28. September 2012

Goodbye September

It is the end of September, eight weeks since my summer break and my return home from the little mountain village in Switzerland and kind of a new beginning for Mariengold. Time for a little review of the last weeks and the on-going changes in my everyday life and work. Please use an online translator, for example the one from Google, to read about my experiences in the last month. Here in Berlin we have fall vacation now and I will take a break from blogging for two weeks. Looking forward to coming back to this place mid October!

Der September neigt sich dem Ende zu. Mit ihm vergeht allmählich auch der Spätsommer, den ich so sehr mag. Morgen beginnen hier in Berlin die Herbstferien, in denen auch ich mir wieder eine Auszeit nehmen werde. Acht Wochen Alltag mit Familie und Schule, Mariengold und Haushalt, Terminen und Freizeit liegen hinter mir, seit ich Anfang August aus den Bergen zurückgekehrt bin. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Völlig erschöpft und kraftlos bin ich nach der ersten Jahreshälfte in die Sommerpause gegangen, ohne zu wissen, ob ich danach wieder in meine Werkstatt zurückkehren würde. Die Auszeit aber, vor allem der Urlaub in den Bergen, hat meine Lebensgeister wieder geweckt. Ich habe dort endlich einmal genug Abstand zu meiner Arbeit gewonnen, um das Leben wieder in seiner ganzen Vielfalt wahrnehmen und mich selbst als Gestalterin meines Glücks erkennen zu können. Daraus wuchsen Kraft, Inspiration und Zuversicht, meinen Alltag in Berlin neu zu gestalten.

Ich habe viele Veränderungen vorgenommen, um Arbeit und Freizeit in ein wohltuendes Verhältnis zu bringen. Vor allem meinen Umgang mit dem Internet habe ich neu gestaltet. Internet während der Arbeitszeit habe ich komplett gestrichen und E-Mail-Kommunikation auf ein paar Zeitfenster täglich begrenzt. Ich kann mich jetzt viel besser auf meine Arbeit konzentrieren und habe so auch meine Arbeitszeiten spürbar reduzieren können. Was habe ich in den ersten Wochen gestaunt, wie viel Zeit ich eigentlich habe, wenn ich sie wirklich nutze und mich nicht ablenke!

Was ich nicht beibehalten habe, ist, am Nachmittag nicht zu arbeiten. Was ich nämlich wirklich gern am Nachmittag mache, ist Schreiben. Und so sitze ich an zwei bis drei Nachmittagen die Woche hier an an meinem Schreibtisch und verfasse Blog-Einträge, schreibe an meiner Puppenähanleitung oder arbeite an meinem neuen Kurskonzept für Puppen als Spiegel der Seele. Und es geht mir gut damit. Denn ich schreibe einfach sehr gern.

In den letzten Wochen habe ich viel über Regeln und Freiheit gelernt. Unmittelbar nach meinem Urlaub war es fast schon überlebens-wichtig für mich, gewisse Regeln für die Neuorganisation meines Alltags und vor allem meiner Arbeit aufzustellen und diese für einen bestimmten Zeitraum auch einzuhalten. Das ist mir gut gelungen und ich ausprobiert und erlebt, wie es sein könnte. Einiges habe ich beihalten, weil es Sinn macht (z. B. Umgang mit dem Internet, ordentliche Mittagspause), anderes habe ich losgelassen, weil es mich zu sehr eingeengt hat (z. B. kein Arbeiten am Nachmittag).

Dieses Spiel mit meinen eigenen Regeln ist mir wichtig, weil ich dadurch lerne, mehr und mehr mit dem Fluss zu gehen. Was gestern noch gut funktioniert hat, stimmt vielleicht heute nicht mehr und wird morgen erst recht anders sein. Mein Wunsch ist es, irgendwann flexibel genug zu sein, jeden Tag frei entscheiden zu können, was heute gut für mich ist. Ja, es ist wichtig und tut gut, einen echten Feierabend zu haben. Es gibt aber auch Nachmittage, an denen ich voller Energie und Ideen bin, die ich gern zu Papier bringen möchte. Und manchmal, eher selten, ist diese Stimmung auch am Wochenende da und dann möchte ich meiner Inspiration folgen und tun, worauf ich gerade Lust habe, nämlich arbeiten.

Sollen und Wollen, diese beiden habe ich in meinem Alltag in den letzten Wochen versucht genau wahrzunehmen und zu unterscheiden und vor allem in meiner Freizeit so wenig Sollen wie möglich zuzulassen (fast hätte ich mich dabei von meiner Gitarre verabschiedet, aber das ist eine andere Geschichte). Es gehört viel Achtsamkeit und Ehrlichkeit mir selbst gegenüber dazu, herauszufinden, was mir jetzt wirklich gut tun würde, was genau mich gerade antreibt und was ich eigentlich möchte. In dieses Gespräch mit mir selbst zu kommen, ist eigentlich das schönste Geschenk meines beruflichen Veränderungsprozesses.

Copyright Simone Cornel

Freiheit ist auch ein wichtiges Stichwort aus meinem Coaching. Gemeinsam mit Selbstbestimmung und Unabhängigkeit haben sich diese als die entscheidenden Werte in meinem Leben herausgestellt. Dafür habe ich die wichtigsten Stationen, Wendepunkte und Entscheidungen in meinem Leben angeschaut und versucht herauszufinden, wie alles miteinander verbunden ist. Noch nie vorher habe ich den roten Faden meines Lebens so deutlich wahrgenommen. Für diesen Einblick, den ich ohne ihre Hilfe sicher nicht gewonnen hätte, bin ich meiner Coach sehr dankbar. Wir haben noch weitere Themen herausgearbeitet, von denen einige auch Schattenseiten haben, die ganz sicher in Zusammenhang mit meiner Neigung zur Überarbeitung stehen. Ich finde das alles sehr spannend und berührend. Im Oktober geht es weiter im Prozess.

Noch immer trage ich das Bergglück des Sommers in mir. Auch nach acht Wochen Alltag mit allen Hochs und Tiefs fühle ich mich sehr wohl. Mein Rücken ist relativ stabil und schmerzfrei. Die Puppenmacherei geht mir leicht von der Hand und ich habe Freude an den aktuellen Mariengold Projekten.

In den letzten beiden Wochen habe ich aber schon auch gespürt, dass das Tempo allmählich zunimmt, mein Arbeitsalltag dichter wird und ich wieder in die Abwärtsspirale von Stress und Erschöpfung geraten könnte. Allein das wahrzunehmen und zwar ohne Wertung ist im Vergleich zur ersten Jahreshälfte ein großer Schritt für mich. Wie gut, dass jetzt die Herbstferien kommen. Eine Woche am Meer wird mein Leben wieder entschleunigen, mich ins Gleichgewicht bringen und mir Energie für die kalte und dunkle Zeit des Jahres geben. Mir regelmäßig Auszeiten zu nehmen, habe ich mir im Sommer fest vorgenommen. Deshalb werde ich auch im November noch einmal wegfahren. Schöne Aussichten!

Was ich im September toll fand: Wie Sommer und Herbst so wunderbar ineinander übergehen und dazu diese Musik: “Folk & Proud” von Various Artists, eine letztes Mal Grillen, Morgenfrische, “Disparate Youth” von Santigold, Herbstkleidung zurechtlegen, Eichhörnchengefühle, Holunderbeeren, Berry Curd, Laubduft, “Sun” von Cat Power, Himbeer Tarte von The Cook’s Atelier, Morgenspaziergänge mit dem Hund, die Stille am See, Gabriellas Lied aus dem Film “Wie im Himmel”, unverhofft einen schönen, neuen Mantel von Noa Noa gefunden zu haben, ein gemütlicher Flammkuchenabend mit Freunden, Pflaumenmus, Spätsommerwärme und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

Was im Oktober kommt: Urlaub am Meer, Zimtschnecken und Gewürztee, Kraniche falten, warmes Frühstück und Staffel II von The Voice of Germany.

Hier folgt nun eine zweiwöchige Blog-Pause, die ich teils zu Hause, teils auf Hiddensee genießen werde. Ich freue mich auf unser Wiedersehen!


27. September 2012

Freitagspuppe Violet ~ Friday Doll Violet

Violet is this week’s Mariengold Friday doll. She will be available in my Etsy shop tomorrow at 8 am central european time / 1 am central standard time. More pictures and information can be found in my Flickr photostream. Due to a trip to the sea there will be no Friday doll next week. The next ready to go doll will be available on Friday October 12th.

In dieser Woche hatte ich durch meine Suche nach Testnäherinnen für meine Puppenanleitung am Montag und die Buchverlosung gestern sehr viel Kontakt zu euch. Ich bin noch immer ganz überwältigt, wie viele Frauen spontan bereit waren, mich bei meiner Arbeit an der Anleitung zu unterstützen. Die meisten Frauen haben auch ein paar ganz persönliche Worte an mich gerichtet und mir geschrieben, was ihnen mein Blog und meine Puppenmacherei bedeutet. Auch wenn ich es bei Weitem nicht geschafft habe, allen eine Antwort zu schreiben, möchte ich euch auf diesem Wege wissen lassen, dass ich mich für euer Engagement und eure liebe Worte von Herzen bedanke. Was die Entwicklung meines Blogs angeht, bin ich sehr, sehr glücklich und zufrieden und ich freue mich immer sehr, wenn ich etwas von meinen Leserinnen höre und ein Gefühl dafür bekomme, wie viele Liebe, Ermutigung und Begeisterung meine Arbeit bei euch bewirkt.

In dieser Woche habe ich eine besondere Freitagspuppe für euch. Als ich vor einiger Zeit einer Kundin den Wunsch nach rosa Puppenhaar erfüllte, hatte ich im Vorfeld gleich mehrere ungewöhnliche Haarfarben bei einer Garnfärberin in den USA bestellt. Rosa und Pink haben mich gleich begeistert, jedoch bei der dritten Farbe wollte sich erst einmal keine Inspiration einstellen. Bis ich letzte Woche ganz hinten in meinem Stoffregal wieder meinen Lieblingsjersey mit den gelb-weißen Blockstreifen entdeckte und sofort im Farbrausch war.

Violet ist morgen um 8 Uhr in meinem Mariengold Shop bei Etsy erhältlich. Da es in letzter Zeit einige Nachfragen gab, wie ihr zu meinem Etsy Shop gelangt: Klickt einfach auf die rosa Schrift im vorhergehenden Satz. Dahinter versteckt sich ein Link, der euch direkt in den Shop führt. Für den Einkauf bei Etsy müsst ihr dort registriert sein. Das geht ganz einfach und ist in ein paar Minuten erledigt. Die Bezahlung in meinem Shop ist per Banküberweisung oder Paypal möglich. Weitere Bilder und Informationen zu Baby Violet findet ihr in meinem Flickr Fotostream.

In der nächsten Woche wird es keine Mariengold Freitagspuppe geben, da ich die erste Hälfte der Herbstferien mit meiner Familie auf Hiddensee verbringen werde. Die nächste Freitagspuppe wird am 12. Oktober erhältlich sein.

 


26. September 2012

Buchvorstellung: Puppen – Heimliche Menschenflüsterer von Insa Fooken

– Die Gewinnerin der Buchverlosung ist Monika. —

Recently a mindful reader of my blog recommended the book “Puppen – Heimliche Menschenflüsterer” by Insa Fooken to me. A free translation of the title could be “Dolls – Secret Human Whisperers”. As a dollmaker with an academic background, interest in psychology and a focus on the healing power of dolls, this is the book I was always waiting for. The author Insa Fooken, who is a professor for psychology at the University Siegen in Germany, scientificly explores the magic of dolls in different contexts like cultural history, psychology, literature and education. The book is a valuable source of inspiration and knowledge and it provides a wide view on dolls and their importance for humans. It was published this year and as far as I know it is not translated into English yet. The publisher gently provided me with a copy for a drawing. If you understand German and are curious about the book, feel free to send my an e-mail to kontakt@mariengold.net to win the book. Closing date is Thursday night.

Vor Kurzem hat mir eine aufmerksame Leserin meines Blogs das Buch “Puppen – Heimliche Menschenflüsterer” von Insa Fooken empfohlen, das vor ein paar Monaten erschienen ist. Die Autorin ist Professorin für Psychologie an der Universität Siegen und ihre Arbeit an dem Buch wurde unterstützt von der Stiftung “Chancen für Kinder durch Spielen”, die sich der Bedeutung von Puppen, Teddies und Kuscheltieren für Kinder widmet. Als Puppenmacherin mit akademischem Hintergrund, Interesse an Psychologie und Schwerpunkt auf der heilenden Kraft der Puppen, ist dies das Buch, auf das ich immer gewartet habe. Mit einer spannenden Mischung aus Psychologie, Literatur-, Entwicklungs- und Kulturgeschichte erforscht die Autorin wissenschaftlich die Magie der Puppen. Das Buch ist eine wertvolle Quelle der Inspiration und des Wissens über Puppen und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Menschen.

Als Puppenmacherin, Kursleiterin und Mutter begegne ich dem Thema Puppen auf vielen verschiedenen Ebenen. Neben dem Handwerk selbst liegt mein Interessenschwerpunkt auf der Heilkraft der Puppen oder Puppen als Spiegel der Seele, wie ich es selbst nenne. Bisher habe ich mich dem therapeutischen Aspekt von Puppen, Puppenspiel und der Herstellung von Puppen eher intuitiv und spielerisch und basierend auf Beobachtungen und meinen und den Erfahrungen anderer genähert. Literatur ist kaum zu dem Thema zu finden. Auch Menschen vom Fach wie Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Kunsttherapeuten können mir meist nur mit ein paar Hinweisen und Stichworten weiterhelfen. Das Buch von Insa Fooken dagegen eröffnet einen vielseitigen Einblick in das Phänomen Puppe, beantwortet ganz viele Fragen, die im Laufe meiner Tätigkeit als Puppenmacherin aufgetaucht sind, und macht Lust und neugierig, zu bestimmten Aspekten selbst weiter zu forschen und zu lesen. Dafür danke ich der Autorin von Herzen.

Auch schätze ich an dem Buch sehr seine umfangreiche Literaturliste, die Bilder von Menschen und Puppen aus Fotografie und Malerei und die vielen Hinweise auf Puppen in der Literatur. Schon jetzt nach der ersten Lektüre des Buches habe ich das Gefühl, dass es mich und meine Arbeit in der nächsten Zeit intensiv begleiten und inspirieren wird. Ich fühle mich bestätigt und ermutigt, weiter an meinem Herzensthema dran zu bleiben und meinen persönlichen Fokus in der Puppenmacherei nicht zu verlieren. Das Buch gibt mir einen großen Aufschwung und möglicherweise den entscheidenden Anstoß, weiter an meinem neuen Kurskonzept für Puppen als Spiegel der Seele zu arbeiten und es euch bald vorstellen und anbieten zu können. Ich verrate schon einmal so viel: Es wird ein virtueller Kurs sein, an dem ihr von überall aus teilnehmen könnt.

Wer noch etwas tiefer in die Thematik des Buches eintauchen möchte, dem empfehle ich ein Interview mit der Autorin im Schweizer Tages-Anzeiger mit dem Titel “Puppen sind der Schlüssel zu Identität und Menschwerdung” und den Radiobeitrag “Die Puppe. Heimlich-unheimliches Leben” von Bayern2. Eine ausführliche Inhaltsangabe sowie eine Leseprobe finden sich auf der Internetseite des Verlags.

Der Verlag Vandenhoeck & Ruprecht hat mir freundlicherweise ein Exemplar für eine Verlosung zur Verfügung gestellt. Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schreibt mir bis Donnerstag Nacht ein E-Mail an kontakt@mariengold.net. Den Gewinner werde ich am Freitag auslosen und benachrichtigen. Ganz viel Glück wünsche ich euch!

 


24. September 2012

Tester für Puppennähanleitung gesucht ~ Probands for Doll Making Tutorial wanted

- Nachtrag Anfang Oktober: Vielen, vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen, die bis heute bei mir ankommen! Das Probenähen ist bereits in vollem Gange und ich bin nicht mehr auf der Suche nach Testerinnen für meine Puppennähanleitung. Auf dass sie bis Ende des Jahres veröffentlicht wird! Liebe Grüße, Maria —

I am currently working on the first Mariengold doll making tutorial for simple limbed cloth dolls. The tutorial in content is nearly done and my lovely graphic designer Clara will make a beautiful layout in the next weeks before I hopefully will publish the tutorial at the end of this year. At this point of time I think it would make sense to work together with two or three probands who want to try out the rough copy of the tutorial and support me with feedback. Here are the requirements for our collaboration: 1. You are a beginner in dollmaking and made at most one doll before. 2. You have the time to create the doll within one week from the time you got the material which will probably be mid October, time needed about 15 to 20 hours. 3. You are willing to give me an honest and detailed feedback and send pictures of your completed doll. 4. You are an English native speaker and willing to correct mistakes in my translation and help me with good phrases if necessary. And this is what you get: 1. You are the first to create a Mariengold doll with this tutorial. 2. You get the tutorial as a pdf file and printed as well as all the crafting material for free and in the colors you want. 3. You get the fully designed final version of the doll making tutorial for free as soon as the work on this project is completed.  If you want to work together with me and join my little team, please send an e-mail to kontakt@mariengold.net with a short introduction referring to your doll making and sewing experiences. I am looking forward to meeting you and thank you in advance for your support!

Zur Zeit arbeite ich an der ersten Mariengold Anleitung für einfache Gliederpuppen. Die inhaltliche Arbeit ist nun fast abgeschlossen und in den nächsten Wochen wird meine wunderbare Grafikdesignerin Clara das Layout machen, bevor ich die Anleitung hoffentlich noch in diesem Jahr veröffentlichen werde. Ich würde jetzt gern mit zwei, drei Testerinnen zusammenarbeiten, die den Rohentwurf der Anleitung ausprobieren und mich mit Feedback unterstützen möchten.

Das sind die Voraussetzungen für unsere Zusammenarbeit: 1. Ihr seid Anfängerinnen im Puppenmachen und habt bisher höchstens eine Puppe genäht. 2. Ihr habt Zeit, die Puppe innerhalb einer Woche nach Erhalt des Materials Mitte Oktober zu nähen, Zeitaufwand etwa 15 bis 20 Stunden. 3. Ihr seid bereit, mir ein ehrliches und ausführliches Feedback zu geben und Fotos eurer vollenendeten Puppe zu schicken. Und das bekommt ihr: 1. Ihr seid die ersten, die eine Mariengold Puppe mit dieser Anleitung nähen. 2. Ihr bekommt die Anleitung digital und ausgedruckt sowie das Bastelmaterial gratis und in euren gewünschten Farben. 3. Ihr bekommt die komplett gestaltete Endfassung der Puppennähanleitung gratis, sobald die Arbeit daran abgeschlossen ist.

Wenn ihr Lust auf dieses Projekt habt, schreibt mir gern ein E-Mail an kontakt@mariengold.net mit einer kurzen Vorstellung mit Bezug auf eure Erfahrungen im Puppenmachen und Nähen. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen und bedanke mich schon vorab herzlich für eure Unterstützung!

 


19. September 2012

Ordnung für meine Schnitte ~ Organizing my Patterns

Organizing my patterns is an enduring issue ever since I design dolls and doll clothes. My collection of patterns is steadily growing and it is quite a challenge to keep them all organized and clearly arranged. In summer I finally had the need to take care of my patterns and find a new system that would be helpful in my daily work routine both for me and for my assistant. So I created two folders, one for my doll patterns and one for my doll clothing patterns. For the first folder, I transferred all my doll patterns to strong cardboard (for a long durability) using different colors for each doll type and doll size and sorted the patterns in poly pockets according to doll types like baby doll, doll child or mini doll. For the second folder, I sorted all my doll clothing patterns according to garments like trousers and leggings, shirts or headgears or to special styles and multipart outfits like Milli, Lino, Tutu or Dotti. All my patterns are more or less clearly labeled and provided with necessary details for sewing. Oh, and there is even a third folder with all my knitting and crochet patterns, but I rarely use it because I know most instructions and measures by rote or I go for designs individually. They are still many, many patterns but now they are organized much better and it is a pleasure and an ease to work with a reasonable system and a clear structure. And not least I really like my colorful coardboard patterns and masking tapes!

Im Sommer habe ich mich einer echten Herzensangelegenheit gewidmet, die längst überfällig war, für die ich mir jedoch im normalen Arbeits- und Werkstattalltag nie Zeit genommen habe, weil es immer etwas anderes, wichtigeres zu tun gab. Ich habe endlich einmal Ordnung in meine Schnitte gebracht. Die Organisation meiner Schnitte ist ein andauerndes Thema, seit ich Puppen und Puppenkleidung entwerfe. Meine Schnittsammlung wächst ständig und es ist eine ziemlich große Herausforderung, sie in Ordnung zu halten und den Überblick zu bewahren. Vor ein paar Monaten war es dann soweit, dass ich mich kaum noch mit meinen eigenen Schnitten zurechtfand und es nur meiner Mitarbeiterin zu verdanken hatte, dass die Nähmaschine weiter rattern konnte. Es wurde also Zeit für eine neue Ordnung und ein klares, hilfreiches System.

Und so legte ich zwei Ordner an, einen für meine Puppenschnitte und einen für meine Puppenkleiderschnitte. Meine Puppenschnitte übertrug ich für eine lange Haltbarkeit auf Karton, jeden Schnitt und jede Puppengröße in einer anderen Farbe. Danach sortierte ich die Schnitte entsprechend der Puppenarten wie Babypuppen, Puppenkinder oder Minipuppen in Klarsichthüllen.

In den zweiten Ordner sortierte ich alle Mariengold Puppenkleiderschnitte entweder nach Kleidungsstücken wie Hosen und Leggins, Shirts oder Kopfbedeckungen oder nach speziellen Entwürfen und mehrteiligen Outfits wie Milli, Lino, Tutu oder Dotti. Alle Schnitte sind mehr oder weniger gut beschriftet und versehen mit wichtigen Hinweisen zum Nähen.

Es gibt sogar noch einen dritten Ordner für meine gestrickten und gehäkelten Entwürfe, auf den ich jedoch so gut wie nie zurückgreife, da ich die meisten Anleitungen und Maße auswendig kenne oder ich einfach drauf los arbeite. Alles in allem sind es immer noch unglaublich viele Schnitte, jedoch sind sie jetzt viel besser organisiert. Es ist wirklich eine große Erleichertung und auch Freude, mit einem vernünftigen System und einer klaren Struktur zu arbeiten. Und nicht zuletzt macht es mir einfach Spaß, mit meinen bunten Schnitten zu arbeiten oder mit hübschem Klebeband Farbe und Muster in meine Sammlung zu bringen.