14. März 2013

Raum

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Anfang 2013, als das Jahr noch ganz frisch war, habe ich einiges in meinem Arbeitszimmer verändert. Es war eine gute Zeit, um Altes loszulassen und das neue Jahr mit guten Aussichten einzuläuten. Ich habe viel geräumt und sortiert. Ein neues Möbelstück und neue Vorhänge haben weitere Veränderungen nach sich gezogen. Von allem Schmückenden und Ablenkenden habe ich mich erst einmal verabschiedet, so dass der Raum sehr klar wurde.

Stück für Stück habe ich mir den Arbeitsplatz geschaffen, den ich mir für 2013 gewünscht habe.

Die wichtigste Veränderung war, dass ich meinen Schreibtisch endlich leer geräumt habe. Mehrere Jahre lang standen zwei Nähmaschinen, ein großer Kasten mit Nähutensilien und zeitweise noch mein Laptop darauf. Zum Arbeiten blieb mir immer nur ein kleiner Ausschnitt des Tisches. Es war einfach zu eng.

Raus aus dem Gefühl der Enge und der Begrenzung, nicht nur aus der räumlichen, war im vergangenen Jahr meine Motivation für viele berufliche und teilweise damit verbundene persönliche Wandlungsprozesse und Projekte. All die Veränderungen, die in mir und auf meiner neu gestalteten Internetseite schon vollzogen sind, habe ich auch in meinem Arbeitszimmer umgesetzt, so dass ich jetzt den passenden Raum für die laufende Entwicklung habe. Vorerst, denn auch dieser wird wohl bald zu eng für meine Pläne werden.

Mein Schreibtisch ist jetzt frei geräumt. Es befindet sich darauf immer nur das, was ich gerade wirklich zum Arbeiten brauche. Es gibt genug Platz zum Nähen und Werkeln, aber auch für konzeptionelles Arbeiten, Gestalten und Schreiben am Laptop. Beides, Handarbeit und Kopfarbeit, gehört fest zu Mariengold und soll den Raum bekommen, den es braucht.

Der leere Schreibtisch ist für mich auch ein wohltuendes Zeichen für die Offenheit und Vorfreude auf das, was die Zukunft bringen wird. Mein Gefühl sagt mir gerade, dass es für mich in den nächsten Jahren in eine Puppenmacherei zunehmend ohne Nadel und Faden gehen wird.


19. Dezember 2012

Auftragsbuch und Ausblick ~ Order Book and Forecast

In the last days, I inaugurated my brandnew, self-designed order book for the coming year. I am so happy with it, finally enough room for all the coming beautiful Mariengold dolls. In 2013, I won’t make as many dolls as in this year because there are some exciting new projects waiting for my little business. But I am sure I will enjoy the work on every single custom order that will make it into my new order book.

In den letzten beiden Jahren ist die Anzahl der Bestellungen für Mariengold Puppen ständig gestiegen. Das freut mich natürlich. Jedoch bringt die große Nachfrage auch Herausforderungen in der Organisation meiner Arbeit mit sich. Bis Herbst 2011 bin ich noch ganz gut mit meinem normalen Taschenkalender mit Wochenübersicht hingekommen. Irgendwann aber sprengten die Aufträge das A5-Format und ich bastelte mir kurzerhand eine Kopiervorlage, die ich für die letzten Wochen des Jahres 2011 und das folgende Jahr zu einem Auftragsbuch vervielfältigte und zusammenheftete.

Das Auftragsbuch bestanden im Grunde nur aus Tabellen, in der die Puppenbestellungen einer Woche relativ übersichtlich Platz auf einer Seite fanden. Für jeden Auftrag gab es drei Spalten, eine für die Merkmale und das Erscheinungsbild der gewünschten Puppe, eine für die genähte und eine für die gestrickte und gehäkelte Kleidung. Obwohl es zeitweise recht chaotisch darin zuging, war mir mein Auftragsbuch immer eine große Hilfe.

Je näher das Jahr 2013 heranrückte, desto größer wurde mein Wunsch, mein neues Auftragsbuch anders zu gestalten. Übersichtlicher und detailierter sollte es werden. Es sollte monatliche Überblicke und ausreichend Platz für Ideen und Inspiration haben. Und nicht zuletzt sollte es eine praktische Ringbindung bekommen.

Mit meinem neuen, selbstgestalteten Auftragsbuch habe ich mir all diese Wünsche erfüllt. In den letzten Tagen habe ich es eingeweiht und die ersten Seiten für den Januar ausgefüllt.

Obwohl in meinem Auftragsbuch genug Platz ist, werde ich im kommenden Jahr nicht so viele Puppen nähen wie in diesem Jahr. Denn ich habe mir viel vorgenommen für 2013. Neben der Puppenmacherei möchte ich weitere E-Books und Anleitungen für Puppen und Puppenkleider veröffentlichen, weiter an meinem Online-Kurs arbeiten, Puppennähkurse und Einzelstunden für professionelle Puppenmacherinnen geben (ja, ich biete wieder Gesprächstermine an!) und natürlich schreiben, und zwar nicht nur für Mariengold. Ich freue mich so darauf!


12. Dezember 2012

Zeit für ein Dankeschön ~ Time to say Thank you

I can’t believe it is already one year ago that I hosted the first Mariengold Christmas party to celebrate the teamwork with the lovely people of my network. This very first Christmas party prompted special thanks to just everybody who supported Mariengold in the last years, including friends and family. When I read today what I wrote last year I would like nothing better than to write the same here again to affirm my words of gratitude. I am still so thankful and happy to make this journey together with all these people. Tomorrow will be this year’s Christmas party in a sweet little café and I am so looking forward to a special breakfast just to celebrate Mariengold and to thank these wonderful women for their support. Growing with Mariengold also means to work together with several people with various talents. I really like this part of the journey and discover in it so many possibilities to evolve as a person. This is actually what I am so grateful for: All these people who bring out the best in me and my creative business. Wishing you all a lovely day with hot chai, crispy croissants and love in the air.

Ist die erste Mariengold Weihnachtsfeier wirklich schon ein Jahr her? Ja, vor ziemlich genau einem Jahr saß ich mit einigen Frauen aus meinem Netzwerk zusammen bei heißem Tee, wunderbarem Essen, ausgetauschten kleinen Geschenken und natürlich ganz viel Gespräch, um unsere Zusammenarbeit zu feiern.

Ich habe den Abend damals auch zum Anlass genommen, hier auf meinem Blog allen Menschen zu danken, die Mariengold auf die ein oder andere Weise unterstützen. Das hat wirklich gut getan und mich so sehr gestärkt. Wenn ich heute lese, was ich damals geschrieben habe, möchte ich es am liebsten an dieser Stelle wiederholen, um meine Dankesworte zu bekräftigen, denn ich empfinde heute noch genauso. Ich bin erfüllt von der Ermutigung und dem Rückenwind meiner Familie und meiner Freunde, von der professionellen Zusammenarbeit mit Menschen, die mich dabei unterstützen, mein Tagesgeschäft und all die Projekte zu verwirklichen, die Mariengold so besonders machen, begeistert von dem großen Zuspruch meiner Leser hier, erstaunt und oft gerührt von dem Feedback und der Treue meiner Kunden und erst die vielen leuchtenden Kinderaugen! Es ist ganz wunderbar, diese Reise gemeinsam mit so vielen tollen Menschen zu machen. Danke. Danke. Danke.

Ganz besonders möchte ich mich heute bei zwei Frauen bedanken, die Mariengold in diesem Jahr mitgestaltet haben, nämlich bei Karoline und Clara.

Karoline begleitet mich schon seit zwei Jahren. Sie ist der Sonnenschein in meiner Werkstatt. Mit ihrer wunderbaren Scheiderarbeit verschafft sie mir genau die Freiräume, die ich für die Entwicklung von Mariengold brauche. Jemanden fest anzustellen war eine große Herausforderung für mich, aber rückblickend war es genau der Impuls, den Mariengold nach drei Jahren für die nächsten Schritte gebraucht hat. All die großen und kleinen Projekte, die ich neben den laufenden Puppenbestellungen verwirkliche, wären nicht möglich ohne die Unterstützung einer so engagierten und liebenswerten Mitarbeiterin.

Clara ist auch schon länger bei Mariengold dabei. Aber in 2012 hat unsere Zusammenarbeit so richtig Fahrt aufgenommen. Als Grafik-Designerin unterstüzt sie mich bei allen gestalterischen Arbeiten rund um Mariengolds Kommunikationsmittel. In diesem Jahr hat Clara mit dem Entwurf meiner neuen Internetseite und dem Layout für mein Puppennäh-E-Book ganz entscheidend dazu beigetragen, meine Vision für Mariengold Schritt für Schritt zu verwirklichen. Mit Clara als Kreativ-Partnerin waren die Gestaltungsprozesse konstruktiv, fließend und vor allem gekrönt von wunderbaren, erfrischenden Ergebnissen, die mir einfach Freude und Lust auf Mariengolds Zukunft machen.

Mit Mariengold zu wachsen bedeutet auch und vor allem, mit vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten zusammenzuarbeiten. Diesen Teil meiner Arbeit mag ich ganz besonders, denn ich entdecke dabei so viele Stärken und Möglichkeiten für meine persönliche Entwicklung. Das ist es, wofür ich eigentlich dankbar bin heute: Für all diese Menschen, die das Beste in mir und Mariengold zum Vorschein bringen.

Ich freue mich auf unser Weihnachtsfrühstück morgen in einem süßen, kleinen Café im Prenzlauer Berg. Und euch wünsche ich auch heißen Chai, knusprige Croissants und ganz viel Liebe in der Luft!


5. Dezember 2012

Neuester Stand Puppennähanleitung ~ Update Doll Making Tutorial

Dear readers, just a short notice regarding my doll making tutorial. I am doing my best to complete it as soon as possible, but this is not the only project I am currently working on. There is still some dolls to sew until Christmas, one last doll making class for 2012 to hold and some preparations to complete for the relaunch of my website in two weeks. And last but not least, we are in this special month of December and I am enjoying the pleasures of this season full of love and light. That’s why I decided to delay the release of my doll making tutorial to January. It’s gonna be a wonderful e-book, I promise you, and I am grateful for your patience.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich den letzten Zwischenstand für mein Anleitungsprojekt durchgegeben habe. Da mich in letzter Zeit viele Nachfragen von Frauen erreichen, die gehofft hatten, die Weihnachtspuppen für ihre Kinder mit meiner Anleitung nähen zu können, möchte ich euch auf den neuesten Stand bringen. Die Mariengold Puppennähanleitung wird im Januar des neuen Jahres erscheinen.

Seit meiner letzten Zwischenstandsmeldung bin ich ein gutes Stück vorangekommen. Die inhaltliche Arbeit ist nun schon länger abgeschlossen. Nach dem Schlusslektorat hat meine Grafi-Designerin Clara die ersten Entwürfe für das Layout gemacht und ist nun mittendrin in der Gestaltungsarbeit. Claras Entwürfe sind traumhaft schön und haben mich einmal mehr ermutigt, zügig an dem Projekt weiterzuarbeiten. Und so habe ich in der letzten Woche endlich auch die englische Übersetzung beendet. Der Himmel schickte mir eine englische Muttersprachlerin in meinen letzten Puppennähkurs, die mich morgen beim Schlusslektorat unterstützen wird. Wunderbar! Es geht also alles seinen Gang. Und wenn ich mich nur auf dieses eine Projekt konzentrieren könnte, würde ich die Anleitung sicherlich noch vor Weihnachten veröffentlichen können.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Ich werde bis zu meinem letzten Arbeitstag vor den Weihnachtsferien Puppen nähen, am Wochenende meinen letzten Puppennähkurs für dieses Jahr geben und in den nächsten beiden Wochen noch einiges für den Relaunch meiner Internetseite in gut zwei Wochen tun.

Es bleiben mir also zur Zeit leider nur wenige, kurze und knackige Zeitfenster für die Arbeit an der Puppennähanleitung. Zudem ist das Ziel mit der vollendeten Anleitung in den Händen auch noch nicht ganz erreicht. Es gibt noch jede Menge sogenannten Kleinkram drumherum zu erledigen, wie z. B. das Aufsetzen der Angebotstexte für die Anleitung und für begleitende Zusatzangebot wie Materialpackungen und Zuschnittservice für meine Webshops, das Verfassen von Blog-Artikeln und die Planung einer schönen, kleinen Aktion zur Veröffentlichung oder ganz aktuell die Klärung von Fragen zum Copyright.

Das alles zusammengenommen ist wirklich viel zu tun und mein Programm bis Weihnachten ist bereits seit einiger Zeit sehr gut geplant, was es mir leicht macht, die Übersicht zu behalten und strukturiert und klar durch meine Arbeitstage zu gehen. Aber es ist eben auch Dezember, Lichterzeit. Und auch die genieße ich. Und damit das so bleibt, habe ich mich für den Januar als Veröffentlichungszeit für die Mariengold Puppennähanleitung entschieden. Das genaue Datum werdet ihr sobald wie möglich hier erfahren.


19. September 2012

Ordnung für meine Schnitte ~ Organizing my Patterns

Organizing my patterns is an enduring issue ever since I design dolls and doll clothes. My collection of patterns is steadily growing and it is quite a challenge to keep them all organized and clearly arranged. In summer I finally had the need to take care of my patterns and find a new system that would be helpful in my daily work routine both for me and for my assistant. So I created two folders, one for my doll patterns and one for my doll clothing patterns. For the first folder, I transferred all my doll patterns to strong cardboard (for a long durability) using different colors for each doll type and doll size and sorted the patterns in poly pockets according to doll types like baby doll, doll child or mini doll. For the second folder, I sorted all my doll clothing patterns according to garments like trousers and leggings, shirts or headgears or to special styles and multipart outfits like Milli, Lino, Tutu or Dotti. All my patterns are more or less clearly labeled and provided with necessary details for sewing. Oh, and there is even a third folder with all my knitting and crochet patterns, but I rarely use it because I know most instructions and measures by rote or I go for designs individually. They are still many, many patterns but now they are organized much better and it is a pleasure and an ease to work with a reasonable system and a clear structure. And not least I really like my colorful coardboard patterns and masking tapes!

Im Sommer habe ich mich einer echten Herzensangelegenheit gewidmet, die längst überfällig war, für die ich mir jedoch im normalen Arbeits- und Werkstattalltag nie Zeit genommen habe, weil es immer etwas anderes, wichtigeres zu tun gab. Ich habe endlich einmal Ordnung in meine Schnitte gebracht. Die Organisation meiner Schnitte ist ein andauerndes Thema, seit ich Puppen und Puppenkleidung entwerfe. Meine Schnittsammlung wächst ständig und es ist eine ziemlich große Herausforderung, sie in Ordnung zu halten und den Überblick zu bewahren. Vor ein paar Monaten war es dann soweit, dass ich mich kaum noch mit meinen eigenen Schnitten zurechtfand und es nur meiner Mitarbeiterin zu verdanken hatte, dass die Nähmaschine weiter rattern konnte. Es wurde also Zeit für eine neue Ordnung und ein klares, hilfreiches System.

Und so legte ich zwei Ordner an, einen für meine Puppenschnitte und einen für meine Puppenkleiderschnitte. Meine Puppenschnitte übertrug ich für eine lange Haltbarkeit auf Karton, jeden Schnitt und jede Puppengröße in einer anderen Farbe. Danach sortierte ich die Schnitte entsprechend der Puppenarten wie Babypuppen, Puppenkinder oder Minipuppen in Klarsichthüllen.

In den zweiten Ordner sortierte ich alle Mariengold Puppenkleiderschnitte entweder nach Kleidungsstücken wie Hosen und Leggins, Shirts oder Kopfbedeckungen oder nach speziellen Entwürfen und mehrteiligen Outfits wie Milli, Lino, Tutu oder Dotti. Alle Schnitte sind mehr oder weniger gut beschriftet und versehen mit wichtigen Hinweisen zum Nähen.

Es gibt sogar noch einen dritten Ordner für meine gestrickten und gehäkelten Entwürfe, auf den ich jedoch so gut wie nie zurückgreife, da ich die meisten Anleitungen und Maße auswendig kenne oder ich einfach drauf los arbeite. Alles in allem sind es immer noch unglaublich viele Schnitte, jedoch sind sie jetzt viel besser organisiert. Es ist wirklich eine große Erleichertung und auch Freude, mit einem vernünftigen System und einer klaren Struktur zu arbeiten. Und nicht zuletzt macht es mir einfach Spaß, mit meinen bunten Schnitten zu arbeiten oder mit hübschem Klebeband Farbe und Muster in meine Sammlung zu bringen.