12. Juni 2014

Yoga-Raum

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Drei, fast vier lange Monate habe ich in diesem Frühjahr an meiner neuen E-Book-Reihe zur Herstellung von Puppenkleidern gearbeitet. Auf dem Höhepunkt dieses Projektes, als ich mit meinen Energie-Ressourcen allmählich an meine Grenzen kam, habe ich mir in einer Hauruck-Aktion an einem Samstag im Mai endlich den lang ersehnten Yoga-Raum eingerichtet.

Über unserer Wohnung im Dach des Hauses haben wir noch eine kleine Mansarde, die lange Zeit nur als Abstellraum diente (mit abgeschliffenen Holzdielen, weiß getünchten Wänden und Blick ins Grüne!). Mit dem Beginn meiner täglichen Yoga-Praxis letzten Dezember entstand bald auch der Wunsch nach einem Rückzugsort für Yoga und Meditation, weit weg von Arbeit, Familie und Alltag. Bis dato fand meine Praxis nämlich nach Feierabend in meiner Werkstatt statt!

Die Idee war also geboren, sie wurde auch von meinem Mann und meiner Tochter begrüßt, die ebenfalls Lust auf so einen Raum hatten. Und trotzdem passierte erst einmal eine ganze Weile gar nichts. Wohl weil es dabei um mich selbst ging, um ein echtes Herzensanliegen, und trotzdem oder gerade deshalb: Es ging keinen Schritt voran.

Bis zu besagtem Samstag, an dem ich – überarbeitet, genervt und erschöpft wie ich war – meine innere Stimme nicht weiter überhören konnte. Innerhalb weniger Stunden räumte ich die Mansarde komplett aus, machte sie picobello sauber und ging dann zum schönsten Teil über, der Einrichtung. All meine liebgewonnen Yoga-Dinge fanden einen würdigen Platz und der Raum begann zu leben und seine Wirkung zu entfalten.

Klar, dass ich ihn noch am selben Tag einweihen würde! Mittlerweile stand die Sonne so tief, dass sie durch das kleine Fenster schien und ich mich bei meiner allerersten Yoga-Praxis in meinem nigelnagelneuen Yoga-Raum in ihrem warmen Licht baden konnte. Herrlich!

Seitdem bin ich jeden Tag zu Gast an diesem Ort der Stille. Ich mache dort meine Asanas, meditiere, höre Musik und bin einfach nur. Nichts lenkt mich ab, ich komme zur Ruhe und ins Gespräch mit mir selbst. Da fließen auch mal Tränen, vor Glück oder Rührung oder wenn es ums Herz schwer wird. All das ist gut, weil es eine Verbindung herstellt und stärkt, die gerade jetzt in Zeiten der beruflichen Wandlung so wichtig für mich ist.

Es geht bei meinem Yoga-Raum um viel mehr als nur um Erholung und einen starken Körper. Es geht um einen Raum für mich allein, um mehr Raum für mich selbst und für meine Bedürfnisse, die – ihr lest es sicherlich heraus – in den letzten Jahren durch meine Arbeit einfach viel zu kurz gekommen sind.

2014 hat es in sich für Mariengold, ich sag’s euch! Es passiert ganz viel um mich herum und in mir drin. Die Zeichen stehen auf Veränderung. Meine Yoga-Praxis und dieser schöne, neue Raum helfen mir, mein Herz für alle Möglichkeiten zu öffnen und mich klar und stark zu machen für den Weg.

 

 

in: Einblicke und Ausblicke, Yoga