January says Goodbye here in Berlin with a tender snow cover, bright sunshine and clanking cold. I was longing for snow for so long and my first breath in the wintry white landscape was so enchanting, refreshing and tonic, that I hope there will be much more snow, so that I can really dive into winter silence and the warmth of my nest. My January was all about being at home, coziness and recovering. Although I felt quite exhausted and tired, I started my work right after the change of the years, which was a true challenge, because sometimes I really worked against what my body and soul were longing for, which of course made me even more tired and unsatisfied. My main theme in January was structure in all its forms of appearance, both energetic and physical. Working with this theme (making lists, arranging and rearranging things, clearing my pinboard, going to IKEA, transcribing birthdays into my new calendar, creating a customer list, cleaning my studio, making an index for my fabrics and so on) helped me to avoid my real work, which really made me laugh sometimes. But one fine day I found my old working rhythm back and now I feel much better and balanced. I expected to dream big and wild and make plans and visions for this year in January, but I didn’t have the energy and muse. It just wasn’t the time. Maybe in February?
Der Januar verabschiedet sich in Berlin mit einer hauchdünnen Schneedecke, strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte. Schnee habe ich mir von Herzen gewünscht und mein erster Atemzug in der winterweißen Landschaft war so verzaubernd, erfrischend und belebend, dass ich hoffe, dass noch viel mehr Schnee fällt und ich doch noch so richtig eintauchen kann in Winterstille und Nestwärme.
Die Wärme und Gemütlichkeit meiner Wohnung habe ich in diesem Monat sehr genossen und ausgekostet. So richtig nach draußen oder in andere Nester gezogen hat es mich nicht. Meine Seerunde bin ich viel seltener als sonst gelaufen. Und ich war nur zwei Mal mit Freundinnen verabredet. Nach wie vor bin ich an den Wochenenden offline und arbeite nicht, so dass ich es allmählich lerne und immer mehr zu schätzen weiß, den Vormittag im Schlafanzug zu verbringen, auszuschlafen, Mittagsschlaf zu machen und früh ins Bett zu gehen, stundenlang auf dem Sofa zu liegen, zu lesen und sogar wieder einfach so aus Spaß zu stricken, ausgiebig zu kochen und Fünfe grade sein zu lassen.
Ich habe in diesem Monat, vor allem in der ersten Hälfte, ganz deutlich gespürt, dass ich Ruhe und Zeit brauche, um neue Energie zu tanken. Da die Schule meiner Tochter direkt nach Neujahr wieder losging, habe auch ich mir keinen Tag länger Urlaub gegönnt und bin direkt nach den Feiertagen wieder in den Mariengold Werkstattalltag gestartet. Das hat mich viel Kraft gekostet, denn ich habe an vielen Tagen gegen mein Bedürfnis nach Erholung gearbeitet, was mich natürlich zunehmend müde und unzufrieden gemacht hat. Irgendwann war ich aber wieder gut in meinem Rhythmus, die Arbeit ging mir fließender von der Hand und ich wurde ausgeglichener. Dazu haben die Wochenenden sehr beigetragen, ohne viele Termine, dafür einmal mit Hund. Das war eine ganz tolle Zeit! Ein Tier bringt so viel Spaß, Bewegung und Liebe in den Familienalltag. Was haben wir gelacht und wie sehnen wir uns jetzt nach Totò, der hoffentlich bald wieder einmal ein paar Tage bei uns sein wird.
Mein wichtigstes Thema im Januar war Struktur. Die ersten beiden Wochen des Monats habe ich mit Sortieren, Räumen, Säubern, Sichten, Ordnen, Beschriften, Umräumen, Sammeln, Planen und Ausmisten verbracht. Ich habe meine Stoffe sortiert und sauber im Regal geordnet. Ich habe Listen für alles mögliche angelegt. Ich habe meine Pinnwand einmal komplett geräumt. Ich habe Geburtstage in meinen Kalender übertragen. Ich habe endlich eine ordentliche Kunden-/Warteliste erstellt. Ich war bei IKEA. Ich habe mir eine Art Stoffkartei angelegt. Ja, zuweilen hat das ganze bizarre Züge angenommen. Dann musste ich auch über mich selbst lachen, denn oft habe ich gemerkt, dass mein Strukturwahn mein Verbündeter im Vermeiden der eigentlichen Puppemacherei ist. Aber gut, das war einfach nötig und ich habe es mit mit Humor genommen. Irgendwann war das auch vorbei und jetzt bin ich wieder ganz bei der Sache, wenn ich arbeite.
Was ich nicht oder viel weniger gemacht habe als gedacht, war großes Träumen, Ausspinnen, Visionieren und Planen. Es gibt zwar einige Themen, denen ich mich gern in den letzten Wochen gewidmet hätte, jedoch habe ich dafür keine Energie aufbringen können. Lediglich das kreative Briefing für meine neue Internetseite habe ich geschrieben. Joy, von der auch mein aktuelles Webdesign stammt, hat mir ihre Zusage für eine erneute Zusammenarbeit gegeben und ich freue mich, dass wir unsere Zusammenarbeit noch in diesem Monat begonnen haben. Alle anderen kleinen und großen Zukunftsprojekte und Pläne habe ich erst einmal gut sein lassen. Alles hat seine Zeit.
Was mir im Januar Spaß gemacht hat: Smoothies in allen Farben, am liebsten mit Beeren, Klezmer, Luisa Francias “Schatzhüterin”, noch mehr Astrid Lindgren, The Voice of Germany, Sesamsauce, die Akkorde a-Moll und G-Dur in allen möglichen Kombinationen und dazu Singen, “Schloss aus Glas” von Jeannette Walls, Kaugummi, Strickgarn mit tollen Farbverläufen, Clowns und Ringelstulpen.
Was im Februar kommt: Anna Ternheim im Babylon Berlin-Mitte, Kaffee und Kuchen mit Juliane, Hyazinthen, “Ein ungezähmtes Leben” von Jeannette Walls, der Beginn der Stoffmarktsaison und endlich nach fünf Jahren oder so Ramona treffen.
Ich freue mich drauf und wünsche euch einen guten Januarausklang.






















