The times, they are a-changin’, this is a free translation of a German byword saying that the month of May changes everything. And indeed, transformation was my issue of the month. I am right in the middle of the process for a new webdesign. This process is all about Mariengold and me. It touches important questions like the one of the satisfaction with my work, of my artistic and commercial development, of my professional and personal wishes and aims and of my vision of a good, fulfilled life. It is about finding out what I want to let go and what I want to invite and how all this can be translated into the new Mariengold design. What an exciting, intense and sometimes hard process! But I am so happy to finally have started it and be on my way, where ever it will lead me. The month of May is the time of awakening vitality, joy and love of life. The blissfulness we can feel now, I am sure, this is how life is meant to be, as a dance into the light. Wishing you a wonderful start of summer and endless blooming and pleasure.
Alles neu macht der Mai, heißt es. Ja, ja, wenn das mal so einfach wäre. In diesem Monat habe ich mich viel mit dem Thema Veränderung beschäftigt. Dabei wechselten sich Phasen der passiven Haltung, in denen ich wohl hoffte, dass der Mai ganz allein alles neu machen würde, mit aktiven Phasen ab, in denen ich endlich konkrete Projekte auf den Weg gebracht habe. Aber von vorne. Schon seit einigen Monaten habe ich Lust auf ein neues Webdesign für Mariengold. Nach reiflicher Überlegung hatte ich im Frühjahr endlich Klarheit darüber, mit wem ich dieses Projekt zusammen machen wollte und begann die Arbeit mit meiner bewährten Gestalterin Clara.
Die erste Herausforderung stellte sich mir mit meinem Zeitmanagement. Ich musste schnell einsehen, dass ein solches Projekt nicht neben einfach neben dem gewohnten Mariengold Werkstattalltag laufen könnte, sondern angemessene Aufmerksamkeit, also fest eingeplante Zeit braucht. Zeit, die ich mir bewusst nehmen musste, was mir sehr schwerfiel. Dieser Punkt brachte mich direkt zur zweiten Herausforderung, nämlich zu der Erkenntnis, dass es mir schwerfiel, mir die Zeit zu nehmen, weil es in dieser Zeit um nichts weniger als um mich selbst gehen sollte. In meinem Studium und einem langen Praktikum bei MetaDesign vor mittlerweile 10 Jahren habe ich mich intensiv mit Design Management beschäftigt und dabei viel über den Zusammenhang von Design und Identität von Unternehmen gelernt. Bezogen auf Mariengold und den aktuellen Gestaltungsprozess habe ich meine Augen vor diesem Zusammenhang erst einmal verschlossen, wohl weil ich mich gewissen Fragen nicht stellen wollte. Fragen nach der Zufriedenheit mit meiner Arbeit, nach meiner künstlerischen und unternehmerischen Entwicklung, nach meinen persönlichen und beruflichen Wünschen und Zielen, nach der Zukunft von Mariengold und nach meiner Vision von einem guten, erfüllten Leben.
Und während Clara erste Entwürfe für das neue Mariengold Logo machte, brachen diese Fragen mit voller Wucht in mein Leben und ich musste einsehen, dass die Auseinandersetzung mit ihnen, ob ich je klare Antworten haben würde oder nicht, entscheidend für das neue Mariengold Design ist. Zunächst überforderte mich diese Erkenntnis und verleitete mich sogar dazu, die Gestaltungsarbeit mit Clara zu pausieren. Bis ich das Potential des Prozesses und meine Möglichkeiten erkannte. In Clara habe ich eine wunderbar kreative, aber auch geduldige Partnerin, ich kann zur Begleitung und Gestaltung des Prozesses auf ein unterstützendes Netzwerk von Freunden und Professionellen zurückgreifen und nicht zuletzt habe ich mich und die vielen wertvollen Erfahrungen der letzten Mariengold Jahre. Also raus aus der Schockstarre und weiter im Prozess. Dank meines Studiums kenne ich die Richtung und verfüge über Fähigkeiten, die jetzt wichtig sind. In Fragen, bei denen ich allein nicht weiterkomme, lasse ich mir professionell helfen. So fühlt sich alles schon viel leichter an.
Und so wird der Prozess immer spielerischer und nimmt in meinem beruflichen Alltag genau den Raum und die Zeit ein, die ich dafür zur Verfügung habe. Die Auseinandersetzung mit Identitäts- und Gestaltungsfragen ist ein sehr persönlicher, intensiver und tiefgehender Prozess, der natürlich nicht immer nur einfach und lustvoll, sondern oft auch anstrengend und schmerzhaft ist. Im Januar zog ich ja die Motte als Jahreskarte aus dem Krafttierorakel. Damals hakte ich die Bedeutung der Karte in zwei Sätzen ab. So langsam begreife ich aber, was es heißt, Altes loszulassen, damit ich mich im Hier und Jetzt voll entfalten kann. Und ich möchte einiges loslassen! Zum Beispiel möchte ich in Zukunft viel, viel weniger Puppen für den Verkauf nähen. Ich möchte mich verabschieden von meinem tief verwurzelten Glauben, dass Fleiß immer belohnt wird. Und ich möchte mein Arbeitszimmer nicht mehr lange in meiner Wohnung haben. Das sind nun alles Dinge, die ich nicht mehr haben möchte. Viel interessanter, aber auch schwieriger ist die Frage nach dem, was ich stattdessen möchte. Ich möchte zum Beispiel viel mehr mit Menschen zusammen arbeiten. Ich möchte endlich mein Konzept von Puppen als Spiegel der Seele in die Welt bringen. Und ich möchte als Coach für Frauen arbeiten, die sich mit Handarbeit, speziell Puppenmacherei selbständig machen wollen. Wie kann diese Vision in ein neues Mariengold Design übersetzt werden? Welche Schwerpunkte möchte ich inhaltliche setzen und wie lassen diese sich gestalterisch darstellen? Welche Farbe ist eigentlich gerade stimmig für Mariengold? Das ist ganz spannend! Und so freue ich mich, dass ich am Ende des Monats doch noch sagen kann, dass ich froh bin, den Prozess begonnen zu haben und auf dem Weg zu sein, wohin auch immer.
Es war ein guter Monat, auch in gesundheitlicher Hinsicht. Ich hatte einen richtigen Heilungsschub für meinen Rücken. Letztes Wochenende konnte ich drei Stunden beim Karneval der Kulturen tanzen und stehen, ohne dass ich Schmerzen hatte, ich kann wieder in meiner Lieblingsposition schlafen und arbeiten, ohne ständig zwischendurch meinen Rücken strecken zu müssen. So langsam bekomme ich auch wieder eine Vorstellung von meiner wahren Kraft. Das macht mir so viel Freude und Hoffnung! Manchmal habe ich den Gedanken, dass die monatelangen Rückenschmerzen möglicherweise den Sinn hatten und haben, mich vor meinem eigenen Potenzial zu schützen, bis ich mich ihm wirklich gewachsen sehe. Wie hat Nelson Mandela so schön gesagt?
“Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir einer Sache nicht gewachsen sind.
Unsere größe Angst ist, dass wir grenzenlos mächtig sind.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. (…)
Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. (…)
Wenn wir unser Licht scheinen lassen,
geben wir damit anderen die Erlaubnis, dies auch zu tun.”
Es liegt ein großer Schatz in diesen Worten. Der Mai ist der Monat der erwachenden Lebenskraft, der Freude und Lebenslust. Die Wonne, die wir in dieser Zeit spüren können, da bin ich mir sicher, so ist unser Leben gemeint, als Tanz in das Licht.
Was ich im Mai toll fand: Wie aus Löwenzahnblüten Pusteblumen wurden, Prasselkuchen, das liebe Geschenk einer Kursteilnehmerin, die einen Sinn für die Frau Meier in mir hat, lange helle Abende, Regenbogen, meine alten Clueso CDs, das Beet Cake Video, grüner Regenduft, “Loving” von Shoti Maa Tee , die letzten Tulpengrüße dieses Frühlings, “Unfinished Sympathy” von Massive Attack – wiederentdeckt nach Jahren, Kastanienblütenteppiche, So wie ich, Nachmittagsgewitter, Funkhaus Europa, ein zweiter Frühling auf Rügen, Sandalen, ein Sonnentag am Meer und die erste Sommerbräune, Avner Eisenberg live, roh-vegane “Sauce Hollandaise” aus dem Saft einer Orange, 3 EL Mandelmus, Curry, Salz und Pfeffer, dazu Spargeln und Erdbeeren, immer wieder im Frühsommer: “The K&D Sessions”, Cello und dass Alpenglow die englische Übersetzung für Alpenglühen ist.
Was im Juni kommt: Erdbeeren satt, Fröken Skicklig Puppennähkurs, barfuß sein, Straßentheater Festival am Mariannenplatz, Holunderblütenallerlei, Beginn der Sommerferien, BioZisch von Völkl, Baden im See, der 8. Geburtstag meiner Tochter, die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches in den Gärten der Welt, Stohhutkauf für den Alpsommer in Doro und das Berliner Yogafestival.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Sommerbeginn und ein endloses Blühen und Genießen.









































