2. Dezember 2019

Mein November in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung sein.

1 Der November war an einigen Tagen so tiefgrau, dass es mir die Laune verdunkelte. Da war ich froh, dass ich an einem besonders trübseligen Donnerstag meine Freundin Laura für ein spontanes Frühstück im Suicide Sue in meinem alten Kiez im Prenzlauer Berg gewinnen konnte. Dort gibt es die besten Stullen, es ist warm und gemütlich und die zwei Stunden mit ihr machten alles wieder gut.

2 An solchen Tagen koche und backe ich mich auch gern glücklich. Dank meiner Freundin Kristina habe ich den Blog Grain de Sel wiederentdeckt, den es schon seit 2011 gibt und der bis heute ohne Social Media auskommt, was ich sehr sympathisch finde. In den letzten Wochen habe ich sicher zehn Rezepte ausprobiert und der Eintopf mit Zucchini, Paprika und roter Quinoa kommt jetzt wöchentlich auf den Tisch.

3 Eine weitere Wiederentdeckung ist der Musical-Film Once, der 2008 in Deutschland herauskam. Kürzlich spielte sich der Soundtrack ins Herz meiner Tochter (da kommt sie ganz nach mir) und natürlich war sie auch neugierig auf den Film. Und was soll ich sagen? Elf Jahre später ist er immer noch genauso großartig.

4 Seit zehn Jahren ist der Martinsmarkt der ehemaligen Schule meiner Tochter ein fester Familien-Termin. Dort decke ich mich immer mit den hübschen Aquarell-Streichholzschachteln der Werkgemeinschaft ein, die ich auch gern verschenke. Es ist jedes Mal eine Freude, aus der farbenprächtigen Auswahl die schönsten auszuwählen.

5 Als Laura und ich uns im September von Ulrike und Douglas als Gastgeber des Refugiums Hoher Fläming, in dem unsere Landpartie stattfindet, verabschiedeten, kaufte ich ihnen noch eine tibetische Gebetsfahne ab. Die hätte ich auch in Berlin bekommen, aber so erinnert sie mich aufgehängt hier in meinem Arbeitszimmer an die beiden, die wir im Mai, wenn der nächste Workshop stattfindet, sicher vermissen werden.

6 Dass ich wohl ein Fan der Band The National bin, wurde mir bewusst, als ich letzte Woche ihren Kurzfilm „I Am Easy to Find“ sah und nicht nur jedes Lied mitsingen konnte, sondern auch unendlich berührt und zu Tränen gerührt von der Geschichte war, unfassbar gut gespielt von Alicia Vikander. Für mich der beste, intensivste, heilsamste Film des Jahres.

7 Wenn es auf den Winter zugeht, komme ich immer so schön in Stricklaune. Mein nächstes Projekt: der Myrtil Bear von Cinthia Vallet. Das passende Garn in Dunkelbraun („Burnt Cocoa Beans“) habe ich nach langer Recherche endlich gefunden, jetzt warte ich nur noch auf die freien Tage zwischen den Jahren.

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.

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in: Monatsdinge