3. Dezember 2014

Ein Schal aus Wolle und Licht

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

An einem Wochenende im November habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und endlich, endlich einen Webkurs besucht. Das Weben wollte ich schon seit einigen Jahren lernen, der Besuch von 8Hände auf der Textile Art im Juni gab den letzten Anstoß. Allein, es fehlte ein Kurs hier in Berlin. Aber wie immer fügte sich alles gut zusammen und ich wurde eines Tages auf dem Blog We Like Mondays fündig und vereinbarte gleich ein Date mit dem schönen Handwerk.

Mit Herzklopfen und riesengroßer Vorfreude machte ich mich dann vorletzten Freitag auf den Weg zu der Textildesignerin Christina Klessmann nach Charlottenburg. Dort befindet sich in einem alten Gewerbegebäude ihre Textilmanufaktur, ein lichtdurchflutetes Atelier mit ein paar Webstühlen, einer farbenprächtigen Auswahl an verschiedenen Garnen und vielen wunderschönen, handgewebten Stücken, die so richtig Lust aufs Selberweben machen. Von mir aus konnte es also gleich losgehen.

Und so begannen wir mit der Einrichtung der Webstühle, der Planung der Textilien und der Auswahl der Garne, was an diesem ersten Kurstag mein Lieblingsteil war. Einen Schal wollte ich mir weben. In meiner Vorstellung sah ich ihn schon ganz genau vor mir – ein Traum in Creme, Pink, Senfgelb und Altrosa. Das passende Garn suchte ich mir ruckzuck zusammen, wickelte es von den Konen auf Spulen und begann mein Webabenteuer unter Christinas fachkundiger und herzlicher Anleitung.

Als ich da so an meinem Webstuhl saß mit Blick in die Novembersonne und dem vertrauten Geräusch der Berliner S-Bahn im Ohr, war es, als hätte ich nie etwas anderes getan. So leicht ging mir die Arbeit von der Hand. So viel Freude machte mir das Spiel mit den Farben, Texturen und Mustern. Mein Schal wuchs und streifte sich im Nu und als ich am Sonntag die letzte Franse zwirbelte, war ich überglücklich und wusste, hier bin ich richtig, mit all den Garnen, Farben und Mustern, mit dieser relativ gleichförmigen Arbeit, bei der die Gedanken so herrlich zur Ruhe kommen und die Seele durch Augen- und Handschmaus genährt wird. Ich wusste und besprach sogleich aufgeregt mit Christina, ich würde weitermachen, wiederkommen und das Weben irgendwie in meine Arbeit als Puppengestalterin integrieren.

Jetzt überlege ich, wie ich einen Tischwebrahmen hier in meinem Atelier unterbringen kann (eigentlich gar nicht), wie ich das Weben weiter lernen kann (als wir die Webstühle einrichteten, scannte ich insgeheim schon die Garnauswahl) und wie ich eine ganz bestimmte Idee umsetzen kann, die mir schon seit einiger Zeit für Mariengold vorschwebt (nein, keine Puppenschals).

Aber das Allerbeste nach diesem Kurs ist das Tragen meines selbst gewebten, großartigen Schals, jetzt wo es so richtig kalt geworden ist in Berlin. Ich bin stolz, irre glücklich und habe das Gefühl, eine neue Liebe gefunden zu haben. Wie schön, Winterzeit, dass du jetzt da bist!

Am 6. und 7. Dezember öffnet Christina ihr Atelier zu einer Adventsausstellung, in der sie ihre handgewebten Textilien aus hochwertigen Materialien für Bekleidung und Inneneinrichtung zum Verkauf anbietet. Weitere Informationen hier.


1. Dezember 2014

DIY: Stricktuchpuppen zum Pucken

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

Kurz nachdem meine Tochter geboren wurde, schloss ich mich einer Elterninitiative zur Gründung eines neuen Waldorfkindergartens in Berlin-Mitte an, der heute als Fliederhof bekannt ist. Die intensive Mitarbeit dort sowie die nachfolgenden Kindergartenjahre haben meine Arbeit als Puppengestalterin natürlich sehr inspiriert.

In der Gründungsinitiative habe ich zum Beispiel meine liebe Freundin Laura von 1000 Rehe kennengelernt. Damals waren wir noch keine Puppenmacherinnen, sondern Mamis, die im wöchentlichen Bastelkreis Spielsachen für den Kindergarten herstellten. Dort bin ich auch zum ersten Mal mit sogenannten Waldorfpuppen in Berührung gekommen. Liebe auf den ersten Blick war es aber nicht, denn diese Puppen wirkten so unheimlich streng und altbacken auf mich. Es war vor allem Laura mit ihrer frischen und freien Herangehensweise und ihrer unbändigen Kreativität, die mir später zeigte, dass es auch ganz anders geht.

Es gab aber ein besonderes Erlebnis in dieser Zeit, das mich  sehr berührte und mir große Lust auf die Puppenmacherei machte. Ich erinnere mich noch genau, wie Anna, die Gründungserzieherin, uns Eltern ihre einfachen Stricktuchpuppen zum Pucken vorstellte, die sie den Kindern als einzige Puppen zum Spielen geben wollte. Dafür nahm sie ein Stück Wolle und wickelte es mit ruhiger und aufmerksamer Geste zu einer Kugel auf. Diese band sie mit einem schlichten naturweißen Stricktuch ab, so dass ein Kopf und vier einfache Glieder entstanden. Dann nahm sie ein großes farbiges Baumwolltuch, faltete es sorgfältig und schlug die Puppe fest damit ein.

Wow! In dem Moment standen mir Tränen in den Augen. Ich war so gerührt und mein Herz ganz weit. Diese Puppe war so schlicht und einfach und doch spürte ich, dass alles in ihr steckte, was ein Kind an Puppe braucht. An diesem unscheinbaren Nachmittag in einem Raum voller geschäftiger Eltern und lärmender Kinder bekam ich zum ersten Mal eine wirkliche Ahnung davon, was meine Berufung sein könnte.

In den darauffolgenden Wochen strickte ich wie eine Weltmeisterin, schließlich sollte jedes Kind in unserem Kindergarten eine solche Puppe in die Arme gelegt bekommen. Und auch zu Hause mit meiner kleinen Tochter habe ich das Spiel unzählige Male wiederholt. Wickeln, binden, pucken, lösen. Diese Puppenmomente gehören zu meinen allerschönsten Erinnerungen an ihre Kleinkindzeit.

Als ich mich ein, zwei Jahre später auf den Weg in die berufliche Puppenmacherei machte, habe ich die Stricktuchpuppen zum Pucken natürlich in mein Portfolio aufgenommen und ein paar Jahre zum Verkauf angeboten. Sie liefen zwar nicht besonders erfolgreich, aber ich glaube bis heute fest an ihren unschätzbaren Wert. Denn ganz ehrlich, neben all den schönen Puppen, die ich heute für Kinder auf der ganzen Welt nähe, haben diese einfachen Stricktuchpuppen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Damit möglichst viele Familien – denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nicht nur die Kinder daran Freude haben –  in den Genuss dieses wertvollen Spielzeugs kommen, möchte ich heute ein Herzens-Do-It-Yourself mit euch teilen und euch zeigen, wie ihr selbst so eine Stricktuchpuppe herstellen könnt.

Ihr braucht

1 bis 2 Knäuel Strickgarn aus naturweißer Schurwolle mit einer Lauflänge von ungefähr 100 bis 120 Metern auf 100 Gramm

20 bis 30 Gramm Schurwolle am Vlies

1 Stück reißfesten Zwirn

1 Baumwolltuch ungefähr mit den Maßen 100 cm x 100 cm

und natürlich Stricknadeln, eine Schere und eine Nähnadel

Und so geht’s

Aus dem Schurwollgarn strickt ihr im kraus-rechten Muster ein quadratisches Tuch ungefähr mit den Maßen 40 cm x 40 cm und vernäht die Fäden. Damit ist die Arbeit schon geschafft und das Spiel kann beginnen.

Bei den folgenden Schritten können eure Kinder gern dabei sein und miterleben, wie aus einem einfachen Tuch und ein bischen Wolle ihre Puppe entsteht. Aus dem Schurwollvlies wickelt ihr eine Kugel mit einem Umfang von ungefähr 25 cm. Diese legt ihr in die Mitte des Stricktuchs und bindet sie mit einem Stück Zwirn ab, so dass ein Kopf und vier Zipfel für die Arme und Beine entstehen. Aus den Enden der Zipfel können auch noch Hände und Füße geknotet werden. Zum Pucken faltet ihr das Baumwolltuch ein Mal in der Diagonalen, legt es mit der Spitze nach unten und schlagt die Puppe fest damit ein.

So schön eingehüllt liegt sie warm und angenehm in den Armen eurer Kinder und begleitet sie durch den Tag. Am Abend wird die Puppe wieder gelöst und kann am nächsten Tag durch eure Hände neu entstehen. Dieser tägliche Vorgang kann zu einem schönen gemeinsamen Ritual werden, vor allem wenn er von einem kleinen Liedchen oder Vers begleitet wird. So werden die Stricktuchpuppen zu einem großen Geschenk für eure Kinder, jeden Tag aufs Neue. Und ganz nebenbei erfahren sie, dass mit viel Vorstellungskraft und Liebe aus allem alles entstehen kann, was eine der besten und wertvollsten Lektionen der Spielzeit ist.

Ich wünsche euch und euren Kindern ganz viel Freude mit den Stricktuchpuppen!

Weitere DIYs findet ihr hier.


24. November 2014

Acht Hände fliegen hoch in die Luft (und ein Festtagstorten-Rezept))

SONY DSC

DSC_8394

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

DSC_8398

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

Mitten im grauen November hatten wir vier Berliner Puppenmacherinnen von 1000 Rehe, Von Kowalke, Lilla Kirrivi und Mariengold letzten Donnerstag einen wundervollen Glitzertag mit Torte, Prosecco und Gesangseinlage. Jede von uns hatte einen Jubelgrund zum Glücklichsein, privat oder beruflich. Aber der schönste Anlass für einen Trinkspruch mit Granatapfelkernprickeln war die feierliche Gründung unseres Puppenkünstlerinnenkollektivs.

Was vor bald zwei Jahren mit der Idee begann, uns regelmäßig zum Werkeln und beruflichen Austausch zu treffen, wuchs mit der Zeit zu einer tollen Gruppe von befreundeten Puppenmacherinnen – oder treffender – puppenmachenden Freundinnen zusammen. Im Mai auf unserer Reise zum Puppenfestival, in diese ganz andere, eher befremdliche Welt der Puppen, sprachen wir zum ersten Mal zaghaft über unseren Wunsch nach einem inspirierenden Umfeld, nach einer wohlwollenden, kreativen Gemeinschaft, in der wir uns mit unserer Kunst richtig gut aufgehoben fühlen und entfalten könnten. Schon in Neustadt war uns klar, dass wir das, was wir suchten, selbst erschaffen müssten. Aber auch, dass wir schon auf einem richtig guten Weg waren. Denn schließlich waren wir bereits ein kleines Kollektiv.

Was uns verbindet: Wir lieben Puppen und Puppenmacherei. Wir lieben es, mit unseren Händen zu arbeiten. Wir schätzen schöne, handgemachte Dinge aus natürlichen Materalien. Wir bemühen uns um möglichst nachhaltiges Leben und Arbeiten. Wir leben ganz oder teilweise von unserer Arbeit als Puppenmacherinnen. Wir mögen uns und sind gern zusammen. Wir schätzen den gegenseitigen Austausch über unsere Arbeit und werkeln gern gemeinsam. Und wir haben Lust auf mehr, viel mehr.

Im Sommer dann gute Aussichten, erste Ideen für Projekte und natürlich Namensvorschläge. Das war die Geburt unserer Gruppe und mit leuchtenden Augen und einem superguten Gefühl ging es in den Herbst, den wir mit konzeptioneller Arbeit an unserem Manifest verbrachten und immer noch damit beschäftigt sind. Welche Ziele verbinden wir mit unserer Gruppe? Was wollen wir in der Welt bewirken? Wie erreichen wir das? Wie wollen wir unsere Gruppe nach außen präsentieren? Welche Ideen haben wir für erste Projekte?

Gut‘ Ding will Weile haben. Und so geht es munter weiter mit unseren Ideen und unserer Planung. Jetzt war es aber an der Zeit für den nächsten Meilenstein, einen kleinen Schritt weiter in die Öffentlichkeit. Und so haben wir am Donnerstag mit dem zarten Pling von Lauras Kristallgläsern unsere Gruppe feierlich auf den Namen 8Hände getauft, mit dem wir uns von jetzt an als Puppenkünstlerinnenkollektiv in der Welt zeigen.

8Hände, das sind wir vier Puppenmacherinnen aus Berlin, das ist unser Projekt, mit dem wir gemeinsam die Welt der Puppenmacherei erforschen, erleben und gestalten wollen. 8Hände ist natürlich auch für euch. Denn irgendwann soll es neben dem Mitfiebern hier auch Veranstaltungen und Aktionen in Berlin und im Internet geben – Geduld nur, Geduld. Wir sind sehr glücklich!

Lauras Festtagstorte

Grundlage für den Teig ist Julias berühmter Spanischer Mandelkuchen:

2 Tassen fein gemahlene Mandeln
3 Esslöffel Butter
2/3 Tasse Zucker
6 Eier
Geriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1/4 Teelöfel Zimt

Die Butter mit dem Zucker und dem Zimt mischen und mit den Eigelben aufschlagen. Mandeln und Zitronenabrieb unterrühren. Die Eiweiße steif schlagen und locker unterheben. Den Teig in eine runde Kuchenform gießen und 30 Minuten bei 200 Grad backen. Den Kuchen abkühlen lassen und längs in drei Teile schneiden. (Ist mir ein Riesenrätsel, wie Laura das so toll hinbekommen hat!)

Nach dem Rezept für die Füllung gefragt, zuckte Laura nur mit den Schultern. Sie habe einfach Mascarpone, Quark, Sahne, Vanille und Zucker zusammengerührt, bis eine perfekte Creme entstanden ist.

In Schichten geht es weiter – Boden, Füllung, Boden, Füllung, Boden, Decke. Darauf Granatapfelkerne rieseln. Die geben der Torte einen herrlich frischen Geschmack.

Lasst es prickeln und guten Appetit!

Für 8Hände habe ich eine neue Kategorie auf der rechten Seite eingerichtet, in der ihr alle Artikel zu unserer Gruppe findet. Mehr Rezepte gibt es hier.


30. Oktober 2014

Kleine Herbstauszeit

Mariengold’s blog takes a litte autumn break from October 30th until November 9th. My Etsy and DaWanda shops are open during this time and I read and answer e-mails and take orders. There will also be a new ready-to-go doll in my shops at the beginning of the next week. Hope to see you here again on Monday November 10th. Wishing you golden autumn days and sending kisses on the hand!

Der Mariengold-Blog macht Herbstferien vom 30. Oktober bis 9. November.

Diese Auszeit gilt aber nur für meinen Blog. Meine Shops bei DaWanda und Etsy bleiben in dieser Zeit geöffnet und ich lese und beantworte weiterhin E-Mails und nehme Bestellungen entgegen. Anfang nächster Woche wird es in meinen Shops auch eine neue Puppe für den Sofort-Kauf geben.

Ab Montag, den 10. November geht es hier auf meinem Blog weiter. Bis dahin verbringe ich ein paar schöne Tage mit meiner Familie, feiere Halloween, veranstaltet den traditionellen November-Puppennähkurs in Berlin-Charlottenburg und besuche zusammen mit meiner Freundin Julia ein Yoga-Retreat an der Ostsee.

Ich wünsche euch goldene Herbsttage und schicke Luftküsse!


27. Oktober 2014

Interview: „Was möchte ich tun in diesem Leben?“

DSC_1030

Schreiben (2)

Schreiben (1)

Ganz oft werde ich gefragt, was ich beruflich machen würde, wenn ich die Puppen nicht hätte. Schreiben, denke dann immer oder spreche es auch mal laut aus, wenn ich besonders mutig bin. Das Thema Schreiben verbindet mich auch mit Sabrina Gundert, mit der ich vor einiger Zeit im Internet Bekanntschaft machte und seitdem in Verbindung stehe. Sabrina ist freie Journalistin, Autorin zweier Bücher und begleitet als Schreib-Coach in Workshops, Einzelsitzungen und auf ihrer Internetseite Handgeschrieben.de Menschen auf ihrem ganz eigenem Weg.

Für ihr neues Buch “Hab Mut und geh” habe ich Sabrina ganz viele Fragen zu meinem persönlichen Herzensweg mit Mariengold beantwortet. Ein paar Zitate meiner Antworten haben es sogar in das Buch geschafft. Einen Auszug aus unserem langen Gespräch findet ihr hier. Wenn ich heute lese, was ich im Frühling zu dem Thema gesagt habe, bin ich ganz berührt und glücklich und auch ein bischen nachdenklich. Gerade jetzt, wo bei Mariengold so vieles im Umbruch ist, spüre ich einmal mehr, wie essenziell wichtig es ist, stets im Gespräch mit sich selbst zu sein und immer wieder neue stimmige Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu finden. Weil ich weiß, dass viele nicht nur wegen der Puppen hierherkommen, sondern auch um sich für ihren eigenen Weg inspirieren und ermutigen zu lassen, habe ich Sabrina ein paar Fragen zu ihrem neuen Buch gestellt, das Ende Oktober erscheint.

Liebe Sabrina, was ist das für dich, ein Herzensweg?
Ein Herzensweg ist für mich ein Weg, bei dem wir wirklich dem folgen, was uns im Herzen brennt. Vielleicht gibt es schon lange eine Sehnsucht in uns – eine Sehnsucht nach Veränderung. Nach einer Tätigkeit, der wir insgeheim schon seit vielen Jahren nachgehen wollen, nach einem Neustart, den wir wagen wollen, einem Umzug, dem Absprung aus einer bestehenden Partnerschaft, nach einer langen Reise oder auch nach einer inneren Veränderung, die uns zum Beispiel auf den Weg von Meditation und Stille führen kann.

Meist befinden wir uns – ehe wir den ersten Schritt Richtung unseres Herzensweges machen – auf einem Weg, der diese tiefe Sehnsucht nicht stillen kann. Immer wieder tauchen Fragen auf wie: Wo zieht es mich hin? Was ist eigentlich mein Platz in diesem Leben? Was sind meine Potenziale? Was kann ich und was will ich? Was möchte ich tun in diesem Leben? Welchen Weg möchte ich gehen? Wie kann der erste Schritt auf diesem Weg aussehen? Und was muss ich in meinem Leben ändern, um ganz dem Ruf meines Herzens folgen zu können?

Andere Menschen haben uns bislang vielleicht nur nachsichtig belächelt, wenn wir ihnen von unseren größten Träumen und Sehnsüchten erzählt haben. Über die Jahre haben wir gelernt, dass das, wonach unser Herz uns sehnt, nicht machbar ist – zu wenig Geld, keine Kraft, gesellschaftlich nicht anerkannt, nicht der Norm entsprechend. Und doch spüren wir immer wieder dieses Ziehen in uns hin zu dem neuen Weg. Wir merken: Ja, das ist meins, genau das möchte ich tun, dafür lohnt es sich für mich zu leben.

Wagen wir dann doch die ersten Schritte auf solch einem Herzensweg, werden unweigerlich Ängste auftauchen – seien es unsere eigenen oder die anderer Menschen, die uns gut zureden, wir mögen doch lieber wieder unseren alten sicheren Beruf weiterverfolgen, statt diesen ungewissen Weg zu beschreiten. Doch wenn wir wirklich die Sehnsucht, das Brennen im Herzen spüren, können wir gar nicht anders, als weiterzugehen, egal, wie groß der Berg auch sein mag, der sich da gerade vor uns aufzutürmen scheint.

Was ist dein liebster Rat für Frauen, die sich auf den Weg ihres Herzens machen wollen?
Ob Frau oder Mann: Folge der Freude. Glaube an dich. Vertraue dir – und dem Leben. Denn unsere Begeisterung zeigt uns, wo es langgeht. Sie weist uns zielsicher auf unsere Talente, Wünsche und Visionen hin. Und: Unsere Freude hilft uns, dranzubleiben, auch wenn der Wind mal von allen Seiten bläst.

Wie unterstützt dein neues Buch Menschen auf ihrem Herzensweg?
Als ich losgegangen bin auf meinem Weg, habe ich mir immer eine Art Reiseführer gewünscht, in dem ich blättern und sehen könnte: Ah, hier könnte der Weg weitergehen! Ach so, diese Ängste und Zweifel sind ganz normal auf dieser Reise! Das Buch „Auf dem Herzensweg – Lebensgeschichten spiritueller Frauen“ hat im vergangenen Jahr die Geschichten von zehn Frauen vorgestellt, die ihrem Herzen gefolgt sind. Die Begegnung mit diesen zehn Frauen ist noch heute ein ganz großer Reiseproviant für mich, denn sie machen auch mir immer wieder Mut, selbst weiterzugehen.

Mein neues Buch „Hab Mut und geh“ ist nun mehr eine Art praktischer Reiseführer. Für alle die, die sich fragen: Ja, wie geht das überhaupt, den eigenen Weg zu gehen? Was sind denn meine Wünsche und Träume? Was für ein Potenzial steckt in mir? Wie gehe ich mit Zweifeln auf dem Weg um? Was sind meine Kraftquellen? Was unterstützt mich? Es ist ein Buch zum Lesen, Reinschreiben und Anhören, vor allem aber zum Leben. Jedes Kapitel besteht dabei aus Impulstexten, Inspirationen und Übungen. Da kann ich eine Visionsreise machen, innehalten mit einem kleinen Impuls oder schreibend herausfinden, was das eigentlich für mich ist, ein Herzensweg – und wo es für mich weitergehen kann.

Die einzelnen Kapitel drehen sich dabei um die Kernthemen, denen jede und jeder unweigerlich beim Gehen des eigenen Weges begegnet. Themen wie Sehnsucht, Sinnfragen, Träume, Ungeduld, Vertrauen, Scheitern und Wertschätzung. Und ich freue mich, wenn das Buch zu einem Reiseführer und Sprungbrett für all diejenigen wird, die noch an der Klippe stehen und sich fragen: Soll ich den Sprung ins Unbekannte wagen oder nicht? Möge es zu einer kraftvollen Brücke in dieses Neuland werden!

Dankeschön, Sabrina, für deine Antworten und Gratulation von Herzen zu deinem neuen Buch!

Sabrina und ich verlosen ein Exemplar ihres Herzensweg-Praxisbuches. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Mittwoch Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Donnerstag auslosen und benachrichten. Das Buch bekommt ihr dann von Sabrina zugeschickt, auf Wunsch mit persönlicher Signatur. Viel Glück!

“Hab Mut und geh. Das Herzensweg-Praxisbuch“ von Sabrina Gundert, www.handgeschrieben.de, erhältlich für 23.90 Euro im Buchhandel oder direkt bei Sabrina.

(Das Buch gewonnen hat Daniela.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)