31. August 2016

Was gerade so los ist #8 (und ein Rezept für den Sommer)

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Im Dezember 2012, in meinem fünften Jahr mit Mariengold, gab es zum ersten Mal einen Relaunch, also ein neues Erscheinungsbild für mein Label. Meine Grafik-Designerin Clara, mit der ich zu diesem Zeitpunkt schon länger zusammenarbeitete, entwickelte damals ein neues Logo und Gestaltungsrichtlinien, die seitdem auf alle Kommunikationsmittel und Produkte von Mariengold angewendet werden. Der Höhepunkt war meine neue Internetseite, die ich nach all der Mühe mit Pauken und Trompeten feierte. Der Prozess zur Entwicklung eines Corporate Designs geht tief, macht unheimlich Freude, aber auch ganz viel Arbeit. (Mehr dazu habe ich schon einmal hier geschrieben.) Vier Jahre ist das jetzt her. Für mich war das auch eine Art Neubeginn. Schließlich spiegelt die äußere Erscheinung immer die Identität, die Seele eines Unternehmens wider. Bei Mariengold ging es damals vor allem darum, die Kernwerte Herzverbundenheit, Offenheit und Humor in ein leichteres, frisches Design zu übersetzen. Das ist Clara so gut gelungen, dass ich nach wie vor superglücklich mit der Gestaltung bin.

Jetzt ist es aber so, dass sich in letzter Zeit viel bei Mariengold verändert hat. Anfang 2015 trennte ich mich von meiner langjährigen Mitarbeiterin und fasste den Entschluss, anders weiter zu machen (in Wirklichkeit war die Reihenfolge natürlich andersherum). Ich wollte viel weniger Puppen nähen, weg der Puppenmacherei wie am Fließband, worin ich keine Zukunft für meine Ambitionen sah, und mich dafür stärker im Bereich DIY und Kurse engagieren. Das umzusetzen war und ist eine ziemliche Achterbahn, ein gutes Stück Kopf- und vor allem Herzarbeit, verbunden mit einer neuen finanziellen Situation, Unsicherheit und manchmal auch Verzagtheit. Mittlerweile ist das Ruder rumgerissen. Zwar gibt es weiterhin offene Fragen (die wird es immer geben), und mehr Mut hätte ich auch manchmal gern, aber ich folge jetzt einfach stoisch meinem inneren Kompass, auch wenn es gefühlt oft nur klitzekleine Schritte sind.

Das Neue fühlt sich also langsam vertraut an und so kam in den letzten Wochen der Wunsch auf, das neue Selbstverständnis von Mariengold mehr nach außen zu tragen. An der Optik wollte ich nichts ändern. Das war auch eine Frage der Zeit und des Geldes. Und es gibt ja auch andere Möglichkeiten. Also habe ich meine Internetseite gründlich aufgeräumt und umstrukturiert, sämtliche Texte überarbeitet, viele Altes gelöscht, den Menüpunkt „Über mich“ wiederbelebt, eine Puppenbilder-Galerie und einen Bereich für Downloads und Give-Aways eingerichtet und einen neuen Seitenleistenbanner für meine DIY-Angebote gestaltet. Für Außenstehende mögen das nur kleine, kaum wahrnehmbare Veränderungen sein. Für mich aber waren sie wichtig, um den neuen Fokus von Mariengold nach außen sichtbar zu machen, auch als Erinnerung an mich selbst, an meinen Zielen dran zu bleiben.

Konkret bedeutet das in den nächsten Monaten vor allem, weiter an meinem neuen E-Book zu arbeiten, das ich in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt habe, das Puppenmacherei-Retreat mit Laura auf die Beine zu stellen, auf das ich mich in 2017 ganz besonders freue, die Kurse für das kommende Jahr zu planen und meinen Blog weiterhin mit dem prallen Leben zu füttern, was manchmal gar nicht so leicht ist, wenn anderswo bezahlte Arbeit ruft. Und dann gibt es noch das Thema „Puppen und Heilung“, das von Anfang an über allem schwebt und endlich auf die Erde geholt werden möchte. Puppen wird es natürlich auch weiterhin geben, mindestens eine pro Woche für euch.

Herzverbunde Puppenmacherei, diese Formulierung kam mir in den Sinn, als ich in letzter Zeit über Mariengold nachdachte. Das trifft es gut. So war es immer und so ist auch jetzt. Auch wenn die Umstände sich ändern, wenn ich mich verändere oder das, was ich in meinem Leben und mit meiner Arbeit vorhabe. Das Herz führt.

Schoko-Beere-Eis am Stil

Für 8 Stück, je nach Eisform (meine ist von Rosenstein & Söhne, erhältlich über verschiedene Anbieter im Internet)

1 Superreife Banane
1 Tasse tiefgekühlte oder frische gemischte Beeren
1 EL Tahin
1 Tasse ungesüßte Reis- oder andere Milch
2 EL Kakao (ich nehme am liebsten MaKao in Rohkostqualität)

Alles in den Mixer geben, glatt pürieren und in die Eis-am-Stiel-Form füllen. Die Stiele nicht vergessen. Für 4 bis 6 Stunden in den Tiefkühler stellen. Zum Lösen des Eises aus der Form diese vorher ein paar Sekunden unter heißes Wasser halten. Frohes Schlecken!

in: Einblicke und Ausblicke, Rezepte