November is truely not my favorite month, but somehow I like it how it is with all the darkness and cold, dim light and mist, the smell of humid soil, bare trees and uncomfortable weather. It is the month of the year in which I feel the biggest discrepancy between myself and the nature. While outside all life is coming to a rest, I am in full activity. If you want to read what this means for me and how my business coaching process is going, please use an online translator, for example the one from Google.
Herbst, November, ich mag ihn eigentlich, wie er ist, mit der immer länger werdenden Dunkelheit, der Kälte, dem matten, nassgrauen Licht, dem Nebel, dem Duft nach feuchter Erde und Moder, den kahlen Bäumen und dem ungemütlichen Wetter. Es ist der Monat des Jahres, in dem ich die größte Abweichung zwischen meiner persönlichen und der energetischen Qualität in der Natur wahrnehme. Während draußen das Leben immer mehr zur Ruhe kommt und allmählich Stille einkehrt, bin ich selbst ganz besonders in der aktiven Zeit, wirke und arbeite. Manchmal setzt dieses ständige Tätigsein noch mehr Energie und Schaffenskraft frei, manchmal erschöpft es mich einfach nur. Ich bin in diesem Monat viel über meine Grenzen hinausgegangen. Mal bin ich daran gewachsen, mal habe ich dabei meine eigenen Bedürfnisse, besonders das nach Ruhe, aus den Augen verloren und gegen meine Kraft gearbeitet.
Bei allem Wirken im Außen war mein Blick aber stets auch nach innen gerichtet, was ich wohl vor allem dem Yoga-Wochenende auf Rügen Anfang des Monats zu verdanken habe, das mich sehr gestärkt hat. An jenem Wochenende war ich gut in Kontakt mit mir selbst und trage dieses helle, warme Novemberlicht immer noch in mir. Was mich dort auch tief beeindruckt hat, war unsere Herberge mit seiner lichtdurchfluteten Weite und Offenheit, dem Loft-artigen Gemeinschaftbereich und den meterhohen Decken. In solchen Räumen atme und denke ich ganz anders. Es hat mir gut getan, vier Tage lang keine Grenzen zu spüren. Ich bin nicht nur kräftemäßig in der Yoga-Praxis über mich hinausgewachsen, sondern habe auch die Stärke und den unendlichen Reichtum in meinem Inneren gespürt. Das Erlebnis von Weite löst in mir immer wieder das gute Gefühl aus, dass alles möglich ist und Träume in Erfüllung gehen können, wenn ich an mich selbst glaube.
Wieder zurück in meinem Arbeitszimmer habe ich mit neuer Kraft weiter an der Umsetzung meiner Vision für Mariengold gearbeitet. Ich habe in den letzten Wochen immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es viel Klarheit braucht, um im Geschäftsalltag meine beruflichen Träume und Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Zur Zeit ist es eine große Herausforderung für mich, der täglichen Werkstattarbeit nachzugehen, die mir mein Einkommen sichert, und dabei gleichzeitig die Weichen für die Zukunft von Mariengold zu stellen, was viel Energie und vor allem unbezahlte Arbeit erfordert. Beides macht mir Freude und beides ist wichtig. Meine Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderung ist aber leider allzu oft, in den Modus des fleißigen Bienchens zu verfallen, was mir nicht schwerfällt, denn ich arbeite ja gern. Es führt nur leider immer irgendwann dazu, dass Ruhe- und Arbeitszeiten völlig aus dem Gleichgewicht geraten und ich über kurz oder lang erschöpft und bald auch unglücklich bin, weil alles andere in meinem Leben zu kurz kommt.
Die Alternative zum fleißigen Bienchen ist der ehrliche Blick auf mein aktuelles Geschäftsmodell und die Entwicklung eines echten Planes, der mich dorthin trägt, wo ich sein möchte. In diesem Prozess befinde ich mich gerade. Das heißt, ich habe ihn erst einmal begonnen. Denn dieser ehrliche Blick auf das, was ich seit fünf Jahren mache, hat es wirklich in sich. Da ist natürlich zuallererst ganz viel Wunderbares, die Früchte meiner eigenen Hände Arbeit, die mich sehr glücklich und stolz machen, und eine Wirklichkeit, von der ich vor einigen Jahren nicht zu träumen gewagt habe, dass sie möglich ist. Aber da sind auch Illusionen im Spiel, vor allem zum Thema Nachhaltigkeit, eine diffuse Angst vor Zahlen und Fakten und ein Herumdrücken um wichtige Fragen wie z. B. die meiner Rückengesundheit und meiner Altersvorsorge. Mich dem zu stellen, ist eine ganz schön große Herausforderung. Am Laufen gehalten wird dieser Prozess durch mein Business Coaching, so dass er mit allen Aufs und Abs, bei allem Glück und aller Ernüchterung vor allem aufbauend und zukunftsweisend ist.
So kahl und schmucklos, wie die Bäume gerade stehen, so fühle ich mich manchmal auch in diesem Veränderungsprozess. Aber das ist gut so, denn die Wandlung geschieht ja im Inneren. Wenn ich mich darauf einlasse, kann mich die Energie draußen in der Natur sehr gut dabei unterstützen, den Kern von Mariengold zu erkennen, ehrlich Bilanz zu ziehen, mich meinen Illusionen zu stellen und Verantwortung für meine Energie zu übernehmen. Und dann das Nötige zu tun. Schritt für Schritt. Ich richte mich in den nächsten Wochen auf diese Innenschau aus, auf dass die Saat aufgehen möge, wenn die Zeit reif ist.
Was ich im November toll fand: Raureif, “Chained” von The xx, regenschwere Wolken, “That Look you give that Guy” von Eels, Nebel, Kerzenlicht am Morgen, “Das ist also mein Leben” von Stephen Chbosky, Ziegenfrischkäse, Walnüsse und Zwetschgenmus auf’s Brot, Baskenmützen zu häkeln, Regentropfenlächeln, Granatäpfel und immer wieder gern zu dieser Jahreszeit “Von Michaeli bis Yule” von der Wurzelfrau.
Was im Dezember kommt: Michael Kiwanuka im Astra Kulturhaus, Eissonne, Bratäpfel, A Very She & Him Christmas, Zirkus, Winterweiß, The Little Black Jacket Ausstellung, Nussknacker, “Die Schatzhüterin” von Luisa Francia, Honigkuchen, “Winter. Home Made” von Yvette Bowen, Feuerwerk, das 2013 Create Your Incredible Year Workbook von Leonie Dawson, Amaryllis, Wunderkerzen, der Duft von Zitrusfrüchten und den Sternen ganz nah sein.






























