17. Juni 2014

Helden des Alltags: Jalema Clip

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Ein Mal im Monat ist es Zeit für Mariengolds Zahlen. Seit Gründung meines Labels ist mir dabei eine Steuerberaterin behilflich, der ich Anfang diesen Jahres meine gesamte Buchhaltung übergeben habe. Weil ich diese irgendwann nicht mehr überschauen, geschweige denn allein bewältigen konnte.

Trotz dieser Entlastung (und was für eine!) gibt es für mich immer noch eine Menge zu tun, „vorbereitende Buchhaltung“ heißt das im Fachjargon. Dafür sortiere alle Ausgangs- und Eingangsrechnungen samt Zahlungsbelegen, hefte sie in chronologischer Reihenfolge ab und schicke sie ins Steuerbüro.

Da kommt jeden Monat ein ganz schön dicker Stapel Papier zusammen, der mich im Januar, als dieses Prozedere begann, vor die Frage stellte, wie ich das Ganze eigentlich versenden sollte. Meine ersten Versuche mit mehr oder weniger großen Aktenordnern scheiterten an den geeigneten Umverpackungen für den Postweg. Einen Kurier wollte ich nicht bezahlen. Selbst in den Prenzlauer Berg zu fahren, käme einer halben Weltreise gleich und das zwölf Mal im Jahr. Eine andere Lösung musste also her.

Die fand ich im Jalema Clip, einem flexiblen Heftmechanismus zum Bündeln von Unterlagen. Nach diesem Film wusste ich: Genau, wonach ich gesucht hatte, herrlich! Meine zentimeterdicken Papierstapel kann ich damit leicht zusammenheften, das Ganze passt wunderbar in einen großen Umschlag und ab damit in die Post!

Und mit der kommen die Unterlagen später wieder zu mir zurück. Dann nehme ich das Bündel und packe es in eine große Kiste, wo ich es 10 Jahre lang aufbewahre. Und zwar schön platzsparend!

Die Jalema Clips sind z. B. via Amazon erhältlich, 10 Stück gibt es dort zum Preis von circa 7 Euro.


1. April 2014

Helden des Alltags: Listen

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Zur Zeit stecke ich mitten in einem großen Projekt für Mariengold, von dem ich euch später im Mai erzählen werde. Seit Wochen sind meine Tage voller Arbeit – voller Freude auch! – und ich schwanke regelmäßig zwischen Hochgefühlen, Ideenräuschen, Herzklopfen, Fragezeichen und Müdigkeit.

Allein ist so ein Projekt nicht zu bewältigen und so freue ich mich sehr, wieder mein kleines, feines Team bestehend aus der Grafik-Designerin Clara, Erin als Übersetzerin und Karoline in der Werkstatt an meiner Seite zu haben.

Manchmal träume ich auch von einem professionellen Projektmanagement, auch wenn mir dieser Teil der Arbeit gut liegt und ich ihn eigentlich sehr gern mache. Aber neben der inhaltlichen Arbeit an dem Projekt, wird mir das ganze Drumherum, das Strukturieren, Organisieren, Planen und Abhaken manchmal zu viel. Nein, die Häkchen sind natürlich toll!

Zum Glück habe ich meine Listen. Sie halten den Prozess am Laufen. Sie dulden Aufschub, dokumentieren Minischrittchen und Meilensteine und können warten, wenn mal das Leben dazwischenkommt. Sie bringen Ordnung ins Chaos und Ruhe in den Kopf. Sie sind immer aufgeräumter als meine Werkstatt, können bekritzelt und wieder frisch ausgedruckt werden. Meine Listen geben mir einfach Halt und das ist wahrscheinlich ihr größtes Verdienst.

Anzahl der Listen für mein aktuelles Projekt: Drei. Plus eine große Meta-Liste, die alles zusammenhält.

Nächstes Vorfreude-Vorhaben auf meiner Ideen-Liste für den Blog: Ein Besuch im Puppentheater-Museum.

Drei Neuzugänge auf meiner Namens-Liste für die Puppen: Amos, Villa und Finzi.

Aktuelle Lieblingslieder für die Pausen: „Sadnessary“ von Milky Chance, „She is Always A Women“ in der Version von Fyfe Dangerfield und „Unfinished Sympathy“ von Massive Attack.

 


17. März 2014

Zeit

Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit hier auf meinem Blog viel um das Thema Zeit geht. Zuletzt vor einer Woche, als ich im Zusammenhang mit meinem Feedreader von „zeitsparenden Maßnahmen“ schrieb. Klar! Zeit ist ja, wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind, das wichtigste Gut im Leben.

Wieviel Zeit möchte ich in Mariengold stecken? Wie kann ich mehr freie Zeit im Sinne von Freizeit finden? Wieviel Zeit brauche ich ganz für mich allein? Mit wem und womit möchte ich meine Zeit am liebsten verbringen? Was ist Zeit eigentlich? Und lässt sie sich überhaupt haben, finden, nehmen, planen oder gar sparen?

Eines meiner Ziele für 2014 ist „reich an Zeit zu sein“. So habe ich das Anfang des Jahres aufgeschrieben. In Bezug auf Mariengold heißt das, dass ich weniger arbeiten, den Gewinn meines Labels aber dennoch steigern möchte. Klingt erst einmal gegensätzlich, oder?

Mein Kopf ist voller Pläne für Mariengold. Projekte kommen und gehen. Ich habe tausend Ideen für die Zukunft. Dazu das laufende Geschäft mit den Puppen, DIY-E-Books und Puppennähkursen. Und nicht zuletzt dieser Blog. Klar, dass ich dafür Zeit brauche, viel Zeit. Wirklich?

Nö. Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass ich seit langem nicht mehr so angenehm ausgewogen gearbeitet habe wie in diesem Jahr. Ich fühle mich wohl, bin gesund und munter und seit einiger Zeit gut in meiner Mitte. Nachmittags lasse ich mich oft bei einem kleinen Schläfchen von der Sonne kitzeln. Ich mache jeden Tag eine Stunde Yoga, bin für jedes Experiment in der Küche zu haben und gehe am liebsten früh ins Bett. Wie das mit der vielen Arbeit für Mariengold zusammengeht?

Eine wichtige Erfahrung meiner Selbständigkeit ist das Parkinsonsche Gesetz, das besagt, dass Arbeit sich genau in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Ich habe das jahrelang an mir selbst beobachtet: Aufgaben, die sich in 30 Minuten erledigen lassen, können gern auch 3 Stunden dauern. Und umgekehrt. Daraus habe ich ein paar Schlüsse gezogen.

Erinnert ihr euch an den Timer? Anfang des Jahres habe ich ausprobiert, mir Zeitlimits im Arbeitsalltag zu setzen. Das ging mit einfachen Fleißaufgaben wie Recherchen, Materialeinkäufen und Aufräumen los. Dann kamen anspruchsvollere Dinge wie die Erstellung von Kreativ-Briefings, Entwurfsarbeiten und das Schreiben von Blog-Artikeln dazu. Als ich schließlich im Februar neben dem ohnehin schon aufwendigen laufenden Geschäft ein neues großes Projekt begann, blieb mir nichts anderes übrig, als mir für jeden einzelnen Tagespunkt ein klares Zeitlimit zu setzen. Und ganz wichtig: zu atmen.

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ich bereit bin, in den jeweiligen Zeitfenstern mein Bestes zu geben und es danach einfach gut sein zu lassen. Ein wichtiges Mantra in meinem Alltag lautet deshalb: „So wie es ist, ist gut genug.“ Und das fühlt sich im Moment genau richtig an.

Natürlich läuft nicht immer alles rund. Manchmal stehe ich mit dem falschen Bein zuerst auf. Manchmal arbeite ich langsam wie eine Schnecke. Und manchmal kommt einfach das Leben dazwischen (zum Glück!). Aber im Großen und Ganzen habe ich das gute Gefühl, allein zu bestimmen, wie ich meine Zeit gestalte. Genau diese Freiheit habe ich mir so sehr gewünscht, als ich mich vor sieben Jahren selbständig gemacht habe.

Vielleicht stellt sich die Frage, warum ich nicht einfach weniger arbeite im Sinne von, dass ich mir weniger vornehme und entsprechend weniger tue.

Nein, das kommt für mich zur Zeit nicht in Frage. Zum einen weil ich meine Arbeit sehr gern mache genau so, wie ich es gerade tue, und weil ich Puppen auch einfach aus Liebe zur Sache herstelle. Zum anderen erwirtschafte ich mit eben dieser Arbeit ja auch mein Einkommen.

Weniger zu arbeiten bedeutet deshalb in diesem Jahr für mich, dass ich meine Arbeitszeit klar begrenze, gut plane, konzentriert bei der Sache bin, mein Bestes gebe und rechtzeitig einen Punkt setze (auch wenn mir da natürlich oft mein Perfektionismus in die Quere kommt). Diese Arbeitsweise hat sich in den vergangenen Monaten wirklich gut bewährt und passt auch zu meinen Einkommenszielen.

Aber was viel wichtiger und toller ist: Ich fühle mich so langsam immer reicher an Zeit.

Und was sich mit der alles machen lässt! Zum Beispiel Buchweizen-Schokoladen-Granola, lesen, endlich mal wieder etwas selbst machen oder einfach: die Sonne genießen.

 


21. Januar 2014

Helden des Alltags: Taschenkalender

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Ende 2014 nach sechs Jahren Treue für die Kalender von Moleskine, wusste ich zwar, dass das Format A5 mit der Aufteilung Wochenkalender links und Notizen rechts genau richtig für mich ist, ebenso das Lesezeichen, die Falttasche im Einband und der Verschlussgummi. Aber die Farben Schwarz und Rot, die meine Kalender im Jahreswechsel trugen, mochte ich nicht mehr. Zu schwer, dunkel und laut kamen sie mir auf einmal für einen täglichen Begleiter vor.

Stattdessen stand mir der Sinn nach Weiß, nach strahlendem, leichtem und neutralem Weiß. Leider bietet Moleskine meinen Wunschkalender nicht in dieser Farbe an. Doch weil die Termine für das neue Jahr drängten, wurde wieder das vertraute schwarze Buch angeschafft, das es aber kaum aus der Umverpackung auf meinen Schreibtisch schaffte. Das alte Jahr hatte ja noch ein paar Tage. Und wer weiß?!

Tatächlich, kurz vor der Vierzehn blitzte mich bei einem Spaziergang durch das KaDeWe frisches Weiß an. Einmal aufgeschlagen und vergewissert, dass alles passt, wurde es meins.

Mein neuer Begleiter ist von der Firma Leuchtturm1917 und steht dem alten in nichts nach. Der Januar hat seinen Zenit überschritten, die Kalenderseiten nehmen Farbe an und der Praxistest wird jeden Tag mit Bravour bestanden.

Und das Weiß erfreut mich bei jedem Blick! Es passt einfach für dieses Jahr, in dem alles ein bischen leichter wird und so viele Seiten neu beschrieben werden wollen.

Das schwarze Buch hat übrigens sofort eine dankbare Abnehmerin gefunden. Damit waren gleich zwei glücklich.

Der Kalender ist für 12,95 Euro im direkt bei Leuchtturm1917 erhältlich.


14. Januar 2014

Helden des Alltags: Timer

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Nach den Weihnachtsferien bin ich mit nur einem einzigen guten Vorsatz wieder an die Arbeit gegangen: Fokus.

Bei diesem Thema bin ich eigentlich sehr gut aufgestellt. Jedoch verliere ich mich trotz guter Organisation und innerer Klarheit oft in Details, arbeite an mehreren Dingen gleichzeitig, lasse mich ablenken, schiebe Notwendigkeiten auf oder mache mir viel mehr Arbeit als nötig. Das führt natürlich dazu, dass ich dann viel mehr Zeit brauche, als ich mir eigentlich nehmen kann und so kommen Arbeits- und Freizeit schnell aus dem Gleichgewicht.

Frisch zurück aus den Ferien war ich hochmotiviert, gut für diese wichtige Balance in meinem Leben zu sorgen.

Dafür habe ich unter anderem mit einem kleinen Timer experimentiert, den ich eigentlich für meine Yoga-Praxis habe. Er hat mich auf die Idee gebracht, mir für einige Aufgaben ein bestimmtes Zeitlimit zu setzten und es auch strikt einzuhalten.

Überprüfung des Materialvorrats 20 Minuten. Check. Bestellung bei Wollknoll 15 Minuten. Check. Einstieg in die Projektplanung für das neue Jahr 60 Minuten. Check. Briefing an Clara 30 Minuten. Check. Eine neue Nähmaschinen-Werkstatt finden 15 Minuten. Check. Blog-Artikel für die Freitagspuppe schreiben 10 Minuten. Check. Leserpost beantworten 20 Minuten. Check.

Diese Methode ist natürlich nicht bei allen Aufgaben sinnvoll. Sie hilft aber, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Arbeiten nach dem Motto „gut genug statt perfekt“ zu üben, was schon einmal gute Voraussetzungen für entspannte Feierabende sind.

Meine habe ich letzte Woche unter anderem mit täglicher Yoga-Praxis und Meditation, einer königlichen Tea Time mit meiner Freundin Anna und einem spitzenmäßigen selbst gemachten Hühnerfrikassee gefeiert. Viel Zeit für mich. Check.

Meinen Timer habe ich für 6,90 Euro bei Amazon gekauft.


3. Dezember 2013

Helden des Alltags: Projektkiste

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Manchmal ist es ganz schön schwierig, den Überblick in meinem knapp 12 Quadratmeter großen Arbeitsraum zu behalten. Stoffe, Handarbeitszeug, Notizhefte, Nähmaschinen, Bücher, Garne, Post, Unterlagen für die Buchhaltung, begonnene Puppen, Ausrisse aus Zeitschriften und Katalogen, Briefe und Pakete für den Versand, Fotos, Entwürfe für Puppenkleidung, To-Do-Listen und so weiter, alles hat seinen Platz, damit ich gut arbeiten kann.

Gerade wenn ich neben den laufenden Puppenbestellungen und dem ganz alltäglichen Geschäft noch andere größere Projekte am Laufen habe, stapeln sich hier und da Dinge zu Haufen, die jeden Tag ein bischen größer und undurchsichtiger werden. Da muss ich mir immer etwas einfallen lassen, um Ordnung und auch die Freude an diesem Mix in meiner Werkstatt zu halten.

Seit einigen Wochen habe ich deshalb eine große Projektkiste, in der ich alles sammle, an dem ich neben den Puppen gerade arbeite. Aktuell sind das zwei Knäuel braunes Strickgarn für die Überarbeitung einer Anleitung für Puppenkleidung, einige Etuis mit Buntstiften, Skizzen und erste Schnitte für ein Projekt im nächsten Jahr sowie mehrere Puppenmodelle für mein neues E-Book.

Die Kiste ist auch eine Kiste der Freude. Denn die Projekte, an denen ich gerade arbeite, sind immer meine Lieblingsprojekte. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich sie hervorhole und wieder ein gutes Stück vorankomme oder es einfach sein lasse.

Eine Riesenfreude ist es natürlich auch, wenn ein Projekt zum Abschluss und damit aus der Kiste herauskommt und Platz für etwas Neues macht. So auch in diesen Tagen, denn nächste Woche am 12. Dezember erscheint mein vorerst letztes DIY-E-Book zur Herstellung von Puppen. Ich freue mich, wenn ihr wieder dabei seid!

 


10. September 2013

Helden des Alltags: Nadeltwister

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

In meinen Puppennähkursen freue ich mich immer ganz besonders auf die ersten Minuten, wenn die Teilnehmerinnen ihr Handarbeitszeug herausholen. Denn dann gibt es immer etwas zu entdecken.

Vor einiger Zeit hatte eine Frau ein Utensil dabei, das mich sofort überzeugte und auch die anderen in Entzücken versetzte.

Der Nadeltwister von Prym ist ein kleines Zauberröhrchen zum Aufbewahren von Nähnadeln. Im Inneren befindet sich ein Magnet, der die Nadeln sicher festhält. Einmal wie ein Lippenstift aufgedreht, werden sie aufgefächert, zeigen sich in ihrer ganzen Pracht und können leicht entnommen werden. Der Magnet sammelt auch lose Nadeln vom Tisch auf, was in meinen Kursen, wo zeitweise gefühlte 100 Nadeln herumliegen, ungemein praktisch ist. Der Twister wird mit Kappe und Klick verschlossen und die Nadeln können sicher transportiert werden. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Herrlich, das könnte ich die ganze Zeit machen.

Der Nadeltwister ist für 6,90 Euro im Kurzwarenhandel oder im Internet erhätlich.