19. Dezember 2014

Weihnachtspause bei Mariengold

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Mariengold takes a Christmas break from December 20th until January 4th. During this time I don’t offer material kits. But my e-books and tutorials for dolls and doll clothes are still availabe in my shops at Etsy and DaWanda then. Thank you so much for your love and support for Mariengold in 2014! It was a great pleasure to have you as my readers, customers and doll making friends and I am looking very forward to 2015. Merry Christmas and A Happy New Year!

Mariengold macht Weihnachtspause vom 20. Dezember bis 4. Januar.

In dieser Zeit ruhen meine Hände, mein Blog und das Puppenbastelmaterialangebot in meinen Shops. Meine E-Books mit DIY-Anleitungen für Puppen und Puppenkleidung sind aber weiterhin hier und hier erhältlich. E-Mails und Bestellungen werden – außer an den Feiertagen – ein Mal täglich beantwortet.

Ab Montag, den 5. Januar bin ich wieder zurück in meinem Atelier und freue mich auf alles, was die Fünfzehn nach diesem verflixten siebten Jahr bringen mag!

Letzte Woche habe ich ein neues englisches Wort gelernt, „Tinsel“. Auf Deutsch bedeutet es Flittergold. Genau das soll euch umglitzern in dieser wunderschönen, herzenshellen, verrückten und manchmal auch ein bischen schwierigen Weihnachtszeit. Ich danke euch – für euch, einfach euch.

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr mit ganz vielen Herzensmomenten und Freudebegegnungen!

 

 


18. Dezember 2014

Einige Herzmomente und Freudebegegnungen

Die 93 Briefe und Karten, die ich in den letzten Jahren von Kundinnen, Leserinnen und Fans bekommen habe. Und dass jetzt so kurz vor Weihnachten fast täglich neue dazukommen.

Das kleine, herbstgeborene Mädchen, das nach meiner Puppe Oska benannt wurde. Was für eine Freude!

Jubelrufe und Fotos, wenn Frauen mit meinen Anleitungen ihre allererste Puppe genäht haben und unheimlich glücklich und stolz auf sich sind. Zu Recht.

Was man alles unter #Mariengold bei Instagram entdecken kann.

Zerliebte Puppen (je oller, je doller).

Prächtige Kleiderschätze nach meinen Anleitungen, die in meinen Puppennähkursen auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Und das Strahlen in ihren Augen, wenn alles passt und sitzt und einfach wunderschön aussieht.

Die Kundin mit einer Heilungspuppe aus meinen Händen, die mir seit Jahren Postkarten aus dem Sommerurlaub in Frankreich schickt und mir erzählt, wie es ihrer Kleinen geht.

Fast jeden Morgen mit einem guten Gefühl und der Frage aufzuwachen, was der heutige Tag wohl bringen mag.

Kursteilnehmerinnen mit Tränen in den Augen beim Abschied.

Und dass es mir ganz genauso geht. Wirklich. Jedes. Mal.

Eine Studienkollegin, die zufällig Anni in meinem DaWanda-Shop entdeckte, sie für ihre kleine Tochter kaufte und wir uns nach all den Jahren so viel zu erzählen hatten, dass es kaum in das Mitteilungsfeld der Bestellung passte.

Eine andere Studienkollegin, die ich unverhofft in einem meiner Kurse wiedertraf und die mittlerweile selbst ein kleines Label für Puppenmacherei hat.

In einem anderen Kurs eine Teilnehmerin, die auf dieselbe Schule in Dresden ging wie ich. Dass sie ein Jahr später noch einmal zum Puppennähen kam. Und auch ihre Mama und ihre Schwester mitbrachte.

Die Postmitarbeiterin, die scheinbar ihren ganzen Mut zusammennahm und mich nach all den Jahren fragte, was sich eigentlich in den vielen Paketen befindet, die sie für mich fertig macht. Und die mich seitdem immer entzückt anlächelt, wenn ich mit meiner großen, blauen IKEA-Tasche an ihren Schalter komme.

Mich selbst als Auftrag- und Arbeitgeberin (a.k.a. Chefin, unglaublich) zu erleben und unendlich dankbar dafür zu sein, wie Mariengold mit diesem wunderbaren Team wächst und gedeiht.

Der Anblick farbig gedruckter und sorgfältig gehefteter Anleitungen für Puppen und Puppenkleidung.

Und wenn ich ab und zu sogar einen kleinen Gruß reinschreiben darf.

Die Kursteilnehmerin im Mai, die extra aus Barcelona anreiste und eine Dolmetscherin mitbrachte.

Die dann im nächsten Kurs dabei war, weil sie nach der Übersetzerei unbedingt auch eine Puppe nähen wollte.

Die 1000. Rechnung des Jahres auszustellen. Oder die 333. Oder die 247. (mein Geburtstag).

Meine Nase ab und zu in meine große Mariengold-Erinnerungskiste zu stecken.

Mich jahrelang in einem Handwerk zu üben, es in aller Tiefe zu erfassen und vielleicht irgendwann zur Meisterschaft zu bringen.

Wie aus vier Freundinnen und Puppenmacherinnen 8Hände wurden.

Die Kursteilnehmerin, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Puppen für ihre Kinder nähte und gerade mit dem dritten Kind schwanger ist, was ein baldiges Wiedersehen verspricht.

Einer Mariengold-Puppe in Berlin zu begegnen. (Das ist aber erst ein einziges Mal passiert und da habe ich mich nicht getraut, die Familie anzusprechen.)

Meine Tochter, die fachmännisch erklären kann, wie eine Puppe genäht wird.

Und es auch selbst kann.

Nach einem langen Kurstag die Nummer 23 mit Tofu bei meinem Lieblingsthailänder zu bestellen.

Andere Puppenmacherinnen – persönliche Bekanntschaften oder unbekannterweise – wachsen zu sehen und mich an all den herrlichen Puppen zu erfreuen, die auf der ganzen Welt genäht werden.

Als ich im letzten Urlaub in Doro eines Nachts plötzlich wahnsinnige Sehnsucht danach hatte, eine Puppe in meinen Händen zu spüren.

Der verliebte Blick von Kindern, die mich für die Puppenfee halten. (Weil ihre Eltern ihnen das mit den Puppen so erklärt haben.)

Feedback auf Blog-Artikel, bei denen ich es am wenigsten erwartet habe.

Tagelang an Blog-Artikel zu schreiben, dir mir am Herzen liegen.

Die Dinge selbst gestalten zu können.

Mit Lieferanten und Dienstleistern per du zu sein und mich manchmal am Telefon mit ihnen zu verquatschen.

Kursteilnehmerinnen mit Handschlag zu begrüßen und mit einer Umarmung zu verabschieden.

Meine Arbeit von Herzen zu lieben und zu wissen, dass sie auch all das wert ist, was ich manchmal anstrengend, langweilig oder blöd finde.

Die Zuverlässigkeit, mit der die Frauen in meinen Kursen fragen, ob auch schon mal Männer teilgenommen haben. (Ja, ein einziger in sechs Jahren.)

Mir selbst ab und zu etwas Schönes für die viele Arbeit zu gönnen, zuletzt dieses Buch, dessen 1280 Seiten ich mir für die Zeit zwischen den Jahren aufhebe.

Wahnsinnig schöne Begegnungen und Freundschaften in der echten und virtuellen Welt und wenn beide verschmelzen und man sich plötzlich bei einem Milchkaffee gegenübersitzt und es ist, als kenne man sich schon ewig.

Mein Mann, der zwar Stricken und Häkeln nicht unterscheiden kann, aber findet, dass meine Puppen die allerschönsten auf der ganzen Welt sind (Ich liebe dich!).


17. Dezember 2014

Hello Goodbye Hello

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Letzte Woche Donnerstag saßen Karoline und ich zusammen im Goodies am Schlachtensee und haben bei Milchkaffee und den besten Frischkäsebrownies der Stadt vier Jahre Zusammenarbeit für Mariengold besiegelt. Das Jahr 2014 war für uns beide herausfordernd und bewegend und entscheidend für die Zukunft, was schließlich auch dazu geführt hat, dass unsere Wege sich hier und jetzt erst einmal trennen. Da tat es unheimlich gut, uns nach dem letzten großen Weihnachtspuppenarbeitsrutsch in meinem Atelier einen schönen Nachmittag miteinander zu gönnen, noch einmal ausführlich zu schwatzen und zu schmunzeln und uns ausgiebig durch das köstliche Angebot in dem kleinen Coffeeshop zu futtern.

Gemessen an sieben Jahren Selbständigeit als Puppengestalterin, sind vier Jahre mit einer Mitarbeiterin eine ziemlich lange Zeit. Ich erinnere mich noch sehr gut an unser Kennenlernen im Dezember 2010 und daran, was mir bei der Aussicht auf die Zusammenarbeit mit einer Näherin so durch den Kopf ging – Gedankenspaghetti natürlich. Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung, was für eine Entwicklung Mariengold bevorstand, welche Möglichkeiten auf mich und mein Label warteten und was für ein Glück Karoline mir dabei bringen würde.

Karoline ist eine hervorragende Schneiderin und sie war einfach die beste Mitarbeiterin, die ich mir an meiner Nähmaschine vorstellen kann: Zuverlässig, supersorgfältig und genau, offen für jede noch so kniffelige Herausforderung mit Nadel und Faden, von ausgeglichenem und sonnigem Gemüt und vor allem richtig gut, in dem was sie tut.

Vier Jahre lang hat Karoline für Mariengold Puppenkleidung und Puppenteile genäht und es mir dadurch ermöglicht, mich neben dem reinen Handwerk auch anderen Projekten zu widmen wie meinen DIY-Anleitungen für Puppen und Puppenkleidung, diesem Blog oder dem noch ganz frischen Puppenkünstlerinnenkollektiv 8Hände. Gerade in den letzten beiden Jahren habe ich entdeckt, was für eine Riesenfreude mir genau dieses Arbeiten macht, bei dem es um die Erforschung und Gestaltung der großen, weiten Welt der Puppenmacherei und die Entwicklung von ganz neuen Produkten und Angeboten geht.

Und genau da sehe ich auch die Zukunft von Mariengold. Schon seit einiger Zeit, wie ihr vielleicht wisst, weil ich es schon ein paar Mal hier geschrieben habe. Aber es hat eben zwei, drei Jahre gedauert, diese Vision Schritt für Schritt in die Wirklichkeit umzusetzen und ich bin immer noch dabei. Praktisch bedeutet das, dass ich immer weniger Puppen nähe und dafür andere Bereiche von Mariengold stärke und weiter ausbaue. 2014 war mit allen Höhen und Tiefen das wahrscheinlich wichtigste Jahr in diesem Prozess. Und dass in diesem Dezember auch die Zusammenarbeit mit meiner Näherin zu Ende gegangen ist, sehe ich – bei allem Abschiedsweh – als ein gutes Zeichen.

Eine wichtige, wegweisende, wahnsinnig glückliche, aber auch irre anstrengende Zeit für Mariengold geht langsam vorbei und wandelt sich zu etwas Neuem. Ich freue mich, bin neugierig auf 2015 und ein bischen aufgeregt, habe natürlich auch Herzklopfen und viele Fragezeichen, bin unsicher und manchmal auch etwas bang, ob mein Plan wirklich aufgehen wird. Aber das stärkste Gefühl ist Dankbarkeit für meinen wunderbaren Weg mit Mariengold. Es macht mich sehr, sehr glücklich, mit den Puppen etwas so Wertvolles und Schönes in die Welt zu bringen und mit meinem Angebot andere Menschen zu inspirieren und sie darin zu unterstützen, es auch zu tun. Das ist Mariengold und wird es hoffentlich immer sein.


16. Dezember 2014

Helden des Alltags: Lauras Stern

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Jeden Dienstag fragt Konfettiregen nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meinem Atelier verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

Eine meiner schönsten Weihnachtserinnerungen hier in Berlin, ist ein Brunch vor 9 Jahren bei meiner Freundin Laura von 1000 Rehe. Laura hatte an den Festtagen richtig groß gekocht und danach Freunde zum Resteschmaus eingeladen. Ich habe keine Ahnung mehr, was es damals alles Gutes zu essen gab, aber ich weiß noch, dass ich mich an diesem Tag sehr, sehr wohl und geborgen und glücklich gefühlt habe.

Genau dieses Gefühl strahlt in der Weihnachtszeit auch immer am Fenster in meinem Atelier. Denn vor einigen Jahren hat Laura mir einen Stern geschenkt, den ich immer genau dann aufhänge, wenn ich die Tür zu meinem Arbeitsraum hinter mir schließe, nämlich kurz vor den Feiertagen, wenn alle Puppen genäht sind und mein Herz und meine Hände zur Ruhe kommen möchten. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es dann ganz, ganz still ist an diesem Ort und nur dieser kleine Stern leuchtet.

Im neuen Jahr bleibt er noch mindestens bis Mai hängen. Und dann nehme ich ihn eigentlich auch nur ab, damit ich mich in der kommenden dunklen Jahreszeit wieder auf ihn freuen kann, auf Lauras Stern.

Dieses Lied ist für alle Menschen, die mit dem Licht in ihrem Herzen auch andere Menschen zum Strahlen bringen: „Joy“ von der wunderbaren Tracy Thorn.


12. Dezember 2014

Winter

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(Winter ist bereits verkauft. Winter is already sold.)

Winter is now available in my webshops at Etsy and DaWanda. She is my last ready-to-go doll for this year. The next one will be waiting here for you on Friday January 9th. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Wishing you a bright and cozy winter weekend!

Winter ist ein 45 cm großes Puppenbaby mit schokoladenfarbener Haut, hellbraunem Flauschhaar mit einigen Haarsträhnen und dunkelbraunen Augen.

Sie trägt ein malvenfarbenes Kleid mit weißen Blümchen und ein passendes Haarband, ein Langsarmshirt in Hot Pink, puderfarbene Schuhe, Leggins mit Streifen in Hellrosa und Creme, eine Bommelmütze mit einem Farbverlauf in Pink, Lila und Senfgelb und einen Fransenschal aus demselben Garn.

Winter ist für 250 Euro in meinen Webshops bei Etsy und DaWanda oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Winter ist die letzte Mariengold-Puppe für den Sofortkauf in diesem Jahr. Die nächste Puppe gibt es am Freitag, den 9. Januar.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei DaWanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold-Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, meistens ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Ich wünsche euch ein fröhliches und gemütliches Winterwochenende!


11. Dezember 2014

FKK im Kuchenkaiser

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Am Dienstag waren meine Freundin Laura von 1000 Rehe und ich im Kuchenkaiser in Kreuzberg, um bei feinstem Wintersonnenschein weiter an unserem Filzkopfpuppenprojekt zu arbeiten. Wir hatten einen herrlichen Blick über den Oranienplatz, unsere Frühstücke hießen Oslo und Paris und je höher die Sonne stieg, desto breiter wurde unser Grinsen. Denn es geht voran!

Zuallererst: Tausend Dank für euer Interesse an unseren Filzkopfkursen in 2015! Der Kurs im Juli ist fast ausgebucht und auch für den September haben sich schon einige Frauen angemeldet. Wenn ihr auch dabei sein möchtet, schreibt an hello@mariengold.net. Die Termine und Details findet ihr hier.

Laura und ich freuen uns sehr über eure Begeisterung für unser Projekt, das wir mit einem Augenzwinkern „FKK“ (für Filzkopfkurs) nennen. Obwohl es längst über die ursprüngliche Idee für einen Kurs hinausgeht und wir jetzt auch an einer ganz neuen Puppe mit Anleitung zum Selbermachen tüfteln. Diese wird natürlich einen gefilzten Kopf haben und weitere Besonderheiten wie z. B. ein prachtvolles Hinterteil und einen schönen, runden Bauch, die ebenfalls mit der Filznadel entstehen, Füße mit Sohlen und ein supertolles 2-in-1-Kleidungsstück.

Und hier kommt ihr ins Spiel. Noch befinden wir uns nämlich in der Entwurfsphase für die neue Puppe. Wir sind zwar schon ziemlich weit fortgeschritten, aber immer noch offen für Ideen. Für eure Ideen. Eine Leserin von Lauras Blog wünscht sich z. B. Grübchen im Gesicht. Und ich werde immer wieder nach Pobäckchen gefragt. Wenn ihr auch Anregungen habt, lasst uns gern per E-Mail an hello@mariengold.net wissen, was ihr von uns lernen möchtet und wie die Filzkopfpuppe eurer Träume aussieht.

Bevor es für 1000 Rehe und Mariengold in die Weihnachtspause geht, feile ich noch weiter an der Projektplanung und entwerfe einen Fahrplan für unsere Zusammenarbeit. Die Koordination von zwei Puppengestalterinnen, von denen eine auch noch als Clownin arbeitet, ist nämlich herausfordernder als gedacht. Und wenn wir nicht in den Winterschlaf fallen (wonach mir pünktlich zum Jahresbeginn eigentlich immer ist), wird es im Januar dann so richtig losgehen mit Fotos, Texten, Layout und allem Drumherum. In den letzten beiden Jahren habe ich 7 DIY-E-Books herausgegeben und kann gut einschätzen, was da auf uns zukommt, nämlich jede Menge Arbeit. Aber auch ganz viel Schaffensfreude. Zu zweit wird es leichter (hoffentlich) und der Spaß dafür doppelt so groß (so viel ist schon mal sicher)!

Weitere FKK-Berichte findet ihr hier.


10. Dezember 2014

Lieblingsmusik im Dezember

„Don’t Wait“ von Mapei: Seit Wochen meine Nummer Eins. Ich mag die Slow Motion und die Outfits und die Haare in dem Video. Das Lied gefunden habe ich über diesen Clip, den ich auch sehr gelungen finde.

„Pretty Girls“ von Little Dragon: Ein Lied, das mir immer Lust zum Tanzen macht. Bei meinem Lieblingssender Radio Eins wird es gerade rauf und runter gespielt, so dass es hier öfter kleine Tanzeinlagen gibt.

„Happy Idiot“ von TV On The Radio: Ein richtiger Ohrwurm. Und nicht der schlechteste. Denn einen Happy Idiot habe ich mich in letzter Zeit oft selbst schmunzelnd genannt.

„Creep“ von Radiohead: 1992, als das Lied erschien, war ich 12 Jahre alt und total verknallt in Johnny Depp, der schon in 24 Jumpstreet so verdammt cool aussah und mit den Jahren noch toller wurde. Das konnte ich damals von mir nicht gerade behaupten. Mit 12, 13, 14 habe ich mich ziemlich oft wie ein „Creep“ gefühlt.

„Unfinished Sympathy“ von Massive Attack: Eins meiner Alltime Favorites. Versetzt mich sofort zurück in das Jahr 1999, als ich zum ersten Mal so richtig verliebt war. Er war DJ und dieses Lied gab es oft zum Aufwachen.

„I Follow Rivers“ von Likke Li: Auf die Sängerin bin ich Spätzünderin erst aufmerksam geworden, als sie im September zusammen mit & Other Stories eine großartige Kollektion herausbrachte. Modisch gesehen genau mein Ding. Die Musik mag ich auch sehr.

„Begging For Thread“ von Banks: Meine Entdeckung des Herbstes und das letzte Album, das ich mir gekauft habe. Hat von Anfang bis Ende eine unglaublich Kraft.

„Marilyn Monroe“ von Pharrell Williams: Nach Happy dachte ich eigentlich, es geht nicht besser. Aber das hier ist auch Knaller.

„Metropolis“ von The Belle Brigade: Vorfreude auf den Weihnachtsurlaub!

Mehr Lieblingsmusik findet ihr hier.


8. Dezember 2014

Fundstücke im Dezember

Fundstücke Dezember

1 Happy Birthday! Vor drei Jahren brachten Kamrins Poppenatelier und Little Oke Dolls unter dem Label DollyMo ein ganz neues Puppenhaargarn auf den Markt. Es ist unfassbar weich, kommt in den natürlichsten Farben und hat schön lange Fasern, was es zu einer echten Bereichung in den Materialschränken der Puppenmacherinnen dieser Welt macht. Erhältlich hier und hier.

2 Tabea von der Sonnenwiege hat eine bemerkenswerte Puppe für die Hebammerei entwickelt, in der ihre ganz persönlichen Herzensthemen Geburt & Mutterschaft im wahrsten Sinne des Worte verpuppt sind.

3 Ich verstehe zwar kaum Französisch, aber diese Ballerina von Julie Adore ist ganz bezaubernd, n’est-ce pas?

4 Küss die Hand, schöne Frau! Der Blog We Like Mondays startete im Mai seine Reihe Die Handarbeiter mit einer Geschichte über meine Freundin Julia, der Puppenmacherin von Von Kowalke.

5 Die Firma Käthe Kruse zeigt auf ihrer Internetseite kleine Filme über ihre Puppenproduktion.

6 Ich bin immer ganz gerührt, wenn ich einen Blick auf die Arbeitstische meiner Kundinnen werfen darf. Vor einiger Zeit ist diese schöne Lotta-Puppe mit dem Mitzi E-Book und der passenden Materialpackung von Mariengold entstanden. Für ihren Sohn hat Sibylle später noch Maxi mit den Sommersprossen genäht.

7 Die schwedische Designerin Gudrun Sjoeden hat auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtspuppe entworfen. Nach Mimmi in 2012 und Sami in 2013 ist es jetzt eine Mini-Gudrun mit schönen rosa Bäckchen geworden.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für diese Reihe habt, schickt sie gern an hello@mariengold.net. Weitere Fundstücke findet ihr hier.


5. Dezember 2014

Melba

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(Melba ist bereits verkauft. Melba is already sold.)

Melba is now available in my webshops at Etsy and DaWanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio.

Melba ist ein 30 cm großes Puppenbaby mit aprikosenfarbener Haut, rosa Flauschhaar und braunen Augen.

Sie trägt eine graue Latzhose, ein Langarmshirt mit Streifen in Pink und Grau, hellrote Schuhe, ein geblümtes Halstuch, Ringelstulpen in Weiß und Altrosa und eine cremefarbene Strickmütze mit Blüte. Sie kommt mit einem extra Einteiler in Pink und einem hellrosa Häubchen mit Blümchenfutter, das von beiden Seiten werden kann.

Melba ist für 230 Euro in meinen Webshops bei Etsy und DaWanda oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder von meien Puppen findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei DaWanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold-Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, meistens ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.


4. Dezember 2014

Bücher: „Spielzeug von Eltern selbst gemacht“ von Freya Jaffke

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Es gibt zwei Bücher in meinem Leben als Mama und Puppengestalterin, die in mir ein Gefühl von Nostalgie auslösen, obwohl ihre Zeit noch gar nicht allzu weit zurückliegt. Das ist „Die Waldorfpuppe“ von Karin Neuschütz, das ich hier besprochen habe. Und das ist auch „Spielzeug von Eltern selbst gemacht“ von Freya Jaffke.

Dieses Buch ist ein echter Klassiker der waldorforientierten Handarbeitsliteratur, ein Standardwerk der Waldorfkindergartenbewegung und mit 160.000 verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Bücher des Verlags Freies Geistesleben in diesem Bereich. Das Buch, das mittlerweile in der 22. Auflage erschienen ist, enthält zahlreiche Ideen und Anleitungen zum Herstellen von Spielzeug aus Naturmaterialien und vermittelt Eltern und Erziehern, wie sie das kreative Spiel der Kinder fördern können.

So weit, so gut. Aber was ist sein Geheimnis? Warum ist es so erfolgreich? In dem Buch geht es um die Essenz der Waldorfpädagogik. Darum, dass Kinder eigentlich so wenig brauchen, um glücklich zu sein und schön zu spielen. Und dass diese Dinge ganz einfach von den Menschen hergestellt werden können, die sie am meisten lieben, ihren Eltern. Aus einfachen Materalien und natürlichen Werkstoffen. Mit viel Freiraum für die eigene Phantasie. Und natürlich mit ganz viel Liebe.

Wer schon einmal in einem Waldorkindergarten zu Besuch war, kennt all diese wunderbaren, anrührenden Spielzeuge: Die Schneckenbänder und die gestrickten Schafe, die rundgeschliffenen Bauhölzer und die Rindenschiffe, die Spieltücher und die Bohnensäckchen, die Tiere aus Astholz und das Zwergenvolk, die bestickten Filzbälle und die Häkelkordeln, die Knotenpuppen und die Seidenmarionetten, die Purzelmännchen und die Tütenfrieder.

Damals habe ich für mein kleines Mädchen fast alles aus diesem Buch selbst angefertigt oder auf Waldorfbasaren zusammengesucht. Und erst die Puppen! Denn natürlich hat das Buch mich auch auf meinem Weg in die professionelle Puppenmacherei begleitet, obwohl mir die meisten Puppen darin gar nicht so recht gefallen haben. Aber damals gab es noch nichts anderes. Und ich habe auch gespürt, dass es eben nicht um Äußerlichkeiten geht, sondern um das Herz. Meines war jedenfalls immer ganz berührt beim Anschauen, Basteln, Verschenken und Spielen.

Die wenigsten dieser Dinge gibt es heute noch im Reich meiner Tochter. Aber die Erinnerung ist ganz lebendig, in ihr und in mir, und noch heute überkommt mich ein wohliges Gefühl allein beim Durchblättern des Buches. Es wird für mich immer ein großer Schatz sein.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, das ich wie immer verlose. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichtigen. Ich wünsche euch viel Glück!

Freya Jaffke: Spielzeug von Eltern selbst gemacht, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 3772523013, 15.90 Euro

(Das Buch hat Steffi gewonnen.)