16. Januar 2014

Bücher: Christinchens Puppe von Ilse Kollmann-Gümmer

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Es gibt viele Geschichten, die von der besonderen Liebe der Kinder zu ihren Puppen erzählen. Einige davon habe ich in den letzten zwei Jahren schon vorgestellt, z. B. hier, hier und hier. Glücklicherweise bekomme ich auch immer wieder Vorschläge von meinen Lesern und erfahre auf diese Weise von so manchem Buchschatz.

Einer davon ist „Christinchens Puppe“ von Ilse Kollmann-Gümmer. Die Geschichte ist schnell erzählt, sie handelt von Christinchen, die sich von Herzen eine Puppe wünscht. Die Mutter näht ihr eine und schenkt sie der Tochter zum Geburtstag, die fortan eine glückliche Puppenmutti ist:

Die Mutti hat den Tisch gedeckt
und auch die Kerzen angesteckt,
der große Kuchen steht bereit,
die Mutti sagt: „Nun ist es Zeit“,

und dann setzt sie mit frohem Sinn
die wunderhübsche Puppe hin.
Nun wird die Tür weit aufgemacht,
Christinchen kommt herein und lacht,

sie sieht, was Mutti aufgebaut,
„die schöne Puppe“, ruft sie laut,
„genau so wünschte ich sie mir,
oh, Muttilein, ich danke dir!“

„Christinchens Puppe“ ist eine liebevolle und zeitlose kleine Geschichte ohne großen Spannungsbogen, die sehr gut jüngeren Kindern vorgelesen werden kann, vor allem wenn sie sich auch gerade in eine Puppe verlieben.

Das Buch ist in Versen geschrieben und mit vielen Illustrationen versehen, die heute nostalgisch anmuten, dem Buch aber den Charme klassischer, älterer Kinderliteratur verleihen. Es ist 1984 im Verlag H. M. Hauschild erschienen, wird aber nicht mehr aufgelegt und ist noch nur antiquarisch erhältlich.

Vielen Dank an Anna für den Buchtipp!

Schreibt mir gern an hello@mariengold.net, wenn ihr mir von euren liebsten Geschichten rund um Puppen erzählen möchtet.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


20. November 2013

Interview: „Es ist nie zu spät für eine liebevolle Kindheit“

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Puppen sind nicht nur wertvolle Spielzeuge für Kinder, sondern sie können auch bedeutsame Begleiter für Erwachsene sein. So werden Puppen z. B. in der Psychotherapie bei Heilungsanliegen eingesetzt, die das „Innere Kind“ betreffen.

Das „Innere Kind“, das sind die im Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Seit den 1990er Jahren haben sich in der Psychotherapie verschiedene Ansätze und Verfahren entwickelt, die mit der Vorstellung des „Inneren Kindes“ arbeiten, um seelische Wunden aus der Vergangenheit und Gegenwart zu heilen, falsche oder dysfunktionale Glaubens- und Lebensmuster zu erkennen, Probleme selbstverantwortlich zu lösen sowie einen liebevollen Umgang mit sich selbst und anderen zu bewirken.

In diesem Prozess wird die Verbindung zwischen dem „Inneren Kind“ und dem Erwachsenen machmal auch mittels einer Puppe hergestellt, die das „Innere Kind“ darstellt und so zum Medium der Begegnung und Heilung wird.

Viele solcher Heilungspuppen, wie ich sie nenne, haben in den letzten Jahren meine Werkstatt verlassen. Was sie denn jetzt mit der Puppe machen sollen, fragen meine Kunden häufig. Ein paar Anregungen gebe ich dann immer gern mit auf den Weg. Aber eigentlich betrachte ich meine Arbeit mit Vollendung der Puppen als abgeschlossen. Schließlich bin ich keine Psychotherapeutin. Trotzdem bleibt manchmal das Gefühl, dass da noch etwas offen ist.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vor einigen Wochen auf ein kleines Buch mit dem Titel „Es ist nie zu spät für eine liebevolle Kindheit“ aufmerksam geworden bin. Es stammt aus der Feder der Autorin und Grafik-Designerin Irmi Riedl, die sich mit ihrem Label Lina-Art auf sanfte, humorvolle und kreative Weise Fragen des Glücks, der Familie und der Kindheit widmet.

Das Büchlein läd mit vielen Fragen und Raum für Gedanken und Erinnerungen auf eine Reise zurück in die eigene Kindheit ein, bei der man schreibend und rückblickend in Verbindung mit seinem „Inneren Kind“ kommt. Auf diese Weise werden wertvolle Ressourcen für das Leben im Hier und Jetzt wieder aufgedeckt.

Das macht das Büchlein zu einem guten Begleiter auf solchen Heilungs- und Entwicklungswegen und natürlich auch zu einer Empfehlung meinerseits für die Arbeit mit einer Puppe als Unterstützung, um in Zwiesprache mit der eigenen Seele zu kommen.

Um euch das Büchlein vorzustellen, habe ich Irmi ein paar Fragen gestellt:

Wie bist du auf die Idee zu dem Büchlein gekommen?
Eines Tages machte mich ein Freund auf ein Foto aufmerksam mit den Worten: „Sieh mal, wie deine Mutter auf dem Foto lieb schaut.“ Wie bitte? Meine Mutter? Ich nahm das Foto sofort genauer unter die Lupe. Zu meiner Überraschung, ja! Ihr Gesicht hatte einen sehr liebevollen Ausdruck. Wieso ist mir das nicht schon früher aufgefallen? Warum hatte ich ihr freundliches Gesicht nicht bemerkt? Wollte oder konnte ich es nicht sehen?

Es beschäftigte mich und ich stellte mir die Frage, ob es nicht doch auch ein Stück weit an mir liegen könnte, dass ich meine Kindheit als nicht besonders schön in Erinnerung behalten habe. Stimmt es, war meine Kindheit wirklich nur anstrengend? Oder kann es sein, dass es sehr wohl auch Geborgenheit, Wärme, Fürsorge, usw. gab? Aber warum erinnert man sich so wenig daran? Wiegen die unangenehmen Erlebnisse doch schwerer und haben deshalb die guten Erinnerungen weniger Chancen, im Gedächtnis zu bleiben?

Gestern sah ich einen Film über eine Frau, die wirklich Allerschlimmstes in ihrer Kindheit durchmachen musste. Trotzdem erwähnte sie im Interview, sie hätte auch gute Tage erlebt, die sie auf keinen Fall vergessen möchte.

Also, nun galt es, die schöneren, helleren, liebevolleren Momente aufzustöbern. Vielleicht hatte ich es sogar auch selber satt, mich immer nur an das Unangenehme in meiner Kindheit zu erinnern und mich im Kreis zu drehen. Und so war die Idee zu diesem Büchlein geboren.

Für wen hast du das Büchlein gemacht?
Für Frauen und Männer, die den Blick auf das Positive in ihrer Kindheit teils verloren haben. Für alle, die sich mit dem Thema „Inneres Kind“ und Heilung beschäftigen.

Aber auch für alle, die Lust haben, sich an all die Momente zu erinnern, in denen sie sich stark, erfolgreich, verträumt, unschlagbar, verliebt, satt, künstlerisch, musikalisch, entzückt, albern, experimentierfreudig, vergnügt, sportlich, energisch oder stolz gefühlt haben.

Also in einem Satz: Für alle, die ihrem kindlichen und gesunden Wesenskern wieder begegnen wollen.

Ich habe das Büchlein im Entstehungsprozess von einer „Inneren-Kind“-Therapeutin und einem Heilpraktiken testen lassen. Sie waren sehr davon angetan und empfehlen es an ihre Klienten weiter.

Welche ist deine Lieblingsseite?
Ich glaube, es würde mir nicht gelingen, nur eine zu nennen. Zu meinen Lieblingsseiten gehört aber auf jeden Fall das Titelbild, auf dem eine Frau ihr „Inneres Kind“ hält.

Diese Seite macht weich. Sein eigenes „Inneres Kind“ in der Vorstellung liebkosend zu halten, so wie man es sich damals als Kind gewünscht hätte, dies zu tun, dafür ist es auch im Nachhinein nie zu spät.

Wem es schwer fällt, nur mit der Vorstellung zu arbeiten, empfehle ich eine Puppe. Auch ich hatte für eine Weile eine süße Babypuppe, die ich nach meinen Vorstellungen und Wünschen liebevoll pflegte. Das hatte eine heilende Wirkung auf mich, denn die Liebe kommt dadurch wieder ins Fließen.

Was rätst du Menschen, die mit deinem Büchlein in Kontakt mit ihrem „Inneren Kind“ kommen möchten?
Das Büchlein habe ich bewußt so klein im Handtaschenformat gehalten, damit man es eine Weile bei sich tragen kann. Wer sich darauf einlässt, wird spielerisch und mit viel Feingefühl in die eigene Kindheit geführt.

Mit Fragen wie nach dem Lieblingsplatz von damals, an dem man Raum und Zeit vergessen konnte, lässt es sich gut an diese Welt anknüpfen. Mit vielen leichten, aber auch tiefgreifenden Übungen kommen vergessene, beglückende und herzerwärmende Erlebnisse zurück. Wiedererinnerte Menschen, die uns inspirierten, in Erfüllung gegangene Wünsche, berührende Momente – das alles sind Kraftquellen, die es aufzustöbern gilt.

Das Büchlein lädt dazu ein, mit neuem, offenem Blick auf die eigene Kindheit zu schauen, mit Fokus auf dem Positiven. Wenn man zu einigen Übungen keinen guten Kontakt hat, kann man sie einfach überspringen. Es soll sich immer leicht und freundlich anfühlen.

Auf den hinteren Seiten nähern wir uns schließlich wieder unserem heutigen Ich. Über weitere Übungen können wir erkennen, dass wir die weniger angenehmen Erlebnisse längst in gute Qualitäten oder Fähigkeiten transformiert haben. Sie lassen uns stärker und liebevoller erscheinen. Am Ende fühlen wir uns glücklicher und stärker. Wenn wir unser „Inneres Kind“ liebevoll pflegen und das Positive wieder zulassen, können wir wirklich erwachsen werden.

Was wünschst du dir für das Büchlein?
Es macht mich glücklich, wenn ich höre, dass Menschen durch das Büchlein wieder Kontakt zu ihrem zarten, gesunden Seelenanteil finden. Das Büchlein möchte Achtsamkeit und Sanftheit, aber auch Mut zur eigenen Sensibilität in die Seele pflanzen.

Ich bin voller Vertrauen, dass es den Menschen begegnen wird, die dafür bereit und offen sind. Verletzlichkeit oder Sensibilität zu zeigen, ist der Schlüssel zu einem aus ganzen Herzen erfüllten Leben. Sie ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Stärke.

Übrigens: Als ich mein erstes Layout-Exemplar durchgelesen hatte, war ich selber sehr berührt, weich und beglückt. Ich ertappte mich sogar bei dem Gedanken: “Oh, so ein Büchlein will ich auch haben!“ Irgendwie empfand ich es als einen kleinen Schatz.

Vielen Dank, liebe Irmi, für das Interview und ganz viel Freude und Erfolg für dein Projekt!

Irmi und ich verlosen ein Exemplar ihres Büchleins „Es ist nie zu spät für eine liebevolle Kindheit“. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichten. Das Büchlein bekommt ihr dann von Irmi zugeschickt. Viel Glück!

„Es ist nie zu spät für eine liebevolle Kindheit. Notiz- und Date mit deinem kleinen Ich-Büchlein“ von Irmi Riedel, www.lina-art.de, erhältlich für 14.90 Euro hier oder direkt bei Irmi.

Vom Reportagemagazin Geo gibt es übrigens passend zum Thema gerade ein Heft mit dem Titel Mütter: Wie sie uns ein Leben lang prägen.

(Das Buch hat Sandra gewonnen.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


21. Oktober 2013

Bücher: „Zuhause bei den Puppen“ von Cristina Cevales-Labonde

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Das Buch hat Kasia gewonnen. Vielen Dank für eure Teilnahme und die lieben Grüße aus aller Welt.

Die Geschichte mit den Biegepüppchen, von denen ich euch in meiner letzten Buchrezension erzählt habe, war noch längst nicht zu Ende, als ich Nadel und Faden zur Seite legte. Denn dann kamen mein Mann und mein Schwiegervater ins Spiel, um den Püppchen ein Zuhause zu geben. Das war der Plan fürs Weihnachtsfest vor ein paar Jahren: Ein Haus, ein paar Möbel und eine Puppenfamilie für Tochter und Enkelin, erträumt und geplant von der Mama und selbst gemacht von der ganzen Familie.

Dank der Bücher von Cristina Cevales-Labonde ging dieser Plan wunder bar auf. Die Püppchen habe ich mit dem Buch „Biegepüppchen selbst gemacht“ hergestellt, die anderen beiden arbeiteten mit dem Buch „Zuhause bei den Puppen“, das 2009, zwei Jahre nach dem Erstlingswerk der Autorin, ebenfalls im Verlag Freies Geistesleben erschien.

Auch bei diesem Buch war es Liebe auf den ersten Blick. Ich erinnere mich noch genau, wie ich es beim Bummeln durch den Prenzlauer Berg entdeckte und ohne Zögern und dafür mit vor Aufregung roten Wangen kaufte, weil ich wusste, dass ich einen kleinen Schatz in den Händen hielt. Meine Tochter war damals noch keine vier Jahre alt und das Puppenhausprojekt lag noch in weiter Ferne. Deshalb war das Buch lange Zeit erst einmal nur ein Bilderbuch für mich. Aber was für eins!

Denn es sind vor allem die Abbildungen, die dieses Buch so besonders und vor allem lebendig machen. Die Püppchen packen nämlich selbst an und bauen sich ihre eigenen Häuser. Es wird gesägt und gehämmert, gestapelt und geschleppt, verputzt und gezimmert, dekoriert und natürlich am Ende auch gefeiert.

Die Anleitungen erläutern und illustrieren ausführlich, wie fantasievolle und zum Spielen einladende Puppenhäuser gebaut werden können. Die Autorin macht viele verschiedene Vorschläge für Behausungen, z. B. einfache Rundhäuser für die ganz Kleinen, Häuser aus Naturmaterialien, Puppenstuben aus Pappe und aus Holz, ein Kaufladen, eine Schulklasse, ein Schäferkarren (mein Liebling!) und Ställe für die Tiere. Dazu gibt es niedliche, kleine Möbel und winziges, detailverliebtes Zubehör, alles gut erklärt und liebevoll bebildert.

Das Buch macht so richtig Lust, den Püppchen eine schöne Umgebung zu schaffen. Es gibt für jeden das passende Modell, ob unerfahren oder fortgeschritten im Handwerk. An vielen Stellen können auch die Kinder beim Basteln mithelfen. Und wem das Bauen so gar nicht liegt, der findet in „Zuhause bei den Puppen“ einfach ein wunderschön gestaltetes Buch, das Erinnerungen an die eigene Kindheit weckt und zurückträumen lässt in die Spielzeit im Kleinformat.

Der Verlag Freies Geistesleben hat mir wie immer ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, das ich nun verlose. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Mittwoch Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Donnerstag auslosen und benachrichten. Viel Glück!

Cristina Cevales-Labonde: Zuhause bei den Puppen. Puppenhäuser und Zubehör selbst gemacht, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3772522871, 19.90 Euro

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


19. September 2013

Bücher: „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde

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Das Buch gewonnen hat Ute.Vielen Dank für eure Teilnahme.

Seit ich mich 2007 mit Mariengold selbständig gemacht habe, hatte ich die Idee, irgendwann ein Buch zum Puppennähen zu schreiben. Ein Grund dafür war, dass es meiner Meinung nach keine guten Anleitungen gab. Ich hatte sicher schon jedes erdenkliche Buch zu dem Thema in den Händen, aber es war nie eines dabei, dass mich so richtig begeisterte. Alles war irgendwie immer zu kurz angerissen, zu umständlich, zu altmodisch, zu wenig ansprechend, zu textlastig, zu Waldorf, zu wenig fundiert, zu farblos.

Sicher, mit den erhältlichen Büchern war es auf jeden Fall möglich, eine Puppe zu nähen, aber ich stellte mir immer die Frage, warum die Verlage eigentlich nichts Frisches und Zeitgemäßes auf den Markt brachten.

Bis im Jahr 2007 „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde erschien. Mit dieser Neuerscheinung hat der Verlag Freies Geistesleben mich wirklich überrascht.

Wow, was für ein tolles Buch! Schon als ich das Cover sah, machte mein Herz einen Hüpfer und ich wollte das Buch sofort haben.

Cristina Cevales-Labonde hat ein neues Puppenmodell entwickelt, mit denen Kinder vielseitig und fantasieanregend spielen können. Es handelt sich dabei um kleine Biegepüppchen, die aus Naturmaterialien und Draht hergestellt werden. Sie sind weich und stabil zugleich, beweglich und freundlich im Ausdruck, haben harmonische Körperproportionen und sind sehr lange haltbar.

In ihrem Buch zeigt die Autorin bis ins kleinste Detail, wie ihre Biegepüppchen hergestellt werden und stellt viele Modelle vor, mit denen ganz verschiedene Puppenwelten geschaffen werden können, z. B. Familien, Zirkus, Indianer und Ritter. Neben den Anleitungen gibt es eine persönliche Einleitung, Informationen und Bezugsquellen für Material und Werkzeug, Hinweise zur Reparatur sowie detaillierte Schnittmuster.

Das Buch ist einfach großartig und sehr ansprechend gestaltet. Besonders toll sind die vielen Fotos, auf denen zahlreiche Püppchen zu sehen sind, eins schöner als das andere. Da wird musiziert, in der Hängematte gebaumelt, gebacken, gestreichelt, getobt und vieles mehr. Diese Bilder zeigen die ganze Vielfalt der Möglichkeiten und machen richtig Lust, selbst solche Püppchen herzustellen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Die Anleitungen sind sehr gut auch für Anfänger geeignet. Jeder Arbeitsschritt wird ausführlich Schritt für Schritt erklärt. Die zahlreichen Fotos und Illustrationen lassen keine Fragen offen. Es sind sogar die Arbeitsschritte markiert, bei denen etwas größere Kinder einbezogen werden können.

Vor ein paar Jahren habe ich selbst ein paar Biegepüppchen mit diesem Buch hergestellt. Die Püppchen wurden gut bespielt, führen aber mittlerweile ein eher ruhiges Leben. Ich nehme sie immer noch gern in die Hände und erinnere mich an jene Freitagabende damals im November und Dezember, an denen ich mit glühenden Wangen und voller Freude gewerkelt habe. Und auch jetzt, nachdem ich mich noch einmal eingehend mit dem Buch beschäftigt habe, kribbelt es wieder in meinen Fingern und ich möchte am liebsten nähen, nähen, nähen.

Das Buch hat mich nicht nur aufs Schönste in die Kunst der Biegepüppchenmacherei eingeführt, sondern es hat mir damals auch den letzten Kick gegeben, endlich selbst Anleitungen zu schreiben. Auf einmal hatte ich ein gutes Vorbild, richtig Lust und konnte es kaum erwarten, endlich loszulegen. Was für ein Glück. Denn das Schreiben von E-Books mit DIY-Anleitungen gehört heute zu meinen liebsten Tätigkeiten und ist eine große Bereicherung für meine Arbeit.

Der Verlag Freies Geistesleben hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar von „Biegepüppchen selbst gemacht“ zur Verfügung gestellt, das ich nun verlose. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichten. Viel Glück!

Cristina Cevales-Labonde: Biegepüppchen selbst gemacht, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2184-3, 19.90 Euro

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


10. Juni 2013

Bücher: „Laura und Amelie“ von Kathryn Lasky

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Die Gewinnerin des Buches ist Anna. Vielen Dank für eure Teilnahme.

Amelie ist Lauras Puppe, eine Puppe, mit der vor ihr auch schon ihre Mutter und Großmutter gespielt haben. Und so sieht Amelie auch aus: Ihre Kleider sind zerschlissen, die Wangen verblichen und das Haar verknotet. Aber Laura liebt Amelie so, wie sie eben ist, und kümmert sich ganz rührend um die zerliebte Puppe.

Laura und Amelie sind unzertrennlich und erleben viele Abenteuer miteinander, bei denen die Puppe einiges mitmacht: Sie verliert noch mehr Haare und sogar ein Auge, fällt vom Fensterbrett, übernachtet ganz allein draußem im Garten (was Laura sich nie trauen würde) und bekommt Schokoladenflecken. Manchmal hilft auch die Mutter und stopft schnell ein Loch, bevor die Füllung herausquillt.

Mit der Zeit lernt Laura, was so eine alte Puppe braucht und wie sie am besten mit ihr umgeht. Jeden Abend freut sie sich, dass Amelie immer kuscheliger und weicher wird,  je länger sie mit ihr spielt. Und sie stellt auch fest, dass sie Amelie jeden Tag mehr liebt trotz aller Zwischenfälle, bei denen die Puppe nicht gerade schöner wird.

„Laura und Amelie“ von Kathryn Lasky ist ein Buch über Freundschaft und Liebe, die entstehen, wenn zwei sich mit dem Herzen begegnen und alle Äußerlichkeiten unwichtig werden. Die vielen detailreichen Illustrationen von Wendy Anderson Halperin machen die Geschichte noch anschaulicher und zeichnen eine wunderbare Freundschaft, wie es sie überall gibt, wo eine Puppe einen ganz besonderen Platz im Herzen seines Kindes bekommt.

Das Buch ist 1998 im Verlag Urachhaus erschienen. Leider ist es schon vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich. Auf diesem Weg habe ich zwei Exemplare bekommen, von denen ich eines verlose. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schickt bis morgen Nacht ein E-Mail an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Mittwoch auslosen und benachrichtigen. Viel Glück.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)