1. Dezember 2011

Katjuscha

Vorgestern schrieb ich ja über die verschiedenen Arten, auf denen meine Kunden mit mir über ihre Puppenwünsche sprechen. Vor einigen Wochen begann ich, mich mit Agnieszka auszutauschen, die eine Puppe für ihre kleine Tochter bestellte. Auf meine üblichen Fragen nach Augenfarbe und Frisur, Kleidung und Lieblingsfarben antwortete sie mit hauptsächlich mit Fotos. So entstand Stück für Stück ein visuelles Stimmungsbild, ein sogenanntes Moodboard, als Grundlage für ihre Puppe.

Ich ließ mich gern darauf ein, denn diese Arbeitsweise erinnerte mich an das Praktikum im Design Consulting bei MetaDesign, das ich vor zehn Jahren während meines Studiums gemacht habe. Das war eine sehr intensive und prägende Zeit mich, in der ich unter anderem lernte, Moodboards mit Bildern, Farben und Formen als Grundlage für Design Strategien zusammenzustellen und auf der Grundlage dieser Stimmungsbilder Briefings für die Gestalter zu erarbeiten. Als ich mich mit Mariengold selbständig machte und ein Design für meine eigene Firma entwickelte, habe ich ebenso gearbeitet. Und auch die entscheidenden Schritte in der Entwicklung meiner Puppen bin ich so gegangen. Das Arbeiten mit Moodboards macht mir viel Freude, jedoch habe ich in letzter Zeit aufgrund der speziellen Auftragslage kaum noch Zeit gehabt, so zu arbeiten. Umso mehr habe ich mich über Agnieszkas Kommunikationsangebot gefreut und mich neugierig auf den Weg zu ihrer Puppe gemacht.

Und hier ist das kleine Steppenkind, das ich für Agnieszkas Tochter genäht habe:

Mir hat’s so viel Spaß gemacht und ich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Kunden so inspirierende Stimmungswelten für mich zaubern!