Fast auf den Tag genau drei Jahre ist es nun her, dass Delphine ihre erste Mariengold Puppe bestellt hat. Über eine lange Zeit geht sie jetzt meinen Weg mit. Sie hat regelmäßig Puppen für ihre Töchter bestellt. Diese hier ist für sie selbst. Delphine ist ein Februarkind und beschenkt sich zu ihrem Geburtstag mit dem kleinen Schneeflöckchen.
Delphine ist mittlerweile eine befreundete Wegbegleiterin. Zu ihr, zu uns, fallen mir so viele schöne kleine Geschichten ein. So hat sie zum Beispiel Tomte zu sich nach Hause geholt, die Puppe, die vor einiger Zeit in unserem Bioladen über einen Aushang zum Verkauf angeboten wurde*. Clara, die Puppe von Delphines älterer Tochter, ist seit über zwei Jahren auf meinen Profilbildern bei DaWanda, Etsy und Flickr zu sehen und ist zudem auch auf meinen Visitenkarten und Postkarten abgebildet. Und im letzten Jahr hat Delphine für mich einen ganz besonderen Auftrag erledigt, sie hat in Luxemburg und in Frankreich viele schöne Stoffe für Mariengold eingekauft, an denen ich heute noch Freude habe, sofern sie sich noch in meinem Vorrat befinden. Ich bekomme von Delphine so viel herzliches und stärkendes Feedback und genieße den jahrelangen Kontakt. Vielleicht werden wir uns in diesem Jahr sogar persönlich kennenlernen, denn sie und ihre Freundin möchten mich für einen Puppennähkurs nach Luxemburg einladen. Es war mir also eine ganz besondere Herzensfreude, diese Puppe für Delphine zu nähen.
Schneeflöckchen, ein 30 cm großes Mariengold Puppenbaby,
mit federweißem Flauschhaar aus DollyMo Puppenmohair,
Kleidern in Creme und zarten Pastelltönen,
einem hellgrauen Mantel mit drei bunten Knöpfen,
und einem glitzernden Schneestern, der als Kopfschmuck
oder Gürtel getragen werden kann.
Flieg, kleines Schneeflöckchen, nach Luxemburg!
Ich grüße euch an diesem funkelnden Montagmorgen und wünsche euch eine tolle Winterwoche,
Maria
*Ich schmunzele übrigens noch heute über die Geschichte, denn vor zwei Wochen, als ich mich mit meiner Freundin Nadja, die gar nichts mit Puppenmacherei zu tun hat, traf, stellte sich endlich heraus, wer die Puppe verkauft hat, denn das habe bisher nicht in Erfahrung gebracht, habe es auch Delphine nicht gefragt. Es war eine alte Freundin von Nadja aus Bremen, die ich über eine andere Freundin sogar persönlich kenne. Ich konnte mich sogar an den Verkauf der Puppe erinnern. Wie klein die Welt manchmal ist! Dass der Aushang damals ausgerechnet in der Zehlendorfer Bio Company hing, liegt daran, dass diese Freundin mittlerweile auch in diesem Stadtteil von Berlin lebt. Ich werde die Augen nach ihr aufhalten, damit wir irgendwann gemeinsam über diese Geschichte und die vielen Kreise lachen können!
Hello and good morning, Sunny is my new friday doll. This week was a very sunny and bright winter week here in Berlin, we even have snow today, and it was a pleasure to create this doll in my lightflooded studio. Sunny is one of those dolls, who so much let me feel and enjoy the artistic process of playing with colors, patterns, fabrics and yarns. Making dolls, especially their clothes, is like painting and Sunny is a picture that tells about the longing for warmth, both around us and inside us. The doll will be available today at 6 pm central european time, which is 9 am us pacific time, in my Mariengold Etsy shop. Wishing you a wonderful weekend with much sunshine outside and inside, Maria
Seit letztem Wochenende werden wir in Berlin mit dem schönsten Wintersonnenschein verwöhnt. Heute schneit es sogar. Es war mir eine große Freude, in meiner von warmem Licht durchfluteten Werkstatt Sunny für euch zu nähen. Sunny habe ich mir schon ganz lange so vorgestellt und im wahrsten Sinne des Wortes ausgemalt. Denn ich empfinde es wirklich als Malerei, mit Farben, Mustern, Stoffen und Garnen zu spielen und immer wieder neue Kombinationen nach Lust und Laune zusammenzustellen. Ich denke, es war der lange graue Winter, der mir Sunnys Farben eingeflüstert hat.
Sunny, ein 45 cm großes Mariengold Puppenbaby,
mit Kleidern in Lila, Senf, Creme und Flieder,
einer Bommelmütze mit tollem Farbverlauf wie bei Oona und Piet
und einem zweiten Kleiderset in Gelb und Rot.
Pure love and sunehine!
Sunny ist heute um 18 Uhr in meinem Mariengold Laden bei Etsy erhältlich.
Die Farben Gelb, Rot und Lila tun gut, oder? Deshalb werde ich sie mit in die nächsten Wochen nehmen und auch die nächste oder übernächste Februarfreitagspuppe in diesen Farben strahlen lassen. Bee wird ihr Name sein, inspiriert von einem Buch, das ich vor ein paar Tagen gelesen habe, “Little Bee” von Chris Cleave.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit viel Sonne im Innen und Außen,
Maria
Carla, ein 40 cm großes Mariengold Puppenmädchen,
mit blauen Strahleaugen und langem blonden Haar,
einem Strickkleid in saftigem Grün,
Accessoires in Violett
und Unterwäsche in zartem Rosa.
Heute ist Lichtmess und ich euch liebe Grüße voller Vorfreude auf die helle und warme Zeit,
Maria
Pink, ein 45 cm großes Mariengold Puppenbaby,
mit Kleidern in Rosa, Hellblau und Violett
und hübschen Taschen auf dem Schürzenkleidchen.
Ich grüße euch herzlich,
Maria
Helly my English-speaking visitors, January says Goodbye here in Berlin with a tender snow cover, bright sunshine and clanking cold. I was longing for snow for so long and my first breath in the wintry white landscape was so enchanting, refreshing and tonic, that I hope there will be much more snow, so that I can really dive into winter silence and the warmth of my nest. My January was all about being at home, coziness and recovering. Although I felt quite exhausted and tired, I started my work right after the change of the years, which was a true challenge, because sometimes I really worked against what my body and soul were longing for, which of course made me even more tired and unsatisfied. My main theme in January was structure in all its forms of appearance, both energetic and physical. Working with this theme (making lists, arranging and rearranging things, clearing my pinboard, going to IKEA, transcribing birthdays into my new calendar, creating a customer list, cleaning my studio, making an index for my fabrics and so on) helped me to avoid my real work, which really made me laugh sometimes. But one fine day I found my old working rhythm back and now I feel much better and balanced. I expected to dream big and wild and make plans and visions for this year in January, but I didn’t have the energy and muse. It just wasn’t the time. Maybe in February? Wishing you a good change of months, Maria
Der Januar verabschiedet sich in Berlin mit einer hauchdünnen Schneedecke, strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte. Schnee habe ich mir von Herzen gewünscht und mein erster Atemzug in der winterweißen Landschaft war so verzaubernd, erfrischend und belebend, dass ich hoffe, dass noch viel mehr Schnee fällt und ich doch noch so richtig eintauchen kann in Winterstille und Nestwärme.
Blumengruß vom Sonntagsbesuch
Die Wärme und Gemütlichkeit meiner Wohnung habe ich in diesem Monat sehr genossen und ausgekostet. So richtig nach draußen oder in andere Nester gezogen hat es mich nicht. Meine Seerunde bin ich viel seltener als sonst gelaufen. Und ich war nur zwei Mal mit Freundinnen verabredet. Nach wie vor bin ich an den Wochenenden offline und arbeite nicht, so dass ich es allmählich lerne und immer mehr zu schätzen weiß, den Vormittag im Schlafanzug zu verbringen, auszuschlafen, Mittagsschlaf zu machen und früh ins Bett zu gehen, stundenlang auf dem Sofa zu liegen, zu lesen und sogar wieder einfach so aus Spaß zu stricken, ausgiebig zu kochen und Fünfe grade sein zu lassen.
Weibergeschichten
Stricken für die Fische-Freundin
Ich habe in diesem Monat, vor allem in der ersten Hälfte, ganz deutlich gespürt, dass ich Ruhe und Zeit brauche, um neue Energie zu tanken. Da die Schule meiner Tochter direkt nach Neujahr wieder losging, habe auch ich mir keinen Tag länger Urlaub gegönnt und bin direkt nach den Feiertagen wieder in den Mariengold Werkstattalltag gestartet. Das hat mich viel Kraft gekostet, denn ich habe an vielen Tagen gegen mein Bedürfnis nach Erholung gearbeitet, was mich natürlich zunehmend müde und unzufrieden gemacht hat. Irgendwann war ich aber wieder gut in meinem Rhythmus, die Arbeit ging mir fließender von der Hand und ich wurde ausgeglichener. Dazu haben die Wochenenden sehr beigetragen, ohne viele Termine, dafür einmal mit Hund. Das war eine ganz tolle Zeit! Ein Tier bringt so viel Spaß, Bewegung und Liebe in den Familienalltag. Was haben wir gelacht und wie sehnen wir uns jetzt nach Totò, der hoffentlich bald wieder einmal ein paar Tage bei uns sein wird.
I like her Style
Mein wichtigstes Thema im Januar war Struktur. Die ersten beiden Wochen des Monats habe ich mit Sortieren, Räumen, Säubern, Sichten, Ordnen, Beschriften, Umräumen, Sammeln, Planen und Ausmisten verbracht. Ich habe meine Stoffe sortiert und sauber im Regal geordnet. Ich habe Listen für alles mögliche angelegt. Ich habe meine Pinnwand einmal komplett geräumt. Ich habe Geburtstage in meinen Kalender übertragen. Ich habe endlich eine ordentliche Kunden-/Warteliste erstellt. Ich war bei IKEA. Ich habe mir eine Art Stoffkartei angelegt. Ja, zuweilen hat das ganze bizarre Züge angenommen. Dann musste ich auch über mich selbst lachen, denn oft habe ich gemerkt, dass mein Strukturwahn mein Verbündeter im Vermeiden der eigentlichen Puppemacherei ist. Aber gut, das war einfach nötig und ich habe es mit mit Humor genommen. Irgendwann war das auch vorbei und jetzt bin ich wieder ganz bei der Sache, wenn ich arbeite.
Still in Love
Was ich nicht oder viel weniger gemacht habe als gedacht, war großes Träumen, Ausspinnen, Visionieren und Planen. Es gibt zwar einige Themen, denen ich mich gern in den letzten Wochen gewidmet hätte, jedoch habe ich dafür keine Energie aufbringen können. Lediglich das kreative Briefing für meine neue Internetseite habe ich geschrieben. Joy, von der auch mein aktuelles Webdesign stammt, hat mir ihre Zusage für eine erneute Zusammenarbeit gegeben und ich freue mich, dass wir unsere Zusammenarbeit noch in diesem Monat begonnen haben. Alle anderen kleinen und großen Zukunftsprojekte und Pläne habe ich erst einmal gut sein lassen. Alles hat seine Zeit.
Totò auf dem Wollvlies
Was mir im Januar Spaß gemacht hat: Smoothies in allen Farben, am liebsten mit Beeren, Klezmer, Luisa Francias “Schatzhüterin”, noch mehr Astrid Lindgren, The Voice of Germany, Sesamsauce, die Akkorde a-Moll und G-Dur in allen möglichen Kombinationen und dazu Singen, “Schloss aus Glas” von Jeannette Walls, Kaugummi, Strickgarn mit tollen Farbverläufen, Clowns und Ringelstulpen.
Was im Februar kommt: Anna Ternheim im Babylon Berlin-Mitte, Kaffee und Kuchen mit Juliane, Hyazinthen, “Ein ungezähmtes Leben” von Jeannette Walls, der Beginn der Stoffmarktsaison und endlich nach fünf Jahren oder so Ramona treffen.
Ich freue mich drauf und wünsche euch einen guten Januarausklang,
Maria
Bis Ende des Tages nehme ich noch eure Bestellungen für Vasalisa auf CD entgegen, wie hier angeboten. Schreibt mir an kontakt@mariengold.net.
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