11. März 2015

Mariengold #3: Unter Puppennähverliebten

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Anfang des Jahres habe ich hier auf meinem Blog eine vierteilige Reihe begonnen, in der ich den Menschen, die ganz neu zu Mariengold gefunden haben, die einzelnen Bereiche meiner Arbeit genauer vorstelle. Den Anfang machte mein Angebot zur Herstellung von selbstgenähten Stoffpuppen, sozusagen das Puppenglück aus eigener Hand. Es folgten die Puppen à la Carte, die ich für euch herstelle. Und heute seid ihr wieder dran mit Nähen: Es geht um meine Kurse. In diesem Sinne, Willkommen bei Mariengold!

Pupennähkurse gebe ich schon fast so lange, wie ich selbst Puppen nähe. Das sind jetzt über 7 Jahre, in denen ich an die 350 Frauen bei der Herstellung ihrer meist allerersten Stoffpuppen begleitet habe. In dieser Zeit habe ich ganz viele Erfahrungen als Kursleiterin gesammelt und mein Konzept immer weiterentwickelt. Getragen werden meine Kurse von meiner langjährigen Expertise und meinem offenen und zugewandten Wesen und ich unterrichte mit viel Freude und Einfühlungskraft, Humor und Leichtigkeit.

Lampenfieber habe ich nach all den Jahren zwar nicht mehr, aber ein bischen aufgeregt bin ich natürlich immer, wenn ich dann samstags um 9.45 Uhr voller Vorfreude (und Herzklopfen) in unserem schön vorbereiteten Raum stehe und gespannt bin, wer da wohl gleich kommen wird und was für Puppen an den gemeinsamen 16 Stunden entstehen werden.

Vorbereitung

In meinen Kursen nähen wir Stoffpuppen nach Entwürfen von Mariengold. Zur Zeit ist das mein Baby Twink, das als Babypuppe oder als älteres Puppenkind hergestellt werden kann. Bei beiden Puppenarten wird mit denselben Techniken gearbeitet, nur die Schnittmuster sind etwas anders.

Was für eine Puppe ihr im Kurs herstellen möchtet, darüber tauschen wir uns vorab per E-Mail aus. Auf diesem Weg erfolgt auch eure Anmeldung, für die ich nur euren Namen und eure E-Mail-Adresse brauche, jedoch keine Anzahlung oder Vorauszahlung der Teilnahmegebühr. Drei Wochen vor unserem gemeinsamen Wochenende schicke ich euch dann alle Details zum Kurs (Zeit und Ort, Ablauf, Dinge zum Mitbringen) und meine Fragen zu eurer Wunschpuppe (Art, Größe, Farben, Kleidung), damit ich alles gut vorbereiten kann.

Das mache ich in der Regel in der Woche vor dem Kurs. Dann nähe ich alle Puppenteile, stelle die gewünschte Puppenkleidung her, suche Puppenhaargarn und Perücken zusammen und schnüre daraus hübsche kleine Materialpäckchen für euch. Am Freitag packe ich dann meinen großen roten Koffer randvoll mit allem, was wir für die Herstellung der Puppen benötigen – inklusive Schokolade für alle. Und damit geht es am nächsten Morgen auf in den Prenzlauer Berg!

Ablauf

Im Herzen dieses Berliner Stadtteils befindet sich unser Veranstaltungort, das Familienzentrum Honigpumpe, eine Initiative des Waldorfkindergartens Prenzlauer Berg. Unser Kurs findet im Besprechungsraum des Kindergartens an normal hohen Tischen und Stühlen statt. Wir können dort Tee kochen und es gibt einen herrlichen Garten, in dem ihr auch mal durchschnaufen könnt. Aber erst einmal möchtet ihr richtig loslegen, oder?

Bei unserem ersten Treffen am Samstag stellen wir die Köpfe her, stopfen die Arme und Beine und nähen die Puppen so weit wie möglich zusammennähen. Am Sonntag nähen wir die Puppen fertig zusammen, sticken das Gesicht, nähen die Perücke auf den Kopf und knüpfen die Haarsträhnen ein. Und zum Abschluss bekommen eure Puppen natürlich schöne rote Wangen! Wenn noch Zeit ist, zeige ich euch gern auch, wie ihr weitere Details wie Ohren oder einen knackigen Apfelpopo anfertigen könnt.

Ganz zum Schluss ist es dann Zeit, die Puppen einzukleiden – ein magischer Moment! Dafür schicke ich euch vor dem Kurs kostenfrei eins meiner E-Books mit zahlreichen Anleitungen zur Herstellung von Puppenkleidern zu, so dass ihr zu Hause schon nach Herzenslust werkeln und vielleicht sogar ein fertiges Outfit mitbringen könnt. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, auf dem Flohmarkt nach schönen Kleidern Ausschau zu halten oder ein, zwei Teile aus dem heimischen Fundus oder auch nur ein einfaches Tuch mitzubringen. Damit eure Puppe auf den Heimweg nicht friert (oder sich geniert). Auf Anfrage stelle ich auch gern Puppenkleidung für euch her.

Puppennähen macht hungrig. Deshalb gibt es an beiden Kurstagen eine lange Mittagspause von 13.00 bis 14.15 Uhr, die ihr im Kiez rund um die Kastanienalle und den Kollwitzplatz mit zahlreichen kulinarischen Möglichkeiten allein oder zusammen mit den anderen Frauen verbringen könnt. Dann empfehle ich gern den großen Tisch im Feinkostcafé Liv ein paar Häuser weiter, wo es allerlei gesunde Leckereien, richtig gutem Kaffee und ein wunderschönes Interior gibt (8Hände waren neulich auch dort zu Gast). So gern ich auch würde, schließe ich mich diesen netten Mittagsrunden in der Regel nicht an, sondern gehe allein in die Pause, damit ich danach wieder frisch und munter für euch und eure Puppen da sein kann.

Preise, Material und ein paar Hinweise

Meine Kurse kosten 180 Euro oder 150 Euro, wenn ihr schon einmal eine Puppe mit mir genäht habt. In dem Preis inbegriffen sind der Kurs, das Material, die Mitbenutzung aller benötigten Arbeitsutensilien, eine farbig gedruckte Broschüre meiner Baby Twink Anleitung, in der genau beschrieben ist, wie ihr zu Hause weitere Puppen so nähen könnt, wie ihr es im Kurs gelernt haben werdet, sowie ein E-Book mit Anleitungen und Schnitten für Puppenkleidung.

Ihr bekommt von mir das komplette Material, das ihr im Kurs braucht: Vorgenähte Puppenteile aus Baumwolltrikot, Wirkschlauch, Schafwolle zum Stopfen, Abbindegarn, Nähgarn, Puppenhaargarn und eine fertig gehäkelte Perücke als Grundlage für die Gestaltung der Haare, Stickgarn für Augen und Mund sowie Wangenrot. Ihr könnt natürlich auch zusätzliches Material bestellen, wenn ihr nach dem Kurs weitere Puppen zu Hause nähen möchtet.

Meine Kurse sind offen für alle, die zum allerersten Mal eine Puppe nähen möchten, sowie für geübte und professionelle Puppenmacherinnen. Wenn ihr gewerblich Puppen herstellt oder es in Zukunft vorhabt, gebe ich gern Auskunft über das Copyright in meinen Kursen.

Vorkenntnisse im Nähen oder Puppenmachen sind nicht erforderlich. Als Kursleiterin begleite ich euch entsprechend eurer individuellen Erfahrung und Arbeitsweise. Nur Mut! Ich helfe euch dabei, eine schöne und stabile Puppe zu nähen, auch wenn ihr vorher noch nie mit Nadel und Faden gearbeitet habt. Und für die versierten Puppenmacherinnen unter euch habe ich sicher auch den ein oder anderen Tipp parat!

Meine Erfahrung aus 7 Jahren Kursarbeit ist, dass es unheimlich viel Spaß macht, unter Gleichgesinnten Puppen zu nähen. Es wird gelacht und gescherzt, sich gegenseitig Mut gemacht und geholfen, geplaudert und an den kniffeligen Stellen auch mal geschwiegen und am Ende gibt es rosige Wangen, Strahlen in den Augen und Umarmungen zum Abschied! Bisher ist wirklich jede Frau mit einer wunderschönen Puppe (mit gelungenen Augen – denn das ist immer die größte Sorge) im Arm nach Hause gegangen. Und dann stehe ich da und winke und bin wahnsinnig stolz auf euch und irre glücklich und dankbar für die gemeinsamen Stunden unter Puppennähverliebten.

Gelegenheiten zum Puppennähen mit Mariengold gibt es noch viele in diesem Jahr. Alle Termine und Details zu meinem Kursangebot findet ihr hier. Die ersten Kurse im Frühling sind bereits ausgebucht, aber es gibt noch genügend freie Plätze bis Ende 2015. Anmeldungen an hello@mariengold.net.

Ich freue mich auf euch und eure Puppen!

in: Berufliche Puppenmacherei, Kurse