26. September 2013

41 Gründe, den Herbst zu lieben

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Das Regenlied vom Traumzauberbaum.

Erntedank.

Tag und Nacht in der Gleiche.

Hagebutten.

Aus dem Nest wird eine Höhle. Mit heißer Schokolade, Bücherstapel, Kerzenlicht und Wollknäueln.

Kürbisse. Die esse ich zwar nicht besonders gern, aber ihr kugelrunder Anblick macht mir immer gute Laune.

Taschen voller Kastanien.

Lieblingsfarben überall und Gold sowieso.

Pilze. Und dieser wunderbare Duft im Wald nach einer Regennacht.

Holunderbeeren.

Neue Musik von Mine. Traumschön.

Mundraub.

Mit den alten Lieblingsstiefeln durchs Herbstlaub rascheln.

Melancholie und Abschiedsweh.

Zwetschgenknödel. Einfach weil sie hier so toll aussehen.

Vorfreude auf den neuen Film Her von Spike Jonze. Kommt zwar erst im Winter, aber Joaquin Phoenix passt so gut in den Herbst. Und die Musik von Karen O auch.

Rumtrödeln. Bummeln. Einen Gang runterschalten.

Das neues Buch von Annette Hohberg. Schon der Titel Das unendliche Blau ist eine Einladung aufs Sofa.

Drachen steigen lassen am Teufelsberg.

Herzwärme.

Das Krächzen der Nebelkrähen.

Raureif.

Von Michaeli bis Yule, ein wunderbarer Podcast von Joy über die Reise vom äußeren zum inneren Licht.

Das warme Braun der Pferde in der goldenen Morgensonne.

Zimtschnecken. Obwohl ich sie liebe, backe ich sie immer nur einmal im Jahr. Und zwar am allergrauesten, trübsten und nieselnassesten Tag im November.

Die großartigen Gatsby Mützen von meiner Freundin Julia.

Obstcrumble. Mit dicken Streuseln aus Haferflocken und Nüssen. Warm gegessen mit einem Klacks Vanilleeis.

Strickjackentage.

Walnüsse und Pflaumenmus.

Altweibersommerwärme.

Etwas Warmes zum Frühstück, z. B. aus diesem wunderbaren Buch. Oder der Hirsebrei mit Himbeersahne in der Meierei. Am liebsten mit einer Freundin am Fester mit Blick auf die Kollwitzstraße.

Heiße Bäder nehmen und danach in einen Mantel aus Lavendel und Sandelholz schlüpfen.

Yogitee.

Eine Verabredung mit Okka zum Stricken.

Serienglück mit den neuen Staffeln von Girls, Homeland und Borgen.

Ein Freundinnenwochenende auf Rügen.

Mehrere Wollschichten übereinander tragen.

Vogelzüge beobachten.

Spieleabende.

Dieser spezielle rauchige Geruch, der manchmal abends in der Luft liegt, wenn in den Häusern die Öfen eingeheizt werden.

Sonntagsspaziergänge um den Schlachtensee, der jetzt am schönsten ist. Die würzige Luft. Das Farbspektakel. Die vielen Mützen und Schals und roten Wangen. Ich liebe das.

 


20. September 2013

Freitagspuppe Oona ~ Friday Doll Oona

Oona ist bereits verkauft. Oona is already sold.

Oona, my new Friday doll, is now available in my Etsy shop. Find more pictures in my portfolio.

Dieser September tut mir so wahnsinnig gut. Ich bin voller Energie und Freude. Die Arbeit geht mir leicht von der Hand und ich habe einige Projekte auf den Weg gebracht, die so nach und nach zum Abschluss kommen.

Seit dieser Woche findet ihr ein paar Neuigkeiten hier auf meiner Internetseite. Mit der Entferung des Menüpunktes Mentoring habe ich mich endgültig von diesem Angebot verabschiedet. Letztes Wochenende hatte ich ein gutes Gespräch dazu, das meine Entscheidung bekräftigt und mir neuen Schwung gegeben hat. Also weg damit.

Dafür gibt es einen neuen Menüpunkt mit dem Namen FAQ, in dem ich häufig gestellte Fragen beantworte. Auf diese Idee hat mich eine Teilnehmerin der Feedbackrunde gebracht und es hat riesigen Spaß gemacht, Fragen zu sammeln und zu beantworten. Wenn ihr noch Anregungen für diese Seit habt, schreibt mir gern an hello@mariengold.net. Sie wird natürlich regelmäßig aktualisiert werden.

Außerdem gibt es noch ein paar Änderungen in der rechten Seitenleiste.

Aber das soll es erst einmal gewesen sein. Denn bis zum Jahresende werde ich mich ausführlich meinen E-Book-Projekten widmen. Schon bald gibt es Neuigkeiten dazu.

Hier ist Oona, meine neue Freitagspuppe für euch. Benannt nach einer ganz ähnlichen Puppe, die ich vor eineinhalb Jahren für eine Kundin genäht habe. Bommelmützen mit Farbverlauf mag ich noch immer sehr gern.

Habt ein schönes Herbstanfangswochenende.

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Oona ist ein 45 cm großes Puppenbaby mit schokoladenbrauner Haut, dunkelbraunen Augen, braunem flauschigen Haar mit einigen Haarsträhnen, einem kleinen Näschen und einem Bauchnabel. Sie hat einen Po und kann frei sitzen.

Die Puppe kommt mit geblümten Stoffwindeln.

Oona trägt blaue Latzhosen aus Baumwollnicki, ein langärmeliges gelbes Jerseyshirt, safranfarbene Häkelschuhe mit Bindebändern, ein hellblaues Halstuch mit cremefarbenen Blumen und eine Strickmütze mit einer großen Bommel aus Schurwolle mit einem Farbverlauf in Blau, Gelb, Lila und Grün.

Ihr zweites Outfit besteht aus einem hellblauen Kleid mit cremefarbenen Blumen, einem langärmeligen altlilafarbenen Jerseyshirt, Pumphosen aus gestreiftem Jersey in Hellgrün und Grau, auberginefarbenen Häkelschuhen mit Bindebändern, einem goldenen Seidentüchlein und einer mausgrauen Strickmütze mit Häkelblüte aus Schurwolle.

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da Kleinteile eingeatmet oder verschluckt werden können.

Oona ist für 315 Euro in meinem Etsy Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich. Weitere Bilder findet ihr in meinem Portfolio, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.


19. September 2013

Bücher: „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde

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Das Buch gewonnen hat Ute.Vielen Dank für eure Teilnahme.

Seit ich mich 2007 mit Mariengold selbständig gemacht habe, hatte ich die Idee, irgendwann ein Buch zum Puppennähen zu schreiben. Ein Grund dafür war, dass es meiner Meinung nach keine guten Anleitungen gab. Ich hatte sicher schon jedes erdenkliche Buch zu dem Thema in den Händen, aber es war nie eines dabei, dass mich so richtig begeisterte. Alles war irgendwie immer zu kurz angerissen, zu umständlich, zu altmodisch, zu wenig ansprechend, zu textlastig, zu Waldorf, zu wenig fundiert, zu farblos.

Sicher, mit den erhältlichen Büchern war es auf jeden Fall möglich, eine Puppe zu nähen, aber ich stellte mir immer die Frage, warum die Verlage eigentlich nichts Frisches und Zeitgemäßes auf den Markt brachten.

Bis im Jahr 2007 „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde erschien. Mit dieser Neuerscheinung hat der Verlag Freies Geistesleben mich wirklich überrascht.

Wow, was für ein tolles Buch! Schon als ich das Cover sah, machte mein Herz einen Hüpfer und ich wollte das Buch sofort haben.

Cristina Cevales-Labonde hat ein neues Puppenmodell entwickelt, mit denen Kinder vielseitig und fantasieanregend spielen können. Es handelt sich dabei um kleine Biegepüppchen, die aus Naturmaterialien und Draht hergestellt werden. Sie sind weich und stabil zugleich, beweglich und freundlich im Ausdruck, haben harmonische Körperproportionen und sind sehr lange haltbar.

In ihrem Buch zeigt die Autorin bis ins kleinste Detail, wie ihre Biegepüppchen hergestellt werden und stellt viele Modelle vor, mit denen ganz verschiedene Puppenwelten geschaffen werden können, z. B. Familien, Zirkus, Indianer und Ritter. Neben den Anleitungen gibt es eine persönliche Einleitung, Informationen und Bezugsquellen für Material und Werkzeug, Hinweise zur Reparatur sowie detaillierte Schnittmuster.

Das Buch ist einfach großartig und sehr ansprechend gestaltet. Besonders toll sind die vielen Fotos, auf denen zahlreiche Püppchen zu sehen sind, eins schöner als das andere. Da wird musiziert, in der Hängematte gebaumelt, gebacken, gestreichelt, getobt und vieles mehr. Diese Bilder zeigen die ganze Vielfalt der Möglichkeiten und machen richtig Lust, selbst solche Püppchen herzustellen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Die Anleitungen sind sehr gut auch für Anfänger geeignet. Jeder Arbeitsschritt wird ausführlich Schritt für Schritt erklärt. Die zahlreichen Fotos und Illustrationen lassen keine Fragen offen. Es sind sogar die Arbeitsschritte markiert, bei denen etwas größere Kinder einbezogen werden können.

Vor ein paar Jahren habe ich selbst ein paar Biegepüppchen mit diesem Buch hergestellt. Die Püppchen wurden gut bespielt, führen aber mittlerweile ein eher ruhiges Leben. Ich nehme sie immer noch gern in die Hände und erinnere mich an jene Freitagabende damals im November und Dezember, an denen ich mit glühenden Wangen und voller Freude gewerkelt habe. Und auch jetzt, nachdem ich mich noch einmal eingehend mit dem Buch beschäftigt habe, kribbelt es wieder in meinen Fingern und ich möchte am liebsten nähen, nähen, nähen.

Das Buch hat mich nicht nur aufs Schönste in die Kunst der Biegepüppchenmacherei eingeführt, sondern es hat mir damals auch den letzten Kick gegeben, endlich selbst Anleitungen zu schreiben. Auf einmal hatte ich ein gutes Vorbild, richtig Lust und konnte es kaum erwarten, endlich loszulegen. Was für ein Glück. Denn das Schreiben von E-Books mit DIY-Anleitungen gehört heute zu meinen liebsten Tätigkeiten und ist eine große Bereicherung für meine Arbeit.

Der Verlag Freies Geistesleben hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar von „Biegepüppchen selbst gemacht“ zur Verfügung gestellt, das ich nun verlose. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt bis Sonntag Nacht an hello@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Montag auslosen und benachrichten. Viel Glück!

Cristina Cevales-Labonde: Biegepüppchen selbst gemacht, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2184-3, 19.90 Euro


10. September 2013

Helden des Alltags: Nadeltwister

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Jeden Dienstag fragt Roboti liebt nach den Helden des Alltags. Auch bei Mariengold gibt es große und kleine Helden, Dinge, die den Alltag in meiner Werkstatt verschönern und mir sehr lieb sind. Ab und zu stelle ich sie hier vor.

In meinen Puppennähkursen freue ich mich immer ganz besonders auf die ersten Minuten, wenn die Teilnehmerinnen ihr Handarbeitszeug herausholen. Denn dann gibt es immer etwas zu entdecken.

Vor einiger Zeit hatte eine Frau ein Utensil dabei, das mich sofort überzeugte und auch die anderen in Entzücken versetzte.

Der Nadeltwister von Prym ist ein kleines Zauberröhrchen zum Aufbewahren von Nähnadeln. Im Inneren befindet sich ein Magnet, der die Nadeln sicher festhält. Einmal wie ein Lippenstift aufgedreht, werden sie aufgefächert, zeigen sich in ihrer ganzen Pracht und können leicht entnommen werden. Der Magnet sammelt auch lose Nadeln vom Tisch auf, was in meinen Kursen, wo zeitweise gefühlte 100 Nadeln herumliegen, ungemein praktisch ist. Der Twister wird mit Kappe und Klick verschlossen und die Nadeln können sicher transportiert werden. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Öffnen, hochdrehen, auswählen. Herrlich, das könnte ich die ganze Zeit machen.

Der Nadeltwister ist für 6,90 Euro im Kurzwarenhandel oder im Internet erhätlich.


2. September 2013

Ein Tag mit Okka

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Wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch einen Blog lesen könnte, dann wäre das ganz sicher Slomo von Okka Rohd, einer Journalistin aus Berlin.

Seit zwei Jahren ist Slomo mein liebster Blog. Ganz gleich ob es etwas Neues gibt oder nicht, ich schaue jeden Tag vorbei und lese mich fest für kleine Glücksmomente, die sich manchmal ewig ausdehnen, gerade so wie ich es an diesem Tag brauche.

Slomo ist meine Geheimwaffe, wenn es mir nicht gut geht oder wenn ich nicht weiß, was ich kochen soll oder wenn ich Lust auf feine Worte habe. Slomo ist im Internet mein Platz in der Sonne, ein Stück Poesie in meinem Alltag. Slomo bringt gute Dinge in mein Leben (z. B. hier, hier und hier) und macht mir immer, einfach immer gute Laune.

Bis über beide Ohren bin ich in Okkas Blog verknallt und als sie mich fragte, ob wir zusammen eine Puppe für ihre kleine Tochter Fanny nähen wollen, war mein Slomo-Glück perfekt. Wochenlang fieberte ich unserem Tag entgegen und genoss das warme Gefühl bei dem Gedanken, Okka endlich persönlich kennenzulernen und ihr etwas aus meiner Welt und von meiner Kunst zeigen zu können.

Okkas Kunst sind Worte. Und ihre Worte machen mir Lust auf meine, wofür ich ihr am allermeisten dankbar bin. Beim Schreiben keine Angst zu haben und echt zu sein, das ist Okka wichtig. Die Autorin Cheryl Strayed, die wir beide sehr mögen, nennt das „Write like a Motherfucker“, vier Worte, die jetzt auch über meinem Schreibtisch hängen.

Unser Puppennähtag war schon Anfang Juli und dass ich bis jetzt, bis Anfang September gebraucht habe, um ihn in Worte zu fassen, liegt auch daran, dass Okka schon so wunderschön darüber geschrieben hat. Allein der Titel Der beste Tag, eine tolle Frau und eine Puppe ist ein Riesenkompliment, das ich gern an Okka zurückgeben möchte, und alles was danach kommt, fasst unseren Tag auf das Beste zusammen. Am Nachmittag durfte ich sogar dabei sein, als Fanny ihre Puppe zum ersten Mal sah und glücklich in die Arme schloss.

Ich hätte die ganze Welt umarmen können, als ich anschließend durch den Prenzlauer Berg schlenderte. Bei Ting fand ich noch eine Kette, die genauso schön ist wie der Tag, an den sie mich erinnern soll.

Den Abend verbrachte ich mit meinem Mann und Freunden im Basim. Die Sonne ging in Richtung Immanuelkirche unter, wärmte mir Herz und Rücken und ließ das Gesicht meines Liebsten in Goldlicht erstrahlen. Der perfekte Abschluss für den schönsten Sommertag.

Okkas Blog findet ihr hier, ihren Artikel über unseren Tag hier.

Ting, Rykestraße 41, 10405 Berlin
Restaurant Basim, Immanuelkirchstraße 7, 10405 Berlin