23. August 2011

Wold Tuju Jest

Nach dem Picknick in der letzten Woche hat mich meine Tochter vor einigen Tagen zu einem Konzert eingeladen. Sie hat den Singkreis nachgeahmt, den wir vor ein paar Tagen besucht hatten. Nicht nur hat sie die Umgebung liebevoll nachgestaltet und auf viele kleine Details geachtet, die mir beim Singkreis selbst gar nicht aufgefallen sind, sondern sie hat auch die Sprache und die Zwischentexte von Gabriele, die den Singkreis veranstaltet hat, nachgemacht, eine kleine Meditation angeleitet, Mantrentexte zum Mitsingen aufgestellt, beherzt in die Seiten gegriffen, obwohl sie keinen einzigen Akkord spielen kann, und mich eingeladen, mich im Liegen besingen zu lassen. Auf diese Weise habe ich erfahren, was für einen tiefen Eindruck die Veranstaltung auf sie gemacht hat, dass sie die Essenz der Mantren verstanden hat und ein feines Gespür für die Schönheit und die Eigenheiten von Menschen hat. Unser kleines Konzert hat uns beiden viel Freude gemacht. Der Höhepunkt war ihr Mantra “Wold Tuju Jest”, in ihrem ganz persönlichen Sanskrit, das sie frei mit “Welt Frieden Jetzt” übersetzt hat. So haben wir gemeinsam den Weltfrieden herbeigesungen, in aller Ernsthaftigkeit, und dabei ganz viel gelacht.

Wer die Originalveranstaltung, also das gemeinsame Singen von spirituellen Liedern mit Gabriele, selbst erleben möchte, ist herzlich eingeladen: Der nächste Heil-Sing-Kreis beginnt am Samstag, den 27. August im “Soulrays” in der Sundgauer Straße 103 in Berlin-Zehlendorf. Weitere Informationen und Termine, auch zu ihren Kundalini Yoga Klassen und Channeling Gruppen, findet ihr auf Gabrieles Website. Ich war ein Jahr lang Gabrieles Yoga-Schülerin und nehme jetzt Gitarrenunterricht bei ihr. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier bald erzählen werde.

Während ich dies hier schreibe, liegt meine Tochter übrigens im goldenen Licht der Nachmittagssonne auf der Yogamatte und hört Weihnachtslieder. Demnächst könnte es also hier einen Bericht aus der Weihnachtsbäckerei geben …


18. August 2011

Picknick

Seit wir wieder in Berlin sind, überrascht meine Tochter mich ganz besonders mit ihrem Spiel. Die Erinnerung an ein Waldpicknick mit neuen Freunden, das wir im Urlaub gemacht haben, scheint ihr so lieb zu sein, dass sie es einen Nachmittag lang nachgespielt hat, inklusive Schatzsuche mit aus Buntstiften gelegten Pfeilen als Hinweise für den Weg.

Tilda, die kleine Puppe, die sie hier im Arm hält, ist übrigens die erste Puppe, die ich genäht habe, benannt nach der Katze meiner Freundin, die uns während des Schaffensprozesses um die Bein geschlichen ist. Damals, im November 2005, hat mir das Puppennähen so überhaupt keine Freude gemacht. Wenn mir da jemand gesagt hätte, dass ich es zwei Jahre später zu meinem Beruf machen würde … Tilda lieben mein Mädchen und ich jedenfalls ganz besonders sehr.


15. August 2011

Pur

Zurück und glücklich. Vor einigen Tagen bin ich mit meinen beiden Lieben von unserem Heidi-Urlaub in dem kleinen Alpdorf Doro in den Tessiner Bergen zurückgekehrt. Unsere Herzen sind gefüllt mit Sonne, vielen, vielen guten Erinnerungen und dem Wunsch bald wieder zurückzukehren zu diesem wundervollen Ort und dem puren, einfachen und naturnahen Leben …




Am Anfang war der Wunsch eines kleinen Mädchens, das so gerne “Heidi” las … Mit dieser Reise haben wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt. Es ist schon ein kleines großes Wunder, auf welchen Wegen wir in die Berge gefunden haben. Nach vielen, vielen E-Mails mit unserer Gastfamilie, Fragen über Fragen, was uns in den Bergen erwarten würde, Zweifeln und Ringen über Wochen und Monate, ob wir dieses Geschenk annehmen können und wollen, Einkäufen bei Globetrotter, dem großen Ausstatter voller wundersamer Dinge, einer langen, langen Autofahrt mit Halt in Bayern bei Freunden für einen Glücksröllchengeburtstagsabend und einem Aufstieg zu Fuß auf 1600 Meter wurden wir schließlich mit Alphorn und Alpenglühen empfangen und mit einem tiefen Ja tauchten wir ein in den Zauber der Berge. Mögen unsere Erinnerungen uns in den nächsten Monaten tragen, bis wir wieder zurückkehren an diesen oder einen anderen Kraftort.