19. Mai 2015

FKK mit Charlie Bo (und endlichendlich mit Veröffentlichungstermin)

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Next week my friend Laura of 1000 Rehe and I will finally publish our first common e-book which is a detailed tutorial for the making of Charlie Bo, a doll with a needle-felted head and two brand new pieces of clothing! Join us on May 28th here with more details on the e-book and a drawing of course. We are looking very forward to meeting you then.

Im Oktober letzten Jahres war es, dass Laura von 1000 Rehe und ich zum ersten Mal über eine Zusammenarbeit sprachen. Komisch eigentlich, wenn man bedenkt, dass wir seit 10 Jahren miteinander befreundet sind und uns schon unser ganzes Puppenmacherinnenleben lang kennen.

Umso schöner, dass wir jetzt, in diesem runden Jubiläumsjahr unserer Freundschaft unser erstes gemeinsames E-Book veröffentlichen – und zwar kommende Woche am 28. Mai!

Wie es dazu kam

Gesichter erzählen Geschichten. Davon zeugen Worte wie Herzmund, Segelohren, Lachfalten, Rotznase, Denkerstirn, Adlernase, Schmollmund, Schwanenhals, Pausbacken, Tränensäcke, Mandelaugen, Mondgesicht oder Stupsnase.

Laura und ich lieben Geschichten. Sie ist Schauspielerin und arbeitet neben der Puppenmacherei als Clownin im Krankenhaus, ich bin ein Bücherwurm und schreibe selbst fast jeden Tag. Auf das Geschichtenerzählen verstehen wir beide uns also gut. Klar, dass wir irgendwann Lust hatten, unsere eher einfachen Stoffpuppen, insbesondere ihre Köpfe, detailreicher zu gestalten, um aus ihnen individuelle Charaktere mit einer eigenen Geschichte zu machen.

Also begannen wir mit verschiedenen Techniken zu experimentieren und landeten schließlich beim Filzen. Laura mit glühender Nadel und 1000 Ideen im Kopf und ich mit meiner Energie und Expertise, Freude an spannenden Konzepten und Lust auf ein neues Projekt. So entstand im Herbst 2014 die Idee, gemeinsam eine Puppe mit einem gefilzten Kopf zu entwerfen, ein E-Book mit der Anleitung für ihre Herstellung zu schreiben und einen ganz neuen Kurs hier in Berlin anzubieten.

Beflügelt von der Zusammenarbeit tüftelten wir nicht nur unsere eigene Methode zum Filzen von Puppenköpfen aus, sondern auch eine spezielle Häkeltechnik zur Herstellung von lockigem Puppenhaar, ein neues Schnittmuster für den Puppenkörper sowie Designs für Puppenkleidung und Schuhe.

All das hat uns riesigen Spaß gemacht und wir sind glücklich und stolz, euch heute endlich unsere Puppe vorzustellen, an der wir monatelang gemeinsam gewerkelt haben.

Die Filzkopfpuppe Charlie Bo

Am Anfang war Charlie Bo nur ein Kopf. Im Herbst 2014 hatten wir die Idee, zusammen einen Kurs anzubieten, in dem wir die Herstellung von gefilzten Puppenköpfen unterrichten wollten. Aus diesem Wunsch wurde schnell ein größeres Vorhaben, nämlich der Plan, ergänzend zu dem Kurs eine Anleitung zum Selbermachen zu verfassen. Aber warum nicht gleich viel größer denken?! So spannen wir die Idee weiter und beschlossen, zu dem Kopf noch einen Körper zu entwerfen, die zusammen unsere Filzkopfpuppe ergeben würden. Gesagt, getan: Hier ist Charlie Bo!

Besonders prägnant ist natürlich ihr Kopf. Im Vergleich zu eher einfachen Stoffpuppen ist er sehr detailliert ausgeformt und verfügt über Merkmale wie Hals, Wangen, Kinn, Augenhöhlen, Grübchen, Nase und Mund.

Charlie Bos Haar ist aus Locken vom Wensleydale Schaf. Die Augen sind gestickt und haben einen schönen Lidschwung. Der Mund und die Wangen werden mit einem wasserfesten Aquarellbuntstift gefärbt. Und Charlie Bo kann auch mit den Ohren wackeln!

Die Puppe hat einen schlanken, eher zarten Körper mit gut beweglichen Armen und Beinen, die von außen am Rumpf befestigt werden, einen leicht gewölbten Bauch, einen Po mit zwei runden Backen, auf denen sie frei sitzen kann, einen Bauchnabel, Brustknospen und Grübchen an Ellbogen und Knien. Die Hände und Füße sind mit Granulat gefüllt, damit sie etwas schwerer fallen.

Apropos Füße, die haben sogar eine Sohle und lieben Schuhe. Für sie haben wir Lederschuhe zum Schnüren entworfen, die perfekt sitzen und garantiert nicht verloren gehen. Charlie Bo trägt aber natürlich nicht nur Schuhe, sondern auch einen wandelbaren Overall, der sowohl Kleid als auch Hose sein kann.

Endspurt

Jetzt brauchen wir noch paar Tage für den Feinschliff. Clara ist in den letzten Zügen für das Layout der englischen E-Book-Version, danach stehen die Korrekturen an, die Texte für die Angebote in unseren Webshops müssen noch geschrieben und das große Finale auf Lauras und meinem Blog vorbereitet werden (Verlosung!).

Aber nächste Woche wird gefeiert: Am 28. Mai veröffentlichen wir unser Charlie Bo E-Book. Wir freuen uns auf euch!

Mehr zu unserem Filzkopfpuppenprojekt findet ihr hier.


22. April 2015

FKK mit Troddeln und Glitzerlaune

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Am Tag unseres letzten Treffens für die gemeinsame Arbeit an der Filzkopfpuppenanleitung schneite es. Am 31. März, keine fünf Tage vor Ostern. Gut, dass ich meine champagnerfarbene Glitzerstrickjacke und die Lieblingskette mit den bunten Troddeln anhatte! Laura schloss sich spontan an und schlüpfte in ihre altrosa Funkelstiefeletten. So brachten wir auch diesen dunkelgrauen Tag in Berlin zum Strahlen (von diesen Tagen gab es in der Zeit, als wir die Fotos für das E-Book machten, wirklich genug).

Trotzdem doof, dass das Licht so schlecht war. Denn es war der Tag, auf den wir monatelang hingearbeitet und auf den wir uns wahnsinng gefreut hatten. Unsere Puppe saß endlich fertig gefilzt, genäht und eingekleidet vor uns, die Anleitungsbilder waren im Kasten, die Texte fix und fertig. Und wir beide standen mit unseren Kameras mit tiptop aufgeladenen Akkus bereit, um unser Goldstück von allen Seiten zu fotografieren.

Was gar nicht so einfach war. Denn sogar Lauras lichtdurchflutete Wohnung mit den großen Fenstern Richtung Süden war an diesem Tag alles andere als eine geeigneter Ort für so ein wichtiges Shooting.

Wir machten das Beste draus, nahmen die Sache mit Humor, mixten uns einen feurigen Smoothie und zogen dann geduldig von Raum zu Raum, verrückten Möbel, drapierten Stoffe, probierten unterschiedliches Licht, drückten alle möglichen Knöpfe an unseren Kameras, fluchten manchmal ein bisschen vor uns hin, knipsten im Liegen, im Stehen, übereinander, nebeneinander, untereinander und hatten richtig viel Spaß. Schöne und eher mittelprächtige, tolle und lustige Bilder sind dabei entstanden. Am Ende des Tages saßen wir völlig erschöpft, aber glücklich auf Lauras Couch und machten noch ein letztes Selbstportrait mit Filzkopfpuppe. Das zeige ich euch beim nächsten Mal.

Ende nächsten Monats wird veröffentlicht, mit etwas Glück vielleicht schon früher! Von Lauras und meiner Seite sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Jetzt liegt es in anderen Händen. Clara beendet gerade das Layout für die deutsche Version. Erin steckt in den letzten Zügen für die Übersetzung ins Englische. Nächste Woche beginne ich mit dem Lektorat und Clara setzt noch die englische Version. Parallel dazu bereite ich das Angebot des E-Books und möglicherweise einer passenden Materialpackung in unseren Webshops vor und arbeite an weiteren Blogartikeln rund um dieses Projekt.

Anfang Mai lüften wir dann das Geheimnis des Namens unserer Filzkopfpuppe, stellen sie euch ausführlich vor und geben weitere Einblicke in unsere Zusammenarbeit. Den Veröffentlichungstermin können wir euch dann sicher auch sagen.

Im Moment aber schnaufen Laura und ich erst mal durch, halten die Nase in die Berliner Frühlingssonne und sammeln Bärenkräfte für den weiteren Weg Richtung Veröffentlichung und Kurse im Sommer.

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier.


23. März 2015

FKK mit echtem Fotografen (und Smoothie-Notizen)

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Der Frühling hat Laura von 1000Rehe und mir einen gewaltigen Energiekick für unser Filzkopfpuppenprojekt gegeben. Als ich am Donnerstag die letzten Meter zu Laura spazierte, blinzelte ich fröhlich der Prenzlberger Morgensonne entgegen, lockerte mein Wolltuch, schob mir die Mütze aus der Stirn und reckte die Nase hoch in die Luft. Es ist so viel heller und wärmer jetzt. Die Luft ist samtweich und duftet herrlich frisch. Alles fühlt sich leicht an.

Bei Laura in der Wohnung dann großes Gewusel, Möbelrücken und Kaffeekochen. Der Fotograf ist da! Jo Jankowski, ein guter Freund von Laura, mit dem (und anderen Familien) wir vor 10 Jahren den Waldorfkindergarten Fliederhof in Mitte gegründet haben, war gekommen, um Bilder von unserer Zusammenarbeit zu machen.

Zwei Stunden blieb er und fotografierte uns beim Nähen und Stopfen, Texten und Besprechen, Lachen und Plaudern. Besonders komisch war die Situation, wenn Jo fotografierte, wie ich Laura fotografierte und seine Stimme wie aus dem Off Ansagen machte, wie wir uns bewegen und wohin wir schauen sollten. Zwischenzeitlich verlor ich natürlich total den Faden für die Anleitungstexte, die ich immer parallel zum Fotografieren schreibe. Und Laura verhaspelte sich ab und zu beim gleichzeitigen Posieren, Nähen und Quatschen und musste den ein oder anderen Arbeitsschritt zwei Mal machen. Aber es war ein sehr schöner, produktiver Vormittag inklusive riesiger Vorfreude auf Jos Bilder.

Laura und ich sind jetzt in den letzten Zügen der gemeinsamen Arbeit an der Anleitung. Ende März sind wir noch zwei Mal verabredet, hauptsächlich um Fotos für die Herstellung der Puppenkleidung zu machen. Klar, die Puppe braucht ja auch etwas zum Anziehen! Dafür habe ich schon vor Monaten etwas Schönes entworfen, das meine damalige Mitarbeiterin Karoline (die wunderbare Schneiderin) und ich als allerletztes gemeinsames Projekt umgesetzt haben. Und Laura tüftelt gerade an der Umsetzung einer lang gehegten Idee für die Puppenfüße.

Ja, es kribbelt gerade so richtig in unseren Händen und wir sind voller Tatendrang. Wenn unsere Treffen zu zweit an Lauras großem Tisch vorbei sind, gibt es immer noch genug zu tun, vor allem für mich allein an meinem Laptop. Dann werde ich den Rohentwurf für die Anleitung zum Abschluss bringen und an unsere Grafik-Designerin Clara und die Übersetzerin Erin übergeben, die bereits mit ihrer Arbeit begonnen haben. Was dann noch ansteht? Korrekturlesen, Planung der Veröffentlichung, Schreiben von Blogartikeln und Shoplistings und ganz sicher noch ein paar unvorhersehbare Dinge, die ich jetzt noch gar nicht auf dem Schirm habe.

Wie gut, dass es Pausen gibt! Und wie gut, dass Laura und ich unsere Smoothies haben, die uns bei Laune halten, wenn der Magen am späten Vormittag knurrt. Solche kleinen Snacks machen einfach glücklich und geben noch einmal ordentlich Kraft bis zur großen Mittagspause. Wir sind jedenfalls gerüstet!

Pausenheld Smoothie

Unsere Smoothies sind jedes Mal ein bischen anders, aber immer superlecker und gesund. Wir mixen einfach zusammen, was Lauras Küche so hergibt und wonach uns gerade ist. Letzte Woche war das:

1/2 Avocado
1/2 Birne
1/2 Banane
1/2 Orange
1/2 Möhre
Ein paar Blätter Rucola
1 kleines Stück Ingwer
1 EL Mandelmus
1 TL Leinsamschrot
1 Schuss Mangomark
Je 1 Prise Zimt, Kardamom und Kurkuma
Reis-Kokos-Drink (z. B. von Provamel, den lieben wir beide)

Das Obst und Gemüse ggf. schälen, klein schneiden und in einen circa 500 ml großen Mixbecher geben. Mandelmus, Leinsamschrot, Mangomark und Gewürze hinzufügen und mit Reis-Kokos-Drink aufgießen.

Gut mixen. Laura hat dafür einen Personal Blender, ich einen Hochleistungsmixer von Bianco, mit dem es noch cremiger wird.

So oder so: Hoch die Gläser und genießen!

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier. Mehr Rezepte hier.


2. März 2015

FKK in Petrol

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Zwei Monate arbeiten meine Freundin Laura von 1000Rehe und ich jetzt schon intensiv an unserer Anleitung zur Herstellung einer Filzkopfpuppe. Im Januar und Februar haben wir uns mehrmals getroffen, ich immer mit Kamera, Laptop, Notizblock und Stift und Laura in ihrem petrolfarbenen Shirt mit dem schönen Kragen als perfekter Hintergrund für die Fotos. Dann läuft alles parallel: Kaffee trinken, fotografieren, plaudern, entwerfen, verwerfen, Smoothies mixen, texten, planen, futtern, lachen oder auch mal jammern und schimpfen (aber nur ganz selten).

Es geht voran. Ein bischen langsamer zwar als gedacht, aber den ersten großen Meilenstein, den Abschluss der Anleitung für den Filzkopf, haben wir jetzt erreicht. Und ich wage mal zu behaupten, dass wir damit locker die Hälfte unseres Projekts geschafft haben, was wir letzte Woche mit einem ausgiebigen Mittagsimbiss bei unserem Lieblingslibanesen gefeiert haben.

Weiter geht es jetzt im März mit der Anleitung für den Puppenkörper. Drei Termine an Lauras großem Tisch konnten wir dafür rot in unseren Kalendern anstreichen. Klingt wenig, ist aber viel. Denn neben diesem gemeinsamen Projekt machen wir beide ja auch noch jede Menge andere Dinge. Laura arbeitet als Clownin im Krankenhaus (hier erzählt sie ein bischen darüber) und übt gerade seitenweise Text für ein Ringelnatz-Programm, das bald auf die Bühne kommt. Und ich jongliere in Vollzeit als Puppengestalterin mit mehreren Projekten und dem laufenden Tagesgeschäft für Mariengold. Gerade geht uns ein bischen die Puste aus, aber die gute Zusammenarbeit trägt uns durch den Winter, dem zu unserer Freude schon erste Krokusse und Schneeglöckchen im Berliner Grau trotzen.

Lange haben wir an Schnitt und Techniken für den Puppenkörper getüftelt, immer wieder neue Entwürfe gescribbelt, Prototypen angefertigt und besprochen, Ideen ausprobiert und wieder verworfen. Laura und ich haben ja beide schon Anleitungen zur Herstellung von Puppen im Portfolio. Für das neue E-Book hatten wir Lust, etwas ganz Neues zu machen, das möglichst weit weg ist von dem, was ihr schon von uns kennt. Deshalb haben wir uns für diesen Teil viel Zeit gelassen, auch wenn es machmal schwer auszuhalten war, nicht zu wissen, wie unsere Puppe unterhalb des Kopfes eigentlich aussehen wird.

Seit letzter Woche ist auch meine Grafik-Designerin Clara mit von der Partie, die schon seit ein paar Jahren das visuelle Erscheinungsbild von Mariengold gestaltet. Jetzt tüftelt sie an einem Design für unser E-Book, das unser gemeinsames Projekt und unsere beiden Labels optisch zusammenhält und euch natürlich eine verständliche und schöne Anleitung in die Hand gibt. Spannend! Die ersten Entwürfe gefallen uns richtig gut und geben uns ordentlich Rückenwind für die nächste Etappe, in der sich bald auch Erin zu uns gesellen wird, die unsere Anleitung ins Englische übersetzt.

Einen Veröffentlichungstermin für unser E-Book können wir euch noch nicht nennen. Zu viel ist noch zu tun. Und wie schon einmal geschrieben, die Arbeit zu zweit an so einem großen Projekt hat ihre eigene Zeitrechnung. Da geht nicht alles nach Plan. Und das ist auch in Ordnung so. Aber wir haben uns eine Frist bis zum Sommer gesetzt. Allerspätestens Anfang Juli, wenn unser erster Filzkopfkurs stattfindet, soll unser E-Book fertig sein. Damit dann nicht nur unsere insgesamt 20 Kursteilnehmerinnen in diesem Jahr, sondern auch ihr eine Filzkopfpuppe nach unserer Anleitung herstellen könnt! Einen Namen für unsere Puppe haben wir auch schon, den verrate ich vielleicht beim nächsten Update.

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier.

Unsere beiden Kurse im Juli und September sind bereits ausgebucht. Es gibt aber eine Warteliste, für ihr euch mit einer kurzen Nachricht an hello@mariengold.net anmelden könnt, Details dazu hier.


19. Januar 2015

FKK mit schön gemachten Händen

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“Viel Licht und ein großer Ausschnitt!”, hallten die Worte von Clara, meiner Grafik-Designerin, in mir nach, als ich letzten Donnerstag kurz vor Acht am S-Bahnhof Yorkstraße die Nase aus meinem Buch nahm und einen atemberaubenden Himmel in Hellblau und Violett sah. Der Tag versprach sonnig und schön zu werden. Gut so, denn heute wollten Laura von 1000 Rehe und ich die ersten Fotos für unsere Filzkopfpuppenanleitung machen. Eine halbe Stunde später war es leider vorbei mit dem wunderbaren Farbspiel am Firmament und ich kam bei Wolken und Nieselregen im Prenzlauer Berg an. Als Laura die Tür öffnete, ging die Sonne noch einmal auf. Große Wiedersehensfreude und frisch ans Werk!

Für meine eigenen Puppennäh-E-Books hatte ich ja schon viele, viele Anleitungsfotos gemacht und konnte ganz gut einschätzen, was für eine Arbeit uns da bevorstand. Nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Wochen. Laura sagte ich lieber nichts davon – schließlich hat sie ja auch schon eine Anleitung herausgebracht -, sondern ließ mich von dem typischen “Ach, einfach machen!” anstecken, das ich so sehr an ihr mag.

Schon nach zwei, drei Fotos war klar, dass das hier eine völlig neue Erfahrung werden würde. Denn zu zweit gestaltet sich so ein Shooting natürlich viel, viel einfacher. Keine umständlichen Aufbauten. Keine komplizierten Verrenkungen. Keine Kompromiss-Perspektiven. Nur Laura, ihre schön gemachten Zauberhände, meine Regieanweisungen (“Stop.”, “Andere Seite.”, “Kannst du den Stuhl da wegschieben?”, “Nein, deine Hände sehen nicht blau aus.”), klick und nächstes Bild.

Nach zwei Stunden waren die Fotos im Kasten, alle Notizen für die anstehenden Anleitungstexte (mein Job) niedergeschrieben und wir total glücklich. Spätestens jetzt wussten wir, dass das Projekt irre Spaß machen und unsere Zusammenarbeit gut funktionieren würde. Also gleich die Termine für die nächsten Treffen vereinbart und wieder raus in den Nieselregen, eine feste Umarmung und jede ging ihrer Wege.

Diese Wege sind es auch, die es noch nicht möglich machen, einen Veröffentlichungstermin für die Anleitung zu nennen. Es gibt noch viel zu tun und die Arbeit zu zweit hat ihre eigene Zeitrechnung. Aber wenn unser Plan – oder besser gesagt meine Planung, denn dafür bin ich zuständig – aufgeht, wird der späte Frühling euch die Filzkopfpuppen bringen.

Im Sommer unterrichten Laura und ich dann zum ersten Mal die Herstellung von gefilzten Puppenköpfen. Der Kurs im Juli ist sogar schon ausgebucht, was uns letzten Montag, als die 10. Anmeldung einging, Jubeljauchzer von Zehlendorf in den Prenzlauer Berg und wieder zurück schicken ließ, so aufgeregt und glücklich waren wir. Für den Termin am 26. September gibt es noch ein paar freie Plätze. Wenn ihr mitfilzen möchtet, schreibt an hello@mariengold.net. Weitere Details zu unserem Kurs findet ihr hier.

Wir möchten uns auch noch ganz herzlich für eure Anregungen für die Gestaltung unserer Filzkopfpuppe nach diesem Aufruf bedanken. Schöne Ideen waren dabei. Einige davon werden wir ganz sicher umsetzen. Dank eures Feedbacks wissen wir jetzt auch, dass sich viele Frauen eine Puppennähanleitung wünschen, die nicht nur etwas für den Einstieg ist, sondern “ruhig mal etwas komplizierter” sein darf. Aber gerne doch und mit Vergnügen!

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier. Und weil es ein paar Nachfragen gab: FKK bedeutet eigentlich Freikörperkultur, ein Erlebnis, das zumindest ich noch gut aus den Sommerurlauben meiner Kindheit am Badesee kenne. Lauras und mein FKK aber steht für “Filzkopfkurs”, die Idee, mit der letzten Oktober alles begann. Es ist einfach ein Kürzel, das wir mittlerweile für unser gesamtes Projekt verwenden.