31. August 2017

Mein Juli und August in Dingen

In 2017 möchte ich jeden Monat ein paar Dinge festhalten, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Mein Sommer war Orange. Am liebsten habe ich Tops aus Leinen von Hess Natur getragen. Jetzt träume ich von Wolle in dieser Farbe für den Herbst und den Winter.

2 Mein Buch das Jahres lag schon seit der Veröffentlichung im Januar bereit. Weil ich wusste, was auf mich zukommt, habe ich es mir für die Nächte in den Bergen aufgehoben. „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara ist ein großartiges Buch über Freundschaft als wahre Liebe. So intensiv habe ich vorher noch nie bei einer Geschichte empfunden.

3 An einem Sonntag im August hat mein Lieblingssender Radio Eins die 100 besten Liebeslieder aller Zeiten gespielt. Auf Platz 1: „God Only Knows“ von den Beach Boys. Wunderbar. Hier die ganze Liste.

4 Nach den ersten Minuten dachte ich, das würde ich keine zwei Stunden durchhalten. Und dann wurde „Paterson“ von Jim Jarmusch doch ein Lieblingsfilm. (Unbeding auf Englisch ansehen.)

5 Der Spätsommer gehört schon deshalb zu meiner liebsten Jahreszeit, weil es dann Brombeeren satt gibt. Am liebsten selbst gepflückt am Wiesenschlag bei mir ums Eck.

6 Wochenmarkt am Teltower Damm. Lane of Lion spielen, ein Mädchen-Combo, der sofort alle Herzen zufliegen. Als sie eine völlig verrückte Akapella-Version von „Lean On“ bringen, das jedes, wirklich jedes Mal in dem Sushi-Laden läuft, wo ich immer esse, wenn ich meine Kurse gebe, weiß ich, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin.

7 Kein Sommer ohne Falafel bei Dada am Oranienburger Tor. Spätnachmittags scheint einem die Sonne dort ganz zärtlich ins Gesicht, bevor sie hinter den Häusern untergeht.

8  Von dort aus weiter zum Dorotheenstädtischen Friedhof. Der amerikanische Künstler James Turell hat die Kapelle neu gestaltet und bespielt sie mit einer beeindruckenden Lichtinstallation.

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.


28. August 2017

Mit Mariengold gemacht #7

1 Dieser Rotschopft ist weit gereist: Er wurde in Berlin mit dem Baby Twink E-Book gemacht und in Südafrika mit dem Oh Girl! E-Book eingekleidet.

2 Andrea ist schon seit vielen Jahren Stammkundin von Mariengold und hat schon einige Puppen nach meinen Entwürfen angefertigt. Jetzt hat sie mir endlich einmal eins ihrer Goldstücke gezeigt.

3 Vor vier Jahren haben meine Lieblingsbloggerin Okka und ich eine Puppe für ihre Tochter Fanny genäht. Neulich schrieb sie mir, dass Lotte, die Puppe, immer noch sehr geliebt wird.

4 Diese Puppe wurde von ihrer kleinen Mama auf den einzigartigen Namen Mulinak getauft.

5 Rena war vor zwei Jahren bei mir im Kurs. Mit der farbig gedruckten Broschüre des Baby Twink E-Books, die alle meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten, hat sie jetzt für ihre Puppe von damals noch eine Schwester genäht.

6 Auch Jungs lieben Puppen. So wie Samson, der seine Puppe sogar mit ins Bett nimmt, was, wie seine Mama und die Macherin mir schrieb, wohl die größte Ehre ist, die eine Puppe im Leben ihres Söhnes zuteil werden kann.

7 Agathe aus Frankreich ist seit vielen Jahren Leserin meines Blogs und leidenschaftliche Puppenmacherin. Sie war auch bei Lauras und meinem allerersten Filzkopfkurs dabei und hat für ihre neueste Puppe teilweise Schnittmuster von unserem Charlie Bo E-Book verwendet. „Die Füße sind wirklich schön und Sandalen und Schuhe halten gut“, schrieb sie mir dazu.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinen Shops bei Dawanda und Etsy, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.


23. August 2017

DIY Magnetschnuller

Ein Detail, das immer wieder nachgefragt wird, ist der gute alte Schnuller. So schlicht und einfach die Puppen meist auch sein sollen, an einem Schnuller für ihre Goldstücke kommen viele Kinder nicht vorbei, vor allem wenn sie selbst einen haben oder hatten oder dieses Teil von ihren Geschwistern und Mitkindern kennen.

Als ich letzten Sommer hatte ich eine Frau im Kurs hatte, deren Herzenswunsch eine selbstgemachte Puppe mit Schnuller für ihre Tochter war, probierten wir es einfach aus. Am Ende des Kurses waren alle hellauf begeistert und das Projekt kam mit auf die Liste für mein neues E-Book „Von Kopf bis Fuß“, das mittlerweile erschienen ist. Der benötigte Magnetschnuller ist ratzfatz angefertigt.

Ihr braucht

Beruhigungssauger aus Silikon (z. B. Freeflow Schnuller von Philips Avent)
2 kleine Scheibenmagnete (z. B. Neodym Scheibenmagnet 8 mm x 1 mm)
Schere
Heißkleber

Und so geht’s

Mit der Schere den Sauger sauber vom Schild entfernen. Heißkleber auftragen, dabei auch den entstandenen Hohlraum am Schild füllen. Einen der beiden Magnete auf den Kleber drücken, solange dieser noch heiß und zähflüssig ist. Darauf achten, dass die Pole richtig herum ausgerichtet sind. Gut trocknen lassen.

Wie der Schnuller an die Puppe kommt, wird ausführlcih in meinem E-Book „Von Kopf bis Fuß“ erklärt. Fertig montierte Magnetschnuller in vier verschiedenen Farben biete ich hier und hier in meinen Shops an.

Weitere DIYs findet ihr hier.


21. August 2017

Ein Bild und ein Moment (vom Kurs im August)

Der beste Teil meiner Arbeit als Puppenmacherin sind meine Kurse, in denen ich anderen Menschen das Handwerk meines Herzens beibringe. In dieser Blogreihe teile ich mit euch von jedem Kurs ein Bild und einen von vielen besonderen Momenten.

Zum ersten Mal ein Kind in meinem Kurs. Lina-Sophie, 12 Jahre, war mit ganz viel Freude, Ausdauer und leuchtenden Augen dabei. Als Dankeschön gab es ein Bild für mich. Was bleibt, sind auch herzberührende Erinnerungen und der Wunsch, dass auch in Zukunft Kinder und Jugendliche in meine Kurse kommen.

Das Programm für 2017 findet ihr hier, inklusive Zusatzermin im November und einem Kurs in Wien im Januar 2018. Im nächsten Kurs im September sind noch 2 Plätze frei. Anmeldung (auch für die Warteliste) an hello@mariengold.net.

Weitere Blogartikel zum gemeinsamen Puppennähen in Berlin findet ihr hier.


18. August 2017

Heidelbeersommer

Wenn man zum sechsten Mal an einen Ort zurückkehrt, ist das eine große Liebeserklärung. Dieses kleine Dorf in den Tessiner Alpen ist uns sehr ans Herz gewachsen. Es ist unser Familienkraftplatz, für mich der schönste Platz auf Erden, der mich stärkt und inspiriert und immer wieder mit mir selbst verbindet. Es braucht aber auch Bereitschaft, sich jedes Mal aufs Neue für all die Schönheit zu öffnen und vom Zauber der Natur inniglich berühren zu lassen. Dieses Jahr mit etwas Verzögerung, aber dann strömte das vertraute Bergglück ganz warm herein.

Das beste Heidelbeerjahr. Ringelblumengold am Wegrand. Hände im Hefeteig. Eine kleine, aber treue Regenwolke, die sich beim Wandern an unsere Fersen heftete. Gewitternächte. Das schönste „Wish you were here“ in eben einer solchen stürmischen Gewitternacht, alle zusammen, zwei mit Gitarre und dem Geschenk, für uns zu singen. Kleine weiße Sonnencremesprenkel auf der Haut. Ziegenalproutine Tag für Tag. Eselohrwackeln. Gâteau à la Crème für mich zum Geburtstag. Und Lieblingsheidelbeerpfannkuchen zum Frühstück. Alte Freunde wiedersehen, neue Freunde finden. Einen leichten Kopf haben. Der Duft von frisch gebackenem Brot. Heidelbeerporridge, wenn der Bauch sich morgens nach etwas Warmen sehnte. Sechs Glückshäubchen stricken und zwei davon am Berg lassen. Pizza aus dem Holzbackofen. Milch holen beim Bauern auf der Nachbaralp. In Büchern versinken, die Beine unter dem Rock gekreuzt. Waldhimbeeren. Goldmelissentee. Stille, endlose, weite Stille. Schreiben. Heidelbeerpflückverfärbte Hände. Rabenlaute. Sich frei laufen, laufen und immer weiter laufen. Den Wolken ganz nah. Glückstränen, Trauertränen. Die Sonne von morgens bis nachmittags immer heißer werden spüren. Nachts das Licht bei Fastvollmond. Ein grandioser Sternenhimmel, wie es ihn nur in den Bergen gibt. Die wichtigen Dinge ganz nah am Herzen. Alles andere sein lassen.

Das habe ich  mitgenommen nach Berlin. Nur halbe Tage gearbeitet, meine Blogpause verlängert, dafür weiter im Sommerglück geschwommen. Noch sind die Tage hell und lang und warm. Ich küsse die Sonne und die Sonne küsst mich.

Willkommen zurück. Ich freue mich auf euch in der zweiten Jahreshälfte.


17. Juli 2017

Eine Blumenwiese aus Händen

Es ist mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition, das erste Halbjahr mit den Puppen mit einem Sommertreffen von 8Hände abzurunden. 8Hände, das ist unser Berliner Puppenmacherinnenkollektiv und wir, das sind Anita von Lilla Kirrivi, Julia von Von Kowalke, Laura von 1000 Rehe und ich. Seit 2013 treffen wir uns regelmäßig zum Austausch und Werkeln in Berlin und der Oberlausitz und erforschen, erleben und gestalten unsere ganz persönliche Welt der Puppenmacherei.

Als ich vor einigen Wochen im Radio eine Rezension zu dem Buch „Kunst und Rivalität“ von Sebastian Schmee gehört habe, in dem es um vier enge Künstlerfreundschaften geht, musste ich auflauschen. Das Thema sprach mich an, also machte ich lauter, und schon nach wenigen Sätzen wanderten meine Gedanken zu 8Hände und der Frage, wie das eigentlich bei uns ist. Klar, wir sind Freundinnen (kannten uns teilweise schon vor den Puppen) und Kolleginnen. Aber auch Konkurrentinnen, Rivalinnen?

Wir sind es natürlicherweise, denn wir stellen alle Stoffpuppen her, haben ähnliche Zielgruppen im Kopf und bewegen uns auf demselben Markt. Dabei nicht von einer klassischen Wettbewerbssituation zu sprechen, wäre nur die halbe Wahrheit. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das Konzept des Vergleichens, Wetteiferns und Kämpfens nicht dient, wenn wir liebevolle Beziehungen führen und ein selbstbestimmtes Leben leben möchten. Vielmehr glaube ich an die Idee des Netzwerks, in dem alle Menschen mit ihren Stärken und Fähigkeiten gleichberechtigt sind, in dem jeder etwas einbringt und jeder etwas nimmt und so ein lebendiger, reichhaltiger Austausch entsteht. In so einem Netzwerk gibt es keine Hierarchie, sondern jeder befindet sich auf seinem ganz eigenen Weg und bringt seine einzigartige Begabung in die Welt. Auf diese Weise tragen alle zur Schönheit und zum Reichtum des Ganzen bei, so wie jede einzelne Blume und jeder einzelne Grashalm auf einer blühenden Sommerwiese.

Aber es gibt sie bei mir, diese Momente mit 8Hände, nicht oft, aber manchmal schon, wenn es im Herzen zwickt und Neid aufkommt. Beschämend und doof ist das natürlich, zumal vor den Freundinnen, und doch ist da etwas, das beharrlich auf sich aufmerksam macht und gesehen werden möchte, eine Chance, wenn man so will. Denn meiner Erfahrung nach ist Neid ein deutlicher Ausdruck dafür, dass wir bestimmte Dinge in unserem Leben weiterentwickeln möchten. So unangenehm dieses Gefühl ist, es ist auch wertvoll, denn es zeigt uns den Weg, den wir gehen wollen. Meist sind das unbewusste Anteile unseres Selbst, die tief in uns verborgen liegen und darauf warten, entdeckt und gelebt zu werden. Diese Sehnsucht macht sich manchmal in Form von Neid bemerkbar. Dann spüren wir, dass uns etwas Wichtiges und Bedeutsames in unserem Leben fehlt. Aus dieser Perspektive betrachtet, kann Neid auch etwas Positives sein, nämlich ein Wegweiser, der uns zeigt, wo wir unser Potenzial noch nicht voll entfaltet haben und wo die nächsten Schritte unserer Entwicklung liegen. Denn – ganz wichtig – wir können nur neiden, was wir selbst für möglich halten zu haben, zu können oder zu sein. Dieses in der Regel unerwünschte Gefühl kann also auch als Einladung genommen werden, genau hinzuschauen, was das Herz zum Zwicken bringt, und diese Qualität im eigenen Leben zu verwirklichen.

Dass ich diese Gedanken mit unserem letzten Treffen verbinde, ist natürlich kein Zufall. Anita war wieder in der Stadt und wir haben endlich geschafft, was wir uns seit über einem Jahr vorgenommen hatten, nämlich Julia in ihrem Atelier in Karlshorst zu besuchen, für mich war es bereits das zweite Mal. Julia hat sich da einen herrlichen Ort für ihre Puppenmacherei geschaffen mit einem großen Tisch zum Werkeln und für Kurse, zwei Schaufenstern, die sie wunderschön dekoriert, einer kleinen Teeküche und einer ruhigen Ecke zum Rattern mit der Nähmaschine. Kurz: Raum, wie ich ihn mir selbst seit Jahren erträume. Ich freue mich wirklich von ganzem Herzen für Julia, natürlich auch über die Aussicht, jetzt öfter dort mit ihr zu sein, die Hände tanzen zu lassen, Tee zu trinken und zu plaudern. Aber es rührt mich noch auf eine andere Weise an, die viel tiefer geht und Licht auf einen Wunsch wirft, den ich lange im Dunkeln gehalten habe. Meinem Wunsch nach einem Arbeitsplatz außerhalb meiner Wohnung, nach Größe und Weite, nach ganz viel Raum für Ideen, Kreativität und Miteinander, auch nach Sichtbar-Sein in der Welt. Da geht es also lang, das ist meine große Sehnsucht und gleichzeitig meine große Angst. Diesen Wunsch einmal klar und liebevoll wahrzunehmen und auch anzunehmen, tut gut, dafür bin ich dankbar und das macht aus dem zwickenden Herzen wieder ein offenes Herz, das mit seiner unendlichen wundervollen wilden Weisheit verlässlich führt, wenn man es nur lässt.

Wir hatten einen tollen Vormittag zusammen, haben wir immer geredet und geschmaust, ein bisschen gewerkelt und viel gelacht, Puppen gestreichelt und Entwürfe bestaunt, uns ausgetauscht und Pläne geschmiedet. So eine Gemeinschaft über die Jahre zu pflegen, ein Herzensding zu teilen und einander über einen längeren Zeitraum zu begleiten und zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Jedes Mal, wenn wir zusammensitzen, läuft mir das Herz vor Freude über und ich bin unheimlich glücklich über die Kontinuität unserer Verabredungen, auch wenn es manchmal gar nicht so leicht ist, die Gruppe zusammenzuhalten. Das Beste an einem Netzwerk ist, dass es sich unendlich ausdehnen kann und es immer besser wird, je mehr Menschen dabei sind. Und auch wenn wir bei unseren Treffen immer nur vier Frauen sind, spüre ich jedes Mal, dass wir in Wirklichkeit nicht nur acht Hände sind, sondern viel, viel mehr, mindestens doppelt so viele, wie es Puppennähverliebte auf dieser Welt gibt.

Mehr von 8Hände findet ihr hier.

© Bilder Laura Erceg-Simon und Anita Kottwitz


14. Juli 2017

Smilla

Smilla is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Smilla ist ein 40 cm großes Puppenmädchen mit marzipanfarbener Haut, dunkelbraunen Augen und rotbraunem Haar mit einer bunten Strähne.

Sie trägt eine rosa Kleid mit Ananas, eine weißte weiße Hose mit großen Punkten in Dunkelgrau, lila Schuhe, ein senfgelbes Seidentüchlein und eine lila Mütze mit hellrosa Bommel.

Jella ist für 185 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich. Die Anleitung für Smillas bunte Haarsträhne findet ihr hier.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


12. Juli 2017

Von Kopf bis Fuß auf Puppenliebe eingestellt (und ein Premierenpreis für euch)

I am so happy to announce that finally my new e-book is now released and available in English and German language in my webshops at Etsy and Dawanda. It is entitled „From Tip to Toe“ and it is not centered around the creation of a complete doll, as are the other Mariengold doll-making tutorials, rather it is intended to be used for the making of particular details and special features. To celebrate the occassion, the e-book is available for a special introductory price of 25 Euros instead of 35 Euro until Sunday July 16th plus I will draw a copy and a starter kit containing seven little helpers for doll-makers on Friday. To take part, please send a message to hello@mariengold.net until Thursday night. Sending you heartfelt greetings from Berlin and wishing you great joy in adorning your dolls from tip to toe.

18 lange Monate habe ich still und heimlich hinter den Kulissen gewerkelt, fotografiert, getextet, mich gefreut, manchmal auch wie verrückt geflucht, geduldig gewartet, geplant, organisiert, E-Mails hin und her geschrieben und endlich ist es soweit: Heute wird mein neues E-Book veröffentlicht!

Mein herzlichster Dank geht an meine langjährige Grafik-Designerin Clara Schmiedek, mit der zusammenzuarbeiten mir seit vielen Jahren eine riesengroße Freude ist, an Erin Rieser für ihre sorgfältige Übersetzung ins Englische und an die 15 beteiligten Puppenmacherinnen für ihre Beiträge für dieses Projekt.

Außerdem danke ich allen Menschen, die Puppen/macherei lieben und dieses Handwerk mit ihren Ideen und ihrer Begeisterung so vielseitig und lebendig machen. Dieses E-Book ist für euch.

Kleine Details für großartige Puppen

Mein Herz schlägt schon immer für ganz einfache Puppen. Je schlichter, desto besser, wenn nur ihr Wesenskern leuchtet, so dass eine Verbindung entstehen kann. Dafür braucht es meiner Erfahrung nach nicht mehr als ein Armvoll Material, zwei wohlwollende Hände und ein offenes Herz.

Vor allem in meinen Kursen erlebe ich immer wieder, dass Menschen ganz verschiedenen Puppen mögen. Dann können einzelne Details und besondere Merkmale wichtig werden, die einer Puppe den entscheidenden Dreh geben und sie genau zu dem Goldstück machen, das man sich vorgestellt hat. Genau davon handelt mein neues E-Book mit vielen Ideen und Möglichkeiten zur Anfertigung von kleinen Extras und Besonderheiten.

Dieses Mal geht es also nicht um die Herstellung einer kompletten Puppe, sondern um die Anfertigung von einzelnen Details und besonderen Merkmalen. Es handelt sich dabei um viele kleine Projekte (genau 51 an der Zahl), welche die bisherigen Puppennähanleitungen von Mariengold ergänzen und die Möglichkeit bieten, neue Techniken und Methoden kennenzulernen und auszuprobieren und das eigene Können zu erweitern und zu verfeinern.

Meine fünf Lieblingsprojekte in dieser Veröffentlichung sind die schlenkernden Arme und Beine, der runde Po, die Finger und Zehen, der Lavendelduft und natürlich der Hals, für den ihr euch seit meiner ersten Puppe mit diesem Feature sehr interessiert. Aber es gibt noch viel, viel mehr zu entdecken.

Zum Beispiel die Beiträge von 15 befreundeten Puppenmacherinnen, die sich mit ihren ganz persönlichen Tipps und Tricks und großartigen Selbstporträts mit Puppen an diesem E-Book beteiligt haben und für die kontinuliche Inspiration und Unterstützung stehen, die ich in dieser Community von Puppennähverliebten immer wieder erfahre.

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Entdecken der Möglichkeiten!

Neu in den Shops

Das E-Book „Von Kopf bis Fuß“ ist ab heute auf Deutsch und Englisch in meinen Shops bei Dawanda und Etsy erhältlich und zwar zum Premierenpreis von 25 Euro bis Sonntag, den 16. Juli. Danach gibt es eine längere Pause und ab dem 9. August kostet es regulär 35 Euro.

Für die Herstellung der Projekte in diesem E-Book braucht ihr nicht viel mehr, als ihr ohnehin schon zum Puppenmachen zur Hand habt.

Empfehlenswert ist mein Starter-Kit mit sieben kleinen Helfern, Schokoladenherz und – ganz neu – dem Textiletikett „puppennähverliebt“ zum Einnähen, Aufnähen und Freude-daran-Haben.

Ebenfalls neu in meinen Shops ist der Magnetschnuller für Stoffpuppen in vier verschiedenen Farben, den ihr für die gleichnamige Anleitung aus dem E-Book benötigt. So einen Schnuller könnt ihr selbstverständlich auch selbst herstellen. Wie es geht, zeige ich euch nach der Sommerpause ausführlich hier auf meinem Blog.

Natürlich könnt ihr das E-Book und alle weitere Angebote auch gern direkt per E-Mail an hello@mariengold.net bestellen.

Verlosung

Wie immer gibt es auch eine Verlosung zur Veröffentlichung. Gewinnen könnt ihr das E-Book und ein Starter-Kit für Puppennähverliebte inklusive Magnetschnuller und ein kleines Garnbündelchen in euren Lieblingsfarben für die bunte Haarsträhne, die auch Teil des Inhalts ist. Wenn ihr dabei sein möchtet, schreibt bis Donnerstag Nacht an hello@mariengold.net. Viel Glück!

Und immer so weiter?

Bald ist es fünf Jahre her, dass ich meine allererste Anleitung zum Puppennähen veröffentlicht habe. Das war Mitzi und gleich darauf folgten Baby Twink, Pip und Kulla, drei E-Books mit Anleitungen und Schnittmustern für Puppenkleidung sowie vor zwei Jahren Charlie Bo in Zusammenarbeit mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe. Passend dazu habe ich auch Materialkits und weitere ergänzende Angebote entwickelt, die heute zusammen mit den E-Books einen der vier großen Bereiche von Mariengold ausmachen.

Als ich 2012 begann, Anleitungen zu schreiben und zu veröffentlichen, war ich die erste Puppenmacherin, die solche Projekte im Alleingang und ohne Verlag im Hintergrund wuppte. Dass es damals keine Fußspuren gab, in die ich hätte treten können, hat es leicht und herausfordernd zugleich gemacht. Ich bin immer meinem eigenen Stern gefolgt und habe weitergemacht, auch wenn es mal doof und schwer war. Andere Puppenmacherinnen sind nachgezogen, so dass meine Vision von damals Wirklichkeit geworden ist: nämlich dieses alte Handwerk wiederzubeleben und in all seiner Vielfalt möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Ich bin unheimlich stolz auf das DIY-Angebot, das ich über die Jahre kreiert habe. Aber ganz ehrlich, ich freue mich auch, mit meiner neuesten Veröffentlichung diese Reihe sinnvoll abzurunden und gewissermaßen einen Punkt zu setzen. Denn für mich endet es hier erst einmal.

Jetzt möchte ich mit Mariengold eine neue Reise beginnen und mit meinem Herzensthema „Puppen als Spiegel der Seele“ einen neuen Schwerpunkt aufbauen. Was genau da kommen wird, weiß ich noch nicht. Aber es wird sich etwas Neues zeigen und dieser Gedanken lässt mein Herz gerade sehr hüpfen.

Mehr über das DIY-Puppennähen mit Mariengold findet ihr hier.

(Die Gewinnerin der Verlosung ist Malwine. Herzlichen Glückwunsch!)


10. Juli 2017

Fundstücke im Juli

1 Wenn es im Sommer so richtig heiß ist, freuen sich auch Puppen über ein erfrischendes Eis. Wie es geht, findet ihr hier bei der Pflanzenfärberin.

2 Neuigkeiten bei Wollknoll: Seit einigen Wochen ist im Online-Shop das Puppenhaargarn von DollyMo sowie Puppentrikot in Hellbraun erhältlich.

3 Puppen gehören zum Besten, das Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können. Sie wecken Gefühle und tun der Seele gut. Dadurch lernen Kinder auch, wie man liebevoll mit anderen umgeht. Mehr dazu in diesem Artikel.

4 Frau Gold kann auch Puppen. Ihre Anleitung zur Herstellung von Biegepüppchen (Ritter!) findet ihr hier.

5 Für Puppenmacherinnen gehört das Fotografieren genauso zum Geschäft wie das Puppenmachen selbst. Bei Fig & Me gibt es eine ausführlichen Leitfaden.

6 Puppenschuhe muss man nicht unbedingt selber machen. Man kann sie auch kaufen, wo man sie zunächst vielleicht gar nicht vermutet. Mehr dazu im Quicktipp bei Junikate.

7 Die Produkte von Hiitu stammen aus nachhaltigen Kollaborationen mit Kunsthandwerkern und Designern auf der ganzen Welt und sind „made with good vibes“, so wie der Dancing Candyman, mein Favorit, klaro.

8 Nächstes Jahr findet vom 25. bis 27. Mai wieder das European Waldorf Doll Seminar in der Nähe von Amsterdam statt. Die Anmeldungen haben bereits begonnen. Alle Details findet ihr hier.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für die Reihe habt, schreibt gern an hello@mariengold.net. Weitere Fundstücke findet ihr hier.


7. Juli 2017

Poppy

(Poppy ist bereits verkauft. Poppy is already sold.)

Poppy is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Poppy ist eine 30 cm große Babypuppe mit aprikosenfarbener Haut, dunkelblauen Augen und braunem Flauschhaar. Die Pppe hat auch Ohren und extra Gewicht in Händen, Füßen und Bauch.

Sie trägt eine Stricktunika mit einem Farbverlauf in Rosa, Türkis und Lila, ein hellgrünes Langarmshirt, Blümchenhosen, türkisfarbene Schuhe und eine hellrosa Mütze mit Blüte.

Poppy ist für 245 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.