30. Mai 2017

Hedi

(Hedi ist bereits verkauft. Hedi is already sold.)

Hedi is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Hedi ist ein 40 cm großes Puppenmädchen mit aprikosenfarbener Haut, dunkelblauen Augen und strohblondem Haar.

Sie trägt eine weißes Schürzenkleid mit pastellfarbenen Klecksen, ein rosa Langarmshirt, weite sandfarbene Leinenhosen, blaue Schuhe, ein hellblaues Seidentüchlein und eine violette Mütze mit hellrosa Bommel.

Hedi ist für 205 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


29. Mai 2017

Mein Mai in Dingen

In 2017 möchte ich jeden Monat ein paar Dinge festhalten, die von Herzmomenten und Freudebegegnungen erzählen. Das kann ein Buch sein, ein Rezept, Musik oder einfach eine schöne Erinnerung.

1 Es gibt einen neuen Markt am S-Bahnhof Zehlendorf, auf dem ich gern meine Samstagsvormittage vertrödele: Kaffee von Held und Hilde, frische Pasta und Pasten, Obst und Gemüse von umländischen Höfen, prächtige Bauernrosen, Säfte aus Werder, bunte Wimpelketten bei Wind und Wetter, Honig vom Imker, Crepes und immer jemand zum Plaudern.

2 Flieder gehört für mich zum Schönsten, was die Natur im Mai hervorbringt. Vor unserem Wohnzimmerfenster duftet ein herrlicher Baum mit prachtvollen weißen Blüten (und wir wohnen nicht im Erdgeschoss).

3 Was für eine Entdeckung. Im Selvedge Magazine dreht sich alles um textile Künste, mit großartigen Bildern, aufwendig recherchierten Geschichten und einem Augenschmaus von Cover.

4 Anfang des Monats haben wir einige Tage im Ausnahmezustand gelebt, denn wir haben unsere unsere Küche neu gemacht, komplett neu. Es ist unsere vierte gemeinsame Küche und diese fühlt sich sehr erwachsen an.

5 Am Frühsommer mag ich besonders die langen Tage. Ich liebe es, ins Bett zu gehen, wenn es noch hell ist, einige Seiten zu lesen und in der Dämmerung einzuschlafen. Gestern habe ich „Zuhause“ von Daniel Schreiber beendet, ein wunderbares Buch über diesen Ort, zu dem auch ich eine verwirrende Beziehung habe.

6 Zur Feier einiger Haltungen, die jetzt längst nicht mehr so wackelig sind wie zu Beginn, habe ich mir endlich die lange angeschmachtete Yogamatte von Jade Yoga gekauft. Kein Rutschen mehr im herabschauenden Hund, ich kann es kaum glauben.

Weitere Monatsdinge findet ihr hier.


24. Mai 2017

Was gerade so los ist #9

Anfang 2017 habe ich einen Spruch gefunden (ich glaube, es war bei Lena), der mich mit seiner Poesie und Klarheit wunderbar durch dieses Jahr führt: Drei Schritte tue nach innen, dann den nach außen. So fügt sich seit einiger Zeit alles ganz geschmeidig zusammen, ohne dass es mich mehr Kraft, Zeit und Nerven kostet, als mir gut tun würde, wie es in den letzten Jahren oft der Fall war. Rückblickend habe ich erkannt, dass ich 2016, als es mir oft so vorkam, als würde ich nichts, aber auch gar nichts Bedeutendes für Mariengold auf den Weg bringen, vor allem innerlich gearbeitet und die Dinge reifen lassen habe, so dass sie sich jetzt, da ich mich nach einer langen Phase der körperlichen und seelischen Erschöpfung endlich wieder richtig wohl fühle, voll und ganz entfalten können. Die ersten fünf Monate von 2017 sind bald rum und derzeit befinde ich mich auf dem Höhepunkt meiner Vorhaben für dieses Jahr.

Im Juli erscheint endlich mein neues E-Book. Daran arbeite ich schon seit gut 14 Monaten, musste jedoch lange pausieren, weil einfach keine Energie da war. Dafür läuft es jetzt umso besser. Aktuell ist meine Grafik-Designerin Clara mit dem Layout beschäftigt. Parallel dazu werden die Text ins Englische übersetzt. Es folgen das Lektorat der deutschen Version, das Setzen der englischen Version und noch einmal ein Lektorat. Nach acht E-Books, die wir in den letzten vier Jahren zusammen herausgebracht haben, sind mein Team und ich sehr gut eingespielt, so dass ich davon ausgehe, dass Nummer Neun noch vor der langen Sommerpause veröffentlicht werden kann. Warum es in dem neuen E-Book geht, dazu erfahrt ihr später mehr.

Ein weiteres Herzensprojekt, das ich schon seit über einem Jahr vorbereite, ist die Landpartie für Puppennähverliebte, der mehrtägige Puppenmacherei-Workshop im Refugium Hoher Fläming, den meine Freundin Laura von 1000 Rehe und ich kommende Woche geben. Eine Veranstaltung dieser Größe ist absolutes Neuland für uns. Umso mehr haben wir es genossen, in den letzten Wochen und Monaten viele neue Erfahrungen zu machen: Die Suche nach einem geeigneten Seminarhaus, Konzeption und Planung der vier Tage von der groben Idee bis ins kleinste Detail, Schreiben von Informationstexten, Daumendrücken für die Anmeldungen, Kommunikation mit den Teilnehmerinnen, Handling der Finanzierung, praktische Vorbereitungen. Alles lief wie am Schnürchen und von Anfang an schwang so viel Vorfreude mit, dass Laura und mir die Dinge ganz leicht von der Hand gingen und wir jetzt so kurz vor der Veranstaltung einfach nur genießen, dass so etwas Schönes und Aufregendes auf uns zukommt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es nach der Landpartie munter weiter mit dem Puppennähvergnügen. Dann beginnt die dritte PuppenMITmacherei, die virtuelle Puppennäh-Aktion von NATURKINDER und Mariengold. Während ich letztes Jahr ziemlich lange überlegt habe, ob ich es wieder machen möchte (kein Wunder bei meiner Zustand damals), bin ich dieses Jahr ohne Zögern dabei und weiß auch schon, welches Projekt ich verwirklichen möchte. Die Details zur PuppenMITmacherei 2017 erfahrt ihr in wenigen Wochen von Caro und mir.

All diese Projekte laufen neben dem ganz normalen Tagesgeschäft: Puppen nähen, Materialpackungen schnüren, Bestellungen versenden, Kurse vorbereiten, E-Mails beantworten, Blogartikel schreiben, mich um die Buchhaltung kümmern, Vorräte aufstocken, Projekte für die Zukunft auf den Weg bringen und so weiter. Das alles kann ganz schön viel werden. Deshalb habe ich vor einigen Monaten eine Mitgliedschaft in einem Yogastudio in meiner Nähe abgeschlossen. Drei bis vier Mal die Woche gehe ich hin und es bekommt mir ganz wunderbar. Aufgrund meiner Rückenbeschwerden habe ich ein paar Jahre auf Yoga in der Gruppe verzichtet und nur ein kleines tägliches Programm zu Hause gemacht. Dabei tut es mir besonders mit dem Arbeitsplatz in meiner Wohnung sehr, sehr gut, regelmäßig rauszukommen, mich unter Anleitung zu bewegen und von ganz unterschiedlichen Menschen begleiten und inspirieren zu lassen.

Auch wenn nicht immer alles rund läuft und immer wieder Stolpersteine und Fragezeichen auftauchen und es sich nie so anfühlt, als wäre ich am Ziel oder auch nur in der Nähe, geht es mir gerade sehr gut. Es geht immer weiter. Es gibt so viel zu lernen und zu entdecken. Gerade in den Innenräumen, die sich erst öffnen, wenn man mit dem Leben strömt, wo auch immer es einen hinführen mag.

Drei Schritte tue nach innen, dann den nach außen.