20. Januar 2026

16./17.3. und 18./19.3. Puppenkurse bei Wollknoll

In gut zwei Monaten ist es wieder soweit und ich gebe mein alljährliches Kurs-Doppel im Ländle, auf das ich mich sehr, sehr freue. Hier die Termine:

Kurs 1: Montag 16. und Dienstag 17. März Puppenkurs bei Wollknoll in Oberrot-Neuhausen bei Schwäbisch Hall – Anmeldung direkt bei Wollknoll (Infos auf Seite 9 im Kursprogramm)

Kurs 2: Mittwoch 18. und Donnerstag 19. März Puppenkurs bei Wollknoll in Oberrot-Neuhausen bei Schwäbisch Hall – Anmeldung direkt bei Wollknoll (Infos aus Seite 9 im Kursprogramm)

Damit ihr euch vorstellen könnt, was euch an diesem besonderen Ort erwartet, der mir in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen ist, findet ihr Eindrücke von den letzten beiden Malen hier und hier.

Die Anmeldung erfolgt direkt bei Wollknoll, bei Fragen schreibt mir gern an hello@mariengold.net.

Ich freue mich auf euch und die Puppen!


8. Januar 2026

Puppenkurse 2026

An meiner Arbeit als Puppenmacherin schätze ich am meisten die vielfältigen Begegnungen mit den Menschen, die in meinen Kurse und Workshops kommen. Dann sitzen wir gemeinsam um einen großen Tisch herum, versinken in Material und Geschichten, werkeln und plaudern, lachen und tauschen uns aus und erschaffen dabei wunderschöne Puppen.

Dabei entsteht eine ganz besondere Energie, eine Verbundenheit, welche Kae Tempest so trefflich beschreibt: „Kreatives Verbundensein ist der Einsatz von Kreativität, um sich mit denjenigen, die den Moment mit einem teilen, in einen Raum größerer Verbundenheit zu begeben.“

In Zeiten zunehmender Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Einsamkeit glaube ich mehr denn je an die Kraft gemeinsamer Erlebnisse im Hier und Jetzt, an geteilte Erfahrungen und die Schönheit von echten Begegnungen im echten Leben, noch dazu wenn man dabei etwas mit den Händen erschafft. Diese kreative Verbundenheit spüre ich in jedem Kurs, egal ob mit drei oder zwölf Teilnehmerinnen. Jedes Mal gibt es Momente der Freude, Heilung und Entwicklung; das Puppenmachen scheint dafür ein wunderbarer Katalysator zu sein. Den Raum für solche Momente öffnen und halten, Begegnung ermöglichen, Berührung zulassen, Hinsehen und Hinfühlen beim Puppenmachen – das ist das Herz meiner Arbeit und mein größtes Glück als Puppenmacherin.

Auch 2026 wird es wieder viele Gelegenheiten dafür geben und ich lade euch ganz herzlich zu meinen Puppenkursen ein.

Das komplette Programm mit allen Terminen und ausführlichen Informationen findet ihr unter Kurse, hier die Termine für das erste Halbjahr:

16./17. März Puppenkurs bei Wollknoll in Oberrot-Neuhausen bei Schwäbisch Hall – Anmeldung direkt bei Wollknoll

18./19. März Puppenkurs bei Wollknoll in Oberrot-Neuhausen bei Schwäbisch Hall – Anmeldung direkt bei Wollknoll

18./19. April Puppenkurs in Berlin

9./10. Mai Puppenkurs in Berlin

13./14. Juni Puppenkurs in Berlin

Die beliebte Landpartie für Puppennähverliebte mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe findet dieses Jahr nicht statt. Ihr könnt euch aber gern auf die Interessentinnenliste für 2027 setzen lassen, dann erfahrt ihr den nächsten Termin als Erste.

Anmeldung für Kurse und Landpartie-Interessentinnenliste an hello@mariengold.net.

Ich freue mich auf euch!


11. Juni 2025

Klatschmohn, Hühner und Puppenmagie (Landpartie 2025)

Das war unsere siebte Landpartie für Puppennähverliebte, 2017 fand sie zum ersten Mal statt. Das ist eine lange Zeit, in der Laura und ich regelmäßig diesen besonderen Raum öffnen und gestalten und mit jeweils zehn Frauen ein großes Puppefest im Grünen feiern. Das verflixte siebte Mal also. Für uns war es magisch.

Da war zum Beispiel eine Teilnehmerin, die vor zwei Jahren schon einmal dabei war und in der Vorstellungsrunde mit leuchtenden Augen erzählte, wie sehr sich ihr Leben seitdem verändert hat und dass sie sich endlich einen kleinen Platz nur für sich selbst in der Familienwohnung geschaffen hat, an dem sie ungestört ihren Dingen nachgehen kann.

Oder der Klatschmohn vor dem Fenster unseres Seminarraums. Jedes, wirklich jedes Jahr geht er während unserer Anwesenheit dort auf. Es ist wie ein Durchbruch ins volle, knallrote Erblühen, das wir auch mit der Gruppe erleben, wenn alle angekommen und miteinander vertraut sind und sich so richtig schön ins Puppenmachen hineinsinken lassen. Wenn der Mohn blüht, meist am Nachmittag des zweiten Tages, tut es auch die Landpartie, und der Puppensommer ist da.

Und der Sommer ist herrlich im Refugium Hoher Fläming, wo unsere Landpartie zu Hause ist, ein wildschönes Anwesen mit einem großen alten Obstbaumgarten, kniehohen Gräsern und Blumen, verwunschenen kleinen Ruheorten, Wiesenpfaden und Naturkunst zum Bestaunen, einem einhunderjährigen Walnussbaum und einem Gemüsegarten, aus dem viel Gutes für die Küche kommt. Dieses Mal wurde die ganze Pracht von fünf freilaufenden Hühnern aufgemischt, die uns jeden Tag weiße und hellblaue Frühstückseier schenkten, neugierig unser Puppentreiben verfolgten und mit ihrem Hühnertreiben wiederum uns köstlich unterhielten.

Hühner sind auch Krafttiere und als solche stehen sie vor allem für Fruchtbarkeit. So kamen wahrscheinlich auch die fast 30 Puppen zustande, welche die Frauen an den vier Tagen erschafften. Das war schon auch magisch. Denn in unserer Erinnerung war es immer schon eine große Anstrengung, allein die angestrebten zwei Puppen pro Person zu begleiten und dieses Mal war es so leicht und fließend, dass wir nur staunen konnten.

Und so kam es, dass Laura und ich am letzten Tag nachmittags auf der Hollywoodschaukel saßen, gegenüber vom Seminarraum, dessen Bodenfenster weit geöffnet waren, so dass wir einen guten Blick auf das Schaffen drinnen hatten. Irgendwann fragte ich Laura, ob es nicht komisch sei, dass wir hier so gemütlich hin und her schwangen, während die Frauen drinnen emsig werkelten. Darauf entgegnete sie trocken: „Ist doch schön, wenn die Kinder selbständig spielen, lassen wir sie doch.“

Es war wirklich eine ganz wunderbare Spielzeit, eine Traumzeit auch, die wir wie im Rausch erlebten. Außenstehende können es meist gar nicht glauben: vier Tage Puppenmachen bis in die Puppen, unterbrochen nur von Schlaf und feinen Speisen. Für die Anwesenden ist es das Schönste, das sie sich vorstellen können und so viel mehr als nur Puppenmachen. Auch wir können kaum in Worte fassen, was da geschieht, deshalb immer wieder die Rede von der Magie.

Für mich ist es ein Raum der Begegnung von Menschen mit einem kräftig schlagendem Herzen in der Brust, die den Mut zu und Freude an gemeinsamen Erlebnissen und echten Verbindungen haben. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr und dafür halten Laura und ich seit Jahren die Fahne hoch (auch wenn uns dabei selbst manchmal das Herz bis zum Hals schlägt). Miteinander sein, kreativ sein, lachen, weinen, zuhören, sich mitteilen, heilen, das macht uns Menschen aus. Die Puppen können dabei wunderbare Brücken bauen.

Die Landpartie ist im Wandel und wir wissen noch nicht, wann und wie sie das nächste Mal stattfinden wird. Wenn ihr grundsätzlich Interesse an dieser Veranstaltung habt, schickt eine kurze Mail an hello@mariengold.net, dann erfahrt ihr als Erste, wie es weitergeht.

Alle Details findet ihr hier, Einblicke in die Landpartien der letzten Jahre hier.

© Bilder Laura Erceg-Simon und Maria Ribbeck


15. April 2025

Puppenkurswoche im Ländle (Wollknoll 2025)

Mittlerweile ein fester Termin in meinem Jahreskalender und großes Highlight: die Puppenkurswoche bei Wollknoll in Oberrot. Seit 2019 bin ich einmal im Jahr dort, um zwei große Kurse zu geben. Mit groß meine ich zehn Teilnehmerinnen pro Kurs. Das ist mehr als sonst, mehr Aufwand in der Vorbereitung, mehr Arbeit vor Ort, mehr Kraft und Nerven, die es braucht, aber auch mehr Freude, mehr Vielfalt und natürlich auch mehr Puppen.

Ich freue mich dann immer besonders auf den Abschluss, wenn wir sie draußen auf der Bank fotografieren. Zehn Puppen – dieses Mal waren es einmal sogar zwölf – in einer Reihe, das ist schon eindrucksvoll und bewegend. Denn jede dieser Puppen hat eine Schöpferin mit einer ganz eigenen Geschichte, die immer auch Teil der Puppe ist. Manche Geschichten werden freiheraus in großer Runde erzählt, andere teilen sich leise zwischen den Zeilen mit, für wieder andere braucht es keine Worte. Als Kursleiterin bin ich da, halte Kurs, und begleite liebevoll, was unter den Händen der Frauen entstehen möchte.

Diese Prozesse empfinde ich als echt und lebendig und ich bin jedes Mal zutiefst dankbar für alles, was ich dabei erfahren darf. Denn diese Kurse, jede einzelne Frau, jede Geschichte, jede Puppe sind immer auch ein Spiegel für mich selbst. Sie zeigen mir meine eigenen Themen und bringen genau die Erfahrungen, Einsichten und Geschenke, die ich gerade in meinem Leben brauche. So ist es ein fließendes Geben und Nehmen im Raum, egal an welchem Platz man sich befindet, ob als Teilnehmerin oder Dozentin. Und das finde ich immer wieder aufs Neue magisch und ergreifend. Nächstes Jahr komme ich wieder!

Alle Details zu meinen Kursen findet ihr hier, Anmeldung an hello@mariengold.net.

Ich freue mich auf euch und die Puppenmagie!


27. Januar 2025

Puppe mit Hals oder nicht?

Ob einem Puppen mit oder ohne Hals besser gefallen, ist Geschmackssacke. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, kein Besser oder Schlechter. Bei den Mariengold Puppen ist es seit ungefähr zehn Jahren so, dass die älteren Puppenkinder einen Hals haben und die Babypuppen nicht. Bis dahin war es ein langer Weg mit viel Ausprobieren, Tüfteln und Verwerfen, bis ich herausgefunden habe, was ich passend und schön für meine Puppen finde.

Jede Puppenmacherin entscheidet selbst, wie sie ihre Puppen gestaltet, worauf sie Wert legt und was sie weglässt. Zu diesen künstlerischen Entscheidungen zu kommen, ist ein spannender Prozess, bei dem man genau hinschauen und hinfühlen darf. Es geht um Wirkung, Schönheitsempfinden und was einem selbst wichtig ist. Und das ist natürlich höchst individuell. Nicht zuletzt spielen auch technisches Knowhow, geeignetes Material und Geschicklichkeit eine Rolle.

Einen Puppenhals gut hinzubekommen, braucht viel Geduld und Übung. Für die allererste Puppe ist das wahrscheinlich nichts. Aber es ist eine gute Möglichkeit, sich von Puppe zu Puppe weiterzuentwickeln und seinen ganz eigenen Ausdruck zu finden. Wenn ihr darauf Lust habt, habe ich zwei Angebote für euch:

1. Selbständig mit meiner DIY-Anleitung: In meinem Details eBook findet ihr viele Details zur Individualisierung, Verfeinerung und Verschönerung eurer Puppen, darunter auch eine Anleitung für den Hals, wie ich ihn seit vielen Jahren mache, ausführlich erklärt mit vielen Bildern und Beschreibungen. Damit könnt ihr es in aller Ruhe ausprobieren und eure Fähigkeiten in eurem Tempo erweitern. Das eBook gibt es für 20 Euro hier in meinem Shop und ist eine wunderbare Ergänzung zu meinen anderen Puppenmach-Anleitungen.

2. Zusammen mit mir im Workshop: Oder kommt in meinen Puppenkopf-mit-Hals-Workshop nach Berlin, wo wir einen klassischen Kopf nach Waldorfart mit der Besonderheit Hals anfertigen, der die Puppe verfeinert und das Gesicht schön zur Geltung bringt. Wir tauschen uns ausgiebig über die Wirkung aus und ich teile alle Tricks und Kniffe mit euch, die ich mir über die Jahre dazu angeeignet habe. Professionelle Puppenmacherinnen sind ausdrücklich willkommen! Kosten 90 Euro inkl. Material und Handout, Termine und Details hier, Anmeldung an hello@mariengold.net.

Ich wünsche euch viel Freude auf dieser Entdeckungreise und gute Ergebnisse und freue mich auf euch im Shop oder Workshop!