15. Januar 2015

Mariengold #1: Puppenglück aus eigener Hand

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In den nächsten Wochen möchte ich hier auf meinem Blog den Menschen, die ganz neu zu Mariengold gefunden haben, in einer vierteiligen Reihe die einzelnen Bereiche meine Arbeit genauer vorstellen. Den Anfang macht mein Angebot zur Herstellung von Stoffpuppen in Handarbeit ganz allein zu Hause oder in gemütlicher Runde mit Gleichgesinnten, die das Abenteuer Puppe ebenfalls wagen möchten. In diesem Sinne, herzlich Willkommen bei Mariengold!

Beginnen möchte ich mit einem Goldschatzsatz aus meinen Anfängen als Puppengestalterin, den ich immer wieder gern anbringe, weil er so richtig und wichtig und berührend ist: Eine selbstgemachte Puppe ist ein Seligkeitsding, ein Herzensgeschenk, vielleicht das schönste, das Eltern ihren Kindern machen können. So fing das mit mir und den Puppen an und das ist auch immer noch die Essenz meiner Arbeit.

Mein Herzensanliegen mit Mariengold ist es, möglichst vielen kleinen und großen Kindern dieser Welt das Glück der Puppen zu bescheren. Diese Puppen kann ich natürlich nicht alle selbst nähen. Und das muss ich auch gar nicht. Denn es gibt ganz viele Menschen, die Lust auf die Puppenmacherei haben. Für ihre Kinder, für Menschen, die ihnen am Herzen liegen, für sich selbst oder einfach so aus Freude an der Handarbeit. Für all diese puppennähverliebten Leute habe ich in den letzten zwei Jahren eine komplette Rundumversorgung aufgebaut.

Anleitungen und Schnittmuster für Puppen

Das Herz meines DIY-Angebots sind Anleitungen und Schnittmuster zur Herstellung von Puppen nach Mariengold-Entwürfen. Bisher erschienen sind vier solcher sogenannten E-Books zur Anfertigung der Modelle Mitzi, Baby Twink, Pip und Kulla, allesamt geeignet für den Einstieg in die Puppenmacherei.

Diese E-Books sind ausführliche, professionell und wunderschön gestaltete Anleitungen im PDF-Format zum Selbstausdrucken. Sie beinhalten Schritt-für-Schritt-Erklärungen mit vielen Bildern und detaillierten Beschreibungen, anschauliche Illustrationen und Erklärungen der wichtigsten Nähtechniken, Schnittmuster für mehrere Puppengrößen und erste Kleidung wie Unterwäsche oder Windeln, umfangreiche Hinweise und Bezugsquellen für Material und Arbeitsutensilien, Hintergrundinformationen und Geschichten aus meiner Werkstatt und natürlich viele ermutigende Worte.

Zur Zeit arbeite ich mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe an einem E-Book zur Herstellung einer Filzkopfpuppe, das im Frühling als Nummer Fünf in meinem Portfolio erscheinen wird (mehr dazu hier und hier). Weitere Projektbabies sind in Planung.

Materialpakete

Damit ihr gleich mit der Puppenmacherei loslegen könnt, biete ich als Starthilfe komplette Materialpackungen an, die mit Puppentrikot, Stopfwolle, Mullschlauch, Abbinde- und Nähgarn, Puppenhaargarn und Wangenrot alles beinhalten, was ihr für euer Bastelprojekt benötigt. Diese Pakete sind perfekt auf meine E-Books abgestimmt und es gibt sie für die Puppen Mitzi, Baby Twink, Pip und Kulla.

Natürlich könnt ihr mit meinen Materialpackungen auch Puppen nach Anleitungen und Schnitten anderer Designerinnen herstellen. Das Mitzi Material eignet sich zu. B. wunderbar für Puppen nach Karin Neuschütz und aus dem Baby Twink Material kann eine 1000 Rehe Puppe werden.

Ergänzendes Material, Werkzeuge und Service

Zusätzlich zu den Materialpaketen habe ich noch drei extra Angebote, um euch den Einstieg zu erleichtern und die Puppen richtig schön zu gestalten.

Mein Starter-Kit beinhaltet sieben kleine Helferlein für die Puppenmacherei: eine Jerseynadel und das beste Nähmaschinengarn der Welt zum Nähen der Puppenteile, Nadel und Faden für die Handnähte, eine lange Puppennadel für die Gestaltung des Gesichtes und für extra lange Stiche, eine Filznadel zum Modellieren des Kopfes und einen Bienenwachsstift für rote Bäckchen.

Ihr habt keine Nähmaschine oder traut euch einfach nicht zu, die Puppenteile selbst zu nähen? Macht überhaupt nichts. Denn dafür biete ich einen Nähservice an, bei dem ich für euch die Teile für eure Mariengold-Puppe nähe. Dafür verwende ich ein spezielles Nähmaschinengarn für besonders reißfeste und flexible Nähte, die garantiert nicht platzen, so fest ihr die Teile später auch stopft, schneide die einzelnen Puppenteile für euch aus und packe sie mit zu eurer Materialbestellung.

Wenn ihr eure Puppe etwas schwerer machen möchtet, könnt ihr dafür auf mein Angebot für Granulat für extra Puppengewicht zurückgreifen. Bei Teilfüllung mit diesem feinkörnigen Granulat schlenkern die Arme und Beine sehr schön und besonders Babypuppen können wie ein richtiges Baby herumgeschleppt werden.

Mein Materialangebot für eure Puppen habe ich natürlich selbst mit Herz und Hand getestet und mit meiner Erfahrung von mehr als 1000 handgenähten Puppen für gut befunden. Damit seid ihr auf das Beste für das Abenteuer Puppe ausgestattet und könnt euer Projekt volle Kraft voraus anpacken.

Anleitungen und Schnittmuster für Puppenkleidung

Wenn eure Puppe dann genäht ist, beginnt der Spaß erst so richtig, wenn es schließlich an das Einkleiden geht. Dafür biete ich drei E-Books mit umfangreichen Anleitungssammlungen zur Herstellung von Kleidung für Puppenmädchen, Puppenjungen und Babypuppen an.

In diesen Anleitungen wird jeder Arbeitsschritt ausführlich erklärt und bei den Nähanleitungen zusätzlich mit vielen Bildern veranschaulicht. Die Mehrzahl der Projekte ist auch ideal für den Einstieg ins Nähen, Stricken und Häkeln geeignet.

Die Kleider können jeweils für zwei Puppengrößen hergestellt werden und sind den Mariengold-Puppen Mitzi und Baby Twink auf den Leib geschneidert. Sie passen aber auch anderen Puppen mit ähnlichen Maßen und können zudem für andere Puppengrößen angepasst werden, indem die Schnitte für die genähte Kleidung mit Hilfe eines Kopierers vergrößert oder verkleinert werden bzw. die Maße für die Strickkleidung umgerechnet werden.

Ich wünsche euch ganz viel Freude bei der Herstellung der Puppe eures Herzens!

Mein gesamtes Angebot für die Puppenmacherei ist in meinen Webshops bei Etsy und DaWanda oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Informationen zu DIY mit Mariengold findet ihr hier.


13. Januar 2015

Helden des Alltags: Auftragsbuch

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meinem Atelier verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Immer im Dezember, wenn das alte Jahr zu Ende geht, fertige ich mir ein Buch für die Puppenbestellungen im neuen Jahr an. Diesen Prozess mag ich sehr gern. Denn es geht dabei um viel mehr als nur ein selbst gemachtes Notizheft. Mit der Gestaltung dieses Auftragsbuches manifestiere ich nämlich immer schon erste gute Vorsätze und Pläne für das neue Jahr.

Die wichtigste Weichenstellung für Mariengold in 2014 war der Abschied von meiner langjährigen Mitarbeiterin Karoline und die Entscheidung, erst einmal ohne Näherin weiterzuarbeiten. Denn ich wollte in Zukunft weniger Puppen herstellen, um mehr Zeit für andere Projekte zu haben, und dafür neue Arbeitsabläufe in meinem Atelier ausprobieren. Das sollte sich natürlich auch in der Gestaltung meines neuen Auftragsbuches widerspiegeln.

Also Tschüß, ihr großen, dicken Exemplare der letzten Jahre! Stattdessen wagte ich ein neues, kleineres Format und ging aufs Ganze, indem ich den Platz für die wöchentlichen Aufträge merklich reduzierte. Klar, theoretisch kann ich immer noch extra Seiten einfügen oder Notizzettel aufkleben und zu meinem alten Auftragspensum zurückkehren. Aber ich glaube an die Kraft der Absicht und daran, dass sich dann alles so fügt, wie ich es mir wünsche. Und tatsächlich habe ich in den letzten Wochen für die ersten Monate des neuen Jahres genau so viele Puppenbestellungen von euch bekommen, wie Platz in meinem Auftragsbuch ist. Nicht mehr und nicht weniger. Faszinierend. Das ist das Gesetz der Anziehung. Meine Bestellung ans Universum: Bitte weiter so mit meinen Plänen und Projekten in 2015!


17. Juni 2014

Helden des Alltags: Jalema Clip

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Ein Mal im Monat ist es Zeit für Mariengolds Zahlen. Seit Gründung meines Labels ist mir dabei eine Steuerberaterin behilflich, der ich Anfang diesen Jahres meine gesamte Buchhaltung übergeben habe. Weil ich diese irgendwann nicht mehr überschauen, geschweige denn allein bewältigen konnte.

Trotz dieser Entlastung (und was für eine!) gibt es für mich immer noch eine Menge zu tun, „vorbereitende Buchhaltung“ heißt das im Fachjargon. Dafür sortiere alle Ausgangs- und Eingangsrechnungen samt Zahlungsbelegen, hefte sie in chronologischer Reihenfolge ab und schicke sie ins Steuerbüro.

Da kommt jeden Monat ein ganz schön dicker Stapel Papier zusammen, der mich im Januar, als dieses Prozedere begann, vor die Frage stellte, wie ich das Ganze eigentlich versenden sollte. Meine ersten Versuche mit mehr oder weniger großen Aktenordnern scheiterten an den geeigneten Umverpackungen für den Postweg. Einen Kurier wollte ich nicht bezahlen. Selbst in den Prenzlauer Berg zu fahren, käme einer halben Weltreise gleich und das zwölf Mal im Jahr. Eine andere Lösung musste also her.

Die fand ich im Jalema Clip, einem flexiblen Heftmechanismus zum Bündeln von Unterlagen. Nach diesem Film wusste ich: Genau, wonach ich gesucht hatte, herrlich! Meine zentimeterdicken Papierstapel kann ich damit leicht zusammenheften, das Ganze passt wunderbar in einen großen Umschlag und ab damit in die Post!

Und mit der kommen die Unterlagen später wieder zu mir zurück. Dann nehme ich das Bündel und packe es in eine große Kiste, wo ich es 10 Jahre lang aufbewahre. Und zwar schön platzsparend!

Die Jalema Clips sind z. B. via Amazon erhältlich, 10 Stück gibt es dort zum Preis von circa 7 Euro.


1. April 2014

Helden des Alltags: Listen

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Zur Zeit stecke ich mitten in einem großen Projekt für Mariengold, von dem ich euch später im Mai erzählen werde. Seit Wochen sind meine Tage voller Arbeit – voller Freude auch! – und ich schwanke regelmäßig zwischen Hochgefühlen, Ideenräuschen, Herzklopfen, Fragezeichen und Müdigkeit.

Allein ist so ein Projekt nicht zu bewältigen und so freue ich mich sehr, wieder mein kleines, feines Team bestehend aus der Grafik-Designerin Clara, Erin als Übersetzerin und Karoline in der Werkstatt an meiner Seite zu haben.

Manchmal träume ich auch von einem professionellen Projektmanagement, auch wenn mir dieser Teil der Arbeit gut liegt und ich ihn eigentlich sehr gern mache. Aber neben der inhaltlichen Arbeit an dem Projekt, wird mir das ganze Drumherum, das Strukturieren, Organisieren, Planen und Abhaken manchmal zu viel. Nein, die Häkchen sind natürlich toll!

Zum Glück habe ich meine Listen. Sie halten den Prozess am Laufen. Sie dulden Aufschub, dokumentieren Minischrittchen und Meilensteine und können warten, wenn mal das Leben dazwischenkommt. Sie bringen Ordnung ins Chaos und Ruhe in den Kopf. Sie sind immer aufgeräumter als meine Werkstatt, können bekritzelt und wieder frisch ausgedruckt werden. Meine Listen geben mir einfach Halt und das ist wahrscheinlich ihr größtes Verdienst.

Anzahl der Listen für mein aktuelles Projekt: Drei. Plus eine große Meta-Liste, die alles zusammenhält.

Nächstes Vorfreude-Vorhaben auf meiner Ideen-Liste für den Blog: Ein Besuch im Puppentheater-Museum.

Drei Neuzugänge auf meiner Namens-Liste für die Puppen: Amos, Villa und Finzi.

Aktuelle Lieblingslieder für die Pausen: „Sadnessary“ von Milky Chance, „She is Always A Women“ in der Version von Fyfe Dangerfield und „Unfinished Sympathy“ von Massive Attack.

 


17. März 2014

Zeit

Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit hier auf meinem Blog viel um das Thema Zeit geht. Zuletzt vor einer Woche, als ich im Zusammenhang mit meinem Feedreader von „zeitsparenden Maßnahmen“ schrieb. Klar! Zeit ist ja, wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind, das wichtigste Gut im Leben.

Wieviel Zeit möchte ich in Mariengold stecken? Wie kann ich mehr freie Zeit im Sinne von Freizeit finden? Wieviel Zeit brauche ich ganz für mich allein? Mit wem und womit möchte ich meine Zeit am liebsten verbringen? Was ist Zeit eigentlich? Und lässt sie sich überhaupt haben, finden, nehmen, planen oder gar sparen?

Eines meiner Ziele für 2014 ist „reich an Zeit zu sein“. So habe ich das Anfang des Jahres aufgeschrieben. In Bezug auf Mariengold heißt das, dass ich weniger arbeiten, den Gewinn meines Labels aber dennoch steigern möchte. Klingt erst einmal gegensätzlich, oder?

Mein Kopf ist voller Pläne für Mariengold. Projekte kommen und gehen. Ich habe tausend Ideen für die Zukunft. Dazu das laufende Geschäft mit den Puppen, DIY-E-Books und Puppennähkursen. Und nicht zuletzt dieser Blog. Klar, dass ich dafür Zeit brauche, viel Zeit. Wirklich?

Nö. Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass ich seit langem nicht mehr so angenehm ausgewogen gearbeitet habe wie in diesem Jahr. Ich fühle mich wohl, bin gesund und munter und seit einiger Zeit gut in meiner Mitte. Nachmittags lasse ich mich oft bei einem kleinen Schläfchen von der Sonne kitzeln. Ich mache jeden Tag eine Stunde Yoga, bin für jedes Experiment in der Küche zu haben und gehe am liebsten früh ins Bett. Wie das mit der vielen Arbeit für Mariengold zusammengeht?

Eine wichtige Erfahrung meiner Selbständigkeit ist das Parkinsonsche Gesetz, das besagt, dass Arbeit sich genau in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Ich habe das jahrelang an mir selbst beobachtet: Aufgaben, die sich in 30 Minuten erledigen lassen, können gern auch 3 Stunden dauern. Und umgekehrt. Daraus habe ich ein paar Schlüsse gezogen.

Erinnert ihr euch an den Timer? Anfang des Jahres habe ich ausprobiert, mir Zeitlimits im Arbeitsalltag zu setzen. Das ging mit einfachen Fleißaufgaben wie Recherchen, Materialeinkäufen und Aufräumen los. Dann kamen anspruchsvollere Dinge wie die Erstellung von Kreativ-Briefings, Entwurfsarbeiten und das Schreiben von Blog-Artikeln dazu. Als ich schließlich im Februar neben dem ohnehin schon aufwendigen laufenden Geschäft ein neues großes Projekt begann, blieb mir nichts anderes übrig, als mir für jeden einzelnen Tagespunkt ein klares Zeitlimit zu setzen. Und ganz wichtig: zu atmen.

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ich bereit bin, in den jeweiligen Zeitfenstern mein Bestes zu geben und es danach einfach gut sein zu lassen. Ein wichtiges Mantra in meinem Alltag lautet deshalb: „So wie es ist, ist gut genug.“ Und das fühlt sich im Moment genau richtig an.

Natürlich läuft nicht immer alles rund. Manchmal stehe ich mit dem falschen Bein zuerst auf. Manchmal arbeite ich langsam wie eine Schnecke. Und manchmal kommt einfach das Leben dazwischen (zum Glück!). Aber im Großen und Ganzen habe ich das gute Gefühl, allein zu bestimmen, wie ich meine Zeit gestalte. Genau diese Freiheit habe ich mir so sehr gewünscht, als ich mich vor sieben Jahren selbständig gemacht habe.

Vielleicht stellt sich die Frage, warum ich nicht einfach weniger arbeite im Sinne von, dass ich mir weniger vornehme und entsprechend weniger tue.

Nein, das kommt für mich zur Zeit nicht in Frage. Zum einen weil ich meine Arbeit sehr gern mache genau so, wie ich es gerade tue, und weil ich Puppen auch einfach aus Liebe zur Sache herstelle. Zum anderen erwirtschafte ich mit eben dieser Arbeit ja auch mein Einkommen.

Weniger zu arbeiten bedeutet deshalb in diesem Jahr für mich, dass ich meine Arbeitszeit klar begrenze, gut plane, konzentriert bei der Sache bin, mein Bestes gebe und rechtzeitig einen Punkt setze (auch wenn mir da natürlich oft mein Perfektionismus in die Quere kommt). Diese Arbeitsweise hat sich in den vergangenen Monaten wirklich gut bewährt und passt auch zu meinen Einkommenszielen.

Aber was viel wichtiger und toller ist: Ich fühle mich so langsam immer reicher an Zeit.

Und was sich mit der alles machen lässt! Zum Beispiel Buchweizen-Schokoladen-Granola, lesen, endlich mal wieder etwas selbst machen oder einfach: die Sonne genießen.

 


21. Januar 2014

Helden des Alltags: Taschenkalender

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Ende 2014 nach sechs Jahren Treue für die Kalender von Moleskine, wusste ich zwar, dass das Format A5 mit der Aufteilung Wochenkalender links und Notizen rechts genau richtig für mich ist, ebenso das Lesezeichen, die Falttasche im Einband und der Verschlussgummi. Aber die Farben Schwarz und Rot, die meine Kalender im Jahreswechsel trugen, mochte ich nicht mehr. Zu schwer, dunkel und laut kamen sie mir auf einmal für einen täglichen Begleiter vor.

Stattdessen stand mir der Sinn nach Weiß, nach strahlendem, leichtem und neutralem Weiß. Leider bietet Moleskine meinen Wunschkalender nicht in dieser Farbe an. Doch weil die Termine für das neue Jahr drängten, wurde wieder das vertraute schwarze Buch angeschafft, das es aber kaum aus der Umverpackung auf meinen Schreibtisch schaffte. Das alte Jahr hatte ja noch ein paar Tage. Und wer weiß?!

Tatächlich, kurz vor der Vierzehn blitzte mich bei einem Spaziergang durch das KaDeWe frisches Weiß an. Einmal aufgeschlagen und vergewissert, dass alles passt, wurde es meins.

Mein neuer Begleiter ist von der Firma Leuchtturm1917 und steht dem alten in nichts nach. Der Januar hat seinen Zenit überschritten, die Kalenderseiten nehmen Farbe an und der Praxistest wird jeden Tag mit Bravour bestanden.

Und das Weiß erfreut mich bei jedem Blick! Es passt einfach für dieses Jahr, in dem alles ein bischen leichter wird und so viele Seiten neu beschrieben werden wollen.

Das schwarze Buch hat übrigens sofort eine dankbare Abnehmerin gefunden. Damit waren gleich zwei glücklich.

Der Kalender ist für 12,95 Euro im direkt bei Leuchtturm1917 erhältlich.


14. Januar 2014

Helden des Alltags: Timer

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Nach den Weihnachtsferien bin ich mit nur einem einzigen guten Vorsatz wieder an die Arbeit gegangen: Fokus.

Bei diesem Thema bin ich eigentlich sehr gut aufgestellt. Jedoch verliere ich mich trotz guter Organisation und innerer Klarheit oft in Details, arbeite an mehreren Dingen gleichzeitig, lasse mich ablenken, schiebe Notwendigkeiten auf oder mache mir viel mehr Arbeit als nötig. Das führt natürlich dazu, dass ich dann viel mehr Zeit brauche, als ich mir eigentlich nehmen kann und so kommen Arbeits- und Freizeit schnell aus dem Gleichgewicht.

Frisch zurück aus den Ferien war ich hochmotiviert, gut für diese wichtige Balance in meinem Leben zu sorgen.

Dafür habe ich unter anderem mit einem kleinen Timer experimentiert, den ich eigentlich für meine Yoga-Praxis habe. Er hat mich auf die Idee gebracht, mir für einige Aufgaben ein bestimmtes Zeitlimit zu setzten und es auch strikt einzuhalten.

Überprüfung des Materialvorrats 20 Minuten. Check. Bestellung bei Wollknoll 15 Minuten. Check. Einstieg in die Projektplanung für das neue Jahr 60 Minuten. Check. Briefing an Clara 30 Minuten. Check. Eine neue Nähmaschinen-Werkstatt finden 15 Minuten. Check. Blog-Artikel für die Freitagspuppe schreiben 10 Minuten. Check. Leserpost beantworten 20 Minuten. Check.

Diese Methode ist natürlich nicht bei allen Aufgaben sinnvoll. Sie hilft aber, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Arbeiten nach dem Motto „gut genug statt perfekt“ zu üben, was schon einmal gute Voraussetzungen für entspannte Feierabende sind.

Meine habe ich letzte Woche unter anderem mit täglicher Yoga-Praxis und Meditation, einer königlichen Tea Time mit meiner Freundin Anna und einem spitzenmäßigen selbst gemachten Hühnerfrikassee gefeiert. Viel Zeit für mich. Check.

Meinen Timer habe ich für 6,90 Euro bei Amazon gekauft.


3. Dezember 2013

Helden des Alltags: Projektkiste

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Manchmal ist es ganz schön schwierig, den Überblick in meinem knapp 12 Quadratmeter großen Arbeitsraum zu behalten. Stoffe, Handarbeitszeug, Notizhefte, Nähmaschinen, Bücher, Garne, Post, Unterlagen für die Buchhaltung, begonnene Puppen, Ausrisse aus Zeitschriften und Katalogen, Briefe und Pakete für den Versand, Fotos, Entwürfe für Puppenkleidung, To-Do-Listen und so weiter, alles hat seinen Platz, damit ich gut arbeiten kann.

Gerade wenn ich neben den laufenden Puppenbestellungen und dem ganz alltäglichen Geschäft noch andere größere Projekte am Laufen habe, stapeln sich hier und da Dinge zu Haufen, die jeden Tag ein bischen größer und undurchsichtiger werden. Da muss ich mir immer etwas einfallen lassen, um Ordnung und auch die Freude an diesem Mix in meiner Werkstatt zu halten.

Seit einigen Wochen habe ich deshalb eine große Projektkiste, in der ich alles sammle, an dem ich neben den Puppen gerade arbeite. Aktuell sind das zwei Knäuel braunes Strickgarn für die Überarbeitung einer Anleitung für Puppenkleidung, einige Etuis mit Buntstiften, Skizzen und erste Schnitte für ein Projekt im nächsten Jahr sowie mehrere Puppenmodelle für mein neues E-Book.

Die Kiste ist auch eine Kiste der Freude. Denn die Projekte, an denen ich gerade arbeite, sind immer meine Lieblingsprojekte. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich sie hervorhole und wieder ein gutes Stück vorankomme oder es einfach sein lasse.

Eine Riesenfreude ist es natürlich auch, wenn ein Projekt zum Abschluss und damit aus der Kiste herauskommt und Platz für etwas Neues macht. So auch in diesen Tagen, denn nächste Woche am 12. Dezember erscheint mein vorerst letztes DIY-E-Book zur Herstellung von Puppen. Ich freue mich, wenn ihr wieder dabei seid!

 


10. September 2013

Helden des Alltags: Nadeltwister

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

In meinen Puppennähkursen freue ich mich immer ganz besonders auf die ersten Minuten, wenn die Teilnehmerinnen ihr Handarbeitszeug herausholen. Denn dann gibt es immer etwas zu entdecken.

Vor einiger Zeit hatte eine Frau ein Utensil dabei, das mich sofort überzeugte und auch die anderen in Entzücken versetzte.

Der Nadeltwister von Prym ist ein kleines Zauberröhrchen zum Aufbewahren von Nähnadeln. Im Inneren befindet sich ein Magnet, der die Nadeln sicher festhält. Einmal wie ein Lippenstift aufgedreht, werden sie aufgefächert, zeigen sich in ihrer ganzen Pracht und können leicht entnommen werden. Der Magnet sammelt auch lose Nadeln vom Tisch auf, was in meinen Kursen, wo zeitweise gefühlte 100 Nadeln herumliegen, ungemein praktisch ist. Der Twister wird mit Kappe und Klick verschlossen und die Nadeln können sicher transportiert werden. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Herrlich, das könnte ich die ganze Zeit machen.

Der Nadeltwister ist für 6,90 Euro im Kurzwarenhandel oder im Internet erhätlich.