It is the end of the month and time for a little review. The most exciting discovery in March was the power of positive thinking, which I practice here when I write about the good things my life. There is so many beauty in the world and it seems to become even more, the more I pay attention to it. But there were also difficult experiences this month like an intensive backache episode. My body is my friend who tells me when I need a break. And because I am not very sensitive for needed timeouts, my body shows me clearly that there are some changes necessary in my job situation to stay healthy and happy. There are so many doll orders, projects and ideas waiting, so the next months could be very challenging for me. The question what is really important to me now sounds like a good compass. But what is really important? Artistic development, money, acceptance, fun, time, self-fulfillment, family, career, encounter and exchange, health? There are several voices inside me. Maybe they should just have a conversation. Probably a business coaching could help me to find out what I want. Have a swinging change of months.
Anfang des Jahres habe ich damit begonnen, an den Monatsenden kleine Rückblicke zu veröffentlichen. Ich hatte im Laufe des Januars ein paar Fotos gesammelt, die ich hier veröffentlichen wollte, jedoch fehlte mir der passende Rahmen und eine sinnvolle Verbindung zu meiner Arbeit. Es ist ein fortlaufendes Experiment herauszufinden, wie viel Raum ich meinem Privatleben hier geben möchte. Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort und schon gar keine, die allgemein gültig ist. Ein monatlicher Rückblick, in dem es ein wenig mehr um mich persönlich als um die reine Puppenmacherei geht, schien mir als Probierfeld ganz spannend.
Ich bin da also ganz offen rangegangen und staunte nicht schlecht, als ich Mitte März, ich weiß noch genau, dass es an einem sonnigen Morgen auf dem Rückweg von der Schule war, eine regelrechte Eingebung hatte, deren Überschrift “Die Kraft der positiven Gedanken” lauten könnte. Ich fühlte mich lebendig, leicht und fröhlich und freute mich einfach. Ich wußte gar nicht weshalb oder worauf. Aber ich wußte, dass es etwas damit zu tun hatte, dass ich mich mit meinen Monatsrückblicken und den darin enthalten Ausblicken und auch mit meinen kleinen freitäglichen Einblicken in die Wochenenden bewusst auf die Dinge in meinem Leben konzentriere, die mir Freude und Spaß machen, und dass mir das richtig gut tut. Es gibt so viel Schönes und es scheint mehr zu werden, je mehr Aufmerksamkeit ich ihm schenke. Auf diese Weise habe ich in den letzen Monaten meinen Alltag anders wahrgenommen, scheinbar einfach durch das Aufschreiben und dadurch Bewusstmachen von Erfahrungen, Erlebnissen und Plänen, die mich glücklich machen. Auf einmal sehe ich sogar meine Work-Life-Balance, an der zu arbeiten stets ein großes Thema für mich ist, in einem anderen Licht. Jetzt nehme ich mir jeden Tag, mal mehr, mal weniger Zeit für die schönen Dinge im Leben. Ich sammle Ideen, mache Pläne, treffe Verabredungen, probiere aus, erinnere mich, halte fest, schreibe Bücher, Rezepte und Musik auf, schwelge in Vorfreude, träume. Das alles hat nichts mit meiner Arbeit zu tun, sondern einfach mit mir selbst und es bekommt mehr und mehr Raum. Das ist eine gute Entwicklung.
Aber es gab natürlich auch schwierige Erfahrungen. Eine davon war in diesem Monat eine intensive Rückenschmerzepisode. Rückblickend weiß ich, dass ich mir im März einfach zu viel zugemutet habe: Eine Menge Auftragspuppen und eine lange Kundenliste, von der ich mich immer wieder unruhig machen lasse, ein voller Gruppenkurs und drei Einzelkurse, ein kleines Illustrationsprojekt, wichtige Änderungen im Anstellungsverhältnis meiner Mitarbeiterin, Klärungbedarf bezüglich meiner Internetseite und Beginn der Zusammenarbeit mit einer neuen Webdesignerin. Ich habe jetzt seit 15 Monaten Rückenschmerzen, mal mehr, mal weniger. Im Grunde bin ich meinem lieben Körper dankbar, dass er mich immer wieder darauf aufmerksam macht, wenn er eine Pause benötigt. Weil ich selbst bin für die benötigten Auszeiten nicht so sensibel bin, zeigt mir mein Körper umso eindrücklicher, dass Veränderungen, vor allem im beruflichen Bereich, nötig sind, wenn ich gesund und glücklich bleiben möchte. Was ich bisher für meinen Rücken tue, reicht nicht aus und ich werde weiter daran arbeiten, innerlich und äußerlich, mir die besten Arbeitsbedingungen zu erschaffen und nicht nur für Mariengold, sondern auch für mich selbst gut zu sorgen. Mein Rücken wird mich auf diesem Weg unterstützen und mir zeigen, was ich brauche.
Ein Blick auf meine Kundenliste, in meinen Terminkalender und mein Ideenbuch verrät, dass auch die nächsten Monate eine Herausforderung für mich werden könnten. Die Frage, was jetzt wirklich wichtig ist, hört sich erst einmal nach einem guten Kompass an. Neben den laufenden Puppenbestellungen und Kursen gehören zu meinen aktuellen Projekten nicht nur die Neugestaltung meiner Internetseite, sondern auch meine Anleitung zum Puppenmachen, in welcher Form auch immer, der Mariengold Podcast, die nächste Künstlerpostkarte und ein Kurskonzept mit dem Arbeitstitel “Puppen als Spiegel der Seele” sowie ferner die Gestaltung eines Blog-Buches einfach für mich selbst, die Suche nach einem neuen Arbeitsraum und nach Veranstaltungsorten für Puppenkurse außerhalb Berlins.
Aber was ist wirklich wichtig? Künstlerische Entwicklung, Geld, Anerkennung, Spaß, Zeit, persönliche Erfüllung, Familie, Karriere, Begegnung und Austausch, Gesundheit? Welche Schwerpunkte möchte ich setzen? Worauf möchte ich mich konzentrieren? In mir gibt es im Grunde zwei Stimmen. Die eine fragt nach der Wirtschaftlichkeit, also danach, wie viel Geld ich verdiene und ob das, was ich gebe und was ich bekomme, in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander steht und ob das Geld am Monatsende zur Deckung aller Kosten und für ein gutes Leben für meine Familie und mich reicht. Damit verbunden ist auch die Frage nach meiner Altersversorge sowie der finanziellen Vorsorge für Urlaub, Krankheit und Zeiten, in denen ich weniger Aufträge und Einnahmen habe. Die andere Stimme fragt nach der Freude. Sie spürt, wo meine Kraft und Lust und damit auch meine Energie ist. Sie kennt meine kühnsten Träume, Wünsche und Visionen. Sie weiß, was ich gerne mache, welche Fähigkeiten und Kräfte ich entwickeln möchte. Sie fragt nicht nach dem wirtschaftlichen Gewinn, schaut nicht auf das Geld, sondern auf das Herz. Diese beiden Stimmen sollten sich vielleicht mal miteinander unterhalten, wie meine Freundin Ursula neulich vorgeschlagen hat. Ein Business Coaching könnte mich bestimmt dabei unterstützen, Klarheit zu gewinnen.
Was ich im März toll fand: Endlich wieder mit dem Fahrrad zur Schule fahren und bei den Pferden Halt machen, der monatliche Desktop Kalender von Geninne, Plätzchenausstecher in Gitarrenform, Sticker, die wunderbare Lisa Hannigan, “Irgendwann werden wir uns alles erzählen” von Daniela Krien, die Oya, schon über ein Jahr im Abo, ein neues Lieblingskleid, bei den Cabbages & Roses Sales gefunden, superleckerer und stärkender MaKao-Drink aus 300 ml warmen Wasser, 1 Handvoll Beeren, 1 EL Mandelmus, 1 EL Ahornsirup und 3 TL MaKao, Karl Hucks Gastspiel in Berlin, überraschender Besuch von Totò, unserem kleinen Gasthund, Temperaturen im zweistelligen Bereich, Kreuzberg, endlich “Blue Valentine” und “Zwei an einem Tag” auf DVD gesehen, letzteres fand ich als Buch aber viel besser, Frühlingsessen mit meinen Mitarbeiterinnen, meine erste Levi’s Jeans nach mindestens 15 Jahren, superspontaner Lunch mit Laura an einem sonnigen Mittwochmittag, JazzRadio, mit Juliane im Cafe Fleury, noch keine Anzeichen von Heuschnupfen, unser Personal Blender, weil er so viel im Einsatz ist und sich schon tausendfach bezahlt gemacht hat, und noch ein Lieblingssmoothie aus drei sehr reifen Birnen, 250 ml Wasser, 2 EL Mandelmus und 2 EL MaKao.
Worauf ich mich im April freue: Luftige Kleidung und offene Schuhe, Ostern in Dresden, Pfannenpizza à la Jademond, Besuch von Totò, “Extrem laut und unglaublich nah” von Jonathan Safran Foer, frischer Wind und Frühlingsstürme, Gespräch mit Henriette, Sommerurlaubsplanung, “Alys’ Küchengarten” von Alys Fowler, sehnsüchtig erwartet nach ihrem ersten tollen Buch “Alys im Gartenland”, Forsythiengelb und Kirschblütenrosa, Wiedersehen mit Maarit und Nadjas Geburtstag.













































