Projekt begann, blieb mir nichts anderes übrig, als mir für jeden einzelnen Tagespunkt ein klares Zeitlimit zu setzen. Und ganz wichtig: zu atmen.

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ich bereit bin, in den jeweiligen Zeitfenstern mein Bestes zu geben und es danach einfach gut sein zu lassen. Ein wichtiges Mantra in meinem Alltag lautet deshalb: „So wie es ist, ist gut genug.“ Und das fühlt sich im Moment genau richtig an.

Natürlich läuft nicht immer alles rund. Manchmal stehe ich mit dem falschen Bein zuerst auf. Manchmal arbeite ich langsam wie eine Schnecke. Und manchmal kommt einfach das Leben dazwischen (zum Glück!). Aber im Großen und Ganzen habe ich das gute Gefühl, allein zu bestimmen, wie ich meine Zeit gestalte. Genau diese Freiheit habe ich mir so sehr gewünscht, als ich mich vor sieben Jahren selbständig gemacht habe.

Vielleicht stellt sich die Frage, warum ich nicht einfach weniger arbeite im Sinne von, dass ich mir weniger vornehme und entsprechend weniger tue.

Nein, das kommt für mich zur Zeit nicht in Frage. Zum einen weil ich meine Arbeit sehr gern mache genau so, wie ich es gerade tue, und weil ich Puppen auch einfach aus Liebe zur Sache herstelle. Zum anderen erwirtschafte ich mit eben dieser Arbeit ja auch mein Einkommen.

Weniger zu arbeiten bedeutet deshalb in diesem Jahr für mich, dass ich meine Arbeitszeit klar begrenze, gut plane, konzentriert bei der Sache bin, mein Bestes gebe und rechtzeitig einen Punkt setze (auch wenn mir da natürlich oft mein Perfektionismus in die Quere kommt). Diese Arbeitsweise hat sich in den vergangenen Monaten wirklich gut bewährt und passt auch zu meinen Einkommenszielen.

Aber was viel wichtiger und toller ist: Ich fühle mich so langsam immer reicher an Zeit.

Und was sich mit der alles machen lässt! Zum Beispiel Buchweizen-Schokoladen-Granola, lesen, endlich mal wieder etwas selbst machen oder einfach: die Sonne genießen.

 


14. März 2014

Freitagspuppe Aniko

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

(Aniko ist bereits verkauft. Aniko is already sold.)

Aniko, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Aniko ist ein 45 cm großes Puppenbaby. Sie hat aprikosenfarbene Haut, dunkelbraune Augen, naturweißes flauschiges Haar mit einigen Haarsträhnen, ein kleines Näschen, Ohren und einen Bauchnabel. Die Puppe hat auch einen Po und kann sitzen.

Aniko trägt pinkfarbene Latzhosen, ein langärmeliges Shirt mit Streifen in Grau und Schwarz, hellrosa Häkelschuhe mit Bindebändern, ein cremefarbenes Halstuch mit grauen Pusteblumen und eine rote Strickmütze mit Blüte.

Ihr zweites Outfit besteht aus einem karierten Kleid in Grau und Creme mit zwei großen geblümten Taschen, hellrosa Pumphosen, pinkfarbenen Häkelschuhen mit Bindebändern, einem pinkfarbenen Blütenhaarband, einer Mütze mit Streifen in Grau und Schwarz und einem cremefarbenen Mantel mit drei Perlmuttknöpfen aus Alpaka-Baumwolle.

Die Puppe kommt mit geblümten Stoffwindeln (nicht abgebildet).

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Aniko ist für 360 Euro in meinem Etsy Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.


10. März 2014

7 Wochen Fastenzeit

Die Kunst des Alleinseins üben (ich liebe dieses Video dazu).

Innere Schätze entdecken.

Selber denken (z. B. mit dieser Aktion der evangelischen Kirche).

Sich an all den Dingen erfreuen, die man nicht braucht.

Nichts zu verlieren haben.

Leichter leben (z. B. mit diesen Meditationen von Sylvia Wetzel).

Danke sagen.

Achtsamkeit praktizieren.

Die Freude befreien, die im Körper steckt (z. B. mit Yoga, Tanzen oder einfach Herumlaufen).

Den Blick für das Wesentliche schärfen.

Mit kleinen Schritte in die große Freiheit gehen.

Das Herz führen lassen.

 

 


7. März 2014

Freitagspuppe Halinka

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

(Halinka ist bereits verkauft. Halinka is already sold.)

Halinka, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Halinka ist ein 45 cm großes Puppenbaby. Sie hat aprikosenfarbene Haut, dunkelbraune Augen, hellbraunes flauschiges Haar mit einigen Haarsträhnen, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel. Die Puppe hat auch einen Po und kann sitzen.

Halinka trägt weinrote Latzhosen, ein gelbes Shirt mit langen Ärmeln, gelbe Häkelschuhe mit Bindebändern, ein cremefarbenes Halstuch mit bunten Blumen und eine Strickmütze mit einer großen Bommel und einem Farbverlauf in Lila und Violett.

Ihr zweites Outfit ist zum Tanzen und fürs Ballett. Es besteht aus einem bauschigen Tüllrock in Mauve mit einem geblümten Bündchen, einem altrosa Wickelbolero, einer Mütze und einem Body mit Streifen in Lila und Flieder, fliederfarbenen Häkelschuhen mit Bindebändern und einem fliederfarbenen Blütenhaarband.

Die Puppe kommt mit geblümten Stoffwindeln (nicht abgebildet).

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Halinka ist für 320 Euro in meinem Etsy Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.


5. März 2014

Bücher: „Bekloppte Socken“ von Marty Allen

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

(Das Buch gewonnen hat Annette.)

„Oh mein Gott!“ und „Das passt ganz sicher nicht zum Mariengold-Blog!“ waren meine ersten Gedanken, als ich vor ein paar Wochen unter anderem dieses Buch aus einem dicken Umschlag des Verlags Edition Fischer zog. Neben dem Umschlagbild war es vor allem der Titel „Bekloppte Socken. 35 schräge Handpuppen ruckzuck selbst gemacht“, der mich so gar nicht neugierig und leselustig machte.

Das kommt eben manchmal vor, dass ich Bücher zur Rezension erhalte, die ich gleich beiseite lege, weil sie für Mariengold nicht interessant sind.

Doch damit war das Schicksal dieses Buches noch nicht endgültig besiegelt. Denn eines Abends blätterte ich doch gedankenverloren darin, erwischte mich ein paar Mal beim Kichern und las mich schließlich begeistert fest.

Was für ein erfrischendes Bastelbuch!

Der Autor Marty Allen ist ein Künstler, Puppenmacher und Musiker aus Brooklyn, New York. Er ist bekannt für seine Sockenpuppen-Porträts, kleine gerahmte Fotografien von Sockenpuppen mit einer ausgearbeiteten Biografie, und für seine Performance mit der Puppe „Uncle Monsterface“.

Genau diesen Hintergrund finde ich spannend. Zum einen ist es interessant, mal einen männlichen Puppenmacher mit seiner Herangehensweise an das Handwerk und seinem Blick für das Schöne kennenzulernen. Zum anderen setzt Marty Allen als Künstler einen stark konzeptionellen Schwerpunkt. Das bedeutet, dass in dem Buch weniger das Basteln selbst im Vordergrund steht, sondern viel mehr die Erzählebene seiner Projekte. So hat jede seiner Sockenpuppen eine ganz eigene Persönlichkeit und Geschichte. Und alle Puppen zusammen wiederum geben ein herrliches Ensemble für die Bühne, auf der all diese Geschichten miteinander verwoben werden können.

Mit federleichten Texten und skurrilen Illustrationen und Abbildungen werden detailliert alle Arbeitsschritte, Werkzeuge und Materialien für 35 einfache Puppen aus Socken erklärt. Bei aller Ausführlichkeit wird der Autor aber auch nicht müde, seine Leser immer wieder zu ermuntern, eigene Kreationen zu entwickeln und einfach Spaß zu haben.

Den hatte ich allein schon beim Lesen. Mir gefällt vor allem der Humor dieses Buches sehr. Das erinnert mich daran, worum es beim Puppenmachen neben der künstlerischen Handfertigkeit, technischen Präzision und stimmigen Gesamtkonzeption vor allem geht: Nämlich um Phantasie, Freude und Leichtigkeit.

Ein großes Kompliment auch an den Verlag für die ansprechenende und frische Gestaltung des Buches!

Obwohl ich richtig Gefallen an den „bekloppten Socken“ gefunden habe und Lust habe, bei der nächsten Party meiner Tochter solche Puppen mit den Mädchen zu basteln, verlose ich wie immer mein Rezensionexemplar. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichten. Viel Glück!

Marty Allen: Bekloppte Socken. 35 schräge Handpuppen ruckzuck selbst gemacht, Edition Fischer, ISBN: 3863551583, 14.90 Euro