4. Dezember 2017

Mit Mariengold gemacht #9

1 Ein Lausbube, der dem Titel seiner Anleitung alle Ehre macht: Nicole hat mit Lauras und meinem Charlie Bo E-Book diese wunderbare Puppe angefertigt. Wir sind hin und weg.

2 Petra hat sich mit dem Baby Twink E-Book ans Werk gemacht, das Ergebnis wird von ihren Kindern heiß und innig geliebt.

3 Immer wieder höre ich von meinen Kundinnen, dass sie mit der Puppenmacherei endlich das perfekte Hobby gefunden haben, so auch Susanne, die mir dazu ein begeistertes E-Mail schrieb.

4 Mein Glückshäubchen, eigentlich für Kinder gedacht, wurde in den letzten Wochen auch viel für Puppen gestrickt, zum Beispiel von Kerstin, einer lieben Kursteilnehmerin vom letzten Jahr. Sie hat mich auch auf einen Fehler in der Anleitung aufmerksam gemacht, den ich gleich ausgebessert habe.

5 Nicole und ihre Tochter Magdalena, 16 Jahre alt, waren im Oktober bei mir im Kurs und haben anschließend dieses Bild von ihren Goldstücken geschickt.

6 Für das ganz kleine Format empfehle ich mein Pip E-Book, mit dem auch Dagmar ein Minipüppchen fürs Puppentragetuch genäht hat.

7 Kerstin aus Freiburg ist im Puppenfieber und bloggt auch darüber. Ihre ersten Puppen sind mit Anleitungen von Mariengold entstanden.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinen Shops bei Dawanda und Etsy, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.


1. Dezember 2017

Klärchen

(Klärchen ist bereits verkauft. Klärchen is already sold.)

Klärchen is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Klärchen ist ein 30 cm großes Puppenbaby mit brauner Haut, dunkelbraunen Augen und Ohren. Es trägt violette Latzhosen, ein Langarmshirt in Pflaume, mauvefarbene Schuhe und ein cremeweißes Häubchen mit Blümchenbindeband.

Klärchen ist für 185 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


30. November 2017

Mein November in Dingen

Dieses Jahr halte ich jeden Monat ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Jedes Jahr kaufe ich eine einzige Ausgabe der BRIGITTE und zwar die im November mit den Plätzchenrezepten. Mein Favorit sind die Gefüllten Tropfen von Seite 11.

2 Passt perfekt in diese Jahreszeit: Mittagessen im Mitho Cha im Prenzlauer Berg mit authentischer nepalesischer und tibetischer Küche. Meiner Freundin Kristina und mir schenkte die Sonne Anfang November zum wunderbaren hausgemachten Sherpa Tee sogar ein paar wärmende und glücklichmachende Strahlen.

3 Endlich wieder Granatapfelzeit. Am liebsten streue ich mir ein paar Kerne über meinen warmen Frühstücksbrei oder genieße sie pur.

4 Alljährlich läutet der Martinsmarkt unserer Schule die Waldorfbasarzeit in Berlin ein. Hier decke ich mich immer mit duftenden Bienenwachskerzen aus der Werkstatt der LebensWerkGemeinschaft ein. Auf den Kaffee aus der Ape auf dem Schulhof freue ich mich auch das ganze Jahr.

5 Mein Lieblingsschultertuch, das ich mir vor über zehn Jahren gestrickt und seitdem jeden Herbst und Winter wie verrückt getragen habe, hat mittlerweile mehr Löcher als Maschen. Deshalb stricke ich mir jetzt ein neues, „Ashby“ von Brooklyn Tweed aus dem Originalgarn „Shelter“. Im Schneckentempo, weil im November alles nur ganz langsam geht. (Genau genommen habe ich es noch nicht einmal geschafft, die ersten Maschen anzuschlagen.)

6 Mein Konzert des Jahres habe ich letzte Woche in der Passionskirche in Kreuzberg erlebt. Als ich hörte, dass Anna Ternheim dieses Jahr wieder in Berlin spielen sollte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ihr neues Album „All The Way To Rio“ ist gerade erschienen, die Vorfreude groß. Meine große Anna-Liebe begann übrigens 2004 mit diesem Lied.

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.


28. November 2017

Wieder ein Tag mit Okka

Zwischen unseren ersten beiden Treffen lagen vier Jahre, drei Monate, ein paar Tage, einige Brief und Überraschungspäckchen, unzählige E-Mails und viele guten Gedanken. Okka ist mein erster und einziger Internet-Crush, ihrem Blog Slomo bin ich treu wie keinem anderen. Wie es dazu kam, dass ich eines Tages im Juli 2013 mit meinem Handwerkszeug und vor Aufregung wild auf und ab hüpfendem Herzen vor ihrer Tür stand, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß noch, dass sie auch aufgeregt war und viel zu viel für uns gebacken hatte.

Okka war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte, und ich habe sie vom ersten Moment an wahnsinnig gemocht. Einen ganzen Tag verbrachten wir miteinander, um für ihre Tochter Fanny, damals drei Jahre alt, eine Puppe zu nähen. Dabei quatschten und lachten wir wie zwei Teenager und als am Nachmittag ihr Mann und die Kleine plötzlich in der Küche standen und Okka ihr sichtlich bewegt die Puppe in die Arme legte, wusste ich, dass dieser Tag für immer einer meiner liebsten sein würde.

Mit einer einzigen leibhaftigen Begegnung hatten wir unsere virtuelle Neugier aufeinander in eine Freundschaft mit echter Verbundenheit verwandelt. Dass wir uns erst Jahre später wiedersehen würden, machte uns nichts aus, denn wir hielten Kontakt und fühlten einander nahe. (Nahe sind sich übrigens auch Fanny und Lotte, die damals angefertigte Puppe, deren Kleidung, die ab und zu von Salut dem Bären getragen wird, es sogar in Okkas aktuelles Buch „Herdwärme“ schaffte). Als Okka wieder Mutter wurde, war klar, dass wir unseren Puppennähtag wiederholen würden. Auch Hedi sollte eine selbstgemachte Begleiterin bekommen.

Und so trafen wir uns im Oktober 2017 wieder in Okkas Küche. Wieder war es warm und gemütlich, wieder redeten wir, als ob es kein Morgen gäbe, wieder spürte ich bei ihr diese Dankbarkeit und Bewegtheit, die auch mich berührten und glücklich machten. Überhaupt hat mich an diesem Tag am meisten beeindruckt, wie unglaublich gerade heraus Okka ist. Sie traut sich, sich und ihre Gefühle zu zeigen, himmelhohe Freude, Begeisterung, Enttäuschung, Nachdenklichkeit, Tränen der Rührung. Vielleicht macht sie das verletzlich, aber es schafft auch Nähe und Vertrautheit und lässt einen sehr, sehr wohl fühlen in ihrer Gegenwart. Das ist auch in ihren Texten spürbar. Okka besitzt die wunderbare Gabe, dem Leben poetisch zu begegnen. Sie ist offen und wach und hat keine Angst, sich berühren zu lassen. Das ist, was ich am meisten an ihr schätze, bewundere und liebe. Deshalb habe ich sie so gern.

Bald sehen wir uns wieder.


27. November 2017

Ein Bild und ein Moment (vom zweiten Kurs im November)

Der beste Teil meiner Arbeit als Puppenmacherin sind meine Kurse, in denen ich anderen Menschen das Handwerk meines Herzens beibringe. In dieser Blogreihe teile ich mit euch von jedem Kurs ein Bild und einen von vielen besonderen Momenten.

Ein Novembermorgen in Berlin. Es ist knackig kalt, aber sonnig, die Luft kristallklar und Raureif glitzert. Ich freue mich auf das Puppennähwochenende in dieser besonderen Zeit vor Weihnachten. Wir werkeln wieder in einer herzlichen, fröhlichen und tüchtigen Runde mit glänzenden Augen und rot gefreuten Wangen voller Vorfreude auf die Goldstücke für die Kinder.

Die nächsten Kurse bis einschließlich Januar sind bereits ausgebucht, ab Februar gibt es wieder viele freie Plätze. Das komplette Programm für 2018 findet ihr hier. Anmeldung (auch für die Warteliste) an hello@mariengold.net.

Weitere Artikel zum gemeinsamen Puppennähen in Berlin findet ihr hier.


24. November 2017

Sunshine

(Sunshine ist bereits verkauft. Sunshine is already sold.)

Sunshine is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Sunshine ist ein 40 cm großes Puppenkind mit marzipanfarbener Haut, rotbraunem Haar und leuchtend blauen Augen. Sie trägt ein rosa Kleid mit Glitzerpunkten, ein zitronengelbes Langarmshirt, weite Hosen mit Ananasprint, graue Schuhe, ein lila Seidentüchlein und eine Mütze mit Farbverlauf in Grün, Pink, Lila und Grau.

Sunshine ist für 205 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


22. November 2017

Geschenkideen für Puppennähverliebte

1 Ende des Jahres brauchen fleißige Puppenmacherinnenhände eine riesengroße Portion Verwöhnung. Die Handschuhe von Magicstripes spenden Feuchtigkeit, regen die Hauterneuerung an und festigen, pflegen und glätten. Luxus pur für 12 Euro pro Paar, erhältlich in ausgewählten Kosmetikläden vor Ort und im Internet.

2 Kühles Kupfer außen, warmes Holz innen, mit einem eingebauten Magneten hält der Timeless Holder Büroklammern, Nähnadeln, Stecknadeln und was sich sonst an hübschen Kleinkram auf dem Werktisch findet. Erhältlich für ca. 43 Euro im Internet.

3 Schönes aus Wolle, dazu zählen auch Puppen und ihre Kleidung, braucht ab und zu eine pflegende und revitalisierende Wäsche, am besten mit Wollseife aus Rapsöl, Kokosnussöl und Citronella von HeyMamaWolf. Erhältlich für 9 Euro bei Etsy.

4 Menschen, die Stoffpuppen herstellen, fühlen sich oft auch verbunden mit der Waldorfpädagogik. Die erste Langzeitdokumentation über die ersten acht Schuljahre einer Waldorfschulklasse mit ihrer Lehrerin gibt es jetzt auf DVD. Erhältlich in der Triple-Edition für 29,95 Euro im Internet.

5 Im Selvedge Magazine dreht sich alles um textile Künste, mit großartigen Bildern, aufwendig recherchierten Geschichten und jedes Mal einem wahren Augenschmaus von Cover. Einzelausgaben für ca. 14 Euro oder ein Jahresabonnement für ca. 54 Euro, erhältlich direkt beim Verlag.

6 Wenn die ganze Welt es wissen soll: Puppennähverliebt-Anhänger als Schmuckstück, Talisman, Geschenkanhänger, Glückstaler oder Lesezeichen für Menschen, die Puppenmacherei lieben. Erhältlich zum Weihnachtssonderpreis für 18 statt 25 Euro in den Mariengold Shops bei Dawanda und Etsy.

7 Astrid forever! Der Lieblingsbildband „Astrid Lingren. Bilder ihres Lebens“ führt auf Entdeckungsreise durch das Leben der Ausnahmeschriftstellerin, einer „wunderbare(n) Frau, die sich gern und oft sichtlich amüsiert hat fotografieren lassen“, so Jacob Forsell aus dem Buch-Team, zu dem auch Margareta Strömstedt gehört, die bereits eine vielbeachtete Biografie über Astrid Lindgren geschrieben hat.

8 Kranich kann jeder, eine Einhorn-Stickschere dagegen sorgt für magic Regenbogenzauber im Fadenatelier. Erhältlich für ca. 9 Euro bei Etsy.

9 Raus aus dem Internet, rein ins echte Leben und auf zu einem Besuch im Puppentheater-Museum Berlin mit der liebsten virtuellen Puppennähbekanntschaft. Und danach ins herrlich altmodische Cafe Rix gleich ums Eck. Museumseintritt 5 Euro, Karten nur vor Ort erhältlich.

10 Das neue Jahr steht vor der Tür, Zeit für frischen Wind an den Wänden. Der „Now is better“-Kalender, designed in Berlin, kommt mit 600 verschiedenfarbigen Klebepunkten zum Planen von kleinen Freuden und Sammeln von großen Erinnerungen. Erhältlich für 19,90 Euro im Internet.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für die Reihe habt, schreibt gern an hello@mariengold.net. Die Geschenkideen der letzten Jahre findet ihr hier und hier, weitere Fundstücke hier.


20. November 2017

Glücksliste: Frost und Flauschig

Wieder November.

Wieder diese besondere Zeit.

Zeit der Innenkehr.

Stille.

Ankommen in Wärme und Geborgenheit.

How can we hang on to a dream?

Versöhnen und verwöhnen.

Den ganzen Tag eine Kerze brennen lassen.

Sterne aus farbigem Transparentpapier falten.

Atmen.

Herzwärmender Milchreis mit Safran und Orange.

Der Duft von Holzasche beim Nachmittagsspaziergang.

Hier und da vergessene Äpfel an den kahlen Bäumen entdecken.

Sich selbst manchmal auch vergessen fühlen.

(Auch das ist der November.)

Chokola’j. Genau danach ist mir jetzt.

How To Make Yogi Tea.

Sich selbst etwas zu sagen haben.

Und es auch so meinen.

Jede Sonnenstunde genießen, als wäre sie ein ganzer Sommer.

Büchern und Bageln im Friedrichshain.

Die unendliche Geschichte in der Parkaue.

Die unendliche Leseliste: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon, „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ von Evita Greco, „Und es schmilzt“ von Lize Spit, „Das achte Leben (für Brillka)“ von Nino Haratischwili, „Nachtlichter“ von Amy Liptrop.

Maudie.

Einen großen Vorrat an Bienenwachskerzen anlegen.

Uromas sanftes Geheimnis.

Selbstgekochte Suppen erden.

Massagen auch.

Es gut sein lassen.

Milch & Moos.

Das Herz in den Advent führen.

Bester Wegweiser.

Auf die Venus am Nachthimmel warten.

Gut auf sich achten.

There is nothing wrong with being good to yourself.

Auch zu anderen gut sein.


17. November 2017

Lale

(Lale ist bereits verkauft. Lale is already sold.)

Lale is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Lale ist ein 30 cm großes Puppenbaby mit marzipanfarbener Haut, strohblondem Strubbelhaar, leuchtend blauen Augen, Granulat in Händen und Füßen, Grübchen in Ellbogen und Knien und einem Magnetschnuller. Sie trägt naturfarbene Windeln, hellrosa Latzhosen mit großen, gelben Punkten, ein Langarmshirt in Pink, dunkellila Schuhe und ein lila Häubchen.

Lale ist für 220 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier, ein DIY für Lales Schnuller hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


13. November 2017

Bücher: „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit

Als ich vor zwölf Jahren mit der Puppenmacherei begann, fiel mir nach kurzer Zeit das Buch „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit in die Hände. Ein Glücksfall, denn nach allem, was ich bis dahin zu dem Thema gelesen und gesehen hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass es über das praktische Handwerk und die Impulse aus der Waldorfpädagogik hinaus doch mehr geben müsste, war auf der Suche nach einer kunst- und kulturgeschichtlichen Einordnung. Ich wollte alles über das Puppenmachen erfahren, wie es sich entwickelt hat und auch wo die Grenze zur Kunst verläuft, das war anfangs ein großes Thema für mich, jetzt nicht mehr. Antworten auf all meine Fragen fand ich in diesem bemerkenswerten Buch.

Ausgehend von einem neuen Begriff der Künstlerpuppe, bei dem es – im Gegensatz zum bloßen Sammelobjekt, das künstlerisch gestaltete Puppen bis dahin hauptsächlich waren, – um die Verwirklichung der Idee vom künstlerischen Gebrauchsgegenstand geht, spannt die Autorin einen weiten Bogen von den Reformpuppen des Münchner Kreises um Marion Kaulitz von 1908, über Käthe Kruse, Sasha Morgenthaler, Lotte Sievers und vielen mehr hin zu Elisabeth Pongratz, einer zeitgenössischen Puppenkünstlerin, die das Buch maßgeblich inspiriert und viel Material zur Verfügung gestellt hat.

All diese Puppenmacherinnen hatten gemeinsam, dass sie dem spielenden Kind eine feinfühlend gestaltete Puppe in die Hände geben wollten. Diese Idee war damals etwas ganze Neues. Sie war beeinflusst von verschiedenen Reformbewegungen um die vorletzte Jahrhundertwende etwa in der Pädagogik, Naturheilkunde und Architektur, bei denen es darum ging, die Kunst ins Leben zu tragen. In dieser Zeit entstand auch das Berufsbild des Designers, der industrielle Serienerzeugnisse mit einer zeitgemäßen, künstlerischen Form verbinden sollte. Diese Entwicklung betraf auch die Spielzeugherstellung. So wurden Puppenmacherinnen künstlerisch arbeitende Handwerkerinnen, die sich an der Realität der fabrikmäßigen Massenproduktion orientierten und gestalterische Konzepte für maschinell vervielfältigungsfähige Formen und Materialien entwickelten. Auch in der Puppenherstellung galt es, Funktionalität, Natürlichkeit und Schönheit zu verbinden und den Kindern Puppen mit Charakter und Individualität zum Spielen und Liebhaben zu geben.

Von diesem Geist sind auch die Puppen inspiriert und durchdrungen, die Puppenmacherinnen heute herstellen. Es gibt in dem Buch einen Abschnitt mit dem Titel „Puppenmachen als Handarbeit“ mit einem direkten Bezug. Darin geht es um die Pädagogin Ruth Zechlin, einer Wegbereiterin der Bauhaus-Idee für den Werk- und Handarbeitsunterricht. Sie war die erste, die Anleitungen zur Herstellung von Puppen und Kleidung schrieb und war überzeugt davon, dass jeder bis zu einem gewissen Grad selbst eine Spielpuppe mit einem individuellen Ausdruck anfertigen könne. So entwickelte sie die Grundlagen für das, was später die klassische Waldorfpuppe werden sollte.

Das Buch endet mit einem ausführlichen Kapiel über Elisabeth Pongratz, die 1979 begann, gewerblich Puppen zu machen. Sie bezeichnet ihre Puppen als „Neue Münchner Künstlerpuppen“ und erinnert damit an Marion Kaulitz, mit deren Arbeit 70 Jahre zuvor die Puppenreform begonnen hatte. Wieder geht es darum, einen künstlerisch gestalteten Gebrauchsgegenstand herzustellen, der aus der Perspektive des Kindes gedacht ist, immer der Frage folgend, welche Fantasiekräfte sich mit der Puppe anregen lassen. Auch Elisabeth Pongratz entscheidet sich bewusst für reproduzierbare Puppen und wählt für dafür den Werkstoff Holz. Bis heute stellt sie im Familienunternehmen ihre Künstlerpuppen her, die auf der ganzen Welt Anklang finden.

Diese Frage nach den Fantasiekräften ist auch für Puppenmacherinnen von heute ein wichtiger Leitstern. Zudem darf die Herstellung von Puppen in Handarbeit auch als Reaktion auf die industrielle Massenware verstanden werden, die kaum imstande ist, die Vorstellungskraft und Gefühlswelt der Kinder anzuregen, ganz abgesehen von den unnatürlichen Materialien und den Umständen, unter der sie in der Regel angefertigt wird. In diesem Sinne knüpfen gewerbliche Puppenmacherinnen heute direkt an die Reformideen von damals an, nur dass heutzutage vor allem Einzelstücke und kaum reproduzierbare Serientypen angefertigt werden, so dass die künstlerisch gestaltete Puppe auf dem Spielzeugmarkt eher eine Nische ausmacht.

Das Buch ist leider nur noch antiquarisch erhalten. Deshalb freue mich umso mehr, dass ich vor einiger Zeit eine Ausgabe zum Verlosen unter meinen Leserinnen und Lesern aufgestöbert habe. Das Buch ist nicht tiptop erhalten, hier und da finden sich kleine Liebesspuren, aber es ist immer noch in einem guten bis sehr guten Zustand. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Dienstag Nacht an hello@mariengold.net. Viel, viel Glück!

Ulrike Zeit: Künstler machen Puppen für Kinder. Von Marion Kaulitz bis Elisabeth Pongratz, Verlag Puppen und Spielzeug, ISBN: 3874631915, nur noch antiquarisch erhältlich.

(Die Gewinnerin des Buches ist Andrea.)