December is all about silence. When it is getting darker and darker outside and the days are getting shorter, we are invited to come back to ourselves and to light up our inner light. So or something like that, I have heard or read it several times. It makes indeed sense to be inspired by the energy of the nature. And rest and contemplation are of course exactly what I need in the last month of the year. But my December, the Mariengold December, is always different. This year, it was a real challenge. Until Friday before Christmas, I sewed dolls, worked on my doll making e-book, teached classes, prepared the relaunch of my website and planned the first work weeks in 2013. I was far away from silence and Christmas spirit. But on December 21th, when my new website was online, I finished the work year 2012 and dived into a much needed downtime which I still enjoy. If you want to read my short review of this year and my plans for the coming time, please use an online translator, for example the one from Google. I am looking so forward to Mariengold with you next year! Wishing you a swinging change of the years and a happy 2013.
Der Dezember steht ganz im Zeichen der Stille. Wenn es draußen immer dunkler wird und die Tage kürzer werden, sind wir mehr denn je aufgefordert, bei uns selbst einzukehren und das innere Licht anzuzünden. So oder so ähnlich habe ich es schon viele Male gelesen und gehört. Es macht ja auch Sinn, sich von der Energie der Natur inspirieren zu lassen. Und Ruhe und Einkehr entsprechen natürlich auch meinem tiefsten Bedürfnis im letzten Monat des Jahres. Aber in meinem Dezember, im Mariengold Dezember, kommt es eigentlich immer anders. Und in diesem Jahr war er eine besonders große Herausforderung.
Bis zum Freitag vor Weihnachten habe ich Puppen genäht, an meinem E-Book gearbeitet, Kurse gegeben, den Relaunch meiner Internetseite vorbereitet und die ersten Arbeitswochen des neuen Jahres geplant. Von Stille und Weihnachtsstimmung war ich weit entfernt. Nachdem am Vormittag des 21.12. meine neue Internetseite online gegangen war (ganz lieben Dank an dieser Stelle für euer zahlreiches Feedback, aber später mehr dazu), habe ich mein Arbeitszimmer aufgeräumt und sauber gemacht, die Nähmaschinen geputzt und ganz weit weggeräumt, die letzten Bestellungen zur Post gebracht und mich mit einem Räucherstäbchen von Mariengold 2012 verabschiedet und meinen zweiwöchigen Urlaub eingeläutet.
Und dann bin ich erst einmal abgetaucht. In die Weihnachtszeit. In eine kurze, heftige Krankheit. In die Familie. In meine Bücher. In die Stille. In Musik und Spiele. In Spaziergänge. Ins süße Nichtstun und doch so viel Erleben. Ich bin mittendrin in der Auszeit, die ich nach diesem ausgefüllten und erfüllenden Jahr so sehr brauche. Bis zum Dreikönigstag werde ich nichts tun, außer mich um mich und meine Familie zu kümmern. Die Tage zwischen den Jahren kommen und gehen und ich gehe mit und fühle mich einfach wohl und innig verbunden mit meinem inneren Licht.
Dieses Jahr war ein gutes und wichtiges Jahr für Mariengold. Ende 2011, als ich zurückblickte auf das vierte Jahr meiner Selbständigkeit, habe ich nicht geahnt, was im folgenden Jahr alles kommen würde. Meine Vorstellung war, es ruhig angehen zu lassen und zu genießen, was ich erreicht habe. Stattdessen habe ich 2012 so viel gearbeitet, wie noch nie in meinem Leben, und gleichzeitig alles in Frage gestellt, was meine Arbeit ausmacht. Im Juni war ich schließlich soweit, Mariengold aufzugeben und mich beruflich neu zu orientieren. Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn ich nicht mit dem Business Coaching begonnen und die Chance in der Krise gesehen und ergriffen hätte?
Es sind viele lose Fäden, die ich seitdem zusammenführe. Jetzt am Jahresende fühlt sich der Prozess rund und gut an, trotz aller Fragen und Ängste, Herausforderungen und Hürden, Verstrickungen und Knoten, Tränen und Schmerzen. 2012 hat Mariengold einmal von Grund auf durchgeschüttelt. Es war das Ende der Illusionen und eine Hinwendung zu Klarheit und Ehrlichkeit, vor allem mir selbst gegenüber. Ich bin noch mitten im Prozess und habe weiterhin viel mit mir selbst zu klären. Meine neue Internetseite setzt Zeichen, ist aber kein Punkt, eher ein Fragezeichen.
Aber es gibt am Ende dieses Jahres nicht nur Fragen, sondern auch Entwicklungen und Erfolge, die mich glücklich und neugierig auf 2013 machen: Die Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Menschen und das Hineinwachsen in meine Rolle als Arbeit- und Auftraggeberin, die ständige künstlerische Weiterentwicklung meiner Puppen, die intensive Kurs- und Beratungsarbeit, die Chancen und Möglichkeiten meines Business Coachings, der redaktionelle Ausbau des Mariengold Blogs, die laufende Kernung meines Labels, das Mariengold DIY-Konzept mit E-Books und Anleitungen zum Selbermachen, die Professionalisierung meines Schreibens sowie die Arbeit an meinem Online-Kurs. Was ich tue, mache ich von Herzen, und ich bin selig, dass ich so viele Menschen mit meiner Arbeit erreiche.
In diesem Sinne, ich freue mich auf Mariengold mit euch im neuen Jahr und wünsche euch einen beschwingten Jahreswechsel sowie ein glückliches 2013!
Was ich im Dezember toll fand: “Wonder” von Soap&Skin, der Duft des Winters, goldenes Seidenpapier, die blaue Stunde, mit der Sonne im Rücken durch den verschneiten Mauerpark zu spazieren, gefüllte Julplätzchen, Papiersterne zu falten, unser Findus und Petterson Adventskalender, zarte Kleider, die unter dicken Wintermänteln hervorblitzen, Bonanza Coffee Roasters, der Duft von Bienenwachskerzen, Swedish Lucia Saffron Buns & Video von Green Kitchen Stories, das Morgenlicht bei Schnee, dunkelrote Weihnachtsbaumkugeln, Preiselbeermarmelade, Weihnachtspost zu schreiben und zu bekommen, Herrenhuter Sterne, die Harlem Gospel Christmas Night in der Apostel Paulus Kirche und das Licht in allen Dingen.
Glanzlichter 2012: Yotam Ottolenghi, “Folk & Proud” von Various Artists, das Konzert von Anna Ternheim im Babylon, The Artist, unser Sommer in Doro, Granatäpfel, Slomo, zu singen und Gitarre zu spielen, Avner Eisenberg, Lippenstift, “Ein ungezähmtes Leben” von Jeannette Walls, wieder ein Tagebuch zu führen, Meeresrauschen und der Duft von Salzwasser, Ringelshirts, Feierabend, der Flickr Fotostream von liivia s, die Fotosession mit Franzi für Mariengold, Lemon Curd selbst herzustellen, Kommissarin Lund, Mascha Kaléko, unser Hochzeitstag im Reinstoff, ein Abend mit Laura im Theater am Schlachthof, eine Yoga-Reise ans Meer mit meiner Freundin Julia und Gold überall.
Vorfreude 2013: Reisen nach Leipzig und Schweden, der neue Roman von Zadie Smith, Ronja Räubertochter im ATZE Musiktheater, Yoga, ein Seminar bei der Textmanufaktur und drei Wochen Ferien in Doro. Was immer kommen möchte, ist herzlich eingeladen.
























