13. November 2017

Bücher: „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit

Als ich vor zwölf Jahren mit der Puppenmacherei begann, fiel mir nach kurzer Zeit das Buch „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit in die Hände. Ein Glücksfall, denn nach allem, was ich bis dahin zu dem Thema gelesen und gesehen hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass es über das praktische Handwerk und die Impulse aus der Waldorfpädagogik hinaus doch mehr geben müsste, war auf der Suche nach einer kunst- und kulturgeschichtlichen Einordnung. Ich wollte alles über das Puppenmachen erfahren, wie es sich entwickelt hat und auch wo die Grenze zur Kunst verläuft, das war anfangs ein großes Thema für mich, jetzt nicht mehr. Antworten auf all meine Fragen fand ich in diesem bemerkenswerten Buch.

Ausgehend von einem neuen Begriff der Künstlerpuppe, bei dem es – im Gegensatz zum bloßen Sammelobjekt, das künstlerisch gestaltete Puppen bis dahin hauptsächlich waren, – um die Verwirklichung der Idee vom künstlerischen Gebrauchsgegenstand geht, spannt die Autorin einen weiten Bogen von den Reformpuppen des Münchner Kreises um Marion Kaulitz von 1908, über Käthe Kruse, Sasha Morgenthaler, Lotte Sievers und vielen mehr hin zu Elisabeth Pongratz, einer zeitgenössischen Puppenkünstlerin, die das Buch maßgeblich inspiriert und viel Material zur Verfügung gestellt hat.

All diese Puppenmacherinnen hatten gemeinsam, dass sie dem spielenden Kind eine feinfühlend gestaltete Puppe in die Hände geben wollten. Diese Idee war damals etwas ganze Neues. Sie war beeinflusst von verschiedenen Reformbewegungen um die vorletzte Jahrhundertwende etwa in der Pädagogik, Naturheilkunde und Architektur, bei denen es darum ging, die Kunst ins Leben zu tragen. In dieser Zeit entstand auch das Berufsbild des Designers, der industrielle Serienerzeugnisse mit einer zeitgemäßen, künstlerischen Form verbinden sollte. Diese Entwicklung betraf auch die Spielzeugherstellung. So wurden Puppenmacherinnen künstlerisch arbeitende Handwerkerinnen, die sich an der Realität der fabrikmäßigen Massenproduktion orientierten und gestalterische Konzepte für maschinell vervielfältigungsfähige Formen und Materialien entwickelten. Auch in der Puppenherstellung galt es, Funktionalität, Natürlichkeit und Schönheit zu verbinden und den Kindern Puppen mit Charakter und Individualität zum Spielen und Liebhaben zu geben.

Von diesem Geist sind auch die Puppen inspiriert und durchdrungen, die Puppenmacherinnen heute herstellen. Es gibt in dem Buch einen Abschnitt mit dem Titel „Puppenmachen als Handarbeit“ mit einem direkten Bezug. Darin geht es um die Pädagogin Ruth Zechlin, einer Wegbereiterin der Bauhaus-Idee für den Werk- und Handarbeitsunterricht. Sie war die erste, die Anleitungen zur Herstellung von Puppen und Kleidung schrieb und war überzeugt davon, dass jeder bis zu einem gewissen Grad selbst eine Spielpuppe mit einem individuellen Ausdruck anfertigen könne. So entwickelte sie die Grundlagen für das, was später die klassische Waldorfpuppe werden sollte.

Das Buch endet mit einem ausführlichen Kapiel über Elisabeth Pongratz, die 1979 begann, gewerblich Puppen zu machen. Sie bezeichnet ihre Puppen als „Neue Münchner Künstlerpuppen“ und erinnert damit an Marion Kaulitz, mit deren Arbeit 70 Jahre zuvor die Puppenreform begonnen hatte. Wieder geht es darum, einen künstlerisch gestalteten Gebrauchsgegenstand herzustellen, der aus der Perspektive des Kindes gedacht ist, immer der Frage folgend, welche Fantasiekräfte sich mit der Puppe anregen lassen. Auch Elisabeth Pongratz entscheidet sich bewusst für reproduzierbare Puppen und wählt für dafür den Werkstoff Holz. Bis heute stellt sie im Familienunternehmen ihre Künstlerpuppen her, die auf der ganzen Welt Anklang finden.

Diese Frage nach den Fantasiekräften ist auch für Puppenmacherinnen von heute ein wichtiger Leitstern. Zudem darf die Herstellung von Puppen in Handarbeit auch als Reaktion auf die industrielle Massenware verstanden werden, die kaum imstande ist, die Vorstellungskraft und Gefühlswelt der Kinder anzuregen, ganz abgesehen von den unnatürlichen Materialien und den Umständen, unter der sie in der Regel angefertigt wird. In diesem Sinne knüpfen gewerbliche Puppenmacherinnen heute direkt an die Reformideen von damals an, nur dass heutzutage vor allem Einzelstücke und kaum reproduzierbare Serientypen angefertigt werden, so dass die künstlerisch gestaltete Puppe auf dem Spielzeugmarkt eher eine Nische ausmacht.

Das Buch ist leider nur noch antiquarisch erhalten. Deshalb freue mich umso mehr, dass ich vor einiger Zeit eine Ausgabe zum Verlosen unter meinen Leserinnen und Lesern aufgestöbert habe. Das Buch ist nicht tiptop erhalten, hier und da finden sich kleine Liebesspuren, aber es ist immer noch in einem guten bis sehr guten Zustand. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Dienstag Nacht an hello@mariengold.net. Viel, viel Glück!

Ulrike Zeit: Künstler machen Puppen für Kinder. Von Marion Kaulitz bis Elisabeth Pongratz, Verlag Puppen und Spielzeug, ISBN: 3874631915, nur noch antiquarisch erhältlich.

(Die Gewinnerin des Buches ist Andrea.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


20. September 2017

Bücher: „Holz!“ von Max Bainbridge

Holz!, in diesem Buchtitel kommt es gleich mit Ausrufezeichen daher. Das passt eigentlich gar nicht zu dem schlichten, natürlichen Material, das niemals laut ist, sondern lieber flüstert und das wundersam zärtlich. Aber der Autor ist verliebt und ruft es in die Welt hinaus. Das kann ich gut verstehen. Denn ich mag Holz auch sehr, sehr gern.

Alles an Holz ist faszinierend, sein Duft, die Textur, Maserung, Farbe. Holz ist warm und geschmeidig, lebendig und geduldig, fest und stark und gleichzeitig weich und man kann unglaublich viel damit machen. Holz an sich ist nicht nur wunderschön, sondern es lässt wie eine gute Seele auch die Dinge und Menschen, die es umgibt, auf das Schönste erstrahlen. In dem Material steckt das ganze Wunder der Natur, das sieht man und das spürt man, vor allem wenn es mit viel Liebe bearbeitet und gestaltet wird.

Meine Begeisterung für Holz wurde so richtig entfacht, als ich vor zehn Jahren unter Anleitung von Cornelius Wruck eine pentatonische Kinderharfe schnitzte. Meine Tochter war gerade in den Kindergarten gekommen und an den Vormittagen in Cornelius‘ Werkstatt erlebte ich zum ersten Mal die Freude, mich stundenlang in sinnliches, handwerkliches Tun zu vertiefen, was mein Leben und meine Arbeit für Jahre prägen sollte. Von Cornelius habe alles über Holz gelernt, wie man es schnitzt und zum Klingen bringt, auch über Hingabe und Meisterschaft.

Ein paar Jahre später, ich war schon Puppenmacherin mit Leib und Seele, ging es mir ganz ähnlich, als ich einen Schnitzworkshop bei Jürgen Maaßen auf Hof Lebherz besuchte, in dem mein Holzköpfchen entstand, das ich in der diesjährigen PuppenMITmacherei zu einer ganzen Puppe vervollständigen möchte.

In dem Buch „Holz!“ von Max Brainbridge erkenne ich wie damals bei meinen Lehrern die gleiche Sorgfalt, Fachkenntnis und Liebe zu Material, Handwerk und Gestaltung. Nicht nur ist es wunderschön anzusehen mit großartigen Bildern und einem ansprechenden Layout, es vermittelt auch umfassendes und tiefes Wissen zu allen Aspekten des Schnitzens: Beschaffung und Auswahl des Holzes, Holzarten, Werkzeuge, Schnitt-Techniken mit dem Messer, Schritt-für-Schritt-Abbildungen für verschiedene Projekte wie Esslöffel, Buttermesser, Pfannenwender, Kaffeelot oder Schneidbrett, Oberflächengestaltung, Werkzeugpflege und Bezugsquellen.

Das Buch ist Augenschmaus und Inspirationsquelle, Wegweiser und Nachschlagewerk. In unserer schnelllebigen Zeit schaltet es auf Ruhe, begeistert für ein traditionelles Handwerk und den Minimalismus des Nützlichen und ermutigt zum schöpferischen Umgang mit Holz, jenem Material, das wie kein anderes erdet, mit der natürlichen Lebendigkeit verbindet und für die Unvergänglichkeit des gegenwärtigen Moments steht.

Wie immer verlose ich mein Rezensionsexemplar. Wenn ihr gewinnen möchtet, schickt bis Donnerstag Nacht ein E-Mail an hello@mariengold.net. Viel Glück!

Übrigens, auch Caro von NATURKINDER, meine Partnerin in der PuppenMITmacherei, liebt Holz und schnitzt gern. Hier stellt sie ihre Lieblingsbücher vor und hier bietet sie wunderschöne Kunstgrußkarten zum Thema an.

Max Bainbridge: Holz! Schnitzen – Traditionell und Urban, Haupt Verlag, ISBN: 325860164X, 26 Euro.

(Die Gewinnerin des Buches ist Anja.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


28. Juni 2017

Bücher: „Herzensbildung“ von Christiane Kutik

Herzensbildung. Was für ein wunderbares Wort. Es stammt aus der deutschen Klassik und wurde auch von Friedrich Schiller und Johann W. Goethe verwendet. Damals galt das Herz als Sitz der Gefühle und des Gemüts und auch heute noch verwenden wir Ausdrücke und Zeichen, die von dieser Verortung erzählen: Wer sich freut, dessen Herz macht einen Sprung. Dinge, denen wir uns hingebungsvoll widmen, gelten als Herzensangelegenheiten. Verliebte verschenken Schokolade in Herzform. Bei Liebeskummer bricht einem das Herz. Bei Angst rutscht es in die Hose. Und wenn wir wahrer Schönheit begegnen, öffnet sich auch unser Herz.

Heute wird der Begriff mit „Emotionaler Intelligenz“ übersetzt. Darunter versteht man den Umgang mit Gefühlen und deren Einschätzung bei sich selbst und anderen. Kann man das lernen? Lässt sich das Herz wirklich ausbilden? Und wie würde so eine Gefühlsschule aussehen?

Diesen Fragen widmet sich Christiane Kutik, Coach für Erziehungsfragen, Trainerin und Autorin, in ihrem aktuellen Buch „Herzensbildung“, das 2016 im Verlag Freies Geistesleben erschienen ist.

In unserer modernen Gesellschaft, in der immer mehr relativiert, nivelliert und infrage gestellt wird, fällt es oft schwer, Kindern grundlegende Werte zu vermitteln. Dabei brauchen gerade Kinder solche Orientierungspunkte, die ihr Selbstvertrauen stärken und es ihnen ermöglichen, gesunde Beziehungen zu ihren Mitmschen und ihrer Umwelt aufzubauen. Christiane Kutik beschreibt, welche Werte das in erster Linie sind und wie man sie im Erziehungsalltag, ohne Zwang, aber authentisch und aufrichtig anlegt.

Kinder orientieren sich unmittelbar am Handeln und an der Haltung der Erwachsenen. Diese haben daher eine unangefochtene Vorbildfunktion. An konkreten Situationen mit Kindern zeigt das Buch exemplarisch, wie eine gelungene Vermittlung fundamentaler Werte aussehen kann.

Zu diesen Werten zählt die Autorin Geborgenheit, Selbstachtung, Mitgefühl, Konfliktfähigkeit, Eigenständigkeit, Wertschätzung, Wahrhaftigkeit, Weltinteresse, Seelennahrung, Schönheitssinn, Naturverbundenheit sowie Humor und Heiterkeit. Jedem ist in diesem Ratgeber ein ausführliches Kapitel gewidmet. Die Sprache ist klar, warm und leicht verständlich. Dazu gibt es auch ein paar Bilder, glaubwürdig und mitten aus dem Alltag mit Kindern.

Auch wenn meine Tochter schon ziemlich groß ist und ich schon lange nicht mehr zu Ratgebern greife, habe ich das Buch unheimlich gern gelesen. Die Herzensschule kann man ein Leben lang besuchen. Es loht sich. Immer wieder geht es um die Frage, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, aber auch mit uns selbst, wie gute Kommunikation gelingt und wie wir unsere eigenen Gefühle und die der anderen wahrnehmen und beeinflussen können, um möglichst echt, frei und friedlich miteinander zu sein.

Wie immer verlose ich mein Rezensionsexemplar. Wenn ihr gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Viel Glück!

Christiane Kutik: Herzensbildung. Von der Kraft der Werte im Alltag mit Kinder, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 3772527442, 18,90 Euro.

(Das Buch gewonnen hat Nicola.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


21. Februar 2017

Bücher: „Ziegenmaserrötelpeter“ von Eva Wikander

Schön doof, so ein verregneter Sonntagmorgen. Als Anna aufwacht, gießt es in Strömen und der Himmel ist grau. Zum Glück sind da noch ihre Freundin Elinor, die bei ihr übernachtet hat, und die Puppen in der Ecke. Obwohl die heute irgendwie so langweilig aussehen. Aber was ist das? Ein roter Fleck auf Mathildas kleiner Nase. Das müssen die Röteln sein. Jetzt ist auch Elinor hellwach. Zusammen kurieren die gewitzten Puppendoktorinnen nicht nur diese Krankheit, sondern auch noch Windpocken, Masern, Ziegenpeter. Und schließlich muss sogar der Blinddarm raus.

Das ist in aller Kürze die Geschichte von „Ziegenmaserrötelpeter“ von Eva Wikander, die mir eine Leserin und Puppennähverliebte, Kerstin aus Mittenwalde, kürzlich empfohlen hat. Ende letzten Jahres bekam ich Post von ihr, einen dicken Umschlag mit einem lieben Brief, Bildern ihrer selbstgemachten Puppen und einer Kopie des Buches. Dazu schrieb sie: „Im Original mit Farbe natürlich noch schöner. Meine Kinder und meine Nichte haben sich jedes Mal köstlich amüsiert, wenn ich die Geschichte vorlas.“

Natürlich habe ich mir das Buch noch in Farbe besorgt, antiquarisch, da es leider nicht mehr aufgelegt wird, und es nicht bereut. Denn nicht nur die Geschichte ist wahnsinnig lustig, auch die Illustrationen von Lisa Örtengren sind so richtig zum Schmunzeln und Glücklichmachen, ob an einem verregneten Sonntag oder wenn man selbst krank ist. Lachen ist eben die beste Medizin.

Liebe Kerstin, leider habe deine Adresse nicht. Deshalb möchte ich mich auf diesem Weg ganz herzlich für deine Buchempfehlung bedanken. Damit hast du mir eine große Freude gemacht.

Jetzt habe ich zwei Exemplare, eins in Farbe und eins in Schwarz-Weiß. Letzteres möchte ich gern als Erinnerung behalten. Das andere Buch verlose ich. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Donnerstag Nacht an hello@mariengold.net. Viel Glück!

Eva Wikander und Lisa Örtengren: Ziegenmaserrötelpeter, Ravensburger Buchverlag, ISBN: 3473334693, nur noch antiquarisch erhältlich.

(Die Gewinnerin des Buches ist Gesine.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


12. Dezember 2016

Bücher: „Holly & Ivy“ von Margret Rumer Godden

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Als meine Tochter noch klein war, war die Geschichte von „Holly und Ivy“ von Margaret Rumer Godden eine unserer liebsten in der Vorweihnachtszeit und nicht nur dann. In dem Buch geht es um Zuhause, Familie und die Kraft der Wünsche.

Da ist das Waisenmädchen Ivy auf der Suche nach seiner Großmutter, die in der kleinen Stadt zu finden sie ganz sicher ist. Da sind die Jonesens, die sich nichts sehnlicher wünschen, als Weihnachten mit einer Tochter oder einem Sohn zu verbringen. Und da ist die Puppe Holly, die ungeduldig im Schaufenster auf das Kind wartet, das sie zum Leben erweckt. Am Ende gehen natürlich alle Wünsche in Erfüllung und auf dem Weg dahin passiert ganz viel Liebe.

Das Buch ist herzerwärmend und passt wunderbar in diese Lichterzeit voller Wunder. Bebildert wurde es von Maren Briswalter, einer meiner liebsten Illustratorinnen, die stets einen ganz zarten, leisen und berührenden Pinselstrich macht und so die Geschichte bestens begleitet.

Als Puppenmacherin mag ich besonders den Aspekt, dass die Puppe Holly auf ihr Kind wartet und nicht andersherum. Dieser Perspektivenwechsel spiegelt meine Erfahrung wieder, dass es nicht nur das Kind ist, das sich seine Puppenfreundin oder seinen Puppenfreund aussucht, sondern dass auch die Puppe jemand ganz Besonderen finden möchte, der oder die zu ihr passt. Denn zu einer Herzensverbindung gehören immer zwei.

Margret Rumer Godden: Holly & Ivy, Verlag Urachhaus, ISBN: 3825175731, 14,90 Euro.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)