28. Januar 2013

Buchvorstellung: Die Waldorfpuppe von Karin Neuschütz

– Die Gewinner des Buches sind Elke und Denise. Zwischenzeitlich habe ich auch von Wollknoll ein Exemplar bekommen, das ich noch mit in die Verlosung gegeben habe. Viel Freude beim Schmökern und Puppennähen. –

Below you will find a review with a personal touch of the book „Die Waldorfpuppe“ by the Swedish author and doll maker Karin Neuschuetz. I am not sure if this book is available in English. But there is a book by the same author with the title „Sewing Dolls“ which probably covers the same content. I really appreciate the book because it was my trusty companion on my journey into professional doll making. But I also come to the conclusion that it is – at least on the German crafting book market – time for something fresh and new, a thought that I will surely pick up again in the Valentine’s week when my doll making e-book series will be launched. Back to the book, I host a drawing for the German copy. Feel free to send an e-mail to hello@mariengold.net if you want to win it.

Wenige Monate nach der Geburt meiner Tochter hatte ich den Wunsch, ihr eine Puppe zu nähen. Ich hatte mich in diesem ersten Sommer mit Kind mit einer anderen jungen Mama angefreundet, die weniger zögerlich als ich an dieses große Vorhaben heranging, und ohne deren Zuversicht und Vorfreude ich das Projekt wahrscheinlich nie gewagt hätte.

Im Herbst trafen wir uns für ein paar Abende, um für unsere Töchter Puppen zu nähen. Annika, meine Freundin, hatte ein unerschütterliches Vertrauen in unsere Hände, was mich ermutigte, und so entstanden unsere ersten Puppen. Ich gab meiner den Namen Tilda, nach Annikas Katze, die uns an jenen Abenden Gesellschaft geleistet hatte.

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Ich erzähle diese Geschichte, weil sie mir als Puppenmacherin so oder in ähnlicher Form schon von ganz vielen Frauen erzählt wurde. Ein Buch spielt in diesen Erzählungen meist eine besondere Rolle, nämlich „Die Waldorfpuppe“ von Karin Neuschütz.

Das Buch ist ein echter Klassiker der waldorforientierten Handarbeitsliteratur. Es wurde zuerst in den 1980er Jahren veröffentlicht und wird seitdem immer wieder neu aufgelegt. Seit vielen Jahren schon inspiriert es Eltern, Puppen für ihre Kinder zu nähen oder gar den Weg ins berufliche Puppenhandwerk zu gehen, so wie es bei mir war.

„Die Waldorfpuppe“ begleitete mich vor allem am Beginn dieses Weges, indem es mir die Grundlagen des Puppennähens vermittelte. Mit dem Buch an meiner Seite stieg ich immer tiefer in das Handwerk ein. Schon bald konnte es meine Fragen nicht mehr beanworten. Also las und arbeitete ich mich durch weitere Anleitungsbücher. Entwarf und verwarf. Tüftelte, probierte und seufzte, mal glücklich und wie im Rausch, mal ungeduldig und genervt. Ständig kamen neue Impulse. Fragen tauchten auf und unter meinen Händen entstanden die Antworten. Ich tauschte mich mit anderen Puppenmacherinnen aus. Mal lernte ich von ihnen, mal konnte ich ihnen etwas beibringen. Mittlerweile sind mir diese Prozesse ganz vertraut und ich tauche immer wieder gern in sie ein, um etwas Neues zu lernen, mich künstlerisch weiterzuentwickeln und die Arbeit lebendig zu halten.

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Das Buch von Karin Neuschütz steht für meine Anfänge und erinnert mich daran, wie dankbar ich damals war, sprichwörtlich etwas in der Hand zu haben, das mir Freude an der Puppenmacherei macht. Deshalb empfehle ich es auch heute noch von Herzen gern, wenn ich nach Literatur zum Einstieg in dieses Handwerk gefragt werde.

„Die Waldorfpuppe“ beinhaltet Anleitungen zur Herstellung verschiedener Stoffpuppenarten und ihrer Kleidung sowie einen Einblick in die Bedeutung des Puppenspiels aus Sicht der Waldorfpädagogik. Es enthält viele Bilder von Puppen zur Anregung sowie Zeichnungen, Beschreibungen und Schnittmuster, die es meiner Erfahrung nach jedem ermöglichen, selbst eine Puppe samt Kleidern zu nähen, ganz gleich welche Vorkenntnisse mitgebracht werden. Es vermittelt mal mehr und mal weniger ausführlich die wichtigsten Techniken und Arbeitschritte und bereitet damit auch die Grundlage für den Entwurf eigener Puppen.

Durch die intensive Beschäftigung mit dem Buch habe ich natürlich auch seine Grenzen kennengelernt. An einigen Stellen fehlt es mir an Tiefe und Anschaulichkeit bei den Anleitungen sowie an Funktionalität und Schönheit bei den Techniken und Schnitten. Dies weiß ich aber vor dem Hintergrund der Entstehungszeit des Buches und dem ausdrücklichen Anliegen der Autorin zu betrachten, sich möglichst schnell frei von den Vorlagen im Buch zu machen und eigene Ideen zu entwickeln. Und dass „Die Waldorfpuppe“ regelmäßig neu aufgelegt wird, spricht natürlich auch für den zeitlosen, fast schon nostalgischen Charme nicht nur der Puppen, sondern auch des Buches, dem auch ich erliege.

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Mein Buch, eine Ausgabe von 2004, dem Jahr, in dem auch meine Tochter geboren wurde, hüte ich wie einen kleinen Schatz, denn ich verbinde mit ihm eine besondere Zeit in meinem Leben. Die Fotografien, Illustrationen und Worte sind mir sehr vertraut und wärmen mir das Herz, wann immer ich eine beliebige Seite aufschlage. Dann tauche ich wieder ein in die Zeit, als meine Tochter noch ganz klein und ich auf der Suche war, nach schönen Dingen, die ich selbst für sie herstellen konnte und nach Inspiration für meine berufliche Entwicklung. Vom vielen Schmökern damals und Herumreichen in meinen Kursen heute ist das Buch schon ein wenig müde und angeschlagen. Aber für mich ist es immer noch eines der besten Bücher auf dem Weg in meine berufliche Selbständigkeit.

Dennoch denke ich immer wieder, wenn ich in Anleitungsbüchern für Puppen blättere, dass es eigentlich Zeit für etwas Neues ist. Das Handwerk hat sich weiterentwickelt. Es gibt schon einige spannende Konzeptionen von Stoffpuppen, die frei von der Tradition der Waldorfpädagogik und offen für neue Techniken, Materialien, Schnitte und Details sind, und damit ganz viel Lebendigkeit, Frische und Vielfalt in die Puppenmacherei bringen. Diese Entwicklung spiegelt sich aber noch nicht in den DIY-Veröffentlichungen der Verlage wieder. Meiner Meinung nach werden hier Entwicklungen verschlafen und Chancen ungenutzt gelassen. Diesen Gedanken werde ich sicherlich noch einmal in der Valentinswoche zum Launch meiner E-Book-Serie zum Puppenmachen aufgreifen.

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Zurück zum Buch von Karin Neuschütz, mein Rezensionsexemplar von „Die Waldorfpuppe“ aus der neuesten Auflage von 2012, das mir der Verlag Freies Geistesleben freundlicherweise zugeschickt hat, biete ich nun zur Verlosung an. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Mittwoch Nacht ein E-Mail an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Donnerstag auslosen und benachrichten. Ich wünsche euch viel Glück.

 

 


25. Januar 2013

Freitagspuppe Kilda ~ Friday Doll Kilda

Kilda, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

In dieser Woche habe ich es mir leicht gemacht und mich bei den Plänen für die Freitagspuppe daran erinnert, wie begeistert ihr von Kilda, meiner letzten Puppe in 2012, wart. Da die Nachfrage so groß war, gibt es heute noch einmal eine Kilda.

Mit einer Veränderung. Die Kilda dieser Woche trägt ein Set aus Mäntelchen und Mütze von Alpakita, dem Projekt der peruanischen Strickfrauen, von dem ich euch vor einer paar Tagen erzählt habe.

Meine Tochter trägt übrigens den gleichen Mantel jeden Morgen am Frühstückstisch. Und das seit drei Jahren. Denn er scheint mitzuwachsen. Wenn ich manchmal so verträumt mit dem Löffel in meinem Getreidekaffee rühre, kann ich sie schon als Teenagerin in diesem Mantel ihr Müsli schlürfen sehen.

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Kilda ist 40 cm groß. Sie hat aprikosenfarbene Haut, hellbraunes Haar mit zwei geflochtenen Zöpfen und braune Augen.

Sie trägt ein cremefarbenes Kleid mit Rosen in Rot, Rosa und Lindgrün, eine rote Pumphose aus Baumwollnicki, ein langärmeliges Ringelshirt in Weiß und Schwarz, lila Häkelschuhe mit Bindebändern, ein lila Seidentüchlein und eine rote Mütze aus Baumwolljersey.

Kildas zweites Outfit besteht aus einem karierten Kleid in Creme, Rosa und Rot mit zwei großen geblümten Taschen, weißen Jerseyleggins, roten Häkelschühchen mit Riemchen, einer roten Strickmütze und einem roten Strickmäntelchen aus Alpaka-Baumwolle von Alpakita.

Kilda ist für 280 Euro in meinen Shops bei DaWanda und Etsy erhältlich. Weitere Bilder in meinem findet ihr in meinem Portfolio.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.


18. Januar 2013

Freitagspuppe Frances ~ Friday Doll Frances

Frances, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Bei allen Veränderungen, die sich seit einiger Zeit bei Mariengold vollziehen, sind meine Freitagspuppen zumindest konzeptionell eine wohltuende Konstante.

In meiner Werkstatt weht im Moment der Wind des Wandels.

Denn als Herausforderung und Entwicklungsimpuls erarbeite ich seit Beginn des neuen Jahres für jede einzelnen Puppe einen neuen Schnitt und setze so fast täglich neue Ideen um, erweitere mein Repertoire, verfeinere meine Schnitte und meine Technik und spiele mit meinem künstlerischen Ausdruck. Ich habe einfach Spaß am Ausprobieren und Tüfteln und genieße die Phase gerade sehr.

Die meisten Veränderungen sind auf den ersten Blick nicht sichtbar, zumindest nicht an den bekleideten Puppen. Aber darunter, unter dem weichen Bunt, verstecken sich neue Formen und Verbindungen.

Und Frances wackelt schon ganz offensichtlich mit den Ohren.

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Frances ist eine 45 cm große Babypuppe. Sie hat aprikosenfarbene Haut, hellbraunes flauschiges Haar, dunkelbraune Augen, eine Nase und Ohren.

Sie trägt eine Latzhose aus grünem Baumwollnicki, ein langärmeliges Ringelshirt in Orange, pinkfarbene Häkelschuhe mit Bindebändern, ein weißes Halstuch mit bunten Blumen, eine rosa Strickmütze mit Häkelblüte und eine rote Strickjacke mit Bindebändern.

Frances‘ zweites Outfit besteht aus einem cremefarbenen Kleid mit roten Pünktchen, einer safranfarbenen Pumphose aus Baumwollnicki, roten Häkelschuhen mit Riemchen, einem rosa Seidentüchlein und einer roten Jerseymütze.

Außerdem kommt sie noch mit einer Stoffwindel.

Frances ist für 325 Euro in meinen Shops bei DaWanda und Etsy erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio.

Macht’s gut, ihr Lieben, genießt ein wunderschönes Winterwochenende.