28. Oktober 2015

Sonnenblumensalz

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Nach drei eher bescheidenen Wetterwochen im Oktober zeigt sich der Berliner Herbst jetzt endlich wieder von seiner goldenen Seite. Zeit, noch mal richtig Sonne, gute Laune und Kraft zu tanken und auf langen Spaziergängen die erdige Frische dieser Jahreszeit zu atmen.

Sonne steckt auch in Sonnenblumenkernen. Für Tage, an denen es draußen nicht so hell und freundlich ist und ihr eine Extraportion Energie braucht, habe ich heute einen Snack für euch. Es handelt sich dabei um einen meiner Lieblinge, denn ich mag es lieber herzhaft als süß. Und ich mag es, kleine, gesunde Leckereien für Zwischendurch vorrätig zu haben.

Sonnenblumenkerne sind ein supergesunder Snack. Sie liefern lebenswichtige Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin E, Linolsäure, Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Eiweiß. Auch Sojasauce und Hefeflocken, die Würze in meinem Rezept, stecken voller B-Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Eiweiß.

Salzige Sonnenblumenkerne

(Original-Rezept von hier)

Sonnenblumenkerne (am besten in Bio-Qualität, z. B. von Davert)
Sojasauce (eher mild, z. B. Shoyu, salzreduziert von Arche)
Hefeflocken nach Geschmack (z. B. von Rapunzel)

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Zugabe von Fett vorsichtig rösten. Die Menge kann von einer Handvoll bis zu einem Wochenvorrat von 250 Gramm variieren. Mit Sojasauce ablöschen, aber nur so viel zugeben, dass die Kerne mit der Sauce überzogen werden, sonst wird es schnell zu salzig. Gut rühren, damit nichts anbrennt. Nach einigen Minuten haben sich die Aromen verbunden. Wer es noch würziger mag, kann noch Hefeflocken hinzufügen, sie geben eine leicht käsige Note. Die Pfanne vom Herd nehmen, abkühlen lassen und lossnacken.

Lasst es euch schmecken!


8. Juli 2015

FKK bei 40°

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Eigentlich hätten wir es wissen müssen: wenn wir unser Projekt FKK nennen, was in einem anderen Zusammenhang kurz für Freikörperkultur steht, bekommen wir für unseren allerersten Filzkopfkurs auch allerfeinstes Sommerwetter mit Sonnenschein von morgens bis abends und das seit Tagen, gleißendem Licht und höchstsommerlichen Temperaturen. Eine echte Herausforderung für Laura und mich und unsere neun Kursteilnehmerinnen!

Wir waren gut gewappnet. Unser Veranstaltungsort, die kleine Off-Bühne Theater am Schlachthof im Friedrichshain lag ebenerdig und im Schatten und konnte gut gelüftet werden, es gab literweise Wasser, mittags erfrischende, asiatische Kost im Viet Bowl für die Teilnehmerinnen und ein entspanntes Picknick auf dem Gehweg vor dem Theater für Laura und mich, alle waren leicht und luftig (und sommerlich schön) gekleidet und zur Not konnte man sich im Hinterzimmer, der eigentlichen Bühne, ein bisschen runterkühlen. Aber das Wichtigste: die monatelange Vorfreude auf den Kurs, das Kribbeln in den Händen beim Filzen und Entdecken neuer Techniken und Möglichkeiten und die Lust am Austausch mit den anderen Frauen übertrafen jedes Hitzegefühl!

Und so war unser Filzkopfkurs genauso wunderbar, schöpferisch, produktiv, lebendig, herzerfrischend, erfüllend, spritzig und lustig, wie von uns beiden seit letztem Oktober erdacht, geplant und gewünscht.

Unsere Teilnehmerinnen waren unheimlich toll! Bis auf zwei Frauen aus Berlin kamen sie von weither (sogar aus Frankreich und der Schweiz!), sie waren superneugierig und offen und haben trotz der enormen Hitze engagiert mitgearbeitet, gefilzt, genäht, gestickt, gestöhnt und gelacht und schließlich pünktlich um 19 Uhr alle ihren Filzkopf fertig gestellt. Das gab eine herrliche kleine Ausstellung am Ende! (Zu diesem Zeitpunkt konnte ich allerdings keinen geraden Satz mehr rausbringen, geschweige denn meine Kamera halten.)

Am Ende des Tages, nachdem wir mit letzter Kraft das Theater wieder tiptop aufgeräumt hatten und uns mit unserem Wahnsinnsgepäck (man glaubt es kaum) auf dem flirrenden Asphalt gegenüberstanden, fielen Laura und ich uns glücklich in die Arme, vergaßen für einen Moment die drückende Abendschwüle und genossen den Abschluss unseres herrlichen Filzkopftags, auf den wir so lange gemeinsam hingearbeitet hatten (mit einem kleinen Schlenker über unser Charlie Bo E-Book wohlgemerkt).

Auch wenn es wahrscheinlich mein anstrengendster Arbeitstag des Jahres war, so war es auch einer der schönsten – und das verdanke ich dir, liebe Laura, meine Freundin mit Augen wie 1000 Rehe, und euch, ihr neun unerschrockenen Frauen, die ihr uns euer Vertrauen geschenkt habt und uns mutig in das Filzkopfabenteuer gefolgt seid!

Großstadtpicknick für heiße Tage

3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark
1/2 TL Kreuzkümmel
2 EL Zitronensaft
Salz nach Belieben
1 Tasse Bulgur
3 Frühlingszwiebeln
2 große Tomaten
1/2 Gurke
1 Bund Petersilie

In einem Topf mit 1 EL Sonnenblumenöl Tomatenmark und Paprikamark leicht anrösten und mit 1 Tasse Wasser ablöschen. Kreuzkümmel, Zitronensaft und Salz dazugeben und kurz aufkochen lassen. Bulgur hinzufügen, so dass er komplett mit Flüssigkeit bedeckt ist (sonst noch mit etwas Wasser auffüllen). Den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und eine Stunde quellen lassen.

In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, Tomate und Gurke klein würfeln und Petersilie grob hacken.

Bulgur mit einer Gabel auflockern, 2 EL Sonnenblumenöl und das Gemüse dazugeben, gut vermischen und abkühlen lassen.

Dazu passen bestens kühlender Joghurt und milchsaure Rote Bete (einfach fix und fertig aus dem Glas). Guten Appetit und gute Erfrischung!

Am 26. September findet unser nächster Filzkopfkurs statt. Details hier, Anmeldung für die Warteliste an hello@mariengold.net.

Mehr zu unserem Filzkopfpuppenprojekt findet ihr hier, das Charlie Bo E-Book zur Herstellung unserer Filzkopfpuppe hier, mehr Rezepte hier.


6. Mai 2015

Gutes für die Hände

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Meine Hände sind mein schönstes, bestes und wichtigstes Werkzeug, um die Welt zu begreifen, das Leben im Griff zu haben und den Alltag zu händeln. Ich mag an ihnen, dass sie eher klein, aber stark sind, die Haut auf ihrem Rücken immer streichelzart ist, sie sich über die Jahre genau an den richtigen Stellen für meine Arbeit gewappnet haben und ich mit ihnen all meine Ideen aus dem Kopf in die Welt zu bringen sowie fühlen und liebkosen kann.

Ab und zu tue ich ihnen etwas richtig Gutes und schenke ihnen eine wohlverdiente, kleine Auszeit. Alles, was ich dafür brauche, finde ich in meiner Küche. Eigentlich verstehe ich nicht viel von Beautykram, aber ich liebe Küchenkosmetik. Denn die ist immer ganz natürlich, taufrisch und blitzschnell angerührt.

Für meine Handverwöhnung brauche ich nur drei Zutaten, die es allesamt in sich haben: Zucker entfernt abgestorbene Hautschuppen und regt die Durchblutung an. Zitronensaft wirkt antibakteriell, erfrischt und glättet. Sesamöl spendet Feuchtigkeit und macht die Haut zart und geschmeidig. Aus diesen drei lässt sich ein einfaches, wirksames Peeling voller Antioxidantien und Vitaminen herstellen, das die Hände pflegt und samtweich macht.

Handpeeling mit Sesam und Zitrone

1 EL grobkörniger Rohrzucker
Saft einer halben Zitrone
Ein Schuss Sesamöl

Die Zutaten vermischen, so dass eine dickflüssige Paste entsteht. Auf die Hände geben und ein paar Minuten einmassieren (das ist auch ein guter Zeitpunkt, um ihnen für alles zu danken, was sie in letzter Zeit getan haben). Mit lauwarmem Wasser abspülen und trocken tupfen.

Danach fühlen sich die Hände einfach wunderbar an!

Was ich sonst noch für die Hände mag

Die Regenerationshandcreme von Weleda mit Granatapfel.

Finger-Yoga, besonders das Trommel-Mudra.

Farbe für die Nägel, eigentlich am liebsten klar, ab und zu aber in Richtung Aubergine oder Altrosa.

Streicheln.

Der Resurrection Aromatic Handbalm von Aesop (der allerbeste Duft!).

Im Sommer Himbeeren auf den Fingerspitzen.

Ganz leicht die Wasseroberfläche berühren, z. B. hier.

Ringe, zart und puristisch.

Diesen mag ich auch sehr gern (obwohl ich ihn sicher nicht tragen würde).

Wenn die Hände beim Massieren nicht vergessen werden.

Mit den Fingern essen.

Noch mehr Handpeelings zum Selbermachen.

Weitere Rezepte für Naturkosmetik, z. B. in „The Glow“ von Anita Bechloch und „Grüne Kosmetik“ von Gabriela Nodema.

Die Hände in Dinge tauchen, die sich toll anfühlen, z. B. in eine Schale Hülsenfrüchte.

Mein Hand in seiner.

Ihre Hand in meiner.

Mehr Gutes für die Hände findet ihr hier.


23. März 2015

FKK mit echtem Fotografen (und Smoothie-Notizen)

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Der Frühling hat Laura von 1000Rehe und mir einen gewaltigen Energiekick für unser Filzkopfpuppenprojekt gegeben. Als ich am Donnerstag die letzten Meter zu Laura spazierte, blinzelte ich fröhlich der Prenzlberger Morgensonne entgegen, lockerte mein Wolltuch, schob mir die Mütze aus der Stirn und reckte die Nase hoch in die Luft. Es ist so viel heller und wärmer jetzt. Die Luft ist samtweich und duftet herrlich frisch. Alles fühlt sich leicht an.

Bei Laura in der Wohnung dann großes Gewusel, Möbelrücken und Kaffeekochen. Der Fotograf ist da! Jo Jankowski, ein guter Freund von Laura, mit dem (und anderen Familien) wir vor 10 Jahren den Waldorfkindergarten Fliederhof in Mitte gegründet haben, war gekommen, um Bilder von unserer Zusammenarbeit zu machen.

Zwei Stunden blieb er und fotografierte uns beim Nähen und Stopfen, Texten und Besprechen, Lachen und Plaudern. Besonders komisch war die Situation, wenn Jo fotografierte, wie ich Laura fotografierte und seine Stimme wie aus dem Off Ansagen machte, wie wir uns bewegen und wohin wir schauen sollten. Zwischenzeitlich verlor ich natürlich total den Faden für die Anleitungstexte, die ich immer parallel zum Fotografieren schreibe. Und Laura verhaspelte sich ab und zu beim gleichzeitigen Posieren, Nähen und Quatschen und musste den ein oder anderen Arbeitsschritt zwei Mal machen. Aber es war ein sehr schöner, produktiver Vormittag inklusive riesiger Vorfreude auf Jos Bilder.

Laura und ich sind jetzt in den letzten Zügen der gemeinsamen Arbeit an der Anleitung. Ende März sind wir noch zwei Mal verabredet, hauptsächlich um Fotos für die Herstellung der Puppenkleidung zu machen. Klar, die Puppe braucht ja auch etwas zum Anziehen! Dafür habe ich schon vor Monaten etwas Schönes entworfen, das meine damalige Mitarbeiterin Karoline (die wunderbare Schneiderin) und ich als allerletztes gemeinsames Projekt umgesetzt haben. Und Laura tüftelt gerade an der Umsetzung einer lang gehegten Idee für die Puppenfüße.

Ja, es kribbelt gerade so richtig in unseren Händen und wir sind voller Tatendrang. Wenn unsere Treffen zu zweit an Lauras großem Tisch vorbei sind, gibt es immer noch genug zu tun, vor allem für mich allein an meinem Laptop. Dann werde ich den Rohentwurf für die Anleitung zum Abschluss bringen und an unsere Grafik-Designerin Clara und die Übersetzerin Erin übergeben, die bereits mit ihrer Arbeit begonnen haben. Was dann noch ansteht? Korrekturlesen, Planung der Veröffentlichung, Schreiben von Blogartikeln und Shoplistings und ganz sicher noch ein paar unvorhersehbare Dinge, die ich jetzt noch gar nicht auf dem Schirm habe.

Wie gut, dass es Pausen gibt! Und wie gut, dass Laura und ich unsere Smoothies haben, die uns bei Laune halten, wenn der Magen am späten Vormittag knurrt. Solche kleinen Snacks machen einfach glücklich und geben noch einmal ordentlich Kraft bis zur großen Mittagspause. Wir sind jedenfalls gerüstet!

Pausenglück Smoothie

Unsere Smoothies sind jedes Mal ein bischen anders, aber immer superlecker und gesund. Wir mixen einfach zusammen, was Lauras Küche so hergibt und wonach uns gerade ist. Letzte Woche war das:

1/2 Avocado
1/2 Birne
1/2 Banane
1/2 Orange
1/2 Möhre
Ein paar Blätter Rucola
1 kleines Stück Ingwer
1 EL Mandelmus
1 TL Leinsamschrot
1 Schuss Mangomark
Je 1 Prise Zimt, Kardamom und Kurkuma
Reis-Kokos-Drink (z. B. von Provamel, den lieben wir beide)

Das Obst und Gemüse ggf. schälen, klein schneiden und in einen circa 500 ml großen Mixbecher geben. Mandelmus, Leinsamschrot, Mangomark und Gewürze hinzufügen und mit Reis-Kokos-Drink aufgießen.

Gut mixen. Laura hat dafür einen Personal Blender, ich einen Hochleistungsmixer von Bianco, mit dem es noch cremiger wird.

So oder so: Hoch die Gläser und genießen!

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier. Mehr Rezepte hier.


24. November 2014

Acht Hände fliegen hoch in die Luft

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Mitten im grauen November hatten wir vier Berliner Puppenmacherinnen von 1000 Rehe, Von Kowalke, Lilla Kirrivi und Mariengold letzten Donnerstag einen wundervollen Glitzertag mit Torte, Prosecco und Gesangseinlage. Jede von uns hatte einen Jubelgrund zum Glücklichsein, privat oder beruflich. Aber der schönste Anlass für einen Trinkspruch mit Granatapfelkernprickeln war die feierliche Gründung unseres Puppenkünstlerinnenkollektivs.

Was vor bald zwei Jahren mit der Idee begann, uns regelmäßig zum Werkeln und beruflichen Austausch zu treffen, wuchs mit der Zeit zu einer tollen Gruppe von befreundeten Puppenmacherinnen – oder treffender – puppenmachenden Freundinnen zusammen. Im Mai auf unserer Reise zum Puppenfestival, in diese ganz andere, eher befremdliche Welt der Puppen, sprachen wir zum ersten Mal zaghaft über unseren Wunsch nach einem inspirierenden Umfeld, nach einer wohlwollenden, kreativen Gemeinschaft, in der wir uns mit unserer Kunst richtig gut aufgehoben fühlen und entfalten könnten. Schon in Neustadt war uns klar, dass wir das, was wir suchten, selbst erschaffen müssten. Aber auch, dass wir schon auf einem richtig guten Weg waren. Denn schließlich waren wir bereits ein kleines Kollektiv.

Was uns verbindet: Wir lieben Puppen und Puppenmacherei. Wir lieben es, mit unseren Händen zu arbeiten. Wir schätzen schöne, handgemachte Dinge aus natürlichen Materalien. Wir bemühen uns um möglichst nachhaltiges Leben und Arbeiten. Wir leben ganz oder teilweise von unserer Arbeit als Puppenmacherinnen. Wir mögen uns und sind gern zusammen. Wir schätzen den gegenseitigen Austausch über unsere Arbeit und werkeln gern gemeinsam. Und wir haben Lust auf mehr, viel mehr.

Im Sommer dann gute Aussichten, erste Ideen für Projekte und natürlich Namensvorschläge. Das war die Geburt unserer Gruppe und mit leuchtenden Augen und einem superguten Gefühl ging es in den Herbst, den wir mit konzeptioneller Arbeit an unserem Manifest verbrachten und immer noch damit beschäftigt sind. Welche Ziele verbinden wir mit unserer Gruppe? Was wollen wir in der Welt bewirken? Wie erreichen wir das? Wie wollen wir unsere Gruppe nach außen präsentieren? Welche Ideen haben wir für erste Projekte?

Gut‘ Ding will Weile haben. Und so geht es munter weiter mit unseren Ideen und unserer Planung. Jetzt war es aber an der Zeit für den nächsten Meilenstein, einen kleinen Schritt weiter in die Öffentlichkeit. Und so haben wir am Donnerstag mit dem zarten Pling von Lauras Kristallgläsern unsere Gruppe feierlich auf den Namen 8Hände getauft, mit dem wir uns von jetzt an als Puppenkünstlerinnenkollektiv in der Welt zeigen.

8Hände, das sind wir vier Puppenmacherinnen aus Berlin, das ist unser Projekt, mit dem wir gemeinsam die Welt der Puppenmacherei erforschen, erleben und gestalten wollen. 8Hände ist natürlich auch für euch. Denn irgendwann soll es neben dem Mitfiebern hier auch Veranstaltungen und Aktionen in Berlin und im Internet geben – Geduld nur, Geduld. Wir sind sehr glücklich!

Lauras Festtagstorte

Grundlage für den Teig ist Julias berühmter Spanischer Mandelkuchen:

2 Tassen fein gemahlene Mandeln
3 Esslöffel Butter
2/3 Tasse Zucker
6 Eier
Geriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1/4 Teelöfel Zimt

Die Butter mit dem Zucker und dem Zimt mischen und mit den Eigelben aufschlagen. Mandeln und Zitronenabrieb unterrühren. Die Eiweiße steif schlagen und locker unterheben. Den Teig in eine runde Kuchenform gießen und 30 Minuten bei 200 Grad backen. Den Kuchen abkühlen lassen und längs in drei Teile schneiden. (Ist mir ein Riesenrätsel, wie Laura das so toll hinbekommen hat!)

Nach dem Rezept für die Füllung gefragt, zuckte Laura nur mit den Schultern. Sie habe einfach Mascarpone, Quark, Sahne, Vanille und Zucker zusammengerührt, bis eine perfekte Creme entstanden ist.

In Schichten geht es weiter – Boden, Füllung, Boden, Füllung, Boden, Decke. Darauf Granatapfelkerne rieseln. Die geben der Torte einen herrlich frischen Geschmack.

Lasst es prickeln und guten Appetit!

Für 8Hände habe ich eine neue Kategorie auf der rechten Seite eingerichtet, in der ihr alle Artikel zu unserer Gruppe findet. Mehr Rezepte gibt es hier.


23. September 2014

Helden des Alltags: Buchweizen-Schoko-Granola

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Meine Lieblingsmahlzeit? Frühstück! Meistens nehme ich es erst am späten Vormittag zu mir, weil ich den Tag am liebsten mit einer großen Kanne Wasser beginne – meist pur, aber auch mal erfrischend mit Minze oder durchwärmend mit Ingwer. Außerdem gelingt mir die Arbeit auf nüchternen Magen viel besser. Die ist in der Regel bis 11 Uhr geschafft, die wichtigsten Dinge des Tages sind dann erledigt, und es ist Zeit für das Glück aus der Küche, mein geliebtes Spätstück.

Einen riesigen Fundus an Rezepten habe ich dafür. Bis mir im Herbst wieder nach warmem Brei, reichhaltigen Nüssen und gedünstetem Obst ist, esse ich zur Zeit am liebsten das beste Müsli der Welt, das ich vor einigen Monaten bei Stepanini, einem langjährigen Lieblingsblog, entdeckt habe. Stepanini hat das Rezept von My New Roots (auch sehr schön!), wo die weltweite Erfolgsgeschichte des Chunky Chocolate Buckweat Granola begann. Völlig zu Recht!

Das Müsli schmeckt herrlich schokoladig, knuspert wunderbar nach Mandeln und Kokosnuss und gibt Energie für Stunden. Ich habe es auch schon ganz oft verschenkt und das Rezept, ein klein wenig angepasst an meinen Geschmack, an begeisterte Freunde weitergegeben. Möchtet ihr es auch probieren?

Buchweizen-Schokoladen-Granola

Für zwei randvolle 500-Gramm-Vorratsgläser:

3 Tassen großblättrige Haferflocken
1 Tasse Buchweizen
1 ½ Tassen grob gehackte Kokoschips
1 ½ Tassen grob gehackte Mandeln
¼ Tasse Chia-Samen
½ TL grobes Meersalz oder Fleur de Sel
½ Tasse Ahornsirup
½ Tasse + 1 EL Kokosöl
1 TL Vanillepulver
½ Tasse reiner Kakao

Die Haferflocken, den Buchweizen, die Kokoschips, die Mandeln und die Chia-Samen in einer Schüssel mischen. In der Zwischenzeit das Kokosöl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auflösen und mit dem Salz, dem Ahornsirup, der Vanille und dem Kakao mischen. Die Schokoladenmischung unter die trockene Mischung rühren. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen und darin auf einem Blech 1 Esslöffel Kokosöl schmelzen lassen. Darauf die Mischung geben und für 10 bis 15 Minuten kross backen. Dabei alle drei Minuten schön wenden und neu verteilen. Abkühlen lassen und in Vorratsgläser füllen. Mit Kokos-Reis-Milch und frischem Obst genießen. Guten Appetit!

Noch mehr Frühstücksideen?

Bei meiner Freundin Clara habe ich mir vor einigen Tagen eine himmlische Schokoladencreme aus Nüssen, Datteln und Kakao aufs Brötchen geschmiert. Das Rezept hatte sie von hier.

Mein Lieblingsblog zum Thema heißt – logisch – What Should I Eat For Breakfast Today. Demnächst auf meinem Frühstückstisch: die Haferkekse, das Birchermüsli und der herzhafte Haferbrei.

Das beste Buch zur schönsten Mahlzeit des Tages und eine wahre Inspiration und Augenweide ist „Frühstück“ von Camilla Jensen. Dieses interessiert mich auch.

Mehr Rezepte findet ihr jetzt übrigens in der neu eingerichteten, gleichnamigen Rubrik hier auf der rechten Seite. Bisher allesamt Guten-Morgen-tauglich.


12. November 2013

Still und stürmisch

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Nach meiner Auszeit am Meer, die so still und gleichzeitig so stürmisch für mich war (ich sage nur: von Einhundertzehn auf Null in vier Tagen), weiß ich, was ich in Zukunft mehr und was weniger in meinem Leben haben möchte.

Diese Herzenseinsichten waren in einem Raum möglich, der ganz liebevoll und achtsam von Julia Engel, Ruth Antons und Arne Walbers vom Flying Yoga Team gehalten wurde. Viele liebe Menschen, ein stets reich gedeckter Tisch, Spaziergänge in der Novemberfrische, Mittagsschlaf und Lesestunden sowie ganz viel Zeit mit meiner Freundin Julia haben das Retreat mit all meinen Aufs und Abs schön rund gemacht.

Ein Höhepunkt war schon im letzten Jahr der morgendliche Süßreis, der jeden Tag neben vielen anderen Frückstücksköstlichenkeiten auf der Tafel stand. Hier ist das Rezept, das Bauch und Herz wärmt und satt und glücklich macht:

Esthers Süßreis

Süßen Reis (z. B. von Davert) mit der
dreifachen Menge Wasser
und kleingeschnittenen Trockenfrüchte wie Feigen, Pflaumen, Aprikosen und Datteln

vierzig bis fünfzig Minuten bei kleiner Hitze köcheln und je nach Hunger noch ein halbes oder ganzes Stündchen quellen lassen.

Warm mit frischem Obst, Crème Fraiche, Mango-Apfel-Mark, Nüssen oder Fruchtjoghurt servieren. Schmeckt auch winterlich gewürzt mit Zimt, Kakao und Ingwer.

Guten Appetit und Namasté!


25. März 2013

Österliches Werk-Treffen

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Letzte Woche habe ich einen Tag mit meinen Freundinnen Laura von 1000 Rehe und Julia von Von Kowalke verbracht. Wir haben ausgiebig gefrühstückt, geplaudert und natürlich gemeinsam gearbeitet.

Laura war wie immer eine wunderbare Gastgeberin. Draußen stürmte der Schnee, auf der Heizung trockneten Mützen und Schals, aber auf dem Tisch standen ein herrlicher Osterstrauß und ein liebevoll zusammengestelltes Frühstück mit selbst gebackenem Rosinenzopf, Sonne in Mangoform und einem Geschirrschatz vom Flohmarkt. Keine Spur also von der Berliner Wintertristesse, die an diesem Donnerstag besonders grau und nass war.

Das Thema unseres Werk-Treffens war Puppenhälse. Jede hat Schnitte und ein paar Entwürfe und Ansätze mitgebracht und gemeinsam haben wir getüftelt, probiert und genäht und sind durch den gemeinsamen Austausch und den besonderen Raum, den wir für unser Experimentieren geschaffen haben, unseren individuellen Lösungen ein gutes Stück nähergekommen. Am Freitag konnte ich dann schon die erste Mariengold Puppe mit Hals nähen.

Das gemeinsame Arbeiten mit Laura und Julia hat großen Spaß gemacht. Es gab für jede ein paar Aha-Momente, neue Ideen und frischen Mut für den weiteren Weg.

Unser Austausch ist sicher auch so fruchtbar und entspannt, weil wir drei seit Jahren Freundinnen sind, auch schon bevor wir Puppenmacherinnen wurden. Unterstützung, Inspiration und das Teilen von Freud und manchmal auch Leid sind ganz selbstverständlich. Zwischen uns gibt es Vertrauen und Herzensverbindungen, die meiner Erfahrung nach über den rein virtuellen Austausch via E-Mail und Social Media leider nicht so leicht entstehen.

Die Puppenmacherinnen-Welt ist manchmal ganz schön verrückt, so dass ich gerade in diesen Zeiten – Stichwort gesetzliche Anforderungen an die gewerbliche Puppenmacherei – immer wieder froh bin über die Möglichkeit des ganz persönlichen und vertraulichen Austauschs mit Laura und Julia.

Zum winterlichen Oster-Frühstück habe ich übrigens ein warmes Reis-Congee mit gedünstetem Süß mitgebracht. Hier ist das Rezept für euch:

Reis-Congee mit Frucht und Nuss

1 große Tasse Reis (2/3 Rundkornreis, 1/3 Süßreis) und
8 Tassen Wasser

drei bis vier Stunden lang bei kleinster Hitze köcheln lassen, so dass der Reis zerfällt und ein sämiger Brei entsteht. Das Congee noch heiß in Gläser füllen. Im Kühlschrank ist es als Grundlage für mehrere Mahlzeiten gut zwei Wochen haltbar.

Für ein bauchwärmendes und stärkendes Frühstück für Zwei in einer gebutterten Pfanne

1 Apfel,
eine Handvoll Rosinen,
4 klein geschnittene getrocknete Aprikosen und
gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

fünf bis zehn Minuten dünsten. Congee in der gewünschten Menge unterrühren, bei Bedarf mit etwas Ahornsirup süßen und für die Wärme mit Ingwer und Zimt abschmecken.

Bon Appétit!