8. Juni 2016

Kompakt und flauschig: Tipps für feines Babypuppenhaar

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Für die Herstellung von Puppenhaar gibt es heute viele Möglichkeiten, mit denen ganz verschiedenen Looks kreiert werden können. In meinen Fundstücken verlinke ich regelmäßig Ideen und Tutorials dazu. Was meine eigenes Verfahren angeht, bleibe ich seit Jahren meinen Anfängen treu: Das Material meiner Wahl ist meist das Mohair-Garn von Wollknoll und ich arbeite mit der Häkeltechnik.

Für das weiche Babyhaar verwendet ich jedoch am liebsten das Puppenhaargarn von DollyMo (hier und hier erhältlich), denn es hat herrlich lange flauschige Fasern und kommt in den schönsten natürlichen Farben. Daraus häkele ich ein Perückenkäppchen, das später auf den Kopf genäht wird. Dabei arbeite ich mit einer speziellen Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, das sie wie natürlicher Babyflaum aussieht und es nicht nötig ist, noch extra Haarsträhnen einzuknüpfen. Ganz ausführlich wird diese Technik in meinem Baby Twink E-Book erklärt, mit dessen Hilfe schon ganz viele Menschen wunderhübsche Babyhaarschöpfe gezaubert haben.

Zu diesem Thema bekomme ich immer viele Fragen gestellt. Deshalb möchte ich heute ein paar Tipps und Tricks mit euch teilen:

Für die Herstellung von flauschigem Babyhaar benötigt ihr ein Puppenhaargarn mit einem hohen Mohair-Anteil von circa 80 Prozent. In der Regel bestehen solche Garne aus einem mehrfädigen, dicken Trägerfaden, um den ein dünner Faden mit mehr oder weniger Flausch gezwirnt ist. Je mehr Flausch, desto besser.

Auch mit der besten Anleitung erfordert das Häkeln mit der speziellen „Flausch-Technik“ gerade zu Beginn viel Geduld und Geschick. Bis so ein Käppchen gehäkelt ist, dauert es einige Stunden (bei mir ist es ungefähr eine Spielfilmlänge). Aber mit jedem Käppchen werdet ihr schneller und besser und die flauschigen Haarsträhnen länger.

Die Richtung, in der ihr das Käppchen häkelt (ob vom Scheitel zum Haaransatz oder anders herum), bestimmt auch die Richtung des Falls bzw. Abstehens der Mohairfasern. Probiert es aus.

Zum Annähen des Käppchens an den Kopf empfehle ich Knopflochgarn in der Farbe des Puppenhaares. Am besten näht ihr im Rückstich, wobei die sichtbaren Stiche an der Oberfläche kürzer sein sollten als die darunterliegenden, damit man das Nähgarn möglichst nicht sieht. Stecht dabei schön tief ein, um sicherzugehen, dass ihr das Käppchen auch wirklich am Kopf befestigt und nicht nur in die Perücke ein- und ausstecht.

Mit einer kräftigen Naturhaarbürste lässt sich das Mohiar noch weiter ausbürsten und das Haar wird noch flauschiger.

Wer mag, knüpft noch ein paar kurze Strähnen aus dem Puppenhaargarn ein. Das gibt einen schönen Zauselschopf.

Oder ihr greift zur Schere und kürzt die Spitzen ein wenig. Dadurch wirkt das Haar noch voller. Vor allem Puppenjungs steht so eine kompakte Kurzhaarfrisur ausgezeichnet.

Kleine Haarspangen, Klemmen und Zopfgummis sind auch eine gute Idee. Keine Sorge, sie halten gut in dem feinen Mohair.

Um lange schön zu bleiben, muss das flauschige Puppenhaar gut gepflegt werden. Es besteht ja hauptsächlich aus Wollfasern und die filzen natürlich bei der Wärme und Bewegung, denen die Puppen in ihrem herrlichen Puppenleben so ausgesetzt sind. Bürstet das Haar regelmäßig mit einer kräftigen Naturhaarbürste. So bleibt es lange fein und weich. Ab und zu kann das Haar auch im Zuge einer Puppenvollwäsche von Hand gereinigt werden. Und wenn es ganz und gar unansehnlich geworden ist, kann es einfach ersetzt werden. Dafür das Käppchen entfernen und einen neuen Haarschopf anfertigen.

Weiter Tipps und Tricks zur Puppengestaltung findet ihr hier.

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