1. November 2018

Mein Oktober in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Ich koche zwar gern und viel und mit ganz viel Liebe, aber ohne Rezepte wäre ich wahrscheinlich nicht einmal halb so gut darin. Weil mir etwas Wichtiges fehlt, nämlich ein Verständnis der zentralen Grundlagen guten Kochens. Diese werden ausführlich in dem Buch „Salz, Fett, Säure, Hitze“ von Samin Nosrat erkärt. Ihre Philosophie ist einfach und revolutionär und für mich eine Offenbarung, für die ich unfassbar dankbar bin, denn sie ermöglicht mir eine völlig neue Freiheit in der Küche.

2 Podcast mag ich sehr, ich höre sie gern, wenn ich an den Puppen arbeite. Einer meiner liebsten zur Zeit ist „Liebe kann alles“ von Eva-Maria und Wolfram Zurhorst, in dem es um Liebe, Partnerschaft und Sexualität geht. Zum Einstieg empfehle ich euch Folge 17, vor allem wenn ihr euch gerade nach euch selbst sehnt.

3 Anfang Oktober habe ich einen neuen Happy Place in meinem Viertel entdeckt, das Grünspecht in der Ladenzeile am S-Bahnhof Nikolassee. Dort gibt es feinste pfälzisch-regionale Kost zum Kaufen oder gleich Genießen, es sitzt und speist sich herrlich gemütlich und ich durfte etwas probieren, das ich vorher nicht kannte: Trinkessig, phänomenal gut!

4 Kulinarisch wurde ich auch von einer befreundeten ehemaligen Kursteilnehmerin verwöhnt, mit der ich per Mail in Kontakt geblieben bin. Sie weiß, dass ich ein großer Fan von Stefanie Reeb bin, von der gerade ein neues Backbuch für Weihnachten erscheinen ist, und hat mir eine Kostprobe in einem hübschen Faltkarton geschickt.

5 Meine Tochter und ich haben „A Star Is Born“ im Kino gesehen. Unvergessen die Szene auf dem Parkplatz, in der Ally zum ersten Mal „Shallow“ ansingt, und dann das Konzert, auf dem die beiden das Lied gemeinsam performen. Lady Gaga is a total star, davon bin ich fest überzeugt, obwohl ich sie vorher nie auf dem Schirm hatte.

6 Unheimlich intensiv fand ich auch die Performance von „Zu Asche, Zu Staub“ von Severija, wenn ich mich recht erinnere, am Ende der zweiten Folge von „Babylon Berlin“. Das hatte etwas von Aufbruch und Zerfall zugleich, sehr elektrisierend, ich habe minutenlang den Atem angehalten.

7 Nach 15 Jahren Yoga habe ich mir meine ersten Leggings speziell für die Asana-Praxis gekauft und ich muss sagen: Es macht tatsächlich einen Unterschied.

8 Endlich habe ich auch Jaqueline, die Lehrerin des Dienstag-Morgen-Kurses in meinem Studio, nach einem Lied gefragt, das sie seit Monaten bei ihren Flows spielt und das mir wahnsinnig gut gefällt. Es ist kurz, aber oho und macht mir immer einen kleinen Kloss im Hals.

9 Es gibt ein neues Paar Ohrringe in meinem Leben. Sie stammen aus der Werkstatt von Julia Schmitz von 358, für deren Schmuck mein Herz schon lange schlägt. Ich mag, wie sie die Kraft der Heilsteine mit ihrem einzigarten Gespür für Farbe kombiniert.

10 Mein Radio-Event des Jahres war die Radiobrücke USA von Radio Eins, meinem Lieblingssender hier in Berlin. Als Kind habe ich einige Woche in San Francisco verbracht und werde jedes Mal ganz sentimental, wenn ich die Musik höre, die mich und meinen Bruder damals begleitet hat.

11 Nach einem Gespräch mit meiner Freundin Julia, bei der mir vor lauter Kummer die Tränen gekommen sind, hat sie mir einen wunderschönen kleinen Spiegel geschenkt, strahlend wie die Sonne selbst, ganz sicher ein Zauberspiegel, der hinter all den Selbstzweifeln, der Angst und der Traurigkeit, die manchmal auch zum Leben gehören (zumindest zu meinem), auch die Liebe zu zeigen vermag. So ein Geschenk kann einem nur eine wahre Herzensfreundin machen.

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.

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in: Monatsdinge