I am feeling a bit out of time since Christmas is over. These days are so special, so silent, so peaceful. It is a good time to look back and when I do so, I find out that the most important experience for me this year was to fully trust the laws of life, to let go all expectations and conceptions, to accept what is and to love myself just how I am. At the end of 2011 I feel strong, blessed, balanced and happy and I am looking forward to a wonderful new year. Wishing you a powerful and magical New Year’s Eve, my friends.
Nach Weihnachten fühle ich mich immer etwas außerhalb der Zeit. Daten und Wochentage sind vollkommen unwichtig. Der Abend wird zum Tag und dehnt sich unendlich aus und die Zeit vergeht schön langsam. Auch ohne Schnee ist es still. Die Herzen sind weit und der Ausatem lang. Es ist die beste Zeit, das Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen einfach sein zu lassen, Bilanz zu ziehen, Frieden zu schließen, Erfolge zu feiern, Pläne zu schmieden, weiße Kalenderblätter zu füllen oder so lange wie möglich blank zu lassen, die Ruhe vor dem frischen neuen Jahr zu genießen oder was auch immer zu tun, das jetzt Spaß macht und wohltut.
In den letzten Tagen vor Weihnachten habe ich ja schon hier und da in meinen Einträgen zurückgeschaut auf das Mariengold Jahr 2011. Es war wieder ein sehr gutes Jahr. Was mich glücklich und gelassen stimmt, ist die Einsicht, dass ich das eigentlich am Ende eines jeden Jahres sagen kann. Was auch immer geschieht, es ist gut, richtig und passend und folgt ganz im Sinne von Rumis Gasthaus Lebensgesetzen, denen wir uns hingeben können oder auch nicht. Ich habe mich in den letzten Jahren mehr und mehr diesen Kräften anvertraut, was meinen Weg im Nachhinein betrachtet möglicherweise immer fließender und leichter gemacht hat. Aber wer weiß das schon? Auch das gehört zum Vertrauen, dass ich nicht alles verstehen und durchdringen, planen und kontrollieren kann, sondern das Leben nehme, wie es ist. Und dass ich auch mich selbst achte und liebe und so lasse, wie ich gerade bin, auch mit allen schmerzlichen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen.
Das war auch meine wichtigste Lektion in der ersten Hälfte dieses Jahres, in der ich monatelang mit starken Rückenschmerzen und tiefer Erschöpfung lebte. In dieser Zeit machte ich aber nicht nur diese körperliche Grenzerfahrung, die sich auch auf meine Seele auswirkte, sondern erlebte gleichzeitig wider Erwarten auch einen ungeahnt großen kreativen Energieschub und brachte wegweisende Projekte für Mariengold in Gang. Was für eine Erfahrung! Der wichtigste Impuls in diesem Jahr war wohl die Einstellung meiner Mitarbeiterin Karoline im Frühjahr, was mir wertvolle neue Freiräume ermöglichte, die ich für andere Projekte neben meinen Puppen wie Anleitungen und Schnitte für Puppenkleidung, die Pflege meiner Internetseite und Webshops, eine gute, zeitnahe Buchhaltung und andere administrative Aufgaben, den Ausbau meiner Auslandsgeschäfte, meine neue Lust am Bloggen und Schreiben und nicht zuletzt für so schöne Herzensdinge wie die Mariengold Künstlerpostkarten und die Märchenaufnahme genutzt habe. Meine lange Krankheit und das ständige Ausbalancieren von Arbeitszeit und Zeit für mich selbst haben mich gelehrt loszulassen von Erwartungen und Vorstellungen, die ich immer so hatte und habe, auch die Kontrolle ein Stück weit aufzugeben und mit dem zu gehen, was gerade ist. Und so wundert es mich überhaupt nicht, dass ich erst in diesem Jahr gelernt habe, freihändig Fahrrad zu fahren!
Für das nächste Jahr habe ich mir für Mariengold noch gar nicht so viel vorgenommen. 2011 war so bewegt, so temporeich, dass ich mir gut vorstellen kann, das Erreichte weiter auszubauen, meinen Arbeitsalltag und mein Einkommen zu stabilisieren und den Fokus auf einen guten Arbeit-Freizeit-Ausgleich nicht zu verlieren. Mit Vasalisa hatte ich viel Spaß, daran möchte ich anknüpfen und denke über einen Mariengold Podcast nach. Ich möchte weiter Anleitungen und E-Books schreiben, mich dabei aber im nächsten Jahr auf das Puppenmachen selbst konzentrieren. Ich überlege, ob ich weiterhin Puppenbastelmaterial verkaufen möchte. Im Dezember habe ich dieses Angebot ja pausiert und einen deutlichen Zeitgewinn gespürt. Was meine Postkarten angeht, so bin ich gerade mit zwei wunderbaren Künstlerinnen im Austausch und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Das gleiche gilt für die Neugestaltung meiner Internetseite. Zwar weiß ich noch nicht, mit wem ich da zusammenarbeiten werde, aber in meinen Händen kribbelt es schon und ich bin ganz gespannt, auf das neuen Mariengold Antlitz im Internet. Aber das wichtigste sind die Puppen! Ich freue mich auf all die Puppen, die ich im nächsten Jahr nähen werde und bin ganz neugierig, wohin mein Weg mich führen wird. Es wird bestimmt neue Schnitte und Techniken geben, einen noch klareren, noch feineren Ausdruck und nicht zuletzt werde ich an meinem Stopfen arbeiten, denn bei meinem letzten Treffen mit Juliane habe ich festgestellt, dass es immer noch fester geht.
Um noch einmal auf das freihändige Fahrradfahren zurückzukommen, im nächsten Jahr werde ich einen Schritt weiter gehen und endlich meinen Führerschein machen. Außerdem möchte ich Swing tanzen lernen, mir auch im rechten Ohr ein Loch stechen lassen und noch einmal Schweden besuchen, um auf Astrid Lindgrens Spuren zu wandeln und meine Freundin Juliane in ihrer anderen Heimat zu besuchen. Ich freue mich auf das neue Jahr!
Ihr Lieben, ich wünsche euch einen kraftvollen, fröhlichen und magischen Jahreswechsel mit viel Vorfreude und Bauchkribbeln auf 2012!































