29. September 2020

Gesucht: Eure Geschichten zu Corona & Puppen (Einsendeschluss 31. Oktober)

Anfang April teilte ich in einem Beitrag mit dem Titel „Puppen/machen in Zeiten der Krise“ erste Eindrücke und Erfahrungen aus der Coronazeit. Anfang April, das war auch erst der Anfang der Krise. Seitdem ist ein gutes halbes Jahr vergangen und der Ausnahmezustand ist in eine Art Normalzustand übergegangen. Für mich und meine Arbeit ist glücklicherweise wieder fast alles, wie es vorher war. Mein Shop und die Puppenbestellungen laufen gut, ich gebe wieder regelmäßig Kurse, die finanzielle Schieflage gerät langsam aber sicher wieder ins Lot und ich wage sogar Pläne für das neue Jahr.

Und doch ist alles anders. Denn die letzten Monate haben mich verändert und Spuren hinterlassen. Manche Dinge sehe ich klarer als je zuvor, und ich weiß (auch wenn es abgedroschen klingen mag) einmal mehr, was wirklich wichtig ist. Das sind aber auch viele Zweifel, Sorgen und Fragezeichen – und die Sehnsucht nach einer warmen und stärkenden Hühnersuppe für die Seele. Vielleicht geht es euch auch so?

Das beste Heilmittel für die Seele sind Geschichten. Geschichten, die das Herz erwärmen, uns trösten, umarmen, ermutigen und erheben, die uns mit anderen Menschen verbinden und uns weniger allein fühlen lassen. Als Puppenmacherin komme ich immer wieder in den Genuss solcher wunderbaren Geschichten und tatsächlich sind vor allem sie es, die mich in schwierigen Zeiten an die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit glauben lassen.

In diesen Geschichten geht es um Puppen und Puppenmachen, um heilsame Erfahrungen mit Handarbeit, um Neuanfänge und Ausprobieren, Hingabe und Selbstermächtigung, um besondere Begegnungen mit Kindern oder dem eigenen inneren Kind, um Geschenke, die man anderen oder sich selbst macht und wie unfassbar viel Freude es bringt, etwas Schönes herzustellen und mit anderen zu teilen.

Erzählt mir eure Geschichten und ich erzähle sie weiter und weiter und weiter. Wie das gehen soll? Das weiß ich noch nicht genau, aber ich würde gern Ende des Jahres in welcher Form auch immer eine kleine (oder auch große) Geschichtensammlung mit euch teilen. Das Jahresende wird zwar sicher nicht das Ende dieser Krise sein, aber wir dürfen dann bewusst einen Punkt setzen, Rückschau halten, wertschätzen, loslassen und uns auf das Neue freuen, was immer es bringen mag.

Was habt ihr in der Coronazeit mit Puppen und Puppenmachen erlebt? Welche Beobachtungen habt ihr an euren Kindern mit ihren Puppen gemacht? Was hat euch das Werkeln mit den Händen speziell in dieser Zeit bedeutet? Welche Gedanken gingen euch beim Puppenmachen durch den Kopf? Welche guten Wünsche habt ihr den kleinen Seelen eingenäht? Welche Wünsche habe ihr euch vielleicht selbst erfüllt?

Eure Geschichten dürfen kurz oder lang sein, wortgeschliffen oder frei von der Leber weg erzählt, lustige Anekdoten, kleine Gedanken, Erinnerungen, Nachdenkliches oder auch nur ein Dank, gern auch mit Bild, alles ist möglich und erwünscht. Traut euch, lasst euch nicht von Zweifeln zurückhalten, was ihr zu erzählen habt, sei nicht interessant oder eure Schreibe nicht gut genug. Hier geht es nicht um Perfektion, sondern nur um euch, um uns und das, was uns verbindet, nämlich die Liebe zum Puppenmachen. Den Rest (Korrekturen, Lektorat, letzter Schliff) erledige ich.

Wenn ihr dabei sein wollt, schickt eure Geschichte an hello@mariengold.net und lasst mich auch gleich wissen, ob ich sie mit eurem Vornamen veröffentlichen darf oder ihr lieber anonym bleiben wollt. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

Ich bin so gespannt, was daraus entstehen wird und freue mich riesig auf eure Rückmeldungen!

in: Einblicke und Ausblicke