7. Dezember 2021

Puppenreinigung mit Herz

Eine Frage, die in meinen Kursen immer kommt, ist, ob die Puppen auch gewaschen werden können. Die kurze Antwortet: Ja und zwar genauso, wie man Kleidung aus Wolle wäscht, nämlich von Hand oder im Wollwaschprogramm in der Maschine. Und hier die lange Antwort:

Grundsätzlich empfehle ich, Puppen nur dann zu waschen, wenn es unbedingt nötig ist. Anlass für eine Wäsche könnte z. B. sein, dass die Puppe stark verschmutzt ist, weil sie in eine Pfütze gefallen ist. Oder das Kind hat sich übergeben und die Puppe wurde in Mitleidenschaft gezogen. Oder eine Puppe soll von einem Kind zum anderen weitergereicht werden und es geht auch um eine energetische Reinigung. Oder ein Kind wünscht sich ausdrücklich, dass seine Puppe Bad nehmen soll. Die Gründe können vielfältig sein und es hängt natürlich auch vom eigenen Empfinden ab, wann man eine Puppe als dringend waschbedürftig empfindet.

Darüber hinaus gibt es Veränderungen, die alle Stoffpuppen mit der Zeit erleben, wenn sie viel geherzt und bespielt werden. Die Nase rubbelt sich ab, das Haar wird dünner und kann verfilzen, die Füllung schrumpft ein bisschen in sich zusammen, die Haut wird dunkler und etwas speckig. Das ist alles natürlich und gehört zu einem schönen, langen Puppenleben dazu. Für die meisten Kinder ist es gerade diese spezielle Patina, verbunden mit einem ganz eigenen Geruch, die ihre Puppe erst ausmacht. Die würde mit einer Wäsche weitgehend verschwinden, weshalb ich immer rate, das gut abzuwägen.

Wenn es dann wirklich eine einmal eine Wäsche sein soll, zeige ich es euch hier an der Puppe Molly, die meine Freundin Kristina vor Jahren bei mir im Kurs gemacht hat und die jetzt von ihrer älteren Tochter, die mittlerweile 14 Jahre alt ist, an die dreijährige Schwester gehen soll.

Ihr braucht

Eine Waschschüssel, in welche die Puppe bequem hineinpasst

Milde Seife, die für Wolle und Feines geeignet ist, z. B. die Puppenseife aus meinem Shop

Handtuch

Und so geht’s

Die Waschschüssel mit lauwarmem Wasser füllen und etwas von der Seife hineingeben, so dass es milchig-trüb wird. (Kleiner Einschub an dieser Stelle: Seife ist ein natürliches Tensid, das durch seine überfettete, pflegende Formel weniger schäumt als manch andere Waschmittel. Trotzdem reinigt sie und zwar mit dem mit dem Vorteil, dass sie dem Material nicht schadet.)

Die Puppe in das Wasser legen und ein bis zwei Stunde einweichen lassen.

Dann kräftig mit den Händen durchkneten, damit der Schmutz herausgehen kann. Grobe Verunreinigungen vorsichtig mit einer Bürste entfernen.

Anschließend gut mit klarem Wasser ausspülen und das Wasser ausdrücken.

Die Puppe in ein Handtuch wickeln, das Wasser nochmals ausdrücken und an einem warmen Ort trocknen lassen.

Grundsätzlich können die Puppen auch im Wollwaschgang bei niedriger Temperatur und geringer Schleuderzahl in der Maschine gewaschen werden, dann am besten in einem Kissenbezug oder Waschsack, damit sie nicht zu sehr strapaziert werden. Meiner Erfahrung nach werden die Puppen aber sauberer, wenn sie von Hand gewaschen werden.

Nach der Wäsche das Wangenrot auffrischen und das Haar aufbürsten oder mit dem „Fingerkamm“ frisieren.

Puppenseife

Für die Reinigung eignet sich natürlich jede Seife oder jedes Waschmittel für Wolle.

Oder ihr verwendet die Puppenseife aus meinem Shop, die von Soafaseidn speziell für Mariengold angefertigt wird. Sie kommt als 30-g-Stück in Herzform, enthält ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe, duftet fein nach Zitronengras und reicht für mehrere Puppen- oder auch Puppenkleidungswäschen.

Die Puppenseife ist für 5 Euro in meinem Shop oder per Mail an hello@mariengold.net erhältlich.

Happy Badetag!

in: Shop, Tipps und Tricks