Dieses Jahr landete ich pünktlich zur Lammzeit mit meinem Handwerkszeug bei Wollknoll in Oberrot Neuhausen. Es war Mitte März, die Natur im Schwäbisch-Fränkischen Wald noch am Ruhen, die Temperaturen kühl und etwas ungemütlich. Aber es gab vier frisch geborene Lämmer, die unverdrossen den Frühling lockten und das Herz wärmten.
Eine Frage, die in meinen Kursen bei Wollknoll immer kommt: Ob die Wolle, die wir in die Puppen füllen, von den Schafen stammt, die draußen grasen. Nein, das tut sie nicht. Zwar liefert ein Teil der Schafe besondere Fasern zum Filzen, die tatsächlich im Shop angeboten werden. Aber die Stopfwolle für die Puppen kommt von anderen, viel, viel größeren Herden aus dem süddeutschen Raum.
Zu den entzückenden Lämmern wurden in meiner Kurswoche auf dem Ländle noch 19 Puppen geboren. Was für eine Freude! Highlight ist immer der Abschluss, wenn wir die Puppen draußen auf der Bank fotografieren. Das ist jedes Mal ein wunderschönes Bild, eindrucksvoll und bewegend. Denn es sind nicht nur Puppen, sondern auch Geschichten von Schöpfung und Leben mit all seinen Facetten, Höhen und Tiefen, die wir miteinander geteilt, bezeugt und gehütet haben. Als Kursleiterin bin ich da, höre zu, halte Kurs und begleite liebevoll, was unter den Händen der Frauen entstehen möchte.
Ich bin von Herzen dankbar, dass ich dieses Wunder Jahr für Jahr, Kurs für Kurs immer wieder erleben darf. Denn es ist meine größte Freude, diese besonderen Räume zu erschaffen, in denen Menschen über das Puppenmachen mit sich selbst und anderen in Verbindung kommen, die Seele baumeln lassen und neue Kraft für den Alltag tanken können.
Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Mal und komme 2027 wieder!
Die nächsten beiden Kurse in Berlin finden an den Wochenenden 9./10. Mai und 13./14. Juni statt. Alle Details findet ihr hier, Anmeldung an hello@mariengold.net.









