7. Juli 2014

Rückblick: Schnitzen auf Hof Lebherz 2009

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Vor fünf Jahren, im Sommer 2009, habe ich einen Kreativ-Urlaub auf Hof Lebherz in Warmsen verbracht. Dort habe ich mit dem Kursleiter Jürgen Maaßen, einem renommierten Holzbildhauer und Ausstatter für das Figurentheater, und neun leidenschaftlichen Puppenbauern und -spielern aus ganz Deutschland drei Tage lang Figurenköpfe geschnitzt. Ausgehend von grob vorbereiteten Rohlingen aus Lindenholz haben wir geschnitzt, geschnitzt und geschnitzt. Jürgen und seine Assistentin Maarit Kreutzinger, eine junge Holzbildhauerin, die mittlerweile selbst unterrichtet, standen uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. So entstanden zehn Figurenköpfe, allesamt anders und einzigartig und doch unverkennbar mit Jürgens – und in meinem Falle eher Maarits – Handschrift versehen.

Meinen Wunsch einen Kopf für eine Stoffpuppe à la Mariengold zu schnitzen, habe ich in dem Kurs nicht verwirklichen können, denn dieser war als Weiterbildung für Puppenspieler konzipiert, welche die Figuren für ihre Stücke selbst herstellen. So lag der Schwerpunkt auf der Anfertigung von bühnenwirksamen Figurenköpfen mit ihren ganz speziellen Anforderungen. Unter den vielen Puppenspielern bin ich diesen Weg mitgegangen und hatte so das Glück, einmal für ein paar Tage in eine völlig andere Welt einzutauchen, Gespräche über Puppenspiel und Bühnen zu belauschen, beeindruckende mitgebrachte Figuren zu bestaunen und das ein oder andere improvisierte Spiel zu sehen.

Und natürlich mich an einem Holzklotz abzuarbeiten, der nach vielen, vielen Stunden des Schnitzens und mit ermunternder Motivierung und tatkräftiger Unterstützung von Jürgen und Maarit schließlich die Form des Kopfes einer jungen Frau annahm. Wie es mit der hölzernen Schönen weitergehen sollte – keine Ahnung, keine Idee. Mein Holzköpfchen, wie ich es liebevoll nannte, wenn ich in den folgenden fünf Jahren in den Untiefen meines Materialschrankes auf es stieß, sollte noch einige Zeit bis zu seiner Weiterverarbeitung ruhen.

Das Wichtigste, was ich in meinen Warmsener Tagen gelernt habe: In jeder Kunst steckt ein großes Können. Und in jedem Können steckt viel Arbeit, Übung und Beschäftigung mit Material, Technik und Ausdruck. Während meines Ausflugs in die Welt des Schnitzens habe ich meine eigene Arbeit mit anderen Augen sehen gelernt. Auf neue Weise schätzen gelernt. Auf einmal wurde ich ganz neugierig auf all die Möglichkeiten, die in meinem ganz eigenen Schaffen mit Nadel und Faden liegen. Diese Abenteuerlust macht bis heute einen großen Teil meiner Motivation aus.

Die Arbeit mit dem lebendigen Material Holz und den scharfen Eisen hat mir damals viel Spaß gemacht. Hatte ich doch vor mittlerweile sieben Jahren auch das Schnitzen einer Kinderharfe für meine Tochter sehr genossen. Aber ich bekam auch große Achtung vor dem Werk von Holzbildhauern, so dass ich meinen Plan, in Zukunft auch Holzköpfe für meine Puppen zu schnitzen, demütig wieder losließ.

Eine Riesenfreude in diesem Sommer 2009 war das Kennenlernen von Maarit im Workshop und dass sie auch in Berlin lebt. Unser Kontakt ist in den letzten fünf Jahren nie abgerissen. Einmal haben wir zusammen mit unserer gemeinsamen Freundin Laura von 1000 Rehe (die Welt ist klein!) einen Stand auf dem Öko-Weihnachtsmarkt am Kollwitzplatz gemacht, zwischenzeitlich bestand unser Kontakt auch nur aus vereinzelten E-Mails. Vor einigen Wochen gab es dann ein großes Wiedersehen bei Mohnbrötchen und selbstgemachter Erdbeermarmelade. Wir haben stundenlang geplaudert, Maarit hat mir ihre Werkstatt gezeigt, geduldig alle meine Fragen zu ihrem Handwerk beantwortet und – ihr ahnt es vielleicht schon – die Geschichte des Holzköpfchens nimmt wieder Fahrt auf!


4. Juli 2014

Freitagspuppe Judi für den Sofort-Kauf

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(Judi ist bereits verkauft. Judi is already sold.)

Judi, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Judi ist ein 50 cm großes Puppenkind. Sie hat aprikosenfarbene Haut, leuchtend blaue Augen, langes blondes Haar, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel. Die Puppe hat auch einen Po und kann sitzen.

Judi trägt rosa Latzhosen, ein langärmeliges Shirt mit Streifen in Hellblau und Creme, hellrote Schuhe, ein rotes Seidentüchlein und eine Häkelmütze mit einem Farbverlauf in Pink, Lila und Senfgelb.

Ihr zweites Outfit besteht aus einem hellblauen Kleid mit Smokingarbeit und bunten Blumen, rosa Leggins, hellblauen Schuhen und einer Jerseymütze mit Streifen in Pink und Grau.

Ihr drittes Outfit ist zum Tanzen und fürs Ballett. Es besteht aus einem bauschigen Tüllrock in Rosa mit einem geblümten Bündchen, einem Body mit Streifen in Pink und Grau, einem hellblauen Wickelbolero und einem hellroten Blütenhaarband.

Die Puppe ist teilweise mit Granulat gefüllt und hat ein Gesamtgewicht von circa 810 Gramm ohne Kleidung. Mit ihrem extra Körpergewicht schmiegt sie sich sehr gut in Kinderarme und kann wie ein richtiges Baby herumgeschleppt werden.

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Judi ist für 400 Euro in meinem Etsy Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei DaWanda und Etsy erhältlich.


2. Juli 2014

Trüffelsuche in Kreuzberg

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Spontane Treffen sind doch die besten! Wofür wir vier Berliner Puppenmacherinnen von 1000 Rehe, Lilla Kirrivi, Von Kowalke und Mariengold sonst wochenlangen Vorlauf brauchen, reichten vor einigen Tagen ein paar knackige E-Mails und kurz darauf gab es ein großes Hallo auf der Textile Art in Kreuzberg. Ein klein wenig fühlte sich diese Kiezreise wie unser Trip zum Puppen-Festival nach Neustadt an. Zum Glück aber ohne Dauerregen und dafür mit Julia im schönsten Sommerkleid!

Die Textile Art ist eine Textilkunstschau, die in diesem Jahr mit zahlreichen Aussstellungen, Verkaufsständen, Workshops, Modenschauen, Filmen und Vorträgen ihr 10. Jubiläum feierte. Dort drehte sich alles ums Quilten, Nähen, Weben, Batiken, Schmuckmachen, Filzen, Klöppeln, Stricken, Seidenmalen, Häkeln, Sticken und was es sonst noch an textilen Künsten gibt. Entsprechend groß war das Angebot und überwältigend die Vielfalt: Genähte Bilder, filigrane Spitze, Fotopapierkleider, kostbare Tuche, gefaltete Lampenschirme, Blütenteppiche, Stickmustertücher, Perlenmeere, Bänderträume, Textilunikate zum Anziehen, Bücherschätze, Farbwundergewebtes, Stoffe und Garne wie im siebten Himmel. Da waren feine Spürnasen gefragt!

Und so trüffelten wir uns – allen voran Laura, die mich mit ihrer Treffsicherheit immer wieder beeindruckt – durch die Veranstaltung und fanden die schönsten Materialien, die beeindruckendsten Kunstwerke und die großartigsten Künstlerinnen. Jeder Raum brachte neue Eindrücke, hinter jeder Ecke wartete eine weitere Facette der Textilkunst und jeder Winkel überraschte mit wieder anderen Farben, Formen und Materialien. Klar, nicht alles gefiel unseren Trüffelnasen, hier und da fehlten die Frische und das gewisse Etwas und für einige Prachtexemplare bot der Ausstellungsort (eine Gemeinschaftsschule im Herzen von Berlin) einen eher skurrilen Rahmen. Aber wir waren total beeindruckt von der Veranstaltung mit ihren vielseitigen, kunstfertigen und nicht zuletzt superfreundlichen Ausstellerinnen, dem Engagement der Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Schule und der Fülle an Impressionen und Ideen, die wir für unsere eigene Arbeit mitnehmen konnten.

Wie erhofft habe ich viele wunderschöne Webarbeiten – insbesondere kunstvoll gewebte Bilder (Ruth Löbe!)- gesehen, große Webstühle und eher kleine, improvisierte Rahmen bestaunt, wohlig intensive Farbbäder genossen und feinste Tücher aus gekreuzten Fäden gestreichelt. All diese Eindrücke haben mich in meinem (mittlerweile jahrelangen, aber wegen Mariengold immer weiter verschobenen) Vorhaben bestärkt, dieses Handwerk endlich mal auszuprobieren und zu erlernen. Vielleicht ja hier?

Am Ende blieb nur eine Frage: Wo bitte geht’s hier zu den Puppen? Wir haben sie gesucht, aber nicht gefunden. Schade, denn wir sind uns einig, dass die Puppenmacherei auch eine Textilkunst ist und sicher eine Bereicherung für die Veranstaltung wäre. Ein bischen geträumt haben wir natürlich schon davon, wie es wohl wäre, gemeinsam dort zu stehen und der Welt zu zeigen, was mit Nadel und Faden und aus Stoffen, Garnen und Fasern noch alles entstehen kann. Wer weiß?!

Die nächste Textile Art findet am 27. und 28. Juni 2015 statt. Details finden sich sicher in einigen Monaten auf dieser Internetseite.

 


1. Juli 2014

Rosa Wolke

Foto Mary

Ein große Freude sind für mich immer wieder Bildergrüße von meinen Kunden wie dieser. So licht und liebevoll in Szene gesetzt, ein Augenschmaus und Herzstreichler.

Mehr Bilder von Mariengold Puppen in ihrem Zuhause findet ihr hier.