28. August 2019

Mein Juli und August in Dingen

Jeden Monat halte ich hier ein paar Dinge fest, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Nachdem ich jahrelang nur warme Farben getragen habe, entdecke ich gerade die kühlere Palette für mich und freue mich jetzt schon darauf, nächsten Sommer wieder in dieses Lieblingskleid aus blauem Leinen zu schlüpfen.

2 Noch bis Ende Oktober läuft in Berlin die Ausstellung „Summer of Love“, die ich vor einigen Wochen mit meinem Vater besuchte. Die 60er und 70er Jahre waren eine prägende Zeit für ihn und sind bis heute ein Thema, das uns beide verbindet. Die Ausstellung war kurzweilig und genau richtig für einen heißen Sommertag in der Stadt mit anschließendem Eiskaffee am Ufer der Spree.

3 Da traf es sich auch gut, dass wenige Tage später die 100 besten Hippie Songs auf Radio Eins liefen, auf Platz Eins natürlich „Imagine“ von John Lennon. Ich habe wieder fast alle radioeins-Sommersonntage gehört und war begeistert!

4 Was ich noch gehört habe bzw. immer noch höre: „Paardiologie“, den Podcast von Charlotte Roche und ihrem Ehemann. Ich bin erst bei Folge vier, wusste aber schon nach der ersten, dass es das Krasseste ist, das ich je zum Thema Partnerschaft gehört habe. Die radikale Ehrlichkeit der beiden ist aufwühlend, inspirierend und berührend (und verheiratet zu sein wahrlich nichts für Feiglinge). Bei jeder Folge schüttelt es mich durch, lache und heule ich und denke an und danke all dem Wunderschönen, Anstrengenden, Lustigen und Doofen, das ich mit meinen Mann habe.

5 Mein Lesesommer war dieses Jahr ganz Elena Ferrante gewidmet. Ich las noch einmal ihre Neapel-Tetralogie, dann ihr Debüt „Lästige Liebe“ von 1992 sowie „Tage des Verlassenwerdens“, das zehn Jahre später erschien, und parallel dazu ihr neuestes Werk „Frantumaglia“, was perfekt passte, da es sich dabei um eine Sammlung von Interviews, Briefen und Aufsätzen handelt, die viel über eine Autorin erzählen, die doch lieber im Verborgenen bleiben möchte. Die TV-Serie „Meine geniale Freundin“ schaute ich mich natürlich auch an und fand die Umsetzung gelungen.

7 Letzte Woche waren Laura und ich zum Eisessen bei Jones in der Goltzstraße verabredet, um einen Gutschein einzulösen, den uns Verena, eine liebe Teilnehmerin unserer Landpartie im Mai, geschenkt hatte. Oh, war das köstlich! Acht Kugeln haben wir noch frei und da der Gutschein bis 2022 gültig ist, haben wir uns vorgenommen, diese Schlemmerei in die nächsten drei Jahren  zu wiederholen.

8 Was für mich unbedingt zum Sommer im Tessin dazu gehört – Goldmelissensirup! Dieses Jahr endlich einmal selbst gekocht (und fast alles verschenkt).

9 Es kommt nur äußerst selten vor, dass ich etwas vermisse, von dem ich mich beherzt in einer Ausmist-Aktion verabschiedet habe. Wie sehr ich „janet.“ liebte, wurde mir schlagartig bewusst, als vor kurzem „That’s The Way Love Goes“ wieder einmal im Radio lief. Es dauerte keine zwei Tage, bis ich die CD wieder in meinen Händen hatte und hüte (und höre) sie jetzt wohl für immer. (Genauso ging es mir übrigens mit Sade und Erykah Badu, wie konnte ich nur so lange ohne sie leben?)

10 Was übermorgen noch kommt und worauf ich mich seit Wochen freue: Yoga auf der Dachterasse des Café Kranzler am Ku’Damm mit meiner Freundin und Grafik-Designerin Clara bei meiner Lieblingslehrerin Gaelle, in deren Stunde ich es dieses Jahr noch kein einziges Mal geschafft habe. Bester Freiluft-Abschluss des Sommers!

Mehr Monatsdinge findet ihr hier.

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in: Monatsdinge