24. September 2014

Holzköpfe und Wunderwerke

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Im Juli verbrachte ich einen wunderschönen Sommertag mit meiner Freundin Maarit Kreutzinger, einer Holzbildhauerin und Figurenbauerin aus Berlin. Maarit und ich haben uns vor fünf Jahren bei einem Workshop mit Jürgen Maaßen auf Hof Lebherz, einer Freien Bildungsstätte für Figurentheater, kennengelernt. Dort ist damals im Schweiße meines Angesichts das Holzköpfchen entstanden, von dem ich euch hier schon erzählt habe und das auch Anlass für meinen Besuch in Maarits Atelier war. Nachdem mein Holzköpfchen fünf Jahre lang im Dornröschenschlaf gelegen hatte, wollte ich es endlich wachküssen und ihm ein Paar Hände und Füße schenken. Diese zu schnitzen war zu meiner großen Freude Maarit bereit. Dabei erzählte sie mir von ihrem Leben und ihrer Kunst und ließ mich ausgiebig in ihrem Atelier umschauen.

Maarit wurde schon früh durch das künstlerische Umfeld ihrer Mutter geprägt. So versuchte sie sich bereits als Kind und Jugendliche in verschiedenen Techniken und Ausdrucksformen, nahm an kreativen Kursen teil und verschlang zahlreiche Bücher. Neben der Kunst zog es Maarit auch sehr in die Natur. Wie würde es nach dem Abitur für sie weitergehen? Vielleicht mit einem Studium der Biologie oder Medizin?

Umzug in die Großstadt Berlin. Ein Jahr lang absolvierte sie ein Praktikum bei einem alten Goldschmied, der die begabte junge Frau nur allzu gern auf eine Goldschmiedeschule geschickt hätte. Maarit fand die Arbeit mit den Edelmetallen jedoch zu fein und kleinteilig. Sie holte sich Rat von einem befreundeten Künstler und Mentor und begann schließlich eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei in Berchtesgaden. Was ihr aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben ist? Das Arbeiten dort sei viel mehr auf den Prozess als auf das Ergebnis ausgerichtet gewesen. Außerdem sei es kaum um Selbstdarstellung gegangen. Das fasst ziemlich gut zusammen, wie ich Maarit heute wahrnehme, nämlich als hochkreative, konzentrierte und stets um Nachhaltigkeit bemühte Künstlerin, die viel mehr denkt, spürt und sinnt als redet und sich selbst lieber im Hintergrund hält.

In Berchtesgaden ging es kaum um Figurenbauerei. Diese Leidenschaft entdeckte Maarit erst nach ihrer Ausbildung, als ihre Tante Susanne sie einlud, auf Hof Lebherz mitzuarbeiten, wo sie einen tiefen Einblick in die Figurenbauerei bekam. Sie nahm an Workshops teil, lernte die Szene kennen und fand schließlich ihre Berufung. Und ihre ersten Kunden. Denn die kamen zunächst auf Empfehlung von Jürgen Maaßen, der schon jahrelang auf Hof Lebherz unterrichtete und den Sammlern von Bühnenfiguren die talentierte, junge Künstlerin ans Herz legte.

Für Sammler schnitzt Maarit noch heute. Aber auch für alle möglichen Akteure des zeitgenössischen Puppentheaters. Am liebsten stellt sie Mädchen und Prinzessinnen her, sie mag das Freundliche und Schelmische. Inspiration findet sie vor allem in der Natur mit ihrem Wunderwerk aus unendlich vielen Formen und Farben, aber auch in Bilderbüchern und Kinderzeichnungen und natürlich in ihren eigenen beiden Kindern, einer Tochter und einem Sohn. Auf die Frage, was sie sich für ihre Zukunft wünscht, antwortet Maarit, dass sie gern mit Menschen arbeiten würde. Die einsame Atelierarbeit kenne ich nur allzu gut, deshalb kann ich diesen Wunsch gut nachvollziehen. Überhaupt finden wir in unseren Gesprächen vieles, das wir in unserem Berufsleben gemeinsam haben.

Wenn Maarit schnitzt, ist sie glücklich. Ihre Hände wissen genau, was sie tun, und auch ihr Herz ist bei jeder Bewegung mit den Schnitzeisen dabei. Die charakteristischen Nasen ihrer Figuren würde ich aus Hunderten erkennen, denn auch mein geliebtes Holzköpfchen ist mit einer solchen gesegnet. Ohne Maarits liebevolle Unterstützung und Ermutigung hätte ich damals in dem Schnitz-Workshop vor fünf Jahren sicher schon nach einem halben Tag alles hingeschmissen. Dass Maarit heute selbst auf Hof Lebherz unterrichtet, wundert mich nicht. Etwas zaghaft geht sie ihre Schritte manchmal, fast überrascht von dem Wohlwollen und der Wertschätzung, die ihrer Kunst und Person entgegengebracht werden. Dann möchte ich sie am liebsten fest umarmen und mit der Nasenspitze auf die Schönheit stoßen, die sie mit ihrer Arbeit und ihrem Sein in die Welt bringt.

Hocherfreut und unendlich entzückt bin ich von dem Paar Hände und Füße, die Maarit für mein Holzköpfchen geschnitzt hat. Da liegen sie nun, fünf zarte Teile aus Holz, eingehüllt in feines Tuch, das ich selbst bedruckt oder von lieben Menschen geschenkt bekommen habe und aus dem ich schöne Kleider für dieses Wesen nähen möchte, das zwar noch keine Figur ist, für mich aber schon ganz viel Seele besitzt.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


4. September 2014

Bücher: „Puppenstudio“ von Jenny Doh

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Das Wort „Puppe“ gehört zu meinen Lieblingsworten. Das war natürlich nicht immer so. Diese Vorliebe hat sich im Laufe der Zeit mit meiner Arbeit als Puppengestalterin entwickelt und entfaltete sich in dem Maße, wie sich mir Stück für Stück die wunderbare Welt hinter diesem Begriff eröffnete. Ich mag besonders das Geheimnisvolle, Magische an den Puppen. Denn eigentlich sind sie für mich eher eine Art Hülle, deren Inneres und seelentiefer Grund sich erst durch Zuwendung und Spielen – ganz einfach Liebe! – entfaltet. Dann zeigt sich, welcher kleine Freund, Vertraute oder manchmal sogar lebenslanger Begleiter im wahrsten Sinne des Wortes in diesem Ding verpuppt ist.

Faszinierend an dem Begriff finde ich auch die Frage, ob eigentlich nur Bilder des Menschen Puppen sind oder ob auch Tiere und Fantasiewesen darunter laufen. Eine mögliche Antwort auf diese Frage gibt das Buch „Puppenstudio“ von Jenny Doh, das 2013 im Verlag Edition Michael Fischer erschienen ist.

Darin geben 10 internationale Puppendesignerinnen Einblick in ihre Studios, plaudern aus ihren Nähkästchen und stellen 23 Projekte und Anleitungen zur Herstellung von verschiedensten Puppen und Stofftieren vor. Da gibt es Elly, den Zauberelefanten (mein Liebling), die rote Matroschka, den Miesepeter im Froschkostüm, den tätowierten Mann, das liebe Lämmchen, Rotkäppchen (von der einzigen aus Deutschland vertretenen Künstlerin, Suse Bauer von Revoluzza) und viele mehr – eins bezaubernder als das andere, das ganze Buch eine Augenweide, großartige Inspiration und Ode an die Liebe zur Puppenmacherei!

Der englische Titel des Buches lautet übrigens „We Make Dolls“. Bevor mir der Verlag für die Rezension die deutsche Version schickte, besaß ich schon einige Monate lang die englische Ausgabe. Der Titel hat mich so sehr angesprochen, das er lange Zeit mein Mantra war und das hübsche Buch in direkter Sichtweite meines Arbeitstisches stand. Einfach zur Erinnerung, warum ich mir gerade diese Arbeit ausgesucht habe.

Um auf die Frage vom Anfang zurückzukommen: Das Buch hat mich angeregt, meinem persönlichen Begriff von Puppe nachzuspüren und habe für mich beschlossen, das eine Puppe ist, welches Wesen auch immer es vermag, in Kindern oder Erwachsenen Gefühle freizusetzen. Wie seht ihr denn das?

Wie immer verlose ich mein Rezensionsexemplar, das mir der Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichtigen. Ganz viel Glück euch!

Jenny Doh: Puppenstudio. Puppendesignerinnen plaudern aus dem Nähkästchen, Edition Michael Fischer, ISBN: 978-86355-119-3, 19.90 Euro

(Die Gewinnerin des Buches ist Elke.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


27. August 2014

Kopf in den Wolken, Herz im Himmel

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Zwei Wochen liegen zwischen diesen Bildern und heute – eine gefühlte Ewigkeit. Wie ein anderes Leben kommt mir unsere Zeit in den Bergen jetzt vor. Romantische Bilder sind brüchig, ging es mir oft durch den Kopf, wenn ich das Leben in Doro durch meine Kamera betrachtete. Bin ich doch dort oben auf dem Berg auf einer anderen Ebene immer irgendwie auch auf der Suche nach stimmigen inneren Bildern für mein Leben.

Da kam mir eine Kolumne in einem Magazin gerade recht, in der Alain de Bottons Idee von einer Reisetherapie weitergesponnen wurde. Reisen sei wie eine Pilgerfahrt zu einem besseren Selbst, hieß es darin, wichtig sei natürlich die Wahl des Wallfahrtsortes. Soso, dachte ich bei mir, richtete meinen Blick auf die Bergspitzen und streichelte gedankenverloren das struppige Wesen neben mir auf der Bank.

Meine Pilgerwege führten mich geradewegs in die Heidelbeeren. In der Nacht vor meinem Geburtstag gab es einen irren Regen (wie so oft in diesem Urlaub). Als am späten Mittag die letzten Tropfen versiegt waren, schlüpfte ich in Regenmantel und Gummistiefel und machte mich auf in den Wald, wo mich die Beeren überall blau und prall anstrahlten. Beim Pflücken vergaß ich immer vollkommen die Zeit. Wenn ich dann nach Stunden wieder auftauchte, fühlte ich mich erfrischt und munter.

Und angenehm frei von den all den offenen Fragen, die ich eigentlich lieber in Berlin in meiner Werkstatt zurückgelassen hätte. Aber so einfach ließen die sich leider nicht abschütteln und so gab es in diesem Urlaub neben all den wunderschönen Erlebnissen und lustigen Momenten und heitersinnigen Gesprächen für mich auch Zeiten auf Augenhöhe mit dicken Wolken, aus denen ich meinen Kopf manchmal nur schwer herausbekam. Mein Rezept gegen das wildgewordene Gedankenkarussel: Blaubeeren pflücken, die Katze streicheln, Abendspaziergänge unternehmen und Berglück pur mit Familie, Freunden und 114 Ziegen genießen. Herrlich. Jetzt dürfen sie gern kommen, die Changes – Turn and Face the Strain.


13. Juli 2014

Werk-Treffen mit guten Aussichten

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Bevor das große Verreisen und süße Nichtstun losgeht, haben wir vier Berliner Puppenmacherinnen von 1000 Rehe, Lilla Kirrivi, Von Kowalke und Mariengold uns in der letzten Woche noch einmal auf ein ausgiebiges Frühstück im wunderschönen Café „Im Nu“ im Prenzlauer Berg getroffen. Die Stimmung war so heiter und leicht wie früher am letzten Schultag vor den großen Sommerferien. Wisst ihr noch?

Zwischen Croissants, Milchkaffee und dem berühmten ayurvedischen Müsli gab es eine kleine Werkschau und ein großes Hallo und Streicheleinheiten für die mitgebrachten Puppen, Geschnatter und Lachen, Fotos und Mitbringsel.

Es ist unglaublich schön und berührend zu erleben, wie aus vier Puppenmacherinnen allmählich eine Gruppe wird, ein Künstlerinnen-Kollektiv. Was vor 16 Monaten mit der Idee begann, uns regelmäßig zum gemeinsamen Werkeln zu treffen, wächst und reift zu einem Projekt heran, das uns allen viel bedeutet auf unserem Weg mit der Kunst.

Zu sehen, wie sich meine Freundinnnen – die ich ja schon vor den Puppen kannte – als Puppenmacherinnen entwickeln, macht mich unfassbar stolz und glücklich. Gemeinsam geht es rauf und runter, Fragen tauchen auf, Antworten werden gemeinsam gesucht, immer wieder Lachen und leuchtende Augen, Trends kommentieren, Inspirationen kommen und gehen lassen, Dinge ausprobieren, sich gegenseitig helfen, den Kopf gerade rücken, in den Arm nehmen, loben und wertschätzen, wo es die andere vielleicht selbst noch nicht kann, gemeinsam weitergehen wollen, Pläne schmieden, träumen und spinnen.

In den letzten Monaten und besonders an diesem Vormittag hat uns ein goldenes Band spürbar verbunden. Da ist ein Gemeinsinn, ein Zusammenhalt, ein gemeinsamer Geist, der uns trägt und Lust auf mehr macht, viel mehr. Unser Projekt ruft nach einem Namen und der Sommer wird ihn bringen!

 

 

 


7. Juli 2014

Rückblick: Schnitzen auf Hof Lebherz 2009

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Vor fünf Jahren, im Sommer 2009, habe ich einen Kreativ-Urlaub auf Hof Lebherz in Warmsen verbracht. Dort habe ich mit dem Kursleiter Jürgen Maaßen, einem renommierten Holzbildhauer und Ausstatter für das Figurentheater, und neun leidenschaftlichen Puppenbauern und -spielern aus ganz Deutschland drei Tage lang Figurenköpfe geschnitzt. Ausgehend von grob vorbereiteten Rohlingen aus Lindenholz haben wir geschnitzt, geschnitzt und geschnitzt. Jürgen und seine Assistentin Maarit Kreutzinger, eine junge Holzbildhauerin, die mittlerweile selbst unterrichtet, standen uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. So entstanden zehn Figurenköpfe, allesamt anders und einzigartig und doch unverkennbar mit Jürgens – und in meinem Falle eher Maarits – Handschrift versehen.

Meinen Wunsch einen Kopf für eine Stoffpuppe à la Mariengold zu schnitzen, habe ich in dem Kurs nicht verwirklichen können, denn dieser war als Weiterbildung für Puppenspieler konzipiert, welche die Figuren für ihre Stücke selbst herstellen. So lag der Schwerpunkt auf der Anfertigung von bühnenwirksamen Figurenköpfen mit ihren ganz speziellen Anforderungen. Unter den vielen Puppenspielern bin ich diesen Weg mitgegangen und hatte so das Glück, einmal für ein paar Tage in eine völlig andere Welt einzutauchen, Gespräche über Puppenspiel und Bühnen zu belauschen, beeindruckende mitgebrachte Figuren zu bestaunen und das ein oder andere improvisierte Spiel zu sehen.

Und natürlich mich an einem Holzklotz abzuarbeiten, der nach vielen, vielen Stunden des Schnitzens und mit ermunternder Motivierung und tatkräftiger Unterstützung von Jürgen und Maarit schließlich die Form des Kopfes einer jungen Frau annahm. Wie es mit der hölzernen Schönen weitergehen sollte – keine Ahnung, keine Idee. Mein Holzköpfchen, wie ich es liebevoll nannte, wenn ich in den folgenden fünf Jahren in den Untiefen meines Materialschrankes auf es stieß, sollte noch einige Zeit bis zu seiner Weiterverarbeitung ruhen.

Das Wichtigste, was ich in meinen Warmsener Tagen gelernt habe: In jeder Kunst steckt ein großes Können. Und in jedem Können steckt viel Arbeit, Übung und Beschäftigung mit Material, Technik und Ausdruck. Während meines Ausflugs in die Welt des Schnitzens habe ich meine eigene Arbeit mit anderen Augen sehen gelernt. Auf neue Weise schätzen gelernt. Auf einmal wurde ich ganz neugierig auf all die Möglichkeiten, die in meinem ganz eigenen Schaffen mit Nadel und Faden liegen. Diese Abenteuerlust macht bis heute einen großen Teil meiner Motivation aus.

Die Arbeit mit dem lebendigen Material Holz und den scharfen Eisen hat mir damals viel Spaß gemacht. Hatte ich doch vor mittlerweile sieben Jahren auch das Schnitzen einer Kinderharfe für meine Tochter sehr genossen. Aber ich bekam auch große Achtung vor dem Werk von Holzbildhauern, so dass ich meinen Plan, in Zukunft auch Holzköpfe für meine Puppen zu schnitzen, demütig wieder losließ.

Eine Riesenfreude in diesem Sommer 2009 war das Kennenlernen von Maarit im Workshop und dass sie auch in Berlin lebt. Unser Kontakt ist in den letzten fünf Jahren nie abgerissen. Einmal haben wir zusammen mit unserer gemeinsamen Freundin Laura von 1000 Rehe (die Welt ist klein!) einen Stand auf dem Öko-Weihnachtsmarkt am Kollwitzplatz gemacht, zwischenzeitlich bestand unser Kontakt auch nur aus vereinzelten E-Mails. Vor einigen Wochen gab es dann ein großes Wiedersehen bei Mohnbrötchen und selbstgemachter Erdbeermarmelade. Wir haben stundenlang geplaudert, Maarit hat mir ihre Werkstatt gezeigt, geduldig alle meine Fragen zu ihrem Handwerk beantwortet und – ihr ahnt es vielleicht schon – die Geschichte des Holzköpfchens nimmt wieder Fahrt auf!