Meet Lino, a ready to go doll for my Etsy shop, and Jakob, a custom doll whose orderer wanted him to look cheeky. After I sent her pictures of the doll we talked about cheekiness and what we intend with cheeky dolls. It was an interesting exchange of ideas and I concluded for myself once again that dolls are a mirror of the soul. Maybe with our desire for cheeky dolls we especially give voice to our own need for more cheekiness in our life in terms of being braver and daring more. We concede this to our children and even want to strengthen this aspect of their personality when giving them cheeky looking dolls. For us adults it could be intersting and salutary to ask ourselves, what cheekiness means to us personally, what we maybe in this regard miss in our live and how we could get it back.
Frech sollte Jakob auf Wunsch meiner Kundin eigentlich werden. Als ich ihr Bilder ihrer Puppe schickte, entspann sich eine Autausch zum Thema, den ich hier in Auszügen teilen möchte:
Maria: “Das mit dem frechen Ausdruck wird in diesem Puppenmacherleben, glaube ich, nichts mehr. Tatsächlich habe ich echt ein Thema mit frechen Puppen, denn es war von Anfang an meine Absicht, frech-verschmitzte Puppengesichter zu gestalten, aber das ist mir nie gelungen. Irgendwann recht zu Beginn meiner Selbständigkeit habe ich mich darüber mit meinem Mann ausgetauscht und er sagte, meine Puppen würden so lieb und schüchtern aussehen, weil ich es selbst auch bin. Ich glaube, da hat er Recht. Ich selbst empfinde mich nicht als frech und glaube daran, dass wir nur das in die Welt bringen können, was wir in uns tragen. Was nicht heißt, dass ich diesen Aspekt meiner Persönlichkeit, der ja früher mal da war, nicht wieder stärken könnte. Aber noch soll es wohl nicht sein.”
Kundin: “Du hast recht mit dem was du zu “frech” schreibst und ich werde beobachten , ob sich deine Puppen verändern.“
Maria: “Ich habe mich gestern noch sehr mit dem Thema “Freche Puppen” beschäftigt und bin ganz dankbar für den Denkanstoß, den du mir da unbewusst gegeben hast. Im Moment gehe ich der Frage nach, was eigentlich genau “frech” bedeutet.”
Kundin: “Ja, was ist “frech” eigentlich? Von vielen wird das sicherlich als etwas eher negatives angesehen, zumindest mußte ich in der 5. Klasse einen Aufsatz schreiben “Warum ich nicht so frech sein soll”. Irgendwie hat es auch etwas mit einer gewissen Schlagfertigkeit, die vielleicht entlarvend sein kann und häufiger auch als respektlos angesehen wird, zu tun. Für mich aber auch mit einer gewissen Form von Vertrauen, “freche Bemerkungen” mache zumindest ich nur dann wenn es eine Vertrauensebene gibt. Ich selber würde mich auch nicht als frech bezeichnen, es ist allenfalls eine einzelne Facette, die es neben vielen anderen gibt und in ganz vielen Situationen überhaupt nicht vorkommt. Bei kleinen Kindern verbinde ich mit dem Begriff einen wachen Blick, vielleicht eine gewisse Unerschrockenheit und Neugierde. Gar nicht so einfach…”
Maria: “Ja, genau darüber habe ich in den letzten Tagen auch nachgedacht, nämlich dass “frech” in der Regel wohl eher negativ assoziiert wird. Ich habe mich auch gefragt, was für mich “frech” ist und da kommen mir ganz ähnliche Ideen wie dir: ein Blitzen in den Augen, überraschende Ideen, ein eigener Kopf, das eigene Ding machen, auch mal anecken, Spaß und Lust haben am Leben, am Wilden. Vor allem habe ich erkannt, dass das alles Dinge sind, die mir im Alltag im Grunde fehlen. Als kleines Mädchen hatte ich es auch faustdick hinter den Ohren, wie man so schön sagt, aber ich wurde im Laufe der Zeit immer angepasster und braver. Heute faszinieren mich sogenannte freche Kinder, vor allem freche, erwachsene Kinder. Ich kenne da ein paar. Bei denen fühlt sich mein jüngeres, kindliches Ich ganz lebendig. Und dann traut sich die kleine Maria auch mal wieder raus und spürt, dass es eigentlich keinen Grund gibt sich zu verstecken.”
Kundin: “Gestern ist das Paket endlich angekommen und abends hatte ich dann endlich Zeit einen Blick hineinzuwerfen. Wunderschön ist er geworden, der Puppenjunge, und saß im Sessel im Wohnzimmer als hätte er nie woanders gesessen! Er paßt also bestens zu uns und ich bin gespannt wie mein Sohn mit ihm umgehen wird. (…) Dir wünsche ich ganz gute Besserung weiterhin und dazu vielleicht noch ein bißchen freche und mutige Entscheidungsfreude.”
Als neulich auch im Fröken Skicklig Puppennähkurs die Mehrheit der Frauen den Wunsch äußerte, ihre Puppen sollten frech aussehen, was immer das bedeutet, ist mir einmal mehr bewusst geworden, dass Puppen ein Spiegel der Seele sind. Möglicherweise verleihen wir mit unserem Wunsch nach frechen Puppen vor allem unserem eigenen Bedürfnis nach mehr Frechsein Ausdruck im Sinne von, dass wir uns mehr trauen und mutiger sein möchten. Unseren Kindern gestehen wir das zu und wollen diesen Aspekt ihrer Persönlichkeit mit frech aussehenden Puppen sogar noch stärken. Ein Impuls für uns Erwachsene könnte sein, uns zu fragen, was uns persönlich Frechsein bedeutet, was wir vielleicht in dieser Hinsicht an uns selbst vermissen und wie wir uns das in unser Leben (zurück-)holen können.













